Ana Bilic Anatomie einer Absicht

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Inhaltsangabe zu „Anatomie einer Absicht“ von Ana Bilic

Wie verträgt sich Liebe auf Dauer? Eine Ehe ist ein Vertrag, und eines Tages kommt die Abrechnung. Eine Frau beschließt nach vierzehn Jahren des Zusammenlebens ihren Ehemann zu töten. Es gibt dafür keinen konkreten Anlass oder Grund, vielmehr ist dieses Vorhaben ihre Konsequenz seiner verachtenswerten Logik von Beziehung. Mit kühlem Blick schildert die Ich-Erzählerin Gestalt, Lage und Struktur ihrer Absicht, seziert nüchtern den Verlauf ihrer Ehe. Es ist die über die Jahre unerträglich gewordene Sinnlosigkeit seines Lebens, die sie nun, da es aus ihrer Sicht jeglichen Wert eingebüßt hat, in die Tat umsetzen will. Doch letztlich dirigiert der Zufall des Lebens Orchester und schlägt seinen eigenen Ton an.

Wäre es nicht für eine Leserunde gewesen, ich hätte es abgebrochen!

— Bücherkrähe
Bücherkrähe

Das Buch hat meine Erwartungen leider nicht erfüllt.

— CarenL
CarenL

Ich weiß, warum ich keine Pilze mag! :D

— Ninasan86
Ninasan86

Ganz andere Richtung als erwartet - mal etwas anderes

— jasbr
jasbr

Leider nicht mein Fall

— zitroenchen76
zitroenchen76

Hatte mir mehr erhofft, z.B. schwarzen Humor o. Pointe, ist leider Abladen von Seelenmüll einer gefrusteten Ehefrau. Nicht zu empfehlen!

— Talitha
Talitha

Ungewöhnliche Geschichte mit makaberem Ausgang.

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    Anatomie einer Absicht
    louzilla

    louzilla

    28. July 2016 um 05:54

    Insgesamt fand ich die Lektüre des Romans interessant. Die Idee, darzustellen, wie es zu einem Mordplan gegen den eigenen Ehemann kommt, an sich ist gut. Sprachlich erinnert das Werk eher an ein Drama, da der Großteil dialogisch bzw. als innerer Monolog abgefasst ist (was keine Kritik sein soll).Was mich stört, ist der unpassende Titel und Klappentext. Da werden falsch Erwartungen geweckt, die zwangsläufig enttäuscht werden.Außerdem fehlen ein Zusammenhang und ein Kern. Soll heißen: Die Kapitel stehen sehr isoliert und haben kaum Bezug zu einander. Um das Ganze rund zu machen wie beispielsweise bei Daniel Kehlmanns "Ruhm" (9 Kurzgeschichten, die alle mehr oder weniger deutliche Verknüpfungspunkte aufweisen), müssten die Kapitel so wie eine Kurzgeschichte für sich stehen können. Das tun sie aber nicht. Die andere Möglichkeit ist, dass die Kapitel sich alle auf einen gemeinsamen Kern beziehen, (der Mordplan zum Beispiel). Das tun sie aber auch nicht.Auch findet die Handlung keinen Abschluss: Lidia, um die es eigentlich die ganze Zeit geht, verschwindet einfach von der Bildfläche.Und noch etwas hat mich gestört: Es fehlt ein Unterton, der den beschriebenen Frauentypus, den Lidia (und ihre Putzfrau) verkörpert, kritisiert. Bei ihr sind es immer die anderen, die Schuld an ihrer Misere haben. Dass sie ihren Teil dazu beiträgt, sieht sie im Grunde genommen nicht. Zwar merkt sie, dass sie schwach ist, aber dagegen anzukämpfen, sich Hilfe zu suchen, tut sie nicht. Falls die Autorin Kritik an den Menschen und der Gesellschaft üben wollte, so gelingt ihr das nicht, weil diese (mögliche) Botschaft nicht deutlich wird.Alles in allem ist es eine kurzweilige Lektüre, die jedoch zu viele Stereotypen und Klischees bedient.

