Amy Sackville Ruhepol: Roman

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Inhaltsangabe zu „Ruhepol: Roman“ von Amy Sackville

Wie viel Entfernung hält eine Liebe aus – und wie viel Nähe lässt sie zu? Ein heißer Augusttag in der Nähe von London: Julia, Mitte dreißig, streift durch das alte viktorianische Haus der Familie und sichtet die Hinterlassenschaft ihres Urgroßonkels, der vor hundert Jahren vergeblich versucht hat, den Nordpol zu entdecken. Sie versetzt sich in seine junge Frau Emily, die jahrzehntelang auf den Verschollenen gewartet hat, sie träumt von weißer Weite und kaltem Indigoblau, während sie die Risse in ihrer eigenen Ehe zu ignorieren versucht. Im Laufe des Tages stößt sie jedoch auf eine Entdeckung, die ihre Sicht auf die Vergangenheit wie auch die Gegenwart vollkommen verändert.

Gelungener Titel, schöne Sprache - leider ohne wirkliche Handlung. Gutes Buch zum meditativen Nicht-Lesen...

— Sookie70
Sookie70

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    Ruhepol: Roman
    VeraPestel

    VeraPestel

    Angezogen hat mich der Pol, das Abenteuer, verwoben mit oder in einer Familiengeschichte. Edward Mackley heißt der Forscher, der sich auf Expeditionsreise zum Nordpol begibt und nicht wiederkehrt. Einhundert Jahre später wohnt seine Urgroßnichte in seinem Haus und stößt auf seine Hinterlassenschaft. Der Roman beginnt mit den Worten: „Warten Sie“. Dann folgt die Beschreibung einer Liebesnacht. Lange hält die Autorin den Leser in dieser Szene, sie spricht mich als Leser sogar an, ich soll näher herankommen, genauer hinsehen. Doch das möchte ich gar nicht. Ich möchte zu dem Polarforscher, ich möchte zu der Geschichte und nicht in den seltsam verqueren Bildern bleiben, die mir angeboten werden. Sie setzt uns mitten in die Geschichte, beschreibt nicht nur, es gibt keinen Abstand. Julia und wir werden eins, „wir gehen in das angrenzende Esszimmer“, schreibt sie, immer dieses wir, das ist mir zu nah. „Wir fächeln uns mit einem Taschenbuch Luft zu“, das will ich gar nicht, ich möchte nur sehen, wie die Hauptfigur dies tut. Sie macht mich zu einem Teil, dabei möchte ich nur lesen. Julia sichtet die Hinterlassenschaft des Urgroßonkels, hat ihren Job gekündigt, um sich dieser Aufgabe zu widmen. Sie hockt auf dem Dachboden und stellt sich vor, wie die Expedition gewesen sein könnte, viele Anhaltspunkte hat sie nicht. Es existieren Aufzeichnungen ihres Urgroßonkels und ihrer Urgroßtante, die vergeblich auf ihren Mann wartete, in der Zwischenzeit Briefe schrieb, die sie nicht abschicken konnte. Diese liest Julia. „An einem Tag wie diesem fliegen solche kleinen, nostalgischen Erinnerungen durch die Luft wie Samen und Pollen und Spinnen." Solche Sätze sind schön, wollen aber nicht so recht zu den Konklusionen und Fragen, zum ganzen Stil des Romans passen. Die Sprache reibt sich an der Handlung und umgedreht. Der Roman kämpft sich träge zu mir. Selbst als Julia das Familiengeheimnis erfährt, bin ich wenig beeindruckt, so zäh und schwerfällig kommt das Geschehen daher. Ich frage mich ernsthaft, warum ihr diese neue Situation derart zu schaffen macht. Und auch warum ihre Ehe dümpelt will mir nicht einleuchten. Ich hatte auf eine fulminantere Familiengeschichte gehofft, gefunden habe ich sich dauernd wiederholende Vorstellungen von der Arktis, die nur in Julias Kopf existieren, wenn sie das Tagebuch ihres Urgroßonkels liest. Niemals wird erzählt, wie die gescheiterte Expedition wirklich verlief, der Leser wird lediglich mit Mutmaßungen gefüttert. Ihre Probleme sind für mich als Leser unverständlich, die Protagonistin zu naiv, die wenigen Handlungen zwischen den ewigen Gedanken zu belanglos. Etwas genervt gebe ich dieses Buch auf Seite 327 auf, kurz vor dem Schluss. Es kam nichts mehr. Erwartet hatte ich zwei Handlungsstränge. Einen, in der von der Expedition berichtet wird und einen, der Verbindungen oder Zusammenhänge zu Julias Leben knüpft. Bekommen habe ich die nicht enden wollenden Überlegungen und Fantasien einer Frau, die in einer Welt haften geblieben ist, die ich nicht nachvollziehen kann. Gedanken, nur Gedanken. Das wird mir zu mühselig. Die Geschichte fehlt.

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