Was bleibt, wenn du gehst

von Amy Silver 
4,2 Sterne bei199 Bewertungen
Was bleibt, wenn du gehst
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (157):
sahnis avatar

Unglaublich schöner Roman über Liebe, Schuld, Verrat, der Geist der Vergangenheit und vor allem über die Macht der Freundschaft

Kritisch (6):
Caro2929s avatar

Konnte nicht überzeugen. Habe von der Autorin schon besseres gelesen.

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Inhaltsangabe zu "Was bleibt, wenn du gehst"

Freunde. Für immer? In der Uni waren sie unzertrennlich, doch das ist lange her. Viele Jahre später erreicht Andrew, Lilah, Natalie und Dan eine überrasschende Einladung. Jen, die fünfte im Bund, lädt sie in ihr Haus nach Südfrankreich ein. Das Haus, in dem sie alle einen goldenen Sommer verbrachten - bevor die Tragödie sie auseinanderriss. Der Schnee fällt immer dichter. Abgeschnitten von der Außenwelt müssen die fünf sich lange vergrabenen Gefühlen stellen: Schuld, Trauer, unerwiderte Liebe, zerbrochene Freundschaft. Nur nach und nach kommt ans Licht, was damals wirklich geschah.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499268526
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:448 Seiten
Verlag:ROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.09.2014
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.09.2014 bei Random House Audio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    MamaSandras avatar
    MamaSandravor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Sehr tiefgründig, guter Aufbau, verschiedene interessante Charaktere.
    Freundschaft, Liebe und Trauer...

    Inhalt:
    Jen lädt ihre alten Freunde Nathalie, Lilah, Dan und Andrew in ihr Haus in Frankreich ein. Sie wird es bald verkaufen und möchte die Freunde nach jahrelanger Funkstille gern noch einmal dort versammeln. Vor 16 Jahren verbrachten sie einen wunderbaren Sommer in diesem Haus und hatten viele Träume vor sich. Doch dann passierte ein Unfall, der alles schlagartig veränderte.

    Schreibstil:

    Das Buch ist in 51 Kapitel unterteilt, die wiederum in 3 großen Teile gegliedert sind. Der erste Teil erzählt das Wiedersehen nach ca. 16 Jahren im Haus in Frankreich. Im zweiten Teil bekommt der Leser einen Rückblick auf die Zeit nach dem Sommer 1995 bis hin zum alles veränderndem Unfall im Folgejahr. Im letzten und dritten Teil ist ein halbes Jahr nach dem Wiedersehen vergangen und vieles hat sich verändert.

    Die Erzähler blickt abwechselnd auf die Perspektiven der Freunde, gewährt tiefe Einblicke in deren Gefühls- und Gedankenwelt. Aufgelockert wird alles noch von Brief- und Mailverkehr zu den unterschiedlichsten Ereignissen und Lebensabschnitten. Diese beziehen sich immer in irgendeiner Form auf Streitpunkte und Aussagen des aktuellen Kapitels.

     

    Meine Einschätzung:

    Anfangs wusste ich nicht so recht wo das Buch hinführen soll. Aber dann kam ich gut in die Handlung. Der dreiteilige Aufbau ist sehr gut gelungen und ergänzt sich sehr gut. Im ersten Abschnitt kommen schon einige Details zum Vorschein, es kommt zum Streit und es kracht zwischen einigen gewaltig. Ein paar Fragen bleiben offen, die mit dem Rückblick in die Vergangenheit geklärt wurden. Der letzte Teil wurde nochmal dramatisch, aber man hat gemerkt, dass sich alle Protagonisten entwickelt haben und dass das Treffen in Frankreich alle etwas vorangebracht hat. Der Unfall hat alle auf bestimmte Weise gebrochen und die Pläne für die Zukunft verworfen. Jeder hat lange Zeit eine Schuld mit sich herumgetragen, von der sie vielleicht teilweise früher befreit werden können. Es gab viele Geheimnisse, unglückliche Liebe, unterdrückte Gefühle, nicht stattgefundene Gespräche.

    Ein wirklich tiefgründiges Buch mit intensiven Gefühlswirrungen. Eine Clique, die durch enge Verbundenheit gegründet wurde, durch ein Unglück zerfiel und dann wieder den Weg zueinander fand.

