Amy Reed Abschied fĂŒr immer und nie

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Inhaltsangabe zu „Abschied fĂŒr immer und nie“ von Amy Reed

Ein Leben außer Kontrolle.

„Mal im Ernst, Evie, was haben wir schon zu verlieren?“

Was die krebskranke Evie noch will, ist eine letzte Reise. Noch einmal das Adrenalin in den Adern spĂŒren. Noch einmal auf den Rat ihrer Freundin Stella hören: Lebe wagemutig. Aber die Flucht aus der Klinik wird alles verĂ€ndern 


Evie fĂ€llt es unsagbar schwer, in die Welt der Gesunden zurĂŒckzufinden. Bis sie Marcus trifft. In seiner NĂ€he fĂŒhlt sie sich lebendig. In seinen Exzessen, seinen fantastischen HöhenflĂŒgen. Nur ahnt sie nicht, dass sie nur einen Schritt vor dem Abgrund steht 


Irgendwie hatte ich etwas anderes erwartet 😞

— Nmaye

Wahnsinnig berĂŒhrend! Vergleichbar mit "Das Schicksal ist ein mieser VerrĂ€ter"

— Linsenliebe

hat mich nicht wirklich begeistert, irgendwie platt

— HLangos

Leseempfehlung :)

— Annealmighty

Eine unheimlich berĂŒhrende Geschichte darĂŒber, wie man ins Leben zurĂŒckfindet, wenn man eigentlich schon damit abgeschlossen hat.

— Svenjas_BookChallenges

Nach vielversprechenden Start, ging es nicht nur fĂŒr die Prota bergab. Sehr schade.

— Nightingale78

Nur wenige BĂŒcher haben mich so aufgewĂŒhlt wie dieses.

— Julyie

Hat mich sehr an TFIOS erinnert. Leider nicht unbedingt im positiven Sinne... :/

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  • Eine Jugendliche die stirbt und ĂŒberlebt...

    Abschied fĂŒr immer und nie

    Nmaye

    10. February 2017 um 14:21

    Evie hat Krebs und wird sterben. Auf der onkologischen Station der Kinderklinik verbringt sie die meiste Zeit und zusammen mit ihren Freunden lebt sie in ihrer eigenen Welt.  Doch dann geschieht das undenkbare: Evie darf das Krankenhaus verlassen. ZurĂŒck in der "normalen Welt" fĂ€llt es ihr sehr schwer sich einzufinden und lernt dann Marcus kennen und fĂŒhlt sich ihm sofort verbunden.  Doch auch et kann ihr nicht helfen, langsam aber sicher abzurutschen... Fazit: Das Buch habe ich in 24 Stunden durchgelesen und der Schreibstil lĂ€sst einen gut in die Geschichte kommen.  Zu Beginn leidet man mit Evie und ich fand sie sehr sympathisch. Doch umso weiter die Geschichte fortschreitet wird es immer schwerer sich ihr noch verbunden zu fĂŒhlen.  Ich muss sagen, dass mir die 2. HĂ€lfte des Buches leider zu sehr aus Teenie-Trotz besteht und das Ende hat mich leider auch ĂŒberhaupt nicht zufrieden gestellt.  Ich hĂ€tte mir alles in allem eine rundere Geschichte mit vllt einem Happyend gewĂŒnscht.

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  • Wahnsinnig berĂŒhrend

    Abschied fĂŒr immer und nie

    Linsenliebe

    12. July 2016 um 09:11

    Evie hatte mal ein normales Teenager-Leben, mit festem Freund, Schule, bester Freundin und jede Menge Spaß beim Cheerleadern. Doch ihr durchschnittliches Leben wird komplett auf den Kopf gestellt, als Evie wegen eines gebrochenen Beins ins Krankenhaus kommt und dort die Diagnose Krebs bekommt. Es ist ein seltener Krebs und alles geht sehr schnell. Evie steht kurz vor dem Tod und wird immer schwĂ€cher. An ihrer Seite hat sie eine sehr fĂŒrsorgliche Familie, den extrem besorgten festen Freund Will und - und das ist Evie am wichtigsten - ihre beste Freundin Stella. Stella ist erst ihre beste Freundin, seitdem sie sich im Krankenhaus kennen lernten, dafĂŒr ist sie fĂŒr Evie zum wichtigsten Menschen in ihrem Leben geworden. Stella muss ebenso mit einem schlimmen Schicksal kĂ€mpfen, hat aber eine wahnsinnige Kraft in sich und kann Evie immer wieder motivieren, zum lachen bringen und sie von der Krankheit ablenken. Doch dann geschieht das unvorstellbare: Evie wird gesund und darf nach Hause, wĂ€hrend andere in ihrem Umfeld sterben.Evies Leben ist vorbei aber es ist doch nicht vorbei. Sie hat zwar den Krebs auf wundersame Weise ĂŒberlebt aber sie fĂŒhlt sich dafĂŒr, als sei sie Schuld am Tod der anderen. Nur weil sie ĂŒberlebt hat, mussten andere sterben. Mit dieser massiven Last auf ihren geschwĂ€chten Schultern kann Evie nicht leben und so verĂ€ndert sie ihr Verhalten zu Hause radikal.Ihre Familie ist glĂŒcklich, dass die verloren geglaubte Tochter dem Tod von der Schippe gesprungen ist, doch von GlĂŒck kann man wenn es nach Evie geht nicht wirklich reden. Sie fĂŒhlt sich fĂŒr den Tod anderer Menschen verantwortlich und kann kaum mit dem Schmerz umgehen. Sie denkt, die Welt wĂ€re ein besserer Ort wenn Evie stattdessen gestorben wĂ€re. Sie bemerkt in ihrem Leid gar nicht, wie sehr sie ihren Mitmenschen Unrecht tut.Evie wird zu einem ganz anderen Menschen und weder sie noch ihr Umfeld kann mit dieser massiven VerĂ€nderung umgehen. Erst als sie Marcus kennen lernt, der gar nichts von ihrem Schicksal weiß, blĂŒht Evie in seiner Gegenwart auf. Doch auch er kann sie nicht retten, denn die wenigen positiven Momente in ihrem Alltag halten Evie nicht davon ab, in einen Strudel aus Depressionen, Wut und Medikamentenmissbrauch zu geraten."Abschied fĂŒr immer und nie" war ein Buch, was mich wirklich noch mal extrem berĂŒhrt hat. Es gibt nicht so viele Romane, die mir wirklich unter die Haut gehen, dazu gehört schon viel und die "typischen" Krebs-Geschichten in BĂŒchern kennt man einfach schon. Umso mehr habe ich mich darĂŒber gefreut, dass Amy Reeds Roman direkt in mein Herz getroffen hat. Ich wĂŒrde sogar so weit gehen zu sagen, dass "Abschied fĂŒr immer und nie" in etwa so berĂŒhrend fĂŒr mich war wie John Greens "Das Schicksal ist ein mieser VerrĂ€ter". Ich habe zwar zwischenzeitlich Probleme gehabt, Evie sympathisch zu finden aber genau das macht die Geschichte aus. Man möchte sie schĂŒtteln, damit sie aus ihrem Strudel aus negativen Gedanken herausfindet. Ich hatte MitgefĂŒhl mit ihr, habe sie aber auch andererseits gut verstehen können. Sie möchte nicht mehr nur als das "Krebs-MĂ€dchen" gesehen werden sondern bei Fehltritten bestraft werden, ein ganz normales Leben fĂŒhren und selbstbestimmt handeln können. Sie möchte Fehler machen, Probleme haben und verstanden werden. Im krassen Gegensatz hierzu stand aber andererseits mein VerstĂ€ndnis fĂŒr Evies Familie und Freunde. Sie sind einfach nur froh, dass Evie ĂŒberlebt hat, und möchte sie vor allem bösen beschĂŒtzen. Sie können es nicht verstehen, wieso sie sich so gegen die NormalitĂ€t wehrt und mir wĂŒrde es als Angehörige wohl Ă€hnlich ergehen.Ich habe mir wĂ€hrend des Lesens von beiden Seiten mehr VerstĂ€ndnis fĂŒr die jeweils andere Seite gewĂŒnscht. Ich habe mir gewĂŒnscht, dass am Ende alles gut wird. Ich habe mir gewĂŒnscht, dass das Buch nicht endet. Das Ende des Buchs hat mich dann nochmal wirklich umgehauen. Ob positiv oder negativ kann ich euch nicht einmal sagen. Selbst jetzt nicht, wo es schon eine Weile her ist, dass ich das Buch beendet habe.Es bleibt mir nur zu sagen, dass Amy Reed mich hier zutiefst fesseln konnte und ich das Buch wirklich gut fand. Wirklich wirklich gut! Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