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  • Gute Grundidee, aber etwas zu unrund

    Anatomie einer Absicht
    dubh

    dubh

    20. June 2016 um 21:07

    Lidia hat die Nase gestrichen voll. Sie hat beschlossen, einen Schlussstrich unter ihre Ehe zu ziehen - indem sie ihren Ehemann umbringt. Die Möglichkeit hat längst Gestalt angenommen, aber die Beweggründe werden anschaulich dargestellt: Lidia lässt im ersten Abschnitt keinen Zweifel daran, dass sie ihren Mann Helmut als Monster sieht und ihre Ehe als Schreckensszenario.Nun also möchte sie Helmut mit seinem Lieblingsgericht überraschen - es ist aber auch zu gut, dass er Pilze liebt und sich in dieses Gericht auch schnell mal der ein oder andere giftige verirren kann.Nun könnte man der Ansicht sein, dass Lidia ein Opfer ist, ja, dass es ihr richtig schlecht geht. Doch weit gefehlt - Lidia führt ein privilegiertes Leben und wird nicht mit Gewalt, Hass oder anderen Bedrohlichkeit konfrontiert. Nachvollziehbar ist, dass Lidia unglücklich ist und so nicht weitermachen möchte - aber zum Scheitern ihrer Ehe tragen sowohl Ehefra als auch Ehemann bei. Hier würde eine Scheidung alle Zwecke erfüllen, doch Lidia will mehr. Sie will ihren Ehemann auslöschen, da sie beschlossen hat, dass er seine Chance auf eine Existenz vertan hat.[i]"Er existiert nicht mehr, weder für mich noch für sich selbst. Er besteht nur. So wie ein Stuhl oder Stein besteht. Er braucht jetzt eine andere Lebensform, die derzeitige hat er schon verbraucht." (S.11)[/i]Im zweiten Abschnitt lernen wir Helmut kennen und das ein oder andere besser verstehen. Für mich war Lidia zu Beginn nicht sympathisch und auch der zweite Blickwinkel machte es nicht besser. Wobei das nicht automatisch heißt, dass es sich auf die Seite des unwissenden Ehemanns zu schlagen bedeutet. Vielleicht lohnt sich die Erkenntnis, dass die beiden sich gefunden und auch irgendwie verdient haben? Der schmale Roman lässt aber noch weitere Perspektiven zu...Viele der Ideen und Beschreibungen, die beinahe wie Sezierungen wirken, sind durchaus beachtenswert - aber irgendwie wollte kein Lesefluss aufkommen. Einige Sätze waren messerscharf und böse, intelligent und irgendwie erfrischend, andererseits ist das "Kaputte" dieser Beziehung auch ganz schön ernüchternd. Nichtsdestotrotz gefällt mit die Grundidee Ana Bilics sehr gut und den nötigen Umgang mit Sprache hat sie in meinen Augen. Aber insgesamt waren mir die 160 Seiten etwas zu holprig, zu unrund - kurz, mir fehlte irgendwie die Klammer, die alles zusammenhält.