    Etwas negativ ist mir wieder der Alkoholkonsum aufgefallen. In den Büchern von Amy Silver scheinen ständig alle Protagonisten zu trinken, selbst wenn man schwanger ist und auch die Tabletten werden mit Whiskey runtergespült. Aber dennoch scheint darin keiner Probleme zu sehen, das scheint dort völlig normal zu sein…

     

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    Dreambooks_23s avatar
    Dreambooks_23vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wir würden immer Freunde bleiben, uns immer lieben und ewig leben.Wir hielten uns für unverwundbar.Aber das geht wohl jedem so in dem Alter
    Für immer Freunde?

    Hier geht es um 6 Freunde, die sich nach 20 Jahren wieder treffen.Eigentlich haben sie nichts mehr miteinander zu tun.Die Gruppe wurde nach einer schrecklichen Tragödie auseinander gerissen. Doch Jennifer lädt alle in ihr Haus ein.Nach und nach erfahren wir, was damals wirklich passiert ist.

    Das Buch hat einen sehr einfachen,leichten Schreibstil, mit dem man sehr gut klar kommt.Die Perspektive wird sowohl zwischen den Protagonisten als auch zwischen Vergangenheit und Gegenwart oft gewechselt.Dies ist aber nicht verwirrend, da über den Passagen das jeweilige Datum steht.Die Charaktere,ihre Schicksale und Entscheidungen sind realistisch und meiner Meinung nach nicht übertrieben oder nicht nachvollziehbar.Man kann sich gut mit ihnen identifizieren,je mehr man über sie erfährt.Gegen Ende gibt es eine spannende,traurige und eher unerwartete Wendung, die einen sehr zum Nachdenken anregt.
    Auch wenn mich die Geschichte nicht komplett packen konnte, ist sie trotzdem sehr schön und liefert eine tiefe Message über das Leben 💕

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    Caydences avatar
    Caydencevor einem Jahr
    Tiefgründiges Buch mit Sogwirkung

    Seit dem Studium waren die sechs Freunde Jen, Nat, Lilah, Dan, Andrew und Conor unzertrennlich und gingen zusammen durch alle Höhen und Tiefen. Regelmäßig trafen sie sich in dem Haus von Jens Eltern in Frankreich. Doch nach einem tragischen Unglück zerstreuten sie sich in alle Winde und jeder versuchte seine Gefühle und Probleme alleine zu lösen. Nach einigen Jahren lädt Jen alle zu einem letzten, nostalgischen Treffen nach Frankreich ein, denn nach dem Tod ihrer Eltern will sie das Haus verkaufen. Doch sie hat nicht damit gerechnet, dass die alten Wunden aufgerissen werden und ungelöste Konflikte wieder aufbrechen.

    Das Buch hat eine ungeheure Sogwirkung. Die Handlung wechselt zwischen aktueller Darstellung und Rückblenden, die zu dem Unfall geführt haben. Alte Briefe, die sich die Freunde hin und her geschrieben haben, lassen den Leser unmittelbar an den Geschehnissen teilhaben. So versteht man mit der Zeit, warum zum Beispiel Andrew sich schuldig fühlt, Jen keinen Kontakt mehr wollte und Nat total sauer auf Lilah ist. Mit jeder Seite kommt ein neuer Aspekt in die Geschichte hinein und ich fand es sehr spannend zu lesen, wie sich zum Ende hin alles dargestellt hat.

    Es waren zwar ein paar traurige Szenen dabei und der Roman war sehr tiefgründig und mitfühlend geschrieben, hat mich aber sehr gut unterhalten.

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    JaKisBuecherparadiess avatar
    JaKisBuecherparadiesvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein wirklich tolles und facettenreiches Buch. :)
    Tolles Buch ...

    "Es geht um vier Personen die schon jahrelang befreundet sind und die von Jen, der Fünften im Bund, überraschend eine Einladung in ihr Haus nach Südfrankreich erhalten. In dem Haus hatten sie alle einmal einen wundervollen Sommer verbracht - bevor die Tragödie sie alle aus einander riss. Abgeschnitten von der Außenwelt durch heftigen Schneefall müssen die fünf sich lange vergrabene Gefühle stellen wie Schuld, Trauer, unerwiderte Liebe und zerbrochene Freundschaft. Nur nach und nach kommt ans Licht, was damals wirklich passiert ist."