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  • Absolute Leseempfehlung :)

    Abschied fĂŒr immer und nie

    Annealmighty

    03. July 2016 um 17:41

    Ein Leben außer Kontrolle. „Mal im Ernst, Evie, was haben wir schon zu verlieren?“ Was die krebskranke Evie noch will, ist eine letzte Reise. Noch einmal das Adrenalin in den Adern spĂŒren. Noch einmal auf den Rat ihrer Freundin Stella hören: Lebe wagemutig. Aber die Flucht aus der Klinik wird alles verĂ€ndern 
 Evie fĂ€llt es unsagbar schwer, in die Welt der Gesunden zurĂŒckzufinden. Bis sie Marcus trifft. In seiner NĂ€he fĂŒhlt sie sich lebendig. In seinen Exzessen, seinen fantastischen HöhenflĂŒgen. Nur ahnt sie nicht, dass sie nur einen Schritt vor dem Abgrund steht 
Das Hardcover aus dem HarperCollins-Verlag umfasst auf circa 300 Seiten absolut empfehlenswerten Lesespaß. Es handelt sich um das "typische" Thema Krebs bei Jugendlichen. Ich habe schon viele BĂŒcher dieser Art gelesen und bin immer wieder fasziniert, wie jede Geschichte individuell mit diesem Thema umgeht. Dieses Buch hat es geschafft noch mal in eine komplett eigenartige Richtung zu denken... aber das macht es wiederum auch interessant und unterhaltsam. Ich habe lange gebraucht bis ich mich reingefunden habe, da ich auch nichts mit der Denkweise der Protagonistin zurecht kam. Nach und nach entsteht aber eine gewisse "Bindung", die einen nicht mehr aufhören lĂ€sst zu lesen. Die zunĂ€chst fehlende Sympathie wurde mit aufkommender Empathie wettgemacht.Die Protagonisten sind mehr als schrĂ€g und eigenartig, aber dennoch liebenswert. Ich habe mich in diese Geschichte verliebt - auch einfach weil sie meinen Horizont erweitert hat. :)

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  • Eine tief bewegende Geschichte darĂŒber, wie Krebs ein Leben zerstört

    Abschied fĂŒr immer und nie

    Svenjas_BookChallenges

    20. April 2016 um 17:56

    Der erste Teil der Geschichte spielt, wie angesichts des Themas nicht anders zu erwarten, in einem Krankenhaus, in dem der krebskranke Teenager Evie nach einem schweren Beinbruch ihre Zeit totschlagen muss. Das Krankenhaus ist dabei ein in sichabgeschlossener Kosmos, in dem Evie, die an LeukĂ€mie erkrankte Stella und der unter einem Hirntumor leidende Caleb eineingeschworenes Trio sind. Die drei gehen unheimlich offen mit ihrer Krankheit um und auch der Tod ist fĂŒr sie kein Tabuthema, denn nur miteinander können sie wirklich ehrlich sein und Scherze machen, durch die ihr Schicksal ertrĂ€glicher wird.Mit der Diagnose, die Evie erhĂ€lt - nĂ€mlich, dass sie eine maximal 7-prozentige Überlebenschance hat und höchstwahrscheinlich innerhalb der nĂ€chsten Monate sterben wird-, bricht fĂŒr ihre Familienangehörigen und Freunde eine Welt zusammen. Evie jedoch ist erleichtert, denn damit wĂ€re ihr Leiden endlich zu Ende und sie könnte ihren Frieden machen. Sie schließt mit ihrem Leben ab, nimmt allmĂ€hlich Abschied und zieht sich in ihre eigene kleine Krankenhaus-Welt zurĂŒck, nur mit Stella und Caleb an ihrer Seite. Mich hat die ganze Situation sehr mitgenommen und ich hatte unendliches Mitleid mit diesen drei Jugendlichen, die nur noch sich selbst und den Krebs zu haben scheinen.Evie ist ein starker Charakter, den ich beim Lesen unheimlich bewundert habe. Sie muss nach außen taff und tapfer sein, sie muss ihre eigene Trauer und ihren Schmerz hinunterschlucken und ihre Eltern und Freunde trösten - sie selbst muss die Starke sein, obwohl sie doch diejenige ist, die sterben wird. Ich stelle mir das so unglaublich schwer vor und doch denke ich, dass es genauso ist. Evie muss und kann sich schließlich eben mit dem Gedanken abfinden, sterben zu mĂŒssen, und man spĂŒrt deutlich, dass sie das angesichts ihres Zustandes beinahe herbeisehnt.Doch es kommt anders: UnerklĂ€rlicherweise erholt sich Evie, wĂ€hrend es Stella und Caleb unverĂ€ndert schlecht geht, und bald kann sie das Krankenhaus verlassen. FĂŒr sie bricht eine Welt zusammen, denn seit ihrer Krebsdiagnose war Evie nur das todkranke MĂ€dchen, das "FrĂ€ulein Krebs", wie sie sich selbst nennt. Nun, da sie geheilt zu sein scheint, weiß sie nicht mehr, wer sie ist und was ihre Eltern und Freunde in ihr sehen. Sie hatte mit dem Leben abgeschlossen und findet nun nicht mehr dorthin zurĂŒck. Dieses Dilemma kann ich absolut nachvollziehen, denn der Krebs hat Evies altes Leben beendet, hat eine tiefe Kluft zwischen ihr und ihren eigentlichen Freunden gegraben und sie zum Außenseiter gemacht. Noch immer wird sie unentwegt in Watte gepackt, darf nichts alleine tun und fĂŒhlt sich eingesperrt. "Abschied fĂŒr immer und nie" erzĂ€hlt schonungslos und ehrlich, wie ein Teenager damit umgeht, dass der erwartete Tod nun doch nicht eintritt, und wie schwer es ist, nach jahrelanger Krankheit wieder einen Sinn im eigenen Leben zu sehen. Mich hat diese Herangehensweise tief berĂŒhrt und bewegt und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Es ist so deutlich zu spĂŒren, dass Evie nach ihrer Genesung ihr Leben immer mehr entgleitet, dass sienach und nach zu einem Menschen wird, der sie nie sein wollte und den sie nicht mehr im Spiegel ansehen kann, dass ich vor allem gegen Ende des Buches fast durchgehend einen dicken Kloß im Hals hatte.Amy Reeds Roman ist keinesfalls eine seichte, rĂŒhrselige Story, sondern wirklich schwere Kost, die thematisiert, wie man damit umgeht, sich eigentlich schon verabschiedet zu haben und dann doch plötzlich weiterleben "zu mĂŒssen". Ein Tabuthema, ĂŒber das man sprechen und vor allem nachdenken sollte. Evies Flucht inMedikamente und Drogen, der völlige Wandel ihrer Persönlichkeit und ihre zunehmend depressive Stimmung haben mich wirklich betroffen gemacht und zeigen nur einmal mehr, auf wie viele verschiedene Arten Krebs ein Leben zerstören kann. Ich finde, Amy Reeds Roman ist ein wirklich authentisches PortrĂ€t einer schwerkranken Jugendlichen, die sich nach der Genesung fragen muss, was sie nun anfangen soll mit ihrem ĂŒberflĂŒssigen Leben.Lediglich das Ende hat mir ĂŒberhaupt nicht gefallen, denn es war viel zu abrupt und hat mich Knall auf Fall aus der Geschichte gerissen, was ich so noch ĂŒberhaupt nicht erlebt habe. Ich dachte tatsĂ€chlich kurz, da wurden ein paar Seiten nicht mitgedruckt. Ich habe zwar ergoogelt, dass es tatsĂ€chlich eine Fortsetzung geben soll, aber dieser Cliffhanger war wirklich einer der ungeschicktesten, der mir je begegnet ist.Mein Fazit:In einer anderen Rezension habe ich gelesen, dass "Abschied fĂŒr immer und nie" mit John Greens "Das Schicksal ist ein mieser VerrĂ€ter" verglichen, ja sogar als schwacher Abklatsch desselben bezeichnet wird. Ich frage mich ernsthaft, wieso!? Denn bis auf die Tatsache, dass es in beiden Romanen um eine an Krebs erkrankte Jugendliche geht, haben sie absolut nichts gemeinsam. Krebs ist eine furchtbare Krankheit, die die Leben der verschiedenstenMenschen auf die verschiedensten Arten zerstört. Das hier ist die Geschichte von Evie, dem MĂ€dchen, das mit dem Leben abgeschlossen hatte und dann nicht wieder zurĂŒckfand. Und sie hat mich tief bewegt, mich nachdenklich gestimmt und abgesehen von dem wenig gelungenen Ende durchgehend mitgerissen. 