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  • Zähe Geschichte

    Anatomie einer Absicht
    Bücherkrähe

    Bücherkrähe

    08. June 2016 um 09:45

    Lidia hat genug. Genug von ihrem Mann, genug von ihrer Ehe. Sie will den Tod ihres Mannes. Sie schildert wie sie vorgehen möchte, vor allem aber erzählt Lidia, warum ihr nur der Tod ihres Ehemannes Helmut Genugtuung verschaffen kann. Minutiös berichtet sie von ihrer Ehe, ihren Gefühlen und ihrem Mann. Und dann kommt doch alles anders. Der Roman ist recht kurz, einfach geschrieben und in fünf Abschnitte aufgeteilt, von denen drei Introspektiven sind. Neben Lidia erhält man auch von Helmut Einblicke in seine Sicht auf die Ehe. Das längste Kapitel gehört Lidia und ihren ausschweifenden Erzählungen, wie schrecklich ihre Ehe sei, wie sehr sie zu leiden habe und warum all dies den Mord an ihren Mann rechtfertigen würde. Sie berichtet davon, wie ihr Mann sie in ihrer Arbeit belächelte, versuchte sie kleinzuhalten, sie als eigenständige Frau nicht ernst nahm. Er wünschte sich eine Accessoire-Frau, die nicht arbeitete sondern zu Hause blieb und, wenn Geschäftspartner oder Freunde zu Besuch kamen, repräsentativ am Tisch saß. Betrachtet man Lidias Erzählungen nüchtern, lebte sie in einer unglücklichen Ehe. Ebenso nüchtern betrachtet war Lidia aber bei weitem nicht unschuldig daran. Ihr Verhalten erinnert oft an eine bockige Teenagerin, Kommunikation schien ein Fremdwort für sie zu sein, und die Folgen ihres Handelns waren nie ihre, sondern grundsätzlich Herberts Schuld. Es gibt Situationen, da versteht man, warum ein Mensch den anderen umbringt oder es zumindest möchte. Lidias Ehe gehört nicht dazu, schon gar nicht mit ihrer Argumentation. Eine Scheidung aber reicht ihr nicht, sie will die Existenz ihres Mannes komplett auslöschen, und das aus dem einfachen Grund, weil er nicht so ist und funktioniert wie sie es erwartet. Lidia bleibt als Charakter fremd. Ihre Gefühlsregungen und Verhalten gegenüber ihrem Mann sind oft einfach nicht nachvollziehbar. Die fünf Kapitel bilden eine chronologische Linie, aber das ist auch das einzige, das sie verbindet. Kein Kapitel bezieht sich auf das vorherige. Zwei Kapitel stehen sogar derart außerhalb des Geschehens, dass man sich fragt, ob sie wirklich notwendig waren, denn zur Geschichte oder Verständnis von Lidias Beweggründen tragen sie nichts bei. Hätte ich dieses Buch nicht im Rahmen einer Leserunde bekommen, ich hätte es vermutlich nicht beendet. Dennoch vielen Dank an den Hollitzer Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars.

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  • Protokoll einer Albtraum-Ehe

    Anatomie einer Absicht
    CarenL

    CarenL

    03. June 2016 um 18:04

    Lidia leidet in ihrer Ehe und möchte ihren Mann umbringen. Sie plant, ihm sein Lieblings-Pilzgericht zu kochen: Schirmpilze, die sehen den hochgiftigen Knollenblätterpilzen zum Verwechseln ähnlich.... Das Buch besteht aus 5 Teilen. Im ersten, umfangreichsten Abschnitt erzählt Lidia von ihrer Ehe, im zweiten kommt ihr Ehemann Helmut zu Wort. Der dritten Teil ist der einzige, in dem etwas "passiert". Der vierte Abschnitt lässt den Anwalt von Lidia und Helmut erzählen, im letzten Teil geht es um Lidias Putzfrau und Freundin. Für mein Empfinden besteht das Buch nur aus Aneinanderreihungen von Gedanken, Erinnerungen, Weisheiten und Wahrheiten. Manches ist tiefsinnig, regt zum Denken an, manches bringt den Leser zur m Lachen. Unsere Gesellschaft wird kritisch betrachtet und manches überspitzt dargestellt. Gut, dass die Geschmäcker verschieden sind, dieses Buch hat meinen Geschmack leider nicht getroffen.