    Ich finde das Buch mit allen seinen Facetten toll. Sollte man gelesen haben. :)

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    SchwarzeFees avatar
    SchwarzeFeevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Warmherziges Buch über Freundschaft und Liebe
    Zwischenmenschliche Beziehungen sind doch immer wieder schwierig

    Wer gern über Freundschaft und Gefühle liest und was dies alles mit Menschen und ihrem Leben anstellen kann, ist bei Amy Silver sicherlich immer an der richtigen Stelle. Dies hier war das zweite Buch der Autorin, welches ich las, da mir "Du und ich und all die Jahre" gut gefallen hatte. 

    Hier der Klappentext: "In der Uni waren sie unzertrennlich, doch das ist lange her. Viele Jahre später erreicht Andrew, Lilah, Natalie und Dan eine überrasschende Einladung. Jen, die fünfte im Bund, lädt sie in ihr Haus nach Südfrankreich ein. Das Haus, in dem sie alle einen goldenen Sommer verbrachten - bevor die Tragödie sie auseinanderriss. Der Schnee fällt immer dichter. Abgeschnitten von der Außenwelt müssen die fünf sich lange vergrabenen Gefühlen stellen: Schuld, Trauer, unerwiderte Liebe, zerbrochene Freundschaft. Nur nach und nach kommt ans Licht, was damals wirklich geschah."
    Und das kommt es ... die Story erzählt Amy Silver aus verschiedenen Perspektiven, jeder der Freunde wird betrachtet, sowohl zur "Zeit der Tragödie" als auch in der Gegenwart, in der die Geschichte spielt. Interessant fand ich hier, wie meine Sympathien für Personen schwankten, so manchen, den ich eingangs nicht gerade toll fand, hat sich innerhalb dieses Buches für mich anders dargestellt - und umgekehrt. So etwas regt auch zum Nachdenken über die eigene Person an, man fragt sich automatisch wie man selbst in einigen der Situationen gehandelt hätte. 
    Ich erlebte hier Jahre ihres Lebens mit Jen und ihren Freunden und habe sie für ein paar Stunden zum Teil meines Lebens werden lassen und habe mit ihnen gelacht und auch wirklich geweint. Für mich ist Amy Silver eine der Autorinnen, die es schafft, am Innersten des Lesers zu rühren. 
    Einen Punkt Abzug für stellenweise Langatmigkeit. 

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    BloodyBirds avatar
    BloodyBirdvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Nette Story, leichte Kost für zwischendurch, doch in die Länge gezogen
    Nett, aber in Überlänge