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  • LL rezensiert

    Abschied fĂŒr immer und nie

    lenasbuecherwelt

    30. March 2016 um 19:21

    Zugegeben, ich hatte es mit „Abschied fĂŒr immer und nie“ nicht einfach. Der Einstieg in die Geschichte viel mir leicht und als ich Evie und ihre Freunde kennenlernte, stahl sich immer öfter ein LĂ€cheln auf mein Gesicht. Evie, Stella und Caleb sind alle drei Krebspatienten und die Zukunftsprognosen fĂŒr sie stehen schlecht. Dennoch behalten sie ihren Humor und ihre Lebensfreude. Das Zusammenspiel der Drei war großartig. Als Evie dann die Nachricht bekommt, dass ihr Krebs inzwischen so aggressiv ist, dass sie nicht mehr lange zu leben hat, will Stella noch einmal ein Abenteuer erleben – fĂŒr Evie. Diese hat sich inzwischen mit ihrer Lage abgefunden und freut sich darauf, dass die Schmerzen bald vorbei sein werden. Doch nach dem Ausflug Ă€ndert sich die Lage. Stella wird krĂ€nker und krĂ€nker und schon bald muss sie sich verabschieden. FĂŒr Evie hingegen hat das Schicksal einen anderen Weg vorgesehen. Ihr Zustand wird stabil, sie immer fitter und schon bald wird sie entlassen. Doch Evie, die innerlich schon ihr Leben aufgegeben hatte, kommt damit nicht klar. Schon im Krankenhaus blickte Evies ĂŒberhebliche Art manchmal durch, zu Hause aber zeigte sie dann ihren echten Charakter. Ich kann durchaus nachvollziehen, dass eine solche Nachricht wie Evie sie erhalten hat, alles auf den Kopf stellt. Dennoch hat mich Evie ab hier wirklich gestört. Ihre ganze Entwicklung ĂŒber die erste HĂ€lfte der Geschichte fĂ€llt in sich zusammen und sie macht immer grĂ¶ĂŸere Schritte nach hinten. Bald missbraucht sie ihre Tabletten und fĂ€llt einen Strudel aus Drogen und Wut. HöchnĂ€sigkeit gegenĂŒber ihrem Freund oder ihren Eltern waren an der Tagesordnung. Amy Reed schreibt zweifellos toll, gefĂŒhlvoll und packend, doch das alleine reichte (mir) leider nicht.

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  • Deprimierende Geschichte, die okay ist - aber mehr nicht..

    Abschied fĂŒr immer und nie

    Zalira

    15. February 2016 um 21:20

    "Mal im Ernst, Evie, was haben wir schon zu verlieren?" Was die krebskranke Evie noch will, ist eine letzte Reise. Noch einmal das Adrenalin in den Adern spĂŒren. Noch einmal auf den Rat ihrer Freundin Stella hören: Lebe wagemutig. Aber die Flucht aus der Klinik wird alles verĂ€ndern 
 Evie fĂ€llt es unsagbar schwer, in die Welt der Gesunden zurĂŒckzufinden. Bis sie Marcus trifft. In seiner NĂ€he fĂŒhlt sie sich lebendig. In seinen Exzessen, seinen fantastischen HöhenflĂŒgen. Nur ahnt sie nicht, dass sie nur einen Schritt vor dem Abgrund steht 
 Das Buch fand ich vom Inhalt her sehr interessant. Als ich den Klappentext gelesen habe, dachte ich, dass es grob um ein krebskrankes MĂ€dchen geht, das noch ein letztes großes Abenteuer erleben möchte. Da habe ich wohl aber den Klappentext etwas schlampig gelesen. Die Geschichte beginnt zwar in einem Krankenhaus mit der krebskranken Evie, diese wird aber wieder gesund, was wie ein Wunder scheint. Nach diesen nicht ganz 100 Seiten war ich deswegen etwas ĂŒberrascht fand aber den weiteren Verlauf von Evies Leben interessant. Es dreht sich also nicht um eine krebskranke Jugendlich, sondern darum wie man wieder leben kann, wenn man eigentlich schon mit seinem eigenen Leben abgeschlossen hat.  Evie hat ihren Kampf gegen den Krebs aufgegeben, als sie erfĂ€hrt, dass sie gar nicht mehr krebskrank ist. Ihre Familie und Freunde sind darĂŒber ĂŒberglĂŒcklich und gehen davon aus, dass jetzt wo Evie geheilt ist, sie ihr altes Leben wieder aufnehmen kann. Sie hat ĂŒberlebt und sollte dankbar dafĂŒr sein, ihre Eltern umsorgen sie sehr und bei den Lehrern hat sie einen Freifahrtschein. Doch Evie ist nicht glĂŒcklich! Sie beschĂ€ftigt sich mit der Frage warum manche Leute leben und manche sterben. Sie weiß nicht was sie mit ihrem wiedergewonnen Leben anfangen soll. Sie hat sich verĂ€ndert und scheint mit den Leuten in ihrem Umfeld nicht mehr klar zu kommen. Evie fĂŒhlt sich eingeengt allem. Als sie beginnt mit Gras und Schmerzmitteln zu experimentieren, werden die Probleme mit ihrer Familie und ihren Freunden immer grĂ¶ĂŸer. Mitten in diesem Chaos, lernt Evie Marcus kennen, von dem sie sich verstanden fĂŒhlt. Zu Beginn fand ich das Buch etwas langatmig, fĂŒr mich ist es zwar besser geworden, aber es gibt immer wieder -fĂŒr mich- gefĂŒhlt ein bisschen Langeweile, da entweder nicht wirklich etwas passiert oder immer wieder das gleiche passiert, darauf werde ich aber spĂ€ter noch genauer eingehen. Als Leser erlebt man alles aus Evies Perspektive, wodurch man auch eigentlich automatisch auf ihrer Seite stehen mĂŒsste. Anfangs mochte ich Evie auch sehr gern, ich konnte auch gut verstehen, dass man mit Krebs nicht auf einmal philosophisch wird und den ganzen Tag lĂ€chelt, sondern eben auch genervt oder wĂŒtend ist. Aber nachdem Evie die Diagnose ĂŒber ihre "Wunderheilung" erhĂ€lt und sie sich noch mit dem Verlust eines geliebten Menschen auseinander setzen muss, kommt sie aus diesem Loch nicht mehr raus. Und das meinte ich vorhin mit dem, dass immer das Gleiche passiert: Evie schleicht sich aus dem Haus, kommt heim, ihre Mutter macht sich Sorgen und weint, ihr Vater schreit sie an, sie geht auf ihr Zimmer und alles geht von vorne los.. Evie scheint es unmöglich zu sein wieder ins Leben zurĂŒckzufinden, was einerseits verstĂ€ndlich ist, andererseits zieht es einem beim Lesen extrem runter. Evie verliert damit auch dann alle Sympathiepunkte, die sie anfangs hatte und ich bin stellenweise leicht genervt von ihr gewesen. HauptsĂ€chlich gestört hat mich, wie sie mit Caleb "umgeht", aber auch Marcus behandelt sie zum Schluss hin nicht sehr nett. Und damit komme ich dann zu meinem grĂ¶ĂŸten Kritikpunkt: wenn das Buch schon so ernst ist und "depressiv" ist, hĂ€tte ich mir einen positiveren Schluss gewĂŒnscht. Das Buch hĂ€tte zum Schluss noch einen Epilog oder so vertragen können. Fazit: Das Buch hat mich beim Lesen stark mitgenommen. NatĂŒrlich ist es ein ernstes Thema, aber trotzdem gibt es BĂŒcher, die es besser schaffen ernste Themen trotzdem noch mit einem gewissen Lesesgenuss zu vermitteln. Ich fĂŒr meinen Teil hatte etwas schlechte Laune danach und mit dem Schluss kann ich mich nicht anfreunden. Das Buch an sich ist nicht ganz schlecht, ich wĂŒrde es aber auch nicht unbedingt weiterempfehlen.

