Amy Liptrot

 4.3 Sterne bei 66 Bewertungen
Autor von Nachtlichter.

Lebenslauf von Amy Liptrot

Amy Liptrot ist auf den Orkneyinseln aufgewachsen. Als Journalistin schreibt sie für verschiedene britische Magazine. Das Memoir NACHTLICHTER, ihr erstes Buch, begeisterte Leser wie Presse gleichermaßen, stand wochenlang auf den britishen Bestsellerlisten und wurde u.a. mit dem Wainwright Prize for Best Nature and Travel Writing sowie dem PEN Ackerley Prize für autobiografisches Schreiben ausgezeichnet.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Amy Liptrot

Cover des Buches Nachtlichter (ISBN:9783442718412)

Nachtlichter

 (66)
Erschienen am 12.08.2019

Neue Rezensionen zu Amy Liptrot

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Rezension zu "Nachtlichter" von Amy Liptrot

Interessanter Lebensweg
Nadezhdavor 2 Monaten

Mir hat das Buch gut gefallen.


Zwar liegt das Leben, wie es die Autorin in London geführt hat, mir fern wie nur irgendwas - und zum Glück wurden diese Kapitel ja auch bald zugunsten des Orkney-Abschnitts beendet und nur noch in Rückblenden aufgegriffen. Aber ich muss sagen, dass ich die Beschreibung des Weges, den die Autorin zurücklegen musste, um nach der Alkoholsucht (wieder) ihre Umgebung und ihr eigenes Selbst wahrnehmen und würdigen zu können, gern mitverfolgt habe. Selten habe ich so scharf und ungeschönt analysiert bekommen, und dabei auch noch flüssig zu lesen, was die Sucht in alkoholkranken Menschen emotional genau macht, welchen Trugbildern man da nachjagt und wie es sich anfühlt, wenn man sich einen Weg aus der Sucht heraus erkämpft. Das wird bei mir sicher noch länger nachhallen.

Außerdem hat mir gefallen, dass die Autorin ihre Familie, ihren Exfreund und andere nahestehende Menschen nur dezent erwähnt und nicht gundsätzlich schlecht darstellt - ich denke, ihre Familie kann auch nach der Lektüre des Buches die Autorin noch mögen und braucht keine Unterlassungsklagen einzureichen.


Und ja, die Orkneys... Nach Lars Myttings Roman "Die Birken wissen's noch" weiß ich jetzt gar nicht, ob ich zuerst die Shetlands oder zuerst die Orkneys bereisen möchte oder doch einfach beide Inselgruppen...  Die langen Darstellungen über Geologie, Geschichte, Klima und Fauna der Orkneys sowie die Umbrüche in der Lebensweise ihrer BewohnerInnen habe ich mit großem Interesse und Genuss gelesen.


  gibt es von mir, weil manche Passagen vielleicht doch ein wenig Straffung vertragen hätten und das Korrektorat bei einer Neuauflage gern ein paar Kommas an andere Stellen verschieben darf.

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Rezension zu "Nachtlichter" von Amy Liptrot

Amy Liptrot "Nachtlichter"
wassilkeliestvor einem Jahr

Amy wächst auf den kargen, einsamen schottischen Orkney Inseln auf. Mit 18 Jahren verlässt sie ihre Heimat und stürzt sich in London ins Partyleben - Sex, Drogen und jede Menge Alkohol stehen an der Tagesordnung und führen von einem Absturz zum nächsten. Als Amy eines Tages Job, Freund und Wohnung gleichzeitig verliert, beschließt
sie, ihrer Alkoholsucht ein Ende zu setzen. Nach einem erfolgreichen Entzug kehrt sie auf die Inseln zurück. Umgeben von der rauen, naturgewaltigen und imposanten Inselwelt, versucht Amy ihr Leben neu zu ordnen und dem Alkohol zu widerstehen. Wird sie den
schweren Weg zurück in ein normales Leben schaffen?


Die Journalistin Amy Liptrot hat mit „Nachtlichter“ einen sehr eindrücklichen autobiographischen Roman geschrieben. Schonungslos ehrlich und brutal beschreibt sie ihre turbulente Zeit in London, ihre peinlichen Alkoholabstürze, die daraus resultierenden
Probleme, persönlichen Niederlagen, ihren harten Kampf gegen den Alkohol, die Sucht und die überall lauernde Gefahr eines Rückfalls. Einzig und allein ihre Heimat - die abgeschiedenen Orkneys im Norden Schottlands - gibt Amy die Kraft, ihr Leben wieder in die richtige Bahn zu lenken.