    REZENSION ZU "Was bleibt, wenn du gehst" von Amy Silver RÜCKENTEXT : Freunde. Für immer? In der Uni waren sie unzertrennlich, doch das ist lange her. Viele Jahre später erreicht Andrew, Lilah, Natalie und Dan eine überrasschende Einladung. Jen, die fünfte im Bund, lädt sie in ihr Haus nach Südfrankreich ein. Das Haus, in dem sie alle einen goldenen Sommer verbrachten - bevor die Tragödie sie auseinanderriss. Der Schnee fällt immer dichter. Abgeschnitten von der Außenwelt müssen die fünf sich lange vergrabenen Gefühlen stellen: Schuld, Trauer, unerwiderte Liebe, zerbrochene Freundschaft. Nur nach und nach kommt ans Licht, was damals wirklich geschah. STORY : 1996 gab es einen schrecklichen Autounfall, bei dem Conor starb. Es geht um die Freunde Nat, Lilah, Andrew, Dan und Jen. Im Sommer 1996 verbrachten sie wie immer ihre freie Zeit im Haus von Jen in Frankreich, doch dieses Mal kamen nicht alle wieder nach Hause. AUFBAU : Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt. Teil 1 spielt 2012. Jen lädt Ihre alten Collegefreunde noch ein letztes Mal bevor es verkauft wird, und Haus nach Frankreich ein. Alle haben sich seit über zehn Jahren nicht mehr gesehen und jeder gibt jemand anderem die Schuld an dem für Conor tödlichen Unfall. Es gibt viele Streitereien und viel Wut, Angst und Trauer zwischen Ihnen und eigentlich wollen sie alle nur ganz schnell wieder nach Hause, doch ein Schneesturm lässt ihnen keine andere Wahl als noch zu bleiben. 2. Teil des Buches spielt 1995, kurz vor dem großen Unfall. Man lernt die Protagonisten alle nochmal ganz von vorne kennen, wie sie waren, als sie noch Erwartungen und Träume hatten. Ihren Abschluss gerade hinter sich gebracht hatten. In diesem Teil wird der Leser einige Streitszenen aus Teil 1 lüften und entwirren können. 3. Teil spielt dann 2013, nachdem sich alle mehr oder weniger wieder vertragen haben. MEINE MEINUNG : Ich werd das Buch jetzt nicht auseinander pflücken, die meisten von euch kennen es ohne hin mit Sicherheit schon. Ich fand es nicht schlecht, aber auch nicht überragend und versteh den Hype um die Story nicht. Klar, es ist eine zerbrochene Freundschaft und jeder kämpft mit seinem Leben nach diesem schrecklichen Unfall. Es gab Verrat, Betrug und Streitereien und letztendlich haben sich auch alle wieder vertragen. Das Buch war mir zu lang. Ganz ehrlich...dieses ganze Nachgeplänkel des dritten Teils hätte ich nicht gebraucht und auch diese Aufteilung war mir zu viel. Ein Buch, eine Geschichte, dreimal erzählt, so in etwa. Nein, es war mir zu viel. Vieles mehrmals aus entweder unterschiedlichen Sichtweisen oder unterschiedlichen Jahren erzählt...man hätte dieses hier ein wenig zusammen nehmen können. Im ersten Teil gibt es doch beispielsweise Briefe aus dem Jahr 95 und 96, hätte sie die ein wenig anders formuliert, hätte man die Lücke perfekt schließen können und hätte nicht das komplette Jahr noch einmal aufgreifen und zerkauen müssen. FAZIT : Nette Story, zu zerpflückt und in die Länge gezogen. Zum Zwischendurchlesen empfiehlt es sich aber, wenn man mal leichte Kost braucht.

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    CoffeeToGos avatar
    CoffeeToGovor 3 Jahren
    ein klein wenig scheinheilig

    Jen läd ihre früheren Jugendfreunde Dan, Andrew, Natalie und Lilah zu sich in ihr Haus in Frankreich ein.
    Obwohl seit dem schicksalhaften Tag viel passiert ist und die fünf sich kaum gesprochen haben, kommen alle. Dort angekommen, würde die Hälfte von ihnen am liebsten sofort wieder abreisen, doch der heftige Schnee zwingt sie, mit ihren ehemaligen Freunden auszuharren.
    Und plötzlich eskaliert die Situation.

    In Amy Silvers neuem Buch geht es um Freundschaft und vor allem um das Leben allgemein. Die Protagonisten haben sich fast 20 Jahre nicht gesehen und in der Zwischenzeit ist viel passiert. Sie durchlebten Zeiten der Trauer, Hoffnung, Schuld, unerfüllter Liebe und auch Freundschaften zerbrachen. Denn es hat einen guten Grund, warum sich die fünf von einander entfernt haben. Die schlimme Tragödie damals, hat alles verändert. Seitdem lebt keiner mehr das Leben, das er sich gewünscht hat.

    Der Leser ist von Anfang an dabei, wenn sie sich alle wiedersehen. Anfangs blickt man noch nicht ganz durch, wer wem was in der Vergangenheit angetan hat und warum sie sich nun so feindselig gegenüber treten. Je weiter die Zeit voranschreitet und je mehr Rückblenden in die Vergangenheit und je mehr Briefkorrespondenzen untereinander kommen, desto klarer wird das Bild der ach so perfekten Clique.

    Ich fand es spannend herauszufinden, welche Ereignisse im Laufe der Jahre zum Zerstören der Freundschaft der fünf geführt hat, doch die Wahrheit hat mich echt schockiert.
    Zwar soll es ein Buch über Freundschaften und anschließende Reue sein, ich für meinen Teil habe aber nur Leute gesehen, die sich über Jahre unterschiedlichst hinter- und übergangen haben… und keine Freunde fürs Leben.
    So war der Schluss für mich auch eher scheinheilig.
    Würde man einige dieser Unstimmigkeiten streichen, wäre es ein Buch zum Träumen!