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  • Abschied fĂŒr immer und nie

    Abschied fĂŒr immer und nie

    Kleine8310

    14. February 2016 um 00:03

    "Abschied fĂŒr immer und nie" ist ein Jugendroman der Autorin Amy Reed. In diesem Buch geht es um die Protagonistin Evie. Evie ist an einer sehr seltenen Krebsart erkrankt, und das verĂ€ndert ihr Leben von einem Tag auf den anderen. Zuvor war Evie Cheerleaderin, bei den MitschĂŒlern sehr beliebt und sie hat, mit Will, einen tollen Freund. Auf der Kinderonkologie freundet sie sich mit der frechen Stella, und dem schĂŒchternen Caleb an. In Stella findet Evie ein Vorbild und sie versucht auch etwas von ihrem Lebensmut und ihrer Zuversicht an sich selbst zu entdecken.  Um allem zu entfliehen haut Evie eines Tages einfach aus dem Krankenhaus ab und sie lĂ€uft Marcus ĂŒber den Weg. Marcus hat auch einiges zu tragen und gemeinsam genießen sie ihr Leben in vollen ZĂŒgen und ohne an Morgen oder mögliche Konsequenzen zu denken. Aber niemand hat Evie gesagt, dass ihr Verhalten sie vielleicht ein bisschen zu nahe an einen Abgrund heranfĂŒhrt ... Der Einstieg in die Geschichte um Evie ist mir sehr leicht gefallen. Amy Reed schreibt flĂŒssig und bildhaft und sie hat hier auch Charaktere mit Tiefgang geschaffen. Besonders der erste Teil des Buches hat mir sehr gefallen, hier erlebt, man Evie auf der Kinderkrebsstation und erfĂ€hrt, wie sie versucht, sich in ihrer neuen Situation zurechtzufinden. Gerade in diesen Passagen kamen fĂŒr mich viele Emotionen rĂŒber, was ich passend und gut fand, wie ich es bei diesem Thema auch erwartet hatte.    Sympathisch war mir leider keiner der Charaktere so wirklich, was fĂŒr mich auch ein großes Manko war, so kamen sie mir nicht so nah. Viele Handlungen waren mir einfach viel zu extrem und zum Teil auch unglaubwĂŒrdig geschildert, was mir nicht gut gefallen hat. Besonders eine bestimmte Stelle im Buch hat mich mit einem großen Fragezeichen zurĂŒckgelassen. Es geht um eine nicht erklĂ€rte, und auch nicht verstĂ€ndliche Wendung, die auch im spĂ€teren Verlauf ĂŒberhaupt nicht einbezogen oder erlĂ€utert wird. Das Ende konnte mich leider ebenfalls nicht komplett ĂŒberzeugen und insgesamt gab es mir zuviel ungeklĂ€rtes. Insgesamt gibt es von mir zwei bis drei Rosen, die ich hier auf drei aufrunde.  "Abschied fĂŒr immer und nie" konnte mich, trotz eines guten Anfangs, leider nicht packen und ist so fĂŒr mich ein Buch, welches sich lediglich im Mittelfeld dieses Genres bewegt!  

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  • Buchverlosung zu "Abschied fĂŒr immer und nie" von Amy Reed

    Abschied fĂŒr immer und nie

    tinstamp

    06. February 2016 um 19:14

    Im Rahmen meines Geburtstagsgewinnspieles auf meinen Blog verlose ich ein Exemplar von "Abschied fĂŒr immer und nie" von Sabine Kornbichler. Um an der Verlosung teilzunehmen, folgt einfach diesem Link: http://martinasbuchwelten.blogspot.co.at/2016/02/geburtstags-gewinnspiel.html und hinterlasst unter meiner BLOGPOST ein Kommentar mit der Antwort auf meine Frage: "Welches Buch könnt ihr mit empfehlen, eines das euch so beeindruckt hat, dass es zu euren LieblingsbĂŒchern gehört. Ich wĂŒrde mich freuen, wenn ihr meinen Blog auf Google Friend Connect oder per Mail folgen wĂŒrdet.

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  • Vielversprechender Anfang und eine sehr enttĂ€uschende zweite HĂ€lfte

    Abschied fĂŒr immer und nie

    Nightingale78

    25. January 2016 um 11:34

    Plot Was die krebskranke Evie noch will, ist eine letzte Reise. Noch einmal das Adrenalin in den Adern spĂŒren. Noch einmal auf den Rat ihrer Freundin Stella hören: Lebe wagemutig. Aber die Flucht aus der Klinik wird alles verĂ€ndern. Evie fĂ€llt es unsagbar schwer, in die Welt der Gesunden zurĂŒck zu finden. Bis sie Marcus trifft. In seiner NĂ€he fĂŒhlt sie sich lebendig. In seinen Exzessen, seinen fantastischen HöhenflĂŒgen. Nur ahnt sie nicht, dass sie nur einen Schritt vor dem Abgrund steht?     Meine Meinung Schon lange hatte ich kein Buch mehr mit dem Schwerpunkt Krebs gelesen. Daher schnupperte ich neugierig in die Leseprobe von ABSCHIED FÜR IMMER UND NIE und beschloss, dem Buch gerne meine Aufmerksamkeit zu widmen. Der Einstieg in die Welt von Protagonistin Evie las sich auch sehr emotional und traurig. Evie leidet an eine seltene Form von Krebs, die vor allem bei Kindern vorkommt und bei ihr Ă€ußerst aggressiv fortschreitet. Die Autorin gibt zu Beginn einen nachvollziehbaren Einblick in den Alltag einer Krebspatientin. So war es sehr einfach fĂŒr mich, einen Bezug zu Evie und ihre Mitmenschen aufzubauen. FĂŒr sie steht nach den niederschmetternden Neuigkeiten des Arztes fest, dass sie die Welt draußen – sprich Familie und Freunde – nicht mehr wiedersehen wird. FĂŒr die Familie erlischt die letzte Hoffnung, doch das MĂ€dchen selbst bereitet sich innerlich auf die letzten Wochen ihres Lebens vor. Sie trĂ€umt davon endlich friedlich und schmerzfrei einzuschlafen. Doch zuvor haben ihre Freunde, Stella und Caleb (sie leiden auch an Krebs), im Krankenhaus noch eine Überraschung fĂŒr Evie parat. Eine unvergessliche Nacht, die jedoch tragisch endet, denn entgegen der Prophezeiung der Ärzte verschlechtert sich folglich nicht Evies Zustand rapide, sondern der von Stella. Die Wende ist hart und hinterlĂ€sst in Evie ein großes Loch. WĂ€hrend um sie herum helle Aufregung ĂŒber eine Besserung ihres Gesundheitszustandes herrscht, wĂŒnscht Evie sich Stella zu folgen. Das Schicksal hat hingegen andere PlĂ€ne fĂŒr sie. Die Wucht der Wende wurde ab der HĂ€lfte des Buches immer tragischer. Die Sympathie, welche Evie mĂŒhelos von mir bekam, bröckelte StĂŒck fĂŒr StĂŒck dahin. Amy Reed wĂ€hlte fĂŒr ihre Hauptfigur den erbarmungslosen Weg. Nichts machte sie ihr einfach. Von einer tödlichen Krankheit, zur Abkapselung und Drogenexzessen. Die Autorin brachte Evie schlichtweg außer Kontrolle und mein VerstĂ€ndnis ging irgendwann flöten. Ein Happy-End sollte man ja generell bei solch einer LektĂŒre nicht erwarten, aber ich habe mir mehr FeingefĂŒhl von der Autorin erhofft. FĂŒr mich funktionierte das Thema Krebs und Drogen in dieser dargestellten Form auch nicht. So empfinde ich im Nachhinein auch den Klappentext, sowohl fĂŒr die englische als auch die deutsche Ausgabe, als unglĂŒcklich formuliert. NatĂŒrlich gibt es auch ganz andere (begeisterte) Stimmen. FĂŒr mich begann dieses DebĂŒt auch Ă€ußerst vielversprechend, nahm jedoch einen ĂŒber-dramatischen Verlauf an. Die Message verstehe ich in gewisser Form, aber die Vorgehensweise der Autorin erscheint mir einfach zu brutal. Und das Ende war mir auch zu kryptisch. Die Fortsetzung, welche im MĂ€rz 2016 in Englisch erscheinen soll, werde ich mir aus diesem Grund leider nicht zulegen.     Fazit Nach einem sehr gelungenen Einstieg und einer starken ersten HĂ€lfte, machte die Protagonistin eine verheerende Wendung. Diese Wendung zerrte unheimlich an meinen Nerven und ich verstand die Intention der Autorin fĂŒr den Weg ihrer Protagonistin irgendwann nicht mehr. Letztendlich war ich fast erleichtert, als der Abschied kam, denn ich Ă€rgerte mich am Ende nur noch. Äußerst schade.