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  • Ein angekündigter Mord

    Anatomie einer Absicht
    JanaBabsi

    JanaBabsi

    30. May 2016 um 12:35

    Ich habe das Buch „Anatomie einer Absicht“ im Rahmen einer Blogtour gelesen. Mein Beitrag zum Thema „Giftmorde“ könnt Ihr finden, wenn Ihr diesem Link folgt: https://buechersindfliegendeteppiche.wordpress.com/2016/05/12/blog-tour-anatomie-einer-absicht-giftmorde/. Eine Inhaltszusammenfassung aus meiner Sicht macht nicht viel Sinn, denn Lidia bringt es im 1. Satz des Buches schon auf den Punkt.Ich beschloss meinen Mann umzubringen. Ja. Zu liquidieren. Von der Erdoberfläche zu entfernen.Mehr gibt es dazu zusammenfassend nicht zu sagen. Das Buch ist in 5 Teile unterteilt. In jedem Teil kommt eine andere Person zu Wort, um bestimmte Vorkommnisse aus ihrer Sicht zu beschreiben. So lesen wir im 1. Teil von Lidia, im 2. Teil von Helmut, in Teil 3 werden wir Zeuge eines Gespräches vor einem Lokal, in Teil 4 kommt Freund Joseph zu Wort und im 5. Teil Lidias Tante Lubja. Irgendwie war ich erstaunt, ein Buch vorzufinden, in welchem der Leser nicht einer fortlaufenden Geschichte folgt und im Verlaufe ebendieser Zeuge eines „Mordes“ wird, sondern einer Art Ehe-Protokoll aus verschiedenen Perspektiven. Der Teil von Lidia nimmt jedoch bis auf Seite 60 den weitaus größten Raum innerhalb des Buches ein. Als ich auf den ersten Seiten an Lidias Gedanken Anteil nehmen konnte, dachte ich mir „Ok, diesen Kerl würde ich auch umbringen, ohne mit der Wimper zu zucken“. Helmut ist 20 Jahre älter als Lidia und hat andere Ansichten zu und über ihre Ehe als Lidia. Für ihn gilt in der Ehe die klassische Rollenverteilung und irgendwie glaubt er auch, dass seine Frau für alle anderen Dinge, wie z. B. einen Beruf als Übersetzerin auszuüben etc., viel zu doof ist. Er spricht mit seiner Frau auf eine Art und Weise, die extrem herabwürdigend ist. „Du weißt ja selber nicht, was Du willst!. Du weißt nicht einmal das zu schätzen, was Du hast. Ich kann schon nachvollziehen, dass das Gras auf der anderen Seite immer grüner scheint, aber du laberst über ein Land, welches nicht existiert. Du bist undankbar, töricht, und, verzeih mir den Ausdruck, abscheulich.“ Würde ich so mit mir reden lassen? Nein, garantiert nicht. Als Lidia – mal wieder – in einer ihrer depressiven Phasen gerutscht ist, saß Helmut manchmal an ihrem Bett und sah sie einfach nur an, ohne mit ihr zu sprechen. Lidias Gedanken zu diesen Momenten lauten„Damals dachte ich, was für ein Monster mein Mann sei. Er tat tagelang nichts. Er beobachtete mich wie ein krepierendes Tier. Er studierte mich wie ein verfehltes Experiment. Der Gedanke, dass ich mit einem solchen Mann verheiratet war, lies mich erkalten.“Wenn man dann wiederum die Seiten liest in denen Helmut zu Wort kommt, dann kann man durchaus auch für ihn ein gewisses Maß an Sympathie aufbringen. Er sagt, dass Lidia jemanden brauchte der ihr die Welt erklärt, damals, als sie sich kennengelernt haben. Sie war weltfremd, jemand musste ihr die Wahrheit sagen, sie aus ihrem Traum wachrütteln. Er sagt aber auch durchaus, dass seine Frau spinnt und eigentlich therapeutischer Hilfe bedarf, er ihr aber nicht sagen kann, dass sie spinnt, weil das in seinen Augen kontraproduktiv wäre. Liebe zum und Respekt vor dem Partner kann ich hier auf beiden Seiten keine finden. Über Seiten hinweg werden hier die negativen Aspekte ihres Zusammenlebens aufgezeigt. Schade finde ich, dass sich für mich die ganze Geschichte genau so kalt und emotionslos liest, wie das Verhalten zwischen den Eheleuten ist. Letztendlich kann ich weder zu Lidia noch zu Helmut eine Beziehung aufbauen und ob Lidia ihren Helmut um die Ecke bringt oder nicht, macht für mich als Leser keinen Unterschied weil mir die Charaktere nicht ans Herz wachsen. Ich weiß, dass es sich bei den nachfolgenden Sätzen um einen Dialog handelt, aber die Art und Weise, wie es aufgeschrieben ist, macht mich kirre. - … Helmut? … Helmut Gruber?..- … Ja?- Hallo, Helmut! … Das ist aber eine Überraschung! …- … Es tut mir leid, aber ich … - Ich bin es, Gerhard … Aus dem Gymnasium, die zweite Bank beim Fenster …In allen Teilen des Buches sind einzelne Passagen so dargestellt und das regte mich von Anfang an auf. Der komplette 3. Teil „Vor dem Lokal“ ist mit Punkten und Strichen gepflastert. Jeder Satz fängt mit einem – an und endet mit … und die meisten Sätze sind extrem kurz. Es hat mich wirklich viele Nerven gekostet das zu lesen. Lesefluss und somit Lesegenuss konnte sich leider bei mir nicht einstellen und ich war tatsächlich einfach nur heilfroh, dass ich dieses Buch nach 158 Seiten beenden durfte. Wie bei jeder Buchbesprechung, gebe ich mit dieser Rezension nur meine eigene Meinung wider. Vielleicht gefällt Dir das Buch ja gerade wegen der kurzen und knappen Sätze, vielleicht regen Dich Punkte und Striche im Satzbau weniger auf als mich. Und deswegen gibt es auch hier von mir die Empfehlung, dieses Buch am besten selbst zu lesen um es beurteilen zu können.