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    Miias avatar
    Miiavor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Für mich nicht unbedingt ein Buch über Freundschaft, weil einige der Figuren möchte man nun wirklich nicht als Freunde haben. Zu unkritisch!
    Hat mich nicht berührt

    Inhalt:

    In der Uni waren sie unzertrennlich, doch das ist lange her. Viele Jahre später erreicht Andrew, Lilah, Natalie und Dan eine überrasschende Einladung. Jen, die fünfte im Bund, lädt sie in ihr Haus nach Südfrankreich ein. Das Haus, in dem sie alle einen goldenen Sommer verbrachten - bevor die Tragödie sie auseinanderriss. Der Schnee fällt immer dichter. Abgeschnitten von der Außenwelt müssen die fünf sich lange vergrabenen Gefühlen stellen: Schuld, Trauer, unerwiderte Liebe, zerbrochene Freundschaft. 
    Nur nach und nach kommt ans Licht, was damals wirklich geschah.


    Meine Meinung: 

    Ich muss sagen, dass ich den Schreibstil von Amy Silver sehr mag. Sie baut in ihre Geschichten immer viele Charaktere ein, die miteinander in Beziehung stehen. Auf diese Weise wechselt man immer wieder die Sicht. Dadurch lernt man alle Personen kennen und weiß wie sie zu bestimmten Dingen stehen oder welche Gefühle sie durchleben. Auch die eingestreuten Briefe waren sehr interessant. 
    Der Schreibstil und die Charaktere haben mich also schon gefesselt und ich hab das Buch auch recht gerne gelesen, aber dennoch hat es mir nicht zu 100% gefallen. 

    Das Buch wird als Buch über Freundschaft angepriesen. Ich finde die Bezeichnung falsch. Es geht zwar um Freundschaft, aber ich weiß nicht, ob diese Freundschaft im Buch so repräsentativ ist. Wenn ich ehrlich bin, würde ich niemanden aus der Geschichte gerne als Freund haben. Die Charaktere belügen und betrügen sich gegenseitig - und zwar in der Vergangenheit und auch in der Gegenwart. Sie sind in dieser Gegenwart um die 40 Jahre alt und reden und benehmen sich aber als wären sie immer noch 20. Ich fands teilweise so albern, wenn ich mir ins Gedächtnis gerufen habe, wie erwachsen diese Leute eigentlich sein sollten. Und dennoch belügen und beschimpfen sie sich schamlos gegenseitig. Das Ende ist dann Friede, Freude, Eierkuchen, was ich absolut nicht nachvollziehen kann. 

    Dazu kommt noch, dass Conor eigentlich sehr negativ dargestellt wird, obwohl sein Schicksal eines der Schlimmsten ist. Ich hatte immer das Gefühl als sollte ausgedrückt werden, dass er das Ganze ja verdient hat, weil er eh nicht der Tollste war. Irgendwie gibt es also viele Kleinigkeiten, die ich einfach nicht ganz richtig finde und die mir bitter aufstoßen. Ich würde nicht wollen, dass meine Freunde hinter meinem Rücken so über mich reden und ich halte diese Clique im Buch nicht für ein gutes Bild der Freundschaft. Für mich ist das Ziel des Buches - eine echte und wahre Freundschaft darzustellen - irgendwie nicht erreicht worden, weil mir diese Freundschaft zu unkritisch betrachtet wurde. 


    Fazit: 

    Eine Geschichte über Freundschaft. Aber diese so genannten Freunde belügen und betrügen sich schamlos und die Autorin betrachtet das Ganze nicht kritisch, sondern beendet mit Friede, Freude Eierkuchen. Mir persönlich ist das leider zu realitätsfern. Der Schreibstil und die verschiedenen Sichten der Charaktere haben mich aber angesprochen. Deshalb 2 Sterne!