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  • Das Leben ist eine Geschichte die jeder selbst schreibt

    Abschied fĂŒr immer und nie

    Jeanne_Darc

    24. January 2016 um 17:48

    Ein Schicksal Eine Tragödie Eine neue Chance Eckdaten zum Buch: Erscheinungsdatum:10.11.2015 Verlag : HarperCollins ISBN: 9783959670104 Fester Einband Genre: Roman/Schicksal Art: Einteiler Autor: Amy Reed, geboren und aufgewachsen in und um Seattle, hat vor ihrem 18. Lebensjahr acht Schulen besucht. Die hĂ€ufigen UmzĂŒge haben sie rastlos gemacht. Nach dem Abschluss der Film-Hochschule in an Francisco hat sie ihren Master in Creative Writing Klappentext: Ein Leben außer Kontrolle. „Mal im Ernst, Evie, was haben wir schon zu verlieren?“ Was die krebskranke Evie noch will, ist eine letzte Reise. Noch einmal das Adrenalin in den Adern spĂŒren. Noch einmal auf den Rat ihrer Freundin Stella hören: Lebe wagemutig. Aber die Flucht aus der Klinik wird alles verĂ€ndern 
 Evie fĂ€llt es unsagbar schwer, in die Welt der Gesunden zurĂŒckzufinden. Bis sie Marcus trifft. In seiner NĂ€he fĂŒhlt sie sich lebendig. In seinen Exzessen, seinen fantastischen HöhenflĂŒgen. Nur ahnt sie nicht, dass sie nur einen Schritt vor dem Abgrund steht 
 Cover: Das Cover gefĂ€llt mir ausgesprochen gut – ich muss sagen es strahlt ein sehr angenehmes GefĂŒhl aus und die Farben passen perfekt zu einander und harmonieren richtig nur Titel deutet darauf hin, dass in diesem Buch leider nicht alles so voller Harmonie ist wie die Farben des Covers auf den ersten Blick versprechen. Schreibstil: GefĂŒhlvoll und traurig, aber auch humorvoll und vor Wut schĂ€umend. Alle Facetten des Menschlichen Verhaltens werden uns in diesem Buch aufgezeigt. Eine Achterbahnfahrt der GefĂŒhle Was bei diesem schrecklichen Thema auch unvermeidlich ist. Ich möchte nicht wissen wie sich die Protagonisten in diesem Buch gefĂŒhlt haben, noch schlimmer ist es sich dabei vorzustellen, wie sich wohl echte Erkrankte fĂŒhlen, wenn sie die Diagnose Krebs erhalten und dessen BekĂ€mpfung ĂŒber sich ergehen lassen. Meinung: Ich habe dieses Buch quasi in einem Rutsch gelesen und ich habe mich selten so geĂ€rgert. Am liebsten hĂ€tte ich Evie durchgeschĂŒttelt und ihr ordentlich die Meinung gesagt, aber sie tat mir auch gleichzeitig so unglaublich Leid. Umgeben von Tod und selbst hatte sie bereits die Mitteilung bekommen, dass sie quasi dem Tod geweiht ist und dann der Lichtblick – eine mögliche Heilung? Die Metastasen sollen einfach verschwinden? – fĂŒr Evie ein Lebenswunsch, doch als es dann soweit war ging ihr Leben den Bach runter. HĂ€tte sie anders gehandelt wenn sie gewusst hĂ€tte was passiert? TĂ€glich hat sie sich mit ihren Chemos und den herannahenden Tod beschĂ€ftigt, aber niemand hat Evie gezeigt was es heißt zu leben und leben zu dĂŒrfen ohne um sein Leben fĂŒrchten zu mĂŒssen. HĂ€tte sie die neuerlangte Freiheit anders genĂŒtzt? Evie und ihre Freunde sind ein eingeschworenes Team und alle drei Protagonisten sind sehr gut gezeichnet und haben ihren ganz eigenen Charme. Eher schockiert war ich von Evies Freund und von ihrer Familie, ich war entsetzt wie man sich so verhalten kann!? Besonders geschockt war ich jedoch vom Ende, man bleibt quasi unbefriedigt und traurig zu gleich zurĂŒck. Es handelt sich um ein offenes Ende in dem Leser selbst ĂŒberlassen wird, wie man den Ausgang interpretiert. Ich denke auf jeden Fall (auch wenn ich die Serie nie gesehen habe), dass dieses Buch sicherlich etwas fĂŒr Fans der Serie „Der Club der roten BĂ€nder sein könnte“ Fazit: Ein aufwĂŒhlendes Buch rund um die eigentlich todgeweihte Krebspatientin, die plötzlich eine neue Chance zu leben bekommt. Cover: 1 von 1 Stern Schreibstil: 0,8 von 1 Stern Protagonisten: 1 von 1 Stern Thematik/Umsetzung: 1,6 von 2 Sternen Gesamteindruck: 4,4 Sterne von 5 möglichen Sternen

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  • Am Boden zerstört, schockiert- nicht wegen dem Buch!

