Anaïs Goutier Odice - Schule der Hingabe

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Inhaltsangabe zu „Odice - Schule der Hingabe“ von Anaïs Goutier

Eine erotische Geschichte, wie sie französischer kaum sein könnte – lustvoll, pikant und immer absolut stilsicher

— Sabeth80
Sabeth80
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    Odice - Schule der Hingabe
    Sabeth80

    Sabeth80

    29. April 2014 um 21:09

    „Odice“ von Anais Goutier erscheint mir wie ein Kleinod unter den aktuellen Neuerscheinungen im Bereich der erotischen Literatur. Stilsicher und sprachlich stets elegant knüpft die Autorin gekonnt an Klassiker des Genres an. Frau Goutier erzählt eine zeitgemäße und deutlich romantischere Geschichte der O(dice), eine Art lustvolles und hocherotisches SM-Märchen mit charismatischen Figuren, einer zu Herzen gehenden Liebesgeschichte ohne Kitsch und voller kluger Einfälle und superber Zitate. Auf einem luxuriösen Loire-Schloss bieten die Gebrüder de Lautréamont ihre pikanten Dienste an. Kostenlos und diskret erfüllen sie je einer "Klientin" ihre geheimsten Sehnsüchte und Wunschträume nach Unterwerfung und sexueller Erfüllung. Aber Odice Aneau, eine junge, schöne und erfolgreiche Pariser Galeristin, passt nicht wirklich in die Zielgruppe der Brüder. Ihre devoten Phantasien beruhen lediglich auf Kunstanschauung und erotischer Lektüre. Außerdem sind sie und der jüngere Bruder, Julien (in meiner Vorstellung irgendwo zwischen Alain Delon und Ian Somerhalder), sich bereits in ihrer Galerie begegnet, wo er sich auf den ersten Blick in die selbstsichere femme fragile mit dem rotblonden Haar und den giftgrünen Augen verguckt hat. Entsprechend schwer fällt es ihm, die nötige Distanz zu wahren und sie als Sklavin zu behandeln – eine Rolle, die in seinen Augen gar nicht zu ihr passt. Sein Bruder Eric dagegen, fast 20 Jahre älter und ein erfolgreicher Anwalt, ist ausgesprochen dominant und hat kein Verständnis für die liebevollen Gefühle, die Julien und Odice füreinander entwickeln. Anais Goutier schreibt brillant und auch in den erotischen Szenen stets niveauvoll. Ihre Figuren sind facettenreich, charismatisch, lebendig und intelligent, die Handlung stimmig und der Rahmen kultiviert und geschmackvoll. Frau Goutier erzählt eine erotische Geschichte, wie sie französischer kaum sein könnte – lustvoll, pikant und immer absolut stilsicher.

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