Mit ihrem klaren, schnörkellosen Schreibstil und großartigen erzählerischen Können hat mich Amy Liptrot absolut begeistert. Die faszinierende Beschreibung der Orkneys mit ihrer einzigartigen Natur und Tierwelt machen diese Lektüre zu etwas ganz Besonderem. Man erfährt viel Interessantes und Wissenswertes über die Geschichte und das alltägliche Leben auf diesem Archipel. Eine eindrucksvolle und überaus gelungene Mischung aus Biographie und Naturführer, die einen so schnell nicht wieder loslässt…


Am Ende war ich ein bisschen verliebt in die Orkney Inseln, ihre traumhaft beschriebene Flora und Fauna und natürlich in Amy, die für so viel Mut und Kraft meinen äußersten Respekt verdient hat! Ein mutiges, ehrliches und beeindruckendes Buch, dem ich noch ganz, ganz viele LeserInnen wünsche! Absolut empfehlenswert!!!

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Rezension zu "Nachtlichter" von Amy Liptrot

Orkney immer im Herzen.
Bücherfüllhorn-Blogvor 2 Jahren

Ein entscheidender Lesegrund für dieses Buch war für mich der Hinweis in der Inhaltsangabe, dass die Orkney-Inseln eine Rolle spielen. Mir war da noch nicht so ganz klar gewesen, dass dieses Buch ein Erfahrungsbericht ist, keine Geschichte. Die Autorin Amy Liptrop berichtet über ihren Kampf gegen den Alkohol, gegen die Sucht. Und ihre Heimat Orkney hat ihr dabei geholfen sich wieder zu erden und die richtigen Weichen zu stellen.

 

Sie erzählt nicht wirklich spannend, und gerade der Anfang in London mit allen Auswirkungen der Sucht, ist nicht einfach zu lesen, weil ich erst noch ein Gefühl dafür entwickeln musste. Die Alkohol-Exzesse werden ehrlich und ungeschönt dargestellt. Erst nach und nach bemerkte ich die Kraft dieses lakonischen und harten Erzähltons, den ich auch nach dem Lesen noch im Kopf zu hören glaubte. Eine Sprache, so rau und kühl wie die Orkney-Inseln.

 

Abwechselnd wird von London und Orkney berichtet. Besonders die Zeit auf den Orkney-Inseln, als sich die Autorin neu finden, neu zusammensetzen muss und mit Hilfe der rauen Natur gegen die Sucht ankämpft, sind sehr eindrucksvoll zu lesen. Ich mochte diese Beschreibungen von den Inseln, von den Vogelbeobachtungen, den nächtlichem Himmel, dem Meer, der Historie. Ja, ein Faible für Orkney sollte man da schon haben.

 

Alles in allem / Sterne: Eine Erzählstimme, die ich auch nach dem Lesen noch zu hören meinte, die sich mir im Kopf festgesetzt hat. Ein Erfahrungsbericht über den Kampf gegen den Alkohol und über das „sich selber finden“ in der rauen Natur auf den Orkney-Inseln.  Dennoch sollte man schon ein Faible für diese Inselgruppe und für diese trockenen und dennoch kraftvollen Naturbeschreibungen haben. Dieses Faible habe ich und somit vergebe ich fünf und fünf Sternen und stelle das Buch zu meinem Orkney/Shetland-Insel Reiseführer. Am besten an einem regnerischen und kalten Tag lesen!

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Gespräche aus der Community

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Hallo,

von Zeit zu Zeit sehe ich all meine Bücher durch und versuche dann auszusortieren und mir einen Überblick zu verschaffen. Ich merke, dass es mir zunehmend keine "Freude bereitet" zu viele ungelesene Bücher zu Hause zu haben. Denn irgendwie greife ich nur ganz selten nach den Büchern, die schon hier stehen und lese stattdessen die ganz neuen. Ideal wäre es also wohl in meiner Vorstellung, wenn ich einfach nur noch bei Bedarf 1-2 neue Bücher kaufen und direkt lesen würde. Nun kommt das große ABER: 

Ich habe gestern abend alle ungelesenen Bücher aus dem Regal geholt, genau angesehen und überlegt. Am Ende hatte ich 3 Stapel: 1. Definitiv behalten, 2. Anlesen und dann entscheiden, 3. Definitiv weggeben

Leider war der Stapel Nr. 3 dann am Ende mit 37 Büchern verhältnismäßig klein, Stapel 1 immerhin etwas kleiner als Stapel 2. Zugleich habe ich nun ein Problem - so viele Bücher kann ich einfach nicht anlesen und so entscheiden.

Deshalb dachte ich mir, vielleicht möchtet ihr mir bei der Entscheidung helfen? Ich hänge euch mal ein Fotos der Bücher an, bei denen ich unsicher bin, ob ich sie behalten möchte. Kennt ihr etwas davon? Und was würdet ihr sagen - behalten oder weggeben? Eine Begründung für eure Entscheidung wäre natürlich spannend. Falls die  Bücher auf den Fotos nicht gut genug zu erkennen sind, hänge ich sie euch an.

Ich bin es auch ein bisschen leid, Bücher zu lesen, die mich nicht völlig begeistern. Leider werde ich immer anspruchsvoller und somit ist die Chance, ein echtes Highlight zu entdecken, immer geringer. Aber vielleicht verbirgt sich hier ja doch das ein oder andere.

Ich bin gespannt, was ihr sagt!

PS: Die GEO-Zeitschriften dürfen ignoriert werden ;-)

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