    Kommentare: 2
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    LisaButterflyMoments avatar
    LisaButterflyMomentvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein wundervoller Winterroman über Liebe, Freundschaft und das Leben selbst
    Ein wundervoller Winterroman mit vielem Schicksalshaften Erlebnissen und Vergebung


    Ich kann euch dieses Buch wirklich empfehlen. Ich habe das Lesen sehr genossen, aber fangen wir doch ganz vorne an!
    Wir sehen erst mal ein wunderschönes Cover. Ich mag diese Art der gestallltung wirklich gerne. Und muss sagen das ich es mir deswegen auch erst ins Auge gefallen ist. 
    Auch die Geschichte hat mich sehr interesiert und ich habe auch viel von diesem Buch erwartet. Und ich wurde nicht enttäuscht.
    Die Charaktere Jen, Andrew, Lilah Nathalie kurz Nat und Dan mochte ich sehr gerne. Wir wechseln in den Perspektiven so das jeder mal seine Geschichte erzählen kann. Wir starten mit den fünf in der Uni ich denke mal das sie alle so um die 19 oder 20 Jahre alt sind. Die Story endet mit dem Alter um die 40 Jahre. 
    Zwischen der normalen Geschichte werden immer Briefe oder Mails zwischengeworfen die von den Protagonisten geschrieben wurden. Manchmal versteht man die zusammenhänge nicht aber nach und nach ergibt es alles sinn. Die Thematik der unerwarteten Liebe und vor allem der Schuld spielen eine große rolle.
    Im laufe der Jahre haben die 5 sich auseinander gelebt. Eine tiefe Freundschaft ist gebrochen. 
    Ich bin mehr als begeistert von diesem Buch. Es war mehr als fantastisch und ich liebe es sehr. Leider konnte ich nicht die volle Punktezahl geben. Ich habe einfach nicht dieses Funkeln gehabt. 
    Lest es. Ich war absolut hingerissen von diesem Buch und kann es euch nur empfehlen.
    Ich wurde nicht enttäuscht.

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    katha_dbnos avatar
    katha_dbnovor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Roman, in dem viel mehr steckt, als zunächst vermutet, denn das Verhältnis der Freunde ist weitaus komplexer, als gedacht.
    Freundschaft und Schuld

    Rezension auf Svenjas BookChallenge


    Cover


    An sich gefällt mir die Farbwahl ganz gut. Sie sind auffällig, aber nicht zu grell. Durch die lachsfarbene Person im Vordergrund wirken die hellblauen Berge im Hintergrund nicht zu trist oder kühl. Die Sterne und Schneeflocken runden das Gesamtbild auf verspielte Art und Weise ab und wirken durch die Anordnung fast wie eine Atemwolke, die erst durch die Kälte sichtbar wird. Mir ist zugegebenermaßen auch erst auf den zweiten Blick aufgefallen, dass es sich um ein Wintermotiv handelt.


    Meine Meinung


    Der Anfang des Romans hat mich, um ehrlich zu sein, etwas skeptisch gestimmt. Der Brief, den Conor an Jen schreibt bzw. geschrieben hat, ist meines Erachtens viel zu schmalzig ausgefallen und hat ein nahezu perfektes Bild von ihm skizziert. So etwas stört mich immer beim Lesen. Aus der Retrospektive sehe ich den Brief jedoch nicht mehr als so schlimm an, denn wie sich herausgestellt hat, ist Conor keineswegs fehlerlos gewesen, und das trifft im Prinzip auf alle zu. Man bekommt als Leser durchweg realistische Persönlichkeiten präsentiert, die Stärken und Schwächen haben, was mir wirklich gut gefällt. Mein Kritikpunkt ist, dass sie isoliert voneinander betrachtet eher fad sind. Sie könnten als Einzelpersonen keine komplette Handlung tragen. Erst beim Interagieren mit den anderen werden sie interessant. Die Gruppendynamik ist also für den Roman extrem wichtig, damit die einzelnen Merkmale deutlich hervortreten. Da sie aber meistens in der Gemeinschaft oder zumindest in Paarkonstellationen aufgetreten sind, war auch das kein großes Problem. 

