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Kaito

vor 2 Jahren

(10)

Gefährliche Naturkatastrophen suchen Japan heim. Noch verrückter ist, dass plötzlich der attraktive Chinese Tián Shén vor ihrer Tür steht und behauptet, vom Donnergott Raijin besessen zu sein. Dieser bestraft die Menschen nach der Umwidmung eines Schreins mit den Katastrophen. Bei dem verzweifelten Versuch, die neue Widmung rückgängig zu machen, kommen Mei und Tián sich näher. Dass sich in dem jungen Mann der dominante Donnergott meldet, wenn sie in seinen Armen liegt, ist nicht Meis einzige Sorge. Das Ende der Unwetter droht auch das Ende ihrer frischen Liebe zu sein ' und stellt die Japanerin vor die Entscheidung ihres Lebens.

Das Buch spielt in Japan und gibt Einblicke in die japanische Kultur, Gesellschaft und besonders in die Religion des Shint'. Beschreiben werden die Götterwelt, die Höflichkeit der Japaner im Umgang miteinander, sowie teilweise ihre Einstellung gegenüber Fremden und die Einstellung der Jugendlichen zum Leben. Die Autorin An Lin verbindet in ihrem ersten Roman all diese Elemente der japanischen Kultur mit einer packenden Liebesgeschichte.

Der Schreibstil zeichnet sich durch knappe Beschreibungen der Umgebung und relativ viel wörtlicher Rede und Gedankengänge der Figuren aus. Außerdem kombiniert die Autorin lange, verschachtelte Sätze mit knappen Aussagen.
Teilweise erhebliche Sprünge in der Zeit oder zwischen Orten werden maximal durch einen neuen Absatz eingeleitet. Dieses Buch fordert daher die volle Aufmerksamkeit des Lesers.
Außerdem verwendet die Autorin immer wieder japanische Wörter und Redewendungen. Aus dem Zusammenhang und mit Hilfe eines Glossars (ab der 2. Auflage) sind diese aber auch für Leser, die nicht des japanischen mächtig sind schnell verständlich. Einzig ein Gebet zu Ehren der Kami wird nicht komplett wörtlich übersetzt.

Die Geschichte wird fast komplett aus der Sicht der Protagonistin Mei Kuno erzählt, bedient sich allerdings der Erzählung in der dritten Person. Trotzdem erlebt man alle Gefühle und Gedanken von Mei hautnah. Tián und auch die verschiedenen Götter bleiben zumeist eher undurchsichtig.

Autor: An Lin
Buch: Liebe und Zorn - Im Bann der Shinto-Götter
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