    Abschied fĂŒr immer und nie

    Julyie

    24. January 2016 um 15:46

    "Es gibt zu viele BĂŒcher ĂŒber Trauer und Verlust, ĂŒber den Abschied von geliebten Menschen. Aber es gibt kein Buch darĂŒber, wie man ihn zurĂŒcknimmt, diesen Abschied." Ich bin gerade wirklich vollkommen darĂŒber entsetzt, was manche Leser hier in ihren Rezensionen schreiben. Haben wir wirklich dasselbe Buch gelesen? Vorerst zum Buch: Erschienen ist das wundervolle Buch am 10.11.2015 mit 304 aufwĂŒhlenden Seien in 34 Kapiteln, im HarperCollins Verlag. Das Cover ist schön, schlicht, ruhig. Es sagt einfach nichts aus, genau wie es bei diesem Inhalt sein sollte. Klappentext: Ein Leben außer Kontrolle. „Mal im Ernst, Evie, was haben wir schon zu verlieren?“ Was die krebskranke Evie noch will, ist eine letzte Reise. Noch einmal das Adrenalin in den Adern spĂŒren. Noch einmal auf den Rat ihrer Freundin Stella hören: Lebe wagemutig. Aber die Flucht aus der Klinik wird alles verĂ€ndern 
 Evie fĂ€llt es unsagbar schwer, in die Welt der Gesunden zurĂŒckzufinden. Bis sie Marcus trifft. In seiner NĂ€he fĂŒhlt sie sich lebendig. In seinen Exzessen, seinen fantastischen HöhenflĂŒgen. Nur ahnt sie nicht, dass sie nur einen Schritt vor dem Abgrund steht 
 Worums gehtÂŽs? Ich glaube dazu muss ich nicht mehr viel sagen, wie man unschwer aus dem Klappentext lesen kann, geht es um Evie, die eine schwere Zeit des Krankheitsprozesses erlebt. Wie schwer ihr das Leben, der Umgang mit ihrer Familie und Freunden und vorallem mit sich selbst ist. Wir begleiten Evie nicht nur im Krankenhaus, sondern auch wie sie sagt in ihrem "alten Leben" in dem sie bereits gestorben ist. Ich finde ein Satz im Klappentext beschreibt das Buch und somit Evie ziemlich gut: Ein Leben außer Kontrolle. Um wen gehtÂŽs? Unsere Protagonstin ist Evie Whinsett, die mit ihren jungen Teenagerjahren einiges durchmachen muss. Bei ihr wurde ein Ewing-Sarkom in ihrer HĂŒfte festgestellt (fĂŒr alle die sich damit nicht auskennen: Es ist ein seltener, bösartiger Tumor, der meist Knochen befĂ€llt). An ihrer Seite sind abgesehen von ihren Eltern, ihre Schwester Jenica, ihr Freund Will, ihre beste Freundin Kasey und ihre Onkologiestation-Freunde Stella und Caleb. Evie ist Cheerleaderin gewesen, gemeinsam mit Kasey und Will gehörten sie zu den beliebtesten Leuten auf ihrer Schule. Außerdem lernen wir im Krankenhaus ihren Arzt Dr. Jacobs (der meiner Meinung nach ziemlich komisch rĂŒber kommt) und Schwester Moskowitz kennen. Ein anderer wichtiger Protagonist stĂ¶ĂŸt es ungefĂ€hrt bei der HĂ€lfte des Buches dazu: Markus Lyon, in dem Evie sich Hals ĂŒber Kopf verliebt. Erster Satz, erstes Kapitel: "Kommt wir gehen in die Cafeteria", sagt Stella. Meine Meinung: Also, wie oben bereits erwĂ€hnt, war ich wirklich schockiert, als ich die Rezensionen eben gelesen habe. Entweder sind Meinungen wirklich so unendlich verschieden, wir haben nicht dasselbe Buch gelesen oder irgendwas mit dem IQ von irgendjemanden stimmt nicht. Sei es meiner oder der eines anderen. Das lasse ich euch nun offen. FĂŒr mich ist dieses Buch ganz klar eine FĂŒnf-Sterne-Bewertung. Ich verstehe die negativen Kritken so gar nicht. Vorallem verstehe ich nicht, wie man stĂ€ndig ein Buch nur wegen seiner Storyline mit einem anderen vergleichen muss. Das hier ist mit Sicherheit NICHT "Das Schicksal ist ein mieser VerrĂ€ter", wenn ĂŒberhaupt wĂŒrde es mich eher an "Die unwahrscheinlichkeit von Liebe erinnern". Man kann ein Buch nicht danach beurteilen wie sehr es einem anderen Ă€hnelt- oder abweicht, sondern eher danach wie seine eigene Geschichte ist. Wenn man dies kritisieren wĂŒrde, könnte ich das ja noch nachvollziehen, wenn es einem nicht gefĂ€llt, aber es zu kritisieren weil man einen guten Bestseller wie John GreenÂŽs Buch es ist damit vergleicht, verstehe ich den Sinn der Rezension nicht. Ja "Abschied fĂŒr immer und nie" ist ein trauriges Krebsbuch, eines das den Leser vielleicht ein unschönes GefĂŒhl im Bauch hinterlĂ€sst, aber es gibt verdammt viele BĂŒcher ĂŒber diese Thematik. Und wenn dies jemand als blöden, langweiligen Abklatsch beschreibt, fĂ€llt mir als Kranenschwester nur eines ein: geht auf eine Kinderonkologie und schaut in die Augen der Kids, dann denkt ĂŒber dieses Buch nach, und ĂŒber die traurigen Worte in eurer Rezension. Mir hat diesees Buch jedenfalls sehr gefallen, ich habe an vielen Stellen nicht recht gewusst, ob ich Lachen soll oder weinen. Manchmal war mir in ein und demselben Satz danach aufeinmal beides gleichzeitig zu tun. So verrĂŒckt es auch klingen mag, dieses Buch hat mich dermaßen aufgwĂŒhlt, dass ich kurz nicht mehr wusste wo oben und unten war. Vielleicht haben mich die negativen Kritiken deshalb so aufgeregt, weil mich das Buch emotional zu mitgerissen hat. Ich selber arbeite auch im Krankenhaus, ich sehe jeden Tag dieses Leid was all die Leute durchleben. Und Evie und vorallem Stella schienen ein bisschen Farbe in die grauen KrankenhauswĂ€nde zu bringen. Ich kann nach vollziehen, dass einige Probleme mit EvieÂŽs Persönlichkeit hatten. Doch wenn man ein bisschen darĂŒber nachdenkt, kann man es nachvollziehen. Das der plötzliche Wandel der Heilung wie in dem Buch genannt "ein Wunder" viele ĂŒberrascht hat ist auch nicht verwerflich. Dennoch sollten wir uns alle mal die Frage stellen, ob wir nicht genau an solche Wunder glauben und hoffen sollten. Und warum es aus vielen GrĂŒnden fĂŒr Evie so schwer fiel, ein normales Leben weiter zufĂŒhren. Dazu fallen mir zwei der gefĂŒhlten 1000 Zitate aus diesem poetisch geschrieben Buch ein: "WorĂŒber redet man, wenn das Leben der einen Person stehen bleibt und das der anderen weiter geht?" "Die Sache ist nur: Sie verstehen nicht, dass dies kein Leben ist, sondern ein schwacher, grausamer Schatten davon. Ich bin bereit, auch wenn sie es nicht sind. Ich bereit mich zu verabschieden." Genau das ist eines ihrer grĂ¶ĂŸten Probleme, versuch euch in die Lage zu versetzen, sie musste mit ihren jungen Jahren schon so viel ĂŒber Krankheit und Leid nachdenken, dass sie irgendwann absolut und vollkommen damit abgeschlossen hatte zu sterben. Und ihr Leben war da schon lange nicht mehr das, was es vorher war. Sie beschreibt das ganz gut als ihre "gesunde Evie" und die "kranke Evie", und nun soll sie als keines davon wieder zurĂŒck in ihr eigentlich abgeschlossendes Leben finden? Immer mit den mitfĂŒhlenden Gesichtern geplagt, die eher die kranke Evie anstatt die gesunde Evie sehen? Ich glaube nicht das es leicht ist. Und ich finde die Autorin hat es genau richtig gemacht, auch der plötzliche Drogenkonsum, der Evie das GefĂŒhl gibt, ein bisschen heilere Welt zu haben. Wenn ich aber lese, dass Evie im Buch undankbar, egoistisch, naiv und extrem nervend rĂŒber kommt, frage ich mich wirklich was da in einem vor geht, sowas zu empfinden?! Verdammt sie ist krank und was bitte ist daran ist EGOISTISCH? Das ihre Familie leidet, ihre Freunde? Das sie alle Evie einengen, dass sie fast erstickt an Mitleid? NatĂŒrlich ist es hart fĂŒr ihre angehörigen, aber Evie ist alles andere als egoistisch und undankbar. Sie ist es einfach Leid als ein MĂ€dchen das weder krank, noch gesund ist angesehen zu werden. Immer diesen verdammten Krebs-Bonus ausgesetzt zu sein. Vielleicht sehe ich die ganze Thematik auch anders, vielleicht weil ich das beruflich jeden Tag im Krankenhaus miterlebe. Ich muss zum Schluss auch leider nochmal auf Das Schicksal ist ein mieser VerrĂ€ter zurĂŒckgreifen, denn wie anscheinend alle es kennen (auch ich liebe dieses Buch), erzĂ€hlt dort Hazel genau wie "Ein herschaftliches Leiden" endet, nĂ€mlich mitten im Satz. Und genau so endet hier dieses Buch, mitten im Satz. Und alle die meinen, Abschied fĂŒr imme rund nie hĂ€tte ein offendes Ende, die sollten sich klar werden, was genau dieser Satzabbruch aussagt. Fazit: FĂŒr mich war es ein wunderschönes, sehr poetisch geschriebenes Buch, in dem ich wahrscheinlich 100 Zitate entnommen und aufgeschrieben habe. Amy Reed hat einen sehr wundervollen, mitreißendes Schreibstil in diesem Buch hervorgebacht. FĂŒr mich ist es ein Buch, welches nicht ĂŒber ein MĂ€dchen mit Krebs erzĂ€hlt, sondern darĂŒber wie schwer es ist zu Leben, obwohl man eigentlich schon lĂ€ngst aufgegeben hat. Bisher das beste Buch, welches ich 2016 gelesen habe. Zitate: - Manchmal vergesse ich, wie unbehaglich sich normale Leute fĂŒhlen, wenn wir Witze ĂŒbers Kranksein machen. Sie verstehen nicht, dass es manchmal nur zu ertragen ist, wenn man es mit Humor nimmt. - Damals als das GlĂŒck so einfach einzufangen war, weil es einfach die ganze Zeit da war, in der Luft rings um uns herum schwebte und darauf wartete wie Obst gepflĂŒckt zu werden. - Mein Todschlagargument. Nimand kann mit einen Krebskind streiten, das behauptet, mĂŒde zu sein. - Vieleicht ist es manchmal ganz gut, verwirrt zu sein. - Ich glaube nicht, dass Wunder ansteckend sind. - Ausdrucksstark ist nicht dasselbe wie aggressiv. und mein absolutes Favorite-Zitat: "Es gibt zu viele BĂŒcher ĂŒber Trauer und Verlust, ĂŒber den Abschied von geliebten Menschen. Aber es gibt kein Buch darĂŒber, wie man ihn zurĂŒcknimmt, diesen Abschied." Und das sagt meiner Meinung wohl alles ĂŒber das Buch, ĂŒber Evie, ĂŒber den Handlungsverlauf und ĂŒber ihr Leben aus.