    Sie alle haben etwas, das einen für sie einnimmt, aber auch Eigenschaften, die einen aufregen. Natalie beispielsweise ist eine tolle Freundin, meist lieb und verständnisvoll und versucht stark zu sein, aber manchmal ist sie passiv-aggressiv, besonders, wenn es um Andrew geht. Auch wenn ich ihr zustimmen muss, dass es Andrew mit seinen Schuldgefühlen übertreibt, so bin ich doch der Meinung, dass es andere Wege und Mittel gibt, ihm das mitzuteilen.

    An Jen wiederum hat mich gestört, dass sie sich mit Entscheidungen so schwer tut bzw. meiner Meinung die falschen trifft. Ich fand allerdings sehr gut, dass sie keinen Hass auf Andrew oder einen der anderen geschürt hat, weil sie durch ihr "Verschulden" ihren Freund verloren hat. Sie ist nicht nachtragend und hat sich auch nicht in einen Trauerkloß verwandelt, sondern mit der Zeit ihr Leben wieder in die Hand genommen. 

    Dan war in meinen Augen derjenige, der alle zusammengehalten hat. Er hat es geschafft, für jeden Verständnis aufzubringen, auch wenn die betreffende Person es nicht wirklich verdient hat. Er hat niemanden für seine Handlungen und Worte verurteilt und hat öfter seine eigenen Bedürfnisse hinter die der anderen gestellt. Das hat ihn zu etwas Besonderem gemacht. Er hätte aufgrund seines Erfolgs als Regisseur leicht oberflächlich und abgehoben sein bzw. zu einer Karikatur eines Frauenhelden gemacht werden können, aber er hat viel Tiefgang bewiesen. Trotzdem hätte ich mir von ihm wesentlich öfter gewünscht, dass er mal ausrastet und sich seinen Frust von der Seele redet. Das ging mich auch bei Andrew so. Da er unbeirrt daran festgehalten hat, die Schuld am Unfall auf sich zu nehmen, hat er sich immerzu in die Opferrolle gedrängt. Versteht mich nicht falsch: ich bewundere diese Haltung, denn nicht viele wären zu einem solchen Schuldeingeständnis fähig und könnten weiterleben. Ich meine nur, dass er es vielleicht etwas zu sehr übertrieben hat. Er hat sich bei absolut allem so benommen, als müsste er Wiedergutmachung leisten, selbst wenn die Umstände gar nichts mit dem Unfall zu tun hatten. Das hat sich erst geändert, als immer mehr Details aus der Unfallnacht ans Licht gekommen sind und dann hat auch er endlich all den Dampf abgelassen, der sich angestaut hat - teilweise auf eine Art und Weise, die mich dann etwas wütend auf ihn gemacht hat.

    Aus den Erzählungen der fünf geht meist hervor, wie toll und liebevoll Conor als Freund und Partner gewesen ist. Beispielsweise hat er zu College-Zeiten Liebesbotschaften in den Büchern versteckt, die Jen demnächst für die Uni lesen musste. Aber wie auch bei den anderen Charakteren hat auch er Eigenschaften, die ein anderes Licht auf ihn werfen. Durch den Zeitsprung im Mittelteil zurück zu Conors Lebzeiten erfährt man, dass er ein ziemliches Alphatier, d.h. dominant, war. Er hat Entscheidungen meist eigenmächtig gefällt, ohne Jen vorher um ihre Meinung zu fragen, was zu einem immer größeren Riss in ihrer heilen Welt geführt hat. Zudem hat man durch diesen Exkurs mitbekommen, dass die Dynamik damals eine ganz andere war und dass sich jeder der 5 deutlich entwickelt hat. 

    Unerwarteterweise war mir Lilah sogar die Liebste von allen, obwohl ich das am Anfang niemals vermutet hätte. Sie war zwar zeitweise zickig und biestig (was im Grunde auf jede der 3 Frauen zutrifft), aber auch einfach unverfälscht und hat definitiv bewiesen, dass sie ein gutes Herz hat. Sie hat sich von ihrer besten Freundin hintergangen gefühlt und ist im Grunde in der Gruppe auf der Strecke geblieben. Deshalb konnte ich gut verstehen, dass sie sich irgendwann zurückgezogen und auf jede Annäherung ablehnend reagiert hat. Ich hatte ihr gegenüber ähnliche Gefühle wie gegenüber Charmaine aus Die Welt zu Füßen von Lesley Lokko: am Anfang hätte ich gut auf sie verzichten können, aber mit jeder Szene hat sie sich mehr in mein Herz geschlichen. Das lag mitunter an ihrer Beziehung zu Zac, die zunächst ungewöhnlich erschien, aber im Prinzip von allen Konstellationen die ausgeglichenste war. Er war für mich immer ein kleines Highlight. Auch wenn er keine tragende Rolle spielt (da er nicht zur "Kerngruppe" gehört), war er immer entweder amüsant oder hat einige kluge Bemerkungen von sich gegeben. Er hat bewiesen, dass er nicht bloß Lilahs Toyboy ist, für den ich (und die Figuren) in anfangs gehalten haben, sonder dass er Lilah tatsächlich liebt und bedingungslos an ihrer Seite steht.

