Amy Stewart

 4 Sterne bei 36 Bewertungen
Autorenbild von Amy Stewart (©Delightful Eye Photography/ Insel Verlag)

Lebenslauf von Amy Stewart

Amy Stewart ist 1969 in Texas geboren und lebt heute in Eureka, Kalifornien, wo sie mit ihrem Ehemann ein Antiquariat betreibt. Sie ist preisgekrönte Autorin mehrerer Bücher über Gartenkultur, schreibt für die New York Times und ist Autorin des Fine Gardening Magazine.

Alle Bücher von Amy Stewart

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Cover des Buches Gemeine Gewächse (ISBN: 9783492313575)

Gemeine Gewächse

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Erschienen am 20.09.2017
Cover des Buches Gemeines Getier (ISBN: 9783827075932)

Gemeines Getier

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Erschienen am 12.02.2013
Cover des Buches Stewart's Botanisches Barbuch (ISBN: 9783827011930)

Stewart's Botanisches Barbuch

 (1)
Erschienen am 13.10.2014
Cover des Buches Der Regenwurm ist immer der Gärtner (ISBN: 9783865817310)

Der Regenwurm ist immer der Gärtner

 (0)
Erschienen am 24.08.2015
Cover des Buches From the Ground Up (ISBN: 0312287674)

From the Ground Up

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Erschienen am 01.03.2002
Cover des Buches Flower Confidential (ISBN: 1565126033)

Flower Confidential

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Erschienen am 18.03.2008

Neue Rezensionen zu Amy Stewart

Neu

Rezension zu "Die unvergleichliche Miss Kopp und ihre Schwestern" von Amy Stewart

Unvergleichlich? Übertrieben!
Ms_Violinvor 2 Monaten

New Jersey 1914: Die Schwestern Constance, Norma und Fleurette leben auf einer abgeschiedenen Farm und versuchen mit ihren bescheidenen Mitteln über die Runden zu kommen, als sie von einem reichen Fabrikanten namens Henry Kaufmann in einen Unfall mit ihrem Buggy verwickelt werden.
Constance verlangt von dem Mann mehrfach ihnen den Schaden zu ersetzen, was diesem jedoch gar nicht gefällt und er daraufhin sogar Männer losschickt, die Constance und ihre Schwestern einschüchtern sollen. Constance lässt jedoch so schnell nicht locker und versucht sogar mit Hilfe des Sheriffs ihr Recht durchzusetzen. Allerdings wird schnell deutlich, dass die reichen Fabrikbesitzer 1914 ziemlich wenig Angst vor dem Gesetz haben müssen und so bleibt dem Sheriff bald nichts mehr übrig als Constance mit Revolvern auszustatten und sicher zu stellen, dass diese auch damit umgehen kann, denn Constance ist willens für den Schutz ihrer Familie alles zu tun.


Ich muss sagen, dass ich mir aufgrund des offiziellen Klappentextes etwas anderes vorgestellt habe, ja im Grunde sogar mehr erhofft. Dort klingt Constance nämlich wie eine furchtlose Heldin, die mit ihren Revolvern herumwedelt, was zu Beginn aber überhaupt nicht der Fall ist. Sie will zwar ihr Recht durchsetzen und ihren Schaden ersetzt bekommen, ist aber verständlicherweise trotzdem eingeschüchtert von all den Drohungen, denen sie und ihre Schwestern ausgesetzt werden und nur die Sorge um ihre Familie lässt sie über sich hinauswachsen. Dazu kommt, dass erst der Sheriff ihr und ihrer Schwester Norma Revolver übergibt und sicher stellt, dass sie treffsicher genug damit sind, denn ihm wird schnell klar, dass er gegen diese Typen nicht viel Handhabe hat und sich die Schwestern somit selbst verteidigen können müssen.
Warum das im Klappentext aber anders dargestellt werden muss, erschließt sich mir nicht ganz. Denn eigentlich wurde mir Constance dadurch sehr sympathisch, dass ich dabei zusehen durfte, wie sie sozusagen „zur Heldin“ wird.

Auch der Hinweis im Klappentext darauf, dass Constance Kopp zum ersten weiblichen Sheriff ernannt wird, spielt im Buch praktisch keine Rolle. Ihr wird nämlich erst in den letzten paar Sätzen der Posten eines Deputys angeboten.
Also noch eine Kleinigkeit, auf die ich sehr gewartet habe, weil ich wissen wollte, wie es ihr in dem Amt wohl ergehen würde und dann stellt sich heraus, dass ich das in diesem Teil nicht mehr erfahren werde.