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  • TFIOS-Abklatsch

    Abschied fĂŒr immer und nie

    SofiaMa

    22. January 2016 um 20:16

    Aufmachung: Das Buch ist doch ein echter Hingucker, oder? Ich finde das Cover einfach sooooo traumhaft schön! *-* Dieses Flieder ist so hĂŒbsch und dann die Lichter... ♄ Den Titel finde ich etwas kitschig, aber irgendwie passt er zum Inhalt. Ich verstehe ihn auf jeden Fall besser als den Originaltitel. Die Kapitel sind alle kurz bis mittellang. Meine Meinung: Ja, also, als ich den Klappentext gelesen habe, musste ich natĂŒrlich direkt an "Das Schicksal ist ein mieser VerrĂ€ter" denken, und da mir das Buch soo gut gefallen hat, habe ich mich auch hier herangetraut, in der Hoffnung, ein Ă€hnliches, rĂŒhrendes Buch zu lesen. Außerdem sieht das Buch einfach traumhaft im Regal aus. :D Jedenfalls habe ich schon direkt am Anfang gemerkt, dass nicht nur der Klappentext wie TFIOS klingt, sondern das Buch tatsĂ€chlich dem von John Green erstaunlich nahe kommt. Dass das jedoch nicht unbedingt etwas Gutes sein muss, habe ich dann auch gemerkt... Allein schon die Handlung und deren Ablauf sind extrem so wie in "Das Schicksal ist ein mieser VerrĂ€ter", weshalb man auch schon direkt am Anfang eine ziemlich große Ahnung davon hat, wie das Buch höchstwahrscheinlich ausgehen könnte. Zwar muss ich dazu sagen, dass die Liebesgeschichte etwas anders ist, der Verlauf davon aber im Grunde genau gleich, was so wirkt, als hĂ€tte Reed zwanghaft versucht, so ein Meisterwerk wie Greens zu schreiben. Nur hat sie dabei wohl vergessen, sich etwas Neues auszudenken... Wobei man schon sagen muss, dass "Abschied fĂŒr immer und nie" trotzdem etwas hat, was in der Art und Weise in TFIOS nicht auftaucht: Die Charaktere. Allein die Protagonistin geht einem schon von Anfang an auf den Geist. Sie ist nicht nur unheimlich nervig, sondern auch undankbar und extrem egoistisch. Ich finde, in einem Buch kann man erwarten, dass die Protagonistin einigermaßen ertrĂ€glich ist und auch zu schĂ€tzen weiß, was die Personen, die sie lieben, alles fĂŒr einen machen, aber Evie stĂ¶ĂŸt jeden einzelnen ununterbrochen vor den Kopf und als Leser denkt man sich nur: "Kind, merkst du noch was?!". Wirklich, Evie ist mit Abstand eine der nervigsten Protas, denen ich je in meinem Leserleben begegnet bin. Dazu kommt noch, dass auch die anderen Figuren allesamt nichts Besonderes sind. Ehrlich gesagt könnte ich sie mittlerweile sogar nicht mehr wirklich charakterisieren, so unscheinbar und ohne Tiefe sind sie. Schlicht und ergreifend nicht mehr als 08/15. Ebenso oberflĂ€chlich bleibt auch der Rest der Geschichte. Ich habe ja bereits angesprochen, dass "Abschied fĂŒr immer und nie" TFIOS ziemlich Ă€hnlich ist, allerdings auch nur, was den Plot angeht. WĂ€hrend TFIOS den Leser emotional sehr mitnimmt, kratzt dieses Buch nur an der OberflĂ€che und kommt nicht einmal in die NĂ€he des anderen Buches; abgesehen von einer einzigen Szene, die mir beim Lesen jedoch extrem bekannt vorkam, wenn ihr wisst was ich meine. Kurz gesagt: Bei "Abschied fĂŒr immer und nie" handelt es sich ganz einfach um einen schlechten Versuch, etwas Ă€hnliches wie John Greens "Das Schicksal ist ein mieser VerrĂ€ter" zu produzieren, nicht mehr und nicht weniger. Bei dem Ende handelt es sich um ein mehr oder weniger offenes Ende, mit dem ich jedoch keine Schwierigkeiten hatte, da ich einfach nur froh war, dass das Buch ĂŒberhaupt zu Ende ist. FAzit: Ich habe eine schöne Geschichte erwartet, und was ich bekommen habe, ist ein schlechter Abklatsch von TFIOS mit einer sehr nervigen Protagonistin und langweiligen Figuren. 1/5 Lesehasen.

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  • Zwei Seiten einer Medaille

    Abschied fĂŒr immer und nie

    dubh

    17. January 2016 um 14:37

    Der Klappentext dieses Buches hat mich sofort gepackt. Ein solch schwieriges Thema wie eine Krebserkrankung - und das in jungen Jahren - als Grundidee fĂŒr ein Jugendbuch? Das wollte ich unbedingt lesen! Auch wenn ich selbst keine Erfahrung mit Krebs habe, so wurde ich innerhalb der Familie und im Freundeskreis schon hĂ€ufig mit dieser - mit Verlaub - Scheisskrankheit konfrontiert. Auch deshalb habe ich mich etwas gerĂŒstet, bevor ich mit der LektĂŒre losgelegt habe. Evie bekommt nach einem Beinbruch eine zutiefst erschĂŒtternde Nachricht: sie ist am Ewing-Sakrom erkrankt, einer Form von Knochenkrebs. Ihre Prognose ist Ă€ußerst schockierend, denn ihre Überlebenschance liegt noch nicht einmal im zweistelligen Prozentbereich. Von ihrem frĂŒheren Leben als beliebte Cheerleaderin bleibt ihr Will, ihr bester Freund. WĂ€hrend er und auch ihre Eltern sich sehr sorgen, bekommt man ein sehr gutes GefĂŒhl dafĂŒr, wie hilflos und verzweifelt sie sich fĂŒhlen - können sie letztlich nicht wirklich etwas fĂŒr die 17jĂ€hrige tun. Auch Evie begreift sehr schnell schon anhand der Anzeichen, wie es um sie steht und hĂ€lt anfangs dennoch am Leben fest: sie selbst versucht Trost zu spenden und zudem hat sie mit Caleb, der an einem Gehirntumor leidet, und Stella, die mit LeukĂ€mie kĂ€mpft, zwei außergewöhnliche Freunde auf der Kinderonkologie- Station des Krankenhauses gefunden. Als sich Evies Überlebenschancen noch weiter verschlechtern, akzeptiert das starke MĂ€dchen seine schwere Krankheit, verweigert weitere Therapieversuche und wĂŒnscht sich, friedlich sterben zu können. Doch die rebellische und selbstbewusste Stella hat anders vor: gemeinsam mit einem Kumpel 'entfĂŒhrt' sie ihre Freundin aus der Klinik - und verschafft Evie so noch einmal die Chance, das Leben zu spĂŒren. Hier beginnt so etwas wie der zweite Teil des Buches, denn Evie wird schon bald nach dem gemeinsamen Ausflug aus dem Krankenhaus als geheilt entlassen. Doch sie kommt mit einem 'normalen' Leben nicht mehr zurecht. Sie vermisst ihre Freunde Stella und Caleb - und die Tatsache, dass es Stella zunehmend schlechter ging und sie schließlich verstorben ist, macht die Sache nicht einfacher. Dass Evie nach all diesen Erfahrungen kein VerstĂ€ndnis fĂŒr die in ihren Augen banalen Teenager-Sorgen ihrer alten Freunde hat, konnte ich gut nachvollziehen. Aber nach und nach driftet das MĂ€dchen ab: sie mit dem wohlgemeinten RatschlĂ€gen ihrer Eltern nicht mehr umgehen und belĂŒgt sie immer mehr, außerdem nimmt sie immer exzessiver Medikamente... Am schlimmsten finde ich jedoch, dass Caleb dringend ihrer UnterstĂŒtzung bedarf, Evie ihm aber keine gewĂ€hrt. Gemeinsam mit Marcus, den sie nach ihrer Krankenhausentlassung kennengelernt hat und der nichts von ihrem Kampf gegen den Krebs weiß, stĂŒrzt sie sich ins Leben oder besser gesagt das, was sie nun darunter versteht... Der erste Teil des Buches hat mich sehr beeindruckt: diese triste AtmosphĂ€re der Kinderonkologie, diese schrecklichen Sorgen, die Evies Eltern und Will hatten, die unfassbar bedrĂŒckenden GefĂŒhle, mit denen Evie fertig werden muss... Wie kann man das als 17jĂ€hrige, die bis vor kurzem Everybody's Darling war, verkraften? Wie kann man am Leben festhalten - wenn es einem durch die Finger gleitet? All das war berĂŒhrend und fĂŒr ein Jugendbuch wirklich gut eingefangen. Auch der Wandel der Hauptfigur ist verstĂ€ndlich. Vermutlich kann kein Mensch, der sich bereits ernsthaft mit seinem eigenen Tod beschĂ€ftigen musste, der bleiben, der er einmal war. Zumal als so junger Mensch! Wenn man schon so nahe am Ende war, interessieren einen belanglose Teenager-Problemchen vermutlich nicht mehr die Bohne. Auch diese stĂ€ndigen Tipps und Sorgen Nahestehender nerven dann wahrscheinlich gehörig... Dennoch muss ich gestehen, dass ich mit dem zweiten Teil der Geschichte meine Probleme hatte. Zum einen ist da diese Spontanheilung, die mir etwas Bauchschmerzen bereitet hat, aber auf die ich mich eingelassen habe - immerhin wird sie ja sogar im Klappentext angekĂŒndigt. Zum anderen ist das aber der Werdegang Evies, der mich ratlos gemacht hat: wie gesagt, ich kann verstehen, dass sie nicht wie frĂŒher weitermachen kann. Aber dass sie derart in einen Medikamentenmissbrauch abrutscht und vor allem ihren Freund Caleb in der Klinik vergisst... Nein, damit bin ich nicht klargekommen. Und mit dem doch ziemlich offenen Ende auch nicht, leider. Kurzum, das Potential der Geschichte ist enorm, die Umsetzung zu Anfang ist ziemlich gut, doch dann verliert sie zunehmend und hat mich immer weniger erreicht. Mir ist klar, dass das, was Evie durchgemacht hat, kein ausschließlich körperlicher Kampf ist, sondern natĂŒrlich auch ein Kampf des Geistes, ein Zehren am eigenen Willen. Aber Evie ging mir irgendwann verloren, was ich sehr schade fand.