    Was die Paare im Allgemeinen betrifft, hätte ich mir an der ein oder anderen Stelle ein paar mehr Informationen gewünscht. Manche Dinge, z.B. der genaue Anfang von Natalies und Andrews Beziehung, waren einfach zu schwammig, weil sie immer nur angedeutet werden. Das hat mich ein wenig gestört.

    Abgesehen davon war der Spannungsbogen im Handlungsverlauf gut aufgebaut: über die Anfangsphase, in der man noch keinen rechten Zugang zu den Personen hat, weil man einfach zu wenig über sie weiß, hilft die Unkenntnis über den Unfall hinweg. Man fragt sich die ganze Zeit, was passiert ist. Stück für Stück setzen sich die Ereignisse vor, während und nach dem tragischen Geschehen zu einem Gesamtbild zusammen. Eine Enthüllung jagt quasi die nächste, denn die Umstände des Unfalls sind wesentlich komplexer als zunächst vermutet. Auf diesem Weg lernt man die Figuren dann so gut kennen, dass man sich mit der ein oder anderen Persönlichkeitsfacette identifizieren kann. Danach will man eigentlich vor allem wissen, ob sie endlich wieder ihre verlorene Freundschaft kitten können bzw. ihre Probleme in den Griff bekommen. Gegen Ende nimmt die Handlung dann eine (für mich) vollkommen unerwartete Wendung, die mich ziemlich mitgenommen hat. Ich habe zwar nicht geweint (das schaffen nur wenige Bücher), aber ich war bewegt und traurig.


    Fazit


    Nach einem schwachen Start ist es Amy Silver gelungen, mich doch noch zu überzeugen. Die Charaktere werden mit jeder Seite greifbarer und wachsen einem ans Herz. Auch wenn einige Konstellationen vorhersehbar waren, so gab es doch gegen Ende (mindestens) einen Überraschungsmoment. Die Geschichte mausert sich und es steckt mehr drin, als ich zuerst vermutet hatte. 

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    Wir starten in den Rowohlt Leseherbst und möchten euch vier Wochen lang Bücher aus verschiedenen Genres des Rowohlt Verlags vorstellen. Es warten spannende Aktionen zu den Genres Romantik, Kinderbuch, Thrill und Humor auf euch! Ich hoffe, ihr seid neugierig geworden!

    In Woche 1 geht es gleich romantisch los mit einer ganz besonderen Leserunde: Ihr habt hier die Chance, den neuen Roman von Amy Silver zu entdecken, zu gewinnen und gemeinsam darüber zu diskutieren! Nach dem Bestseller "Du und ich und all die Jahre", der Leserherzen weltweit berührt hat, folgt nun das neue Werk der britischen Autorin "Was bleibt, wenn du gehst".

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    In der Uni waren sie unzertrennlich, doch das ist lange her. Viele Jahre später erreicht Andrew, Lilah, Natalie und Dan eine überraschende Einladung. Jen, die fünfte im Bund, lädt sie in ihr Haus nach Südfrankreich ein. Das Haus, in dem sie alle einen goldenen Sommer verbrachten - bevor die Tragödie sie auseinanderriss. Der Schnee fällt immer dichter. Abgeschnitten von der Außenwelt müssen die fünf sich lange vergrabenen Gefühlen stellen: Schuld, Trauer, unerwiderte Liebe, zerbrochene Freundschaft. Nur nach und nach kommt ans Licht, was damals wirklich geschah.
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