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  • Anatomie einer Absicht ...

    Anatomie einer Absicht
    Ninasan86

    Ninasan86

    24. May 2016 um 21:24

    Zum Inhalt: Und heute Morgen sagte ich ihm:„Helmut, am Abend kriegst du deine feinen Pilze …“– Er lächelte glücklich wie ein Kind.Eine Frau will nach über vierzehn Jahren des Zusammenlebens ihren Ehemann töten, so die klare und widerspruchsfreie Absicht. Es gibt dafür keinen konkreten Anlass oder triftigen Grund, vielmehr ist dieses Vorhaben ihre Konsequenz seiner verachtenswerten Logik von Beziehung. Mit wissenschaftlich kühlem Blick schildert die Ich-Erzählerin Gestalt, Lage und Struktur ihrer Absicht, seziert nüchtern den Verlauf ihrer Ehe, erfahrene Verletzungen, Manipulationen, Ignoranz. Es ist die über die Jahre unerträglich gewordene Sinnlosigkeit seines Lebens, die sie nun, da es aus ihrer Sicht jeglichen Wert eingebüßt hat, zur Vollendung bringen, zu einer Tatsache machen will, indem sie ihm giftige Pilze vorsetzt. Im Bewusstsein der Absurdität eines solchen Verhaltens bleibt ihr scheinbar keine andere Wahl.Würde nicht der Zufall letztlich des Lebens Orchester dirigieren …Über die Autorin:Ana Bilić, geboren 1962 in Zagreb, arbeitet seit 20 Jahren als freiberufliche Prosa- und Theaterautorin in Wien. In ihrem künstlerischen Lebenslauf setzt sie sich nach einem abgeschlossenen Jura-Studium in Zagreb und Wien mit Themen in den Bereichen Belletristik, Poesie und in jüngster Zeit auch Film auseinander. Als zweisprachige Autorin verfasst sie Literaturwerke auch auf Kroatisch.Unter anderem erschien bei Hoffmann und Campe ihr Roman „Das kleine Stück vom großen Himmel“, 2008 gewann sie den exil-literaturpreis, der Text „Integrationswettbewerb“ wurde im Volkstheater am Hundsturm Wien uraufgeführt.Mein Fazit und meine Rezension: "Und heute bringe ich ihn um ..." Ja, wer hat nicht schon einmal diesen Gedanken gehabt, hat innerlich Mordpläne geschmiedet. Pläne, die so eiskalt und kaltblütig waren, dass man vor sich selber erschrocken ist. Die aber ganz tief in deinem Unterbewusstsein einen innerlichen Freudenschrei ausgelöst haben und dich deiner Freiheit ein Stückchen näher haben kommen lassen...Vielleicht wäre das Ziel des Angriffs der eigene Chef gewesen, unter Umständen der langjährige, feste Freund oder eine scheinbar gute Freundin, vielleicht auch einfach ein Fremder, der lediglich zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen ist und sich unbeliebt gemacht hat ... oder vielleicht doch dein Ehemann? Eben diese Gedanken trägt Lidia in sich. Ehefrau eines Steuerberaters, 14 Jahre lang mit diesem verheiratet