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  • Eine nervige Protagonistin aber eine atemberaubende Geschichte!

    Abschied fĂŒr immer und nie

    LillianMcCarthy

    09. January 2016 um 11:46

    Inhalt: „Mal im Ernst, Evie, was haben wir schon zu verlieren?“  Was die krebskranke Evie noch will, ist eine letzte Reise. Noch einmal das Adrenalin in den Adern spĂŒren. Noch einmal auf den Rat ihrer Freundin Stella hören: Lebe wagemutig. Aber die Flucht aus der Klinik wird alles verĂ€ndern 
  Evie fĂ€llt es unsagbar schwer, in die Welt der Gesunden zurĂŒckzufinden. Bis sie Marcus trifft. In seiner NĂ€he fĂŒhlt sie sich lebendig. In seinen Exzessen, seinen fantastischen HöhenflĂŒgen. Nur ahnt sie nicht, dass sie nur einen Schritt vor dem Abgrund steht 
 (Quelle: Klappentext) Meine Meinung: Ich schlage das Buch auf, beginne zu lesen, lese weiter und weiter und weiter und bin verliebt in dieses sagenhaft schöne Buch. Bis es mir plötzlich nicht mehr gefĂ€llt. Genau das ist mein Fazit, wenn ich nur einen Abschnitt zu Abschied fĂŒr immer und nie schreiben dĂŒrfte. Sehr begeistert von dem Klappentext habe ich mich riesig auf das Buch gefreut und wurde anfangs nicht enttĂ€uscht. Ich habe mich direkt in Amy Reeds Schreibstil verliebt, der so wundervoll poetisch ist, dass man sich am liebsten jede Stelle im Buch als Lieblingsstelle anstreichen möchte. Faszinierend war es fĂŒr mich, vom Leben von Evie, Stella und Caleb zu erfahren, die alle drei an Krebs erkrankt und in einer Klinik sind. FĂŒr alle drei sieht es nicht gut aus und trotzdem meistern sie diese schwierige Zeit mit einem Menge Humor. Caleb habe ich sofort in mein Herz geschlossen und bei Stella fiel es mir ein wenig schwerer. Dennoch wurde sie mir nach und nach auch immer sympathischer. Wer mich von Anfang an allerdings nicht begeistern konnte, war Evie. Sie hat von Anfang an eine ĂŒberhebliche Art, stellt sich höher als ihre gesunden Mitmenschen. Ich konnte sie einfach nicht nachvollziehen. Das alles verstĂ€rkt sich noch einmal, als Evie aus sonderbaren GrĂŒnden geheilt wird und nach Hause darf. Sie ist gesund und dennoch behandeln ihre Mitmenschen, ihre Familie, ihre Freundinnen aus der Schule und auch Will, ihr Freund, sie noch immer mit grĂ¶ĂŸter Vorsicht. Das passt Evie nicht. Das kann ich zwar verstehen aber ich kann auch das Verhalten ihrer Mitmenschen nachvollziehen. Besonders Will gibt sich die grĂ¶ĂŸte MĂŒhe, wird aber entweder von ihr abgestoßen oder, wenn es die Situation wieder erfordert, wie ein Hund herbeizitiert. Evie verfĂ€llt den Drogen und verspielt viele Dinge. Sie wendet sich von Caleb und der Klinik ab und meldet sich dort nicht mehr. Menschen, die ihr helfen möchten sind nervig und der einzige der gut ist, ist Marcus, der sie nicht so behandelt wie alle anderen. Ist ja auch nicht so schwer. Denn Marcus weiß ja gar nicht, dass Evie krank war und fast gestorben wĂ€re
. Letztendlich macht Evies Entwicklung viele, viele Schritte zurĂŒck und sie war ehrlich gesagt die EnttĂ€uschung des Buches. Ich kann diesen Kampf, den eine Person macht, die sich unerwartet von einer solch schweren Krankheit erholt, nachvollziehen. Es scheint nicht leicht zu sein und das mag ich auch nie behaupten. Allerdings hĂ€tte ich mir gegen Ende eine Steigerung erhofft. Mir hat es nĂ€mlich ehrlich gesagt sehr gefallen, von Evies Krankheit zu erfahren und mit den Problemen konfrontiert zu werden, die sie zu Hause erwarten. Aber an irgendeinem Punkt wollte ich einfach eine Wendung sehen. Abgesehen von Evie illustriert dieses Buch das Thema Krebs noch einmal von einer anderen Seite. Nicht nur die Kranken stehen im Mittelpunkt der Geschichte sondern auch deren Angehörigen. Dieser Aspekt sowie der tolle Schreibstil der Autorin haben mich das Buch wirklich lieben lassen. Ich bin nun gespannt auf den zweiten Teil der Dilogie, der aus Marcus Sicht erzĂ€hlt wird. Obwohl ich sehr gehofft habe, dass sich Evie wieder fĂŒr Will entscheidet, bin ich gespannt auf Marcus Geschichte und hoffe auf eine Entwicklung Evies. Bewertung: Ich bin begeistert von der Story dieser etwas anderen Krebsgeschichte. Es war erfrischend etwas Neues zu lesen und Amy Reeds Schreibstil hat das ganze positiv unterstĂŒtzt. Sehr gestört haben mich allerdings die Protagonistin Evie sowie deren fehlende Entwicklung. Ich möchte Abschied fĂŒr immer und nie 3,5 FĂŒchschen geben und werde sie auf 4 von 5 FĂŒchschen aufrunden, denn den Schreibstil und die Idee der Autorin können fĂŒr mich Evie wett machen.  Vielen herzlichen Dank an die Agentur Literaturtest fĂŒr die Vermittlung des *Rezensionsexemplars.

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  • Abschied

    Abschied fĂŒr immer und nie

    Pelikanchen

    02. January 2016 um 22:49

    Krebs ist eine wirklich schlimme Krankheit, daher wundert es mich nicht, das immer mehr BĂŒcher ĂŒber dieses Thema schreiben. Der Jugendroman " Abschied fĂŒr immer und nie" ist aber ganz anders als BĂŒcher die ich bisher darĂŒber gelesen habe. Eigentlich haben mich die anderen BĂŒcher immer sehr traurig und nachdenklich zurĂŒckgelassen, aber "Abschied fĂŒr immer und nie" hat mich irgendwie nicht erreicht und ich verstehe auch zu viele Handlungen nicht. Evie war eigentlich immer sehr beliebt, ist Cheerleaderin  und hat einen wirklich guten besten Freund Will. Die Diagnose von sehr seltenen Krebs mit sehr geringer Überlebenschance verĂ€ndert ihr Leben abrupt. Die Eltern sind so verzweifelt und es ist nicht einfach fĂŒr sie, bei ihren Besuchen optimistisch zu klingen.  Sie schließt auf der Kinderonkologie verschiedene Freundschaften bis plötzlich ein paar unerwartete Dinge geschehen und Evie aus der Bahn werfen. Die krebskranke Evie möchte noch einmal das Adrenalin in den Adern spĂŒren und flieht aus der Klinik. Endlich fĂŒhlt sie sich wieder frei, aber ob der Preis nicht zu hoch ist? Der erste Teil des Romans hat mir noch sehr gut gefallen und Amy Reed hat die typische Krebsthematik  gut beschrieben und ich konnte wirklich mit Evie mitfĂŒhlen. Die Geschichte an sich bekommt mir dann eine zu abrupte Wendung die ich auch nicht wirklich nachvollziehen kann und ab diesen Zeitpunkt hat mir die Geschichte nicht mehr so gut gefallen. Manche Seiten habe ich dann wirklich nur noch ĂŒberflogen, da ich auch Evie nicht mehr wirklich mochte und die ganze Geschichte in eine Richtung ging, die mir nicht mehr gefallen hat. Das Ende war mir dann auch noch zu offen und hat mich eigentlich unzufrieden zurĂŒckgelassen. Leider kein Buch, mit dem ich richtig Warm wurde.

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