Was mich aber an dem Buch am meisten gestört hat, war das Erzähltempo. Es war mir viel zu gemächlich. Eigentlich passiert ja sehr viel Spannendes, es wird jedoch ständig die Spannung rausgenommen, weil irgendwelche uninteressanten alltäglichen Kleinigkeiten genauso viel Raum einnehmen dürfen. So wird z.B. ein komplettes Kapitel darauf verwendet zu erzählen, dass die Schwestern alle über Weihnachten mit der Grippe flach liegen und sie daher von den Feiertagen nichts mitbekommen haben und es ihnen eigentlich erst an Silvester besser ging. Ja, okay, schön. Hätte man auch in wenigen Sätzen abhandeln können. Ich war jedenfalls ziemlich genervt irgendwann von solchen ausufernden Nebensächlichkeiten, wo ich doch einfach nur wissen wollte, wie es jetzt mit Constance und Kaufmann weitergeht. Wenn das Buch im Stil eines Tagebuchs geschrieben worden wäre, hätte ich solche Einschübe ja verstanden und besser akzeptieren können, aber so haben mir diese vielen Nebensächlichkeiten oft das Lesevergnügen getrübt.

Hinzu kommt, dass auch die Figuren mich nicht immer so richtig von sich überzeugen konnten. Viele ihrer Verhaltensweisen fand ich nicht immer verständlich und besonders Fleurette ist mir häufig auf die Nerven gegangen. Es wird zwar nach und nach klarer, warum Fleurette als Jüngste so verwöhnt ist, aber an meiner Einstellung ihr gegenüber hat das nur wenig geändert.


Fazit: Ich bin wohl mit falschen Erwartungen an das Buch herangegangen - nicht zuletzt wegen des irreführendes Klappentextes. Aber besonders das gemächliche Erzähltempo hat mir dann immer wieder das Lesevergnügen vermiest. Leider! Ob ich mich jetzt noch mal auf einen weiteren Teil einlassen möchte, weiß ich noch nicht.


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Rezension zu "Die unvergleichliche Miss Kopp schlägt zurück" von Amy Stewart

Die Ermittlungen der unerschrockenen Miss Kopp
katze267vor 8 Monaten

Wir schreiben das Jahr 1915.Miss Kopp lebt mit ihren beiden Schwestern Norma und Fleurette auf einer kleinen Farm in New Jersey. Inoffiziell ist sie der erste weibliche Deputy des Landes, doch ihre offizielle Ernennung steht noch aus. Sheriff Heath muss sie aus formellen Gründen zunächst sogar „degradieren“ und zur Gefängniswärterin ernennen. Doch Constance Kopp lässt sich nicht entmutigen, nicht einmal, als durch ihre Nachlässigkeit der Verbrecher Dr.  von Mathesius entfliehen kann. Unerschrocken nimmt sie Ermittlungen und die Verfolgung auf, nicht nur, um ihren Fehler wieder gut zu machen, sondern auch um Sheriff Heath  und dessen Familie zu schützen, die für ihren Fehler haften sollen. Die Verfolgung gestaltet sich schwierig, aber Constance Kopp gibt nicht auf.

Die Autorin  vermischt hier sehr gekonnt  real existierende Personen  wie Constance Kopp, Sheriff Heath und Dr. von Mathesius mit fiktiven Romanfiguren, auch die Handlungen bergen  wahre Grundlagen, werden aber gekonnt dramaturgisch ausgeschmückt.

So entsteht ein  angenehm zu lesender Roman, der  einen sehr guten Einblick in die damalige Lebens- und Arbeitsweise   der Polizei ermöglicht,  viele historische Fakten bietet ,aber auch ebenso gut unterhält.

Mir haben der Roman und seine titelgebende Hauptfigur , die unerschrockene Constance Kopp sehr gut gefallen.

Allerdings bedaure ich ein wenig, nicht zunächst Band 1 gelesen zu haben, der zwar für das Verständnis der Handlung nicht unbedingt nötig ist, jedoch die Hauptpersonen einführte und auf dessen Geschehnisse ab und an Bezug genommen wird.

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Rezension zu "Die unvergleichliche Miss Kopp schlägt zurück" von Amy Stewart

Krimi mit feministischem Blick
SternchenBlauvor 9 Monaten

Ich lese ja nicht mehr so oft Crime-Bücher, aber „Die unvergleichliche Miss Kopp schlägt zurück“ hat mich gleich gekriegt: 1915 und der erste weibliche Deputy. Und diese Entscheidung habe ich nicht bereut!

