Amy Waldman

 4,4 Sterne bei 79 Bewertungen
Autorin von Der amerikanische Architekt, Das ferne Feuer und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Amy Waldman

Amy Waldman, Jahrgang 1969, leitete das Südasien-Büro der NEW YORK TIMES und war dort Korrespondentin für THE ATLANTIC. Ihre Erzählungen erschienen in THE ATLANTIC, im BOSTON REVIEW und wurden in THE BEST AMERICAN NONREQUIRED READING 2010 aufgenommen. Sie lebt in Brooklyn.

Alle Bücher von Amy Waldman

Cover des Buches Der amerikanische Architekt (ISBN: 9783453417625)

Der amerikanische Architekt

 (54)
Erschienen am 08.09.2014
Cover des Buches Das ferne Feuer (ISBN: 9783895611681)

Das ferne Feuer

 (14)
Erschienen am 02.02.2021
Cover des Buches Der amerikanische Architekt (ISBN: 9783844510508)

Der amerikanische Architekt

 (6)
Erschienen am 11.02.2013
Cover des Buches The Submission (ISBN: 9780099528241)

The Submission

 (5)
Erschienen am 20.03.2012
Cover des Buches A Door in the Earth (ISBN: 9780316451574)

A Door in the Earth

 (0)
Erschienen am 27.08.2019

Neue Rezensionen zu Amy Waldman

Cover des Buches Der amerikanische Architekt (ISBN: 9783895614910)Bibliomanias avatar

Rezension zu "Der amerikanische Architekt" von Amy Waldman

Der amerikanische Architekt
Bibliomaniavor einem Monat

Zwei Jahre nach dem Anschlag auf das World Trade Center ist es nun an der Zeit eine Gedenkstätte zu bauen. Eine unabhängige Jury will aus den Einsendungen allein auf Grund des Entwurfs entscheiden, welcher Architekt die Gedenkstätte bauen darf. Doch dann der große Schock: Darf dieser bisher unbekannte Architekt tatsächlich der Fürsprecher der Trauernden sein?

Ein Thema, das wohl auch heute noch für heftige Diskussionen sorgen würde. Wer ist die richtige Person, um eine Gedenkstätte zu bauen? Wer sollte größeren Einfluss darauf haben? Die Betroffenen? Spezialisten? Die Stadt oder das Land?

Amy Waldman kreiert in ihrem Roman eine große Hetzjagd gegen den Architekten. Ein Buch, in dem es um Gesellschaft, Demokratie, Medien, Religion und Vorurteile geht. Immer wieder wird der Leser auf die Frage gestoßen, wie er selbst entscheiden würde. Mir zumindest fällt es nicht leicht. Das Hin- und Hergerissene zwischen der Ansicht der Betroffenen und der Außenwirkung durch die Medien macht diesen Roman nicht nur spannend, sondern auch hochaktuell.

Einige Figuren nehmen eine wichtigere Rolle ein: eine Frau in der Jury, die ihren Mann verloren hat und damit ihre beiden Kinder allein großziehen muss, der Juryvorsitzende, ein Mann, der seinen Bruder verloren hat und auch durch die Ablehnung durch seine eigenen Eltern nur schlecht mit seinem Leben klarkommt sowie der Architekt selbst. Sie alle haben eine Meinung und lassen sich von unterschiedlichen Umständen leiten. Doch gibt es überhaupt die richtige Ansicht? Wie entscheidet man in einem Fall, der die ganze Welt betreffen könnte?

Eine wirklich gute Lektüre!

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Cover des Buches Der amerikanische Architekt (ISBN: 9783453417625)Federfees avatar

Rezension zu "Der amerikanische Architekt" von Amy Waldman

Muslime und Nicht-Muslime - Wie sollen wir miteinander umgehen?
Federfeevor 3 Monaten

4,5 Sterne, aufgerundet auf 5

Was für ein spannender Ausgangspunkt: Nach den Anschlägen des 11. September wird ein Architektenwettbewerb für eine Gedenkstätte auf 'Ground Zero' veranstaltet, anonym. Das heißt, jeder kann teilnehmen, aber die Jury weiß nicht, wer der Urheber ist. Am Ende bleiben zwei Entwürfe übrig, der eine ein Garten, der nach hitzigen Diskussionen gewinnt. Der Umschlag des unbekannten Architekten wird geöffnet, der Name vorgelesen … tadaaa!! Mohammad Khan, Muslim, Amerikaner von Geburt an.

Jeder Leser kann sich vorstellen, was nun passiert, welche Diskussionen und Nachforschungen es auslöst, welche Anfeindungen, welche Manipulationen es in Gang setzt. Über den Leser und alle Beteiligten und Unbeteiligten ergießt sich eine chaotische Flut widerstreitender Meinungen, Gedanken und Manipulationsversuchen, natürlich auch in den Medien.