und kinderlos. Beide trennt ein Altersunterschied von 20 Jahren und insgeheim noch vieles mehr. Vielleicht ist auch das der Auslöser? Nein, Lidia schaut hinter die Fassade ihres Ehemannes, des erfolgreichen Steuerberaters und entdeckt dort sein wahres Ich: den manipulierenden und bestimmenden Ehemann, der sie Jahr für Jahr unterjocht hat und klein hält. Doch eines Tages ist damit Schluss. Und Lidia beschließt das zu tun, was am besten für sie ist: sie plant den Tod ihres Mannes. Ganz in der Manier von " Lamb to the Slaughter" von Roald Dahl will sich auch diese Frau endlich zur Wehr setzen und wählt als Mittel zum Zweck die Leibspeise ihres Mannes: Pilze." Und heute Morgen sagte ich ihm:„Helmut, am Abend kriegst du deine feinen Pilze …“– Er lächelte glücklich wie ein Kind. " ...und sollte nicht wissen, was ihn dort erwartete ... doch das Schicksal kommt ihr zuvor. Lidia ist eine geschlagene Frau. Geschlagen nicht im wörtlichen Sinne, sondern im übertragenen Sinne. Sie hat ihre Heimat (Tschechien) und ihre geliebte Familie verlassen, um in Wien ein glückliches Leben mit einem reichen Mann zu verbringen. Doch mehr als Geld, kann dieser ihr nicht schenken, der Kinderwunsch bleibt ein unerfüllter Wunsch. Die Protagonistin Lidia offenbart schon in den ersten Sätzen ihr Vorhaben. Wer jetzt allerdings meint, dass es langweilig sei, wenn man direkt zu Beginn der Geschichte weiß, was geplant ist, der irrt! Die Autorin weiß, wie man den Leser an die Geschichte fesseln kann. Ist das Buch auch recht dünn (beinhaltet es ja nur 160 Seiten), so vermag sie es doch mit ihrer bildhaften Sprache die Psyche der Protagonistin zu offenbaren. Lidia kehrt für den Leser ihr Innerstes nach außen, teilt ihre Gedanken mit und vertraut dem (allwissenden) Leser an, was sie zu dieser Tat verleitet. Im zweiten Teil lernt der Leser die Sichtweise des Ehemannes kennen. Ist er vielleicht doch nicht so ein Scheusal, wie Lidia ihn darstellt? Viel Zeit, ihn kennen zu lernen bleibt allerdings nicht, denn er segnet ziemlich schnell das Zeitliche. Die Geschichte als solche hat mir von Beginn bis zum Schluss sehr gut gefallen! Die Figur der Lidia wird - trotz ihres Planes - als Opfer dargestellt. Man sympathisiert direkt mit ihr! Ihr Ehemann hingegen hat auch bei mir direkt verspielt. Im Grunde genommen habe ich Lidia in ihrem Vorhaben angefeuert und wurde auch nicht enttäuscht - das Schicksal findet nun mal seinen Weg.Der Roman ist kein "normaler" Kriminalroman, im Gegenteil, der Leser wird Teil der Geschichte, wird Mitwisser und - vielleicht sogar - Mittäter? Letzten Endes ist es aber die Gerechtigkeit, die siegt. 