Dann die Überraschung auf der ersten Seite, denn dort wird ein aus der New York Press vom 20. Dezember 1915 zitiert. Autorin Amy Stewart hat für ihren Roman nämlich eine reale historische Figur zum Vorbild genommen. Im Nachwort listet Stewart auf, wie die historische Faktenlage ist und wo sie sich literarische Freiheiten herausnehmen musste. 

Die Eingangssequenz hat mich richtig von den Socken gehauen, weil mir Miss Kopp so gut gefallen hat. Als Ich-Erzählerin beschreibt sie sehr trocken mit scharfem Witz und feministischen Blick, was um sie herum geschieht. Als ihr dann ein Häftling aus dem Krankenhaus entwischt, dominiert im Buch klassische Detektivarbeit, zwar mit einer ungewöhnlichen Protoagonistin, aber dennoch. Die Stellen mit Constance’ Schwestern haben mir zwar sehr gut gefallen, aber sie unterstützten den etwas betulichen Eindruck zusätzlich. 

Manchmal ist mir Miss Kopp allerdings zu überheblich und etwas zu moralisch. Das passt zwar in die Zeit, aber nimmt den modernen Touch wieder etwas zurück. Und ihre Selbstkasteiung, wie sie den Häftling überhaupt entwischen lassen konnte, das nervte mich auch etwas. Und der feministische Blick war halt nicht immer gleich stark, manchmal zieht Miss Kopp auch innerlich unsolidarisch über andere Frauen her.

Spaß gemacht hat mir der Krimi weiter, denn es gibt tolle Beschreibungen der Orte und Figuren, Miss Kopps Gedanken sind oft so auf den Punkt scharfsinnig:

„Die stille Autorität, mit der er über seine Frau sprach, kannte ich gut. Genauso Sprache er auch mit seinen Deputies. Genauso leitete er das Gefängnis. Zum ersten Mal begriff ich, dass das, was an einem Sheriff bewundernswert sein mochte, an einem Ehemann vielleicht nicht ganz so bewundernswert war.“

Dieser Band ist der zweite einer Reihe. Den Vorgängerband „Die unvergleichliche Miss Kopp und ihre Schwestern“ kannte ich nicht, konnte mir aber die Vorgeschichte als Puzzle schön beim Lesen zusammensetzen. Also kann man getrost auch mit „…schlägt zurück“ einsteigen, ich denke aber, dass es durchaus auch schön ist, die Bände in der richtigen Reihenfolge zu lesen. 

Fazit

Feministischer Blick in einem amüsanten historischen Krimi. Manchmal ging es mir etwas zu betulich zu, aber durch den scharfen Blick der Protagonistinnen und die tollen Beschreibungen hatte ich viel Spaß beim Lesen. Knappe 4 von 5 Sternen.

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Die unvergleichliche Miss Kopp schlägt zurück

Sheriff Robert Heath hat Constance Kopp zum ersten weiblichen Deputy des Landes ernannt. Miss Kopp, die fast jeden Mann um Haupteslänge überragt, nimmt unerschrocken den Kampf um ihr Recht und das der anderen  auf – und stürzt sich in neue, aufregende Ermittlungen.

Die Frau mit dem goldenen Stern


Sheriff Robert Heath hat Constance Kopp zum ersten weiblichen Deputy des Landes ernannt. Miss Kopp, die fast jeden Mann um Haupteslänge überragt, nimmt unerschrocken den Kampf um ihr Recht und das der anderen  auf – und stürzt sich in neue, aufregende Ermittlungen. 


Ich war New Jerseys erster weiblicher Hilfssheriff. Bisher hatte ich noch keine andere Frau im Polizeidienst kennengelernt. Der Sommer 1915 fühlte sich an wie der Beginn eines hehren und hellen neuen Zeitalters.


Worum geht’s genau?

New Jersey 1915: Nach ihrer Ernennung zum ersten weiblichen Sheriff hat Miss Kopp alle Hände voll zu tun. Sie verhaftet einen Mann, der junge Mädchen in eine Falle gelockt hat, rettet eine alte Frau davor, unschuldig als Mörderin verurteilt zu werden und heftet sich einen entflohenen Häftling an die Fersen. Und dann muss sie sogar noch verhindern, dass ihr Chef in seinem eigenen Gefängnis landet …


Das klingt schon mal gut? Dann schau doch mal in unsere Leseprobe »

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