Dabei sind viele der vorgebrachten Argumente durchaus einleuchtend und raffiniert ausgesucht und dargestellt.

'Realität zu fabrizieren, war kriminell, sie sich so zurechtzubiegen, wie man sie haben wollte, ganz alltäglich.' (211)

Dieser Roman hat für mich einen Sog mit einer Fülle von Fragen ausgelöst: Was ist richtig? Was falsch? Darf man so denken? Denke ich vielleicht auch so? Wie stehe ich zu diesem und jenem Argument? Was würde ich sagen? Was tun? Wie würde ich  mich entscheiden? Wie steht es um meine Einstellungen? Sind es Vorurteile? Könnte ich klar Stellung beziehen? Müsste ich das? Jemand sagt,

'… dass alles zwei Seiten hat … möglicherweise sogar mehr als zwei.' (259).

Ich fand diesen Roman überaus spannend und konfliktbeladen. Gerne hätte ich in einer Leserunde mit anderen wichtige Fragen diskutiert. Einen halben Punkt Abzug, weil einige Stellen ein wenig zu ausführlich erzählt wurden und weil ich das Ende zu komprimiert fand. Aber dennoch eine klare Lese-Empfehlung.

P.S. Ich bin gespannt, ob mir das zweite Buch der Autorin ebenso gut gefallen wird.

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Cover des Buches Das ferne Feuer (ISBN: 9783895611681)W

Rezension zu "Das ferne Feuer" von Amy Waldman

Ein detaillierter Roman mit einem wichtigen Thema, welches in einem spannenden Plot gut umgesetzt wurde!
Wauwuschelvor 3 Monaten

Die Protagonistin Parvin reist wegen des Buches „Mutter Afghanistan“ von Crane nach Afghanistan, um mehr über die Frauen, deren Geburtsprobleme angesprochen werden, herauszufinden. Doch mit der Zeit merkt sie, dass nicht alles so ist, wie im Buch beschrieben.


Zuerst möchte ich den außergewöhnlich flüssigen und professionellen Schreibstil anmerken. Es kommen sehr viele Details vor und die meisten Gespräche werden indirekt von Parvin wiedergegeben, sodass man den Roman einfach runter lesen kann. Es sind komplexe Sätze und schon beim Lesen merkt man, dass es kein einfacher Roman zum Unterhalten ist, sondern eine bestimmte Botschaft hat. Durch den detaillierten Schreibstil konnte ich mir auch die neue Umgebung und die verschiedenen Personen gut vorstellen und man bekommt ein gutes Verständnis für das schwierige Thema, das angesprochen wird.

Parvin ist eine naive junge Frau, die aus Idealismus handelt und genauso wie Crane als Heldin gefeiert werden möchte. Dafür reist sie in das selbe Dorf, in welchem Crane auch war und möchte die „Misshandlung“ bzw. „Unterdrückung“ der Frauen näher untersuchen. An sich eine gute Idee, aber sie bezieht sich viel zu oft auf das Buch und spielt sich vor allem zu Anfang auf. Es war zu Beginn schwierig mit ihr, weil sie überhaupt nicht sympathisch, sondern egoistisch und fremd rüber kommt und halt eine typische Amerikanerin in einem fremden Land ist, auch wenn sie die Landessprache beherrscht. Aber genau um diese Charakterentwicklung geht es, auch wenn es nicht jedem gefällt, wie sich Parvin benimmt. Man merkt, dass das Buch und Cranes Vorlesungen und Interviews sie geprägt haben und sie auf deren Grundlagen handelt. Das Thema der Medienbeeinflussung wird angesprochen und was für einen großen Einfluss diesen auf eine einzelne Person haben. Crane schreibt als Nichtafghane einen Roman über seine Geschichte und was er alles tragisches miterlebt hat und die ganze Welt glaubt ihm und hinterfragt nichts. Erst als Parvin ins Dorf kommt und mit Fragen an Menschen wie Wahid oder den Dolmetscher die echte Wahrheit herausfindet. Weiterhin wird auch der Missbrauch von Medien und vertraulichem Material thematisiert, da Parvins Professorin ihre Briefe, in denen die ganzen Fehler und Lügen drin stehen, veröffentlicht und Parvin damit in den Mittelpunkt stellt. Das Thema des Buches ist wichtig und am besten sollte es jeder kennen, aber vor allem wurde es gut in eine Geschichte verpackt. Der Roman ist vor allem lehrreich und die Medien wurden perfekt getroffen und wahrheitsgetreu dargestellt. Außerdem beeinflusst das Buch ja auch das Dorf, da das Militär, welches zum besagten Dorf kommt, nur wegen dem Roman eine Straße baut oder aber einen Mann verhaftet. Nur wegen dem Autor blickt gefühlt die ganze Welt auf das Dorf, welches nur eines von vielen ist und an sich überhaupt nichts besonderes oder einzigartiges ist. Menschen reisen dorthin oder spenden nur wegen dem Bestseller, was die Reichweite eines solchen Romans verdeutlicht. Auch wie sehr es Leben verändert, wie das von Wahid, welcher von einem armen unbeachteten Bauer zu einem wohlhabenden und beinahe wichtigen Mann aufsteigt, wird angesprochen. Wichtig, interessant und dazu noch abwechslungsreich.