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  • Leserunde zu "Anatomie einer Absicht" von Ana Bilic

    Anatomie einer Absicht
    literaturschock

    literaturschock

    Wie verträgt sich Liebe auf Dauer? Eine Ehe ist ein Vertrag, und eines Tages kommt die Abrechnung. Und heute Morgen sagte ich ihm:„Helmut, am Abend kriegst du deine feinen Pilze …“– Er lächelte glücklich wie ein Kind. Eine Frau will nach über vierzehn Jahren des Zusammenlebens ihren Ehemann töten, so die klare und widerspruchsfreie Absicht. Es gibt dafür keinen konkreten Anlass oder triftigen Grund, vielmehr ist dieses Vorhaben ihre Konsequenz seiner verachtenswerten Logik von Beziehung. Mit wissenschaftlich kühlem Blick schildert die Ich-Erzählerin Gestalt, Lage und Struktur ihrer Absicht, seziert nüchtern den Verlauf ihrer Ehe, erfahrene Verletzungen, Manipulationen, Ignoranz. Es ist die über die Jahre unerträglich gewordene Sinnlosigkeit seines Lebens, die sie nun, da es aus ihrer Sicht jeglichen Wert eingebüßt hat, zur Vollendung bringen, zu einer Tatsache machen will, indem sie ihm giftige Pilze vorsetzt. Im Bewusstsein der Absurdität eines solchen Verhaltens bleibt ihr scheinbar keine andere Wahl. Würde nicht der Zufall letztlich des Lebens Orchester dirigieren … Zur Autorin:Ana Bilić, geboren 1962 in Zagreb, arbeitet seit 20 Jahren als freiberufliche Prosa- und Theaterautorin in Wien. In ihrem künstlerischen Lebenslauf setzt sie sich nach einem abgeschlossenen Jura-Studium in Zagreb und Wien mit Themen in den Bereichen Belletristik, Poesie und in jüngster Zeit auch Film auseinander. Als zweisprachige Autorin verfasst sie Literaturwerke auch auf Kroatisch. Unter anderem erschien bei Hoffmann und Campe ihr Roman „Das kleine Stück vom großen Himmel“, 2008 gewann sie den exil-literaturpreis, der Text „Integrationswettbewerb“ wurde im Volkstheater am Hundsturm Wien uraufgeführt. Zu ihrem Buch „Anatomie einer Absicht“ übernahm sie die Regie für den Videotrailer zum Buch – zu sehen auf dem Youtube-Kanal des Hollitzer Verlags und auf der Amazon-Autorenseite von Ana Bilić. Mehr über die Autorin auf ihrer Webseite www.ana-bilic.atZusammen mit dem Hollitzer-Verlag verlosen wir 10 Exemplare von "Anatomie einer Absicht" unter allen, die sich auf ein ganz besonderes Abenteuer einlassen wollen. Wenn ihr an der Leserunde teilnehmen möchtet, müsst ihr euch dafür über den "Jetzt bewerben"-Button bewerben*, indem ihr bis zum 14.04. auf diese Frage antwortet:Wie würdet ihr den perfekten Mord planen?Ich bin gespannt auf eure Antworten und wünsche euch viel Glück!* Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde - am besten innerhalb von vier Wochen nach Erhalt des Buches - sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben. Bitte beachtet, dass wir nur Gewinne nur innerhalb Europas und nur einmal pro Haushalt verschicken.Weitere Leserunde ab 20.05. auf Literaturschock geplant. Dort werden ebenfalls bis zu 10 Exemplare des Buches verlost.Viel Spaß und viel Glück!Susanne

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    • 138
  • Wieviel ehe ist genug?

    Anatomie einer Absicht
    Simi159

    Simi159

    14. May 2016 um 15:57

    Nach 14 Jahren Ehe hat Lidia genug. Ihr reicht die Kälte und Ignoranz ihres Mannes, das muss ein Ende haben. Und so beschließt sie ihn zu töten. Vergiften mit seinen Lieblingspilzen. Nüchtern plant Lidia ihre Tat, während ihre Vergangenheit sie wieder einholt, zeigt ihr das Schicksal/Leben, wie es auch laufen kann.... Fazit: So harmlos und nett, wie das Cover anmuten läßt ist der Inhalt, dieses schön gestalteten Hardcovers aus dem östreichichem Hollitzer Verlag, nicht. Eher kann man als Leser an dem vorn abgebildetem anatomischen Herz und dem Titel erahnen, daß es hier an Eingemachte geht. Mit Leichtigkeit zieht die Autorin, Ana Bilic, den Leser in eine Beziehungsgeschichte hinein, in der die nicht mehr ganz so junge Ich-Erzählerin, Lidia, dem Leser ihre Mordpläne an ihrem 20 Jahre älterem Ehemann unterbreitet. Mit spitzen, präzisen Worten seziert sie ihr Eheleben und die Beziehung zu ihrem Mann. Kühl, distanziert mit wenig bis gar keinem Gefühl. Das schockier, läßt einem beim Lesen stocken, man liest fasziniert weiter, wenn man auch nicht ganz versteht, warum der Mann sterben soll, bzw. es für sie keine andere Lösung gibt. Geschickt, bzw. durch den Kniff der Autorin, daß alle Seiten der Beziehung plus Putzfrau, zu Wort kommen. Und jeder in einem eigenen Teil, ein eigenes Kapitel hat. Und so setzt sich ein Gesamtbild für den Leser zusammen, auch wenn dann das Schicksal/Leben mitspielt, kommt es erstens anders und zweitens als man denkt. Die Charaktere sind speziell, man mag sie oder nicht...wobei dies eher der Fall ist, da sie so außergewöhnlich handeln und nicht unbedingt liebenswürdig erscheinen. Das was die Charaktere an Liebenswürdigkeit und Indentifikationspotential fehlt macht die Sprache und sie Art, wie die Autorin dieses kleine Stück erzählt mehr als Welt. Mit verbalen Spitzfindigkeiten und klug gewählten Worten unterhält "Anatomie einer Absicht" ist spannend, läßt einen manchmal schmunzeln und am Ende staunend zurück. Mich hat es hervorragend unterhalten, weil es so anders ist, nicht unbedingt gefallen will und eine kleine literarische Perle ist, die gefunden werden will. Von mir gibt es 5 STERNE.

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  • Anatomie einer Absicht - Fazit und Ende einer schrecklichen Ehe

    Anatomie einer Absicht
    dowo1981

    dowo1981

    09. May 2016 um 11:28

    "Ich beschloß meinen Mann umzubringen" - der Satz macht schon neugierig.Und das Buch ist wirklich mal was anderes: schweinchenrosa Cover mit auffälligem Bild. Der Inhalt ist aber alles andere als rosarot... Man könnte beim Lesen glatt eine Depression bekommen, wenn man die ganzen gescheiterten Persönlichkeiten im Laufe des Buches, welches aus 5 Teilen besteht, näher kennelernt und erfährt, wie schrecklich ihr Leben verlaufen ist.Das Buch ist aber in sich schlüsslig geschrieben und hat eine gewisse interlektuelle Tiefe, die das Lesen interessant macht.Aber definitv keine leichte Kost!Wie es schlussendlich ausgeht, werde ich nicht verraten, für alle die, die es noch mit Spannung lesen möchten!

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  • Ganz andere Richtung als erwartet - mal etwas anderes

    Anatomie einer Absicht
    jasbr

    jasbr

    08. May 2016 um 13:14

    Als ich zu diesem Buch gegriffen habe, dachte ich, es wäre eine Art Krimi. Denn der erste Satz "Dann beschloss ich meinen