Zudem wird die Gefahr für Frauen während und nach der Schwangerschaft behandelt und wie schwer es Frauen in diesen Ländern haben. Sie sollen am besten einfach nur Kinder zeugen, bevorzugt Jungen, und den Haushalt führen und wenn sie währenddessen sterben, dann war es Gottes Wille. Es war auch interessant, speziell für Frauen, die sicher Kinder auf die Welt bringen, und nahegehend, da es ein reales Problem in vielen Ländern ist, schließlich ist Afghanistan nichts das einzige Land, vor allem nicht das, mit den schwersten Bedingungen.

Aber auch der Plot an sich kam nicht zu kurz. Während Parvins Reise wurde es nie langweilig und man lernt das Dorf langsam richtig kennen und das von beiden Seiten: Einmal als Amerikaner und damit als Eindringling, ein anderes mal als Einwohner mit der selben Kultur und als Frau. Nach und nach lernt man die Personen und deren Tätigkeiten kennen, wie die Ärztin, das Oberhaupt des Dorfes, Wahids Familie oder den Übersetzer. Auch das echte Leben begegnet einem und ich kann mit erhobenem Haupt sagen, dass ich keine der beinahe 500 Seiten bereue gelesen zu haben. Mit der Zeit deckt Parvin die Ungereimtheiten auf und kommt mit verschiedenen Leuten in Kontakt. Das war auch spannend, da ich als Leser die Geschichte nochmal neu definieren kann und die Veränderung sozusagen live mitbekomme. Vorurteile werden beseitigt und Gefahr gebannt. So zieht einen das Buch auch emotional und mit relativem Spannungsbogen in den Bann.

Insgesamt ein Roman, aus dem man viel mitnehmen kann, den man aber auch einfach genießen und entspannt lesen kann. Wichtige Themen werden angesprochen, aber auch der gigantische Plot kam nicht von irgendwoher, sondern war gut durchdacht. Ich kann es wirklich jedem empfehlen!

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Gespräche aus der Community

Was bestimmt, wer wir sind und wo wir hingehören? Wie formen die Medien unseren Blick auf die Welt? Und können wir unsere Vorurteile je ablegen? Wie in ihrem gefeierten Roman »Der amerikanische Architekt« stellt sich Amy Waldman den brennenden Fragen unserer Gegenwart in einer packenden und überraschenden Geschichte.

Liebe LovelyBooks-Freunde,

die nächste Leserunde mit Schöffling & Co. startet bald: Wir laden Euch herzlich ein, an der Leserunde zu dem Roman Das ferne Feuer von Amy Waldman teilzunehmen!

Die ehrgeizige Berkeley-Studentin Parvin Schams fühlt sich zwischen den liberalen Ideen ihrer charismatischen Professorin und den Erwartungen ihres konservativen Umfelds hin- und hergerissen. Da eröffnet ihr ein Bestseller über das Engagement eines Arztes für afghanische Frauen eine ungeahnte Perspektive: Parvin will für seine Stiftung arbeiten und zugleich ihre Wurzeln erkunden. Doch vor Ort findet sie heraus, dass die von ihm erbaute Geburtsklinik leer steht und der Arzt offenbar ein Hochstapler ist. Als Parvins Entdeckungen ohne ihr Wissen veröffentlicht werden, kommt es zur Katastrophe.

Eine Leseprobe findet Ihr hier:  https://b2l.bz/dJJ61g

Wenn Ihr interessiert seid, dann bewerbt Euch bis zum 21.01.2021 und gewinnt mit etwas Glück eines von fünfzehn Leseexemplaren!

Beantwortet dafür einfach folgende Frage: Was findet Ihr an einem Auslandsaufenthalt wie dem von Parvin spannend?

 

Liebe Grüße

 

Schöffling & Co.

305 BeiträgeVerlosung beendet
Arizonas avatar
Letzter Beitrag von  Arizonavor 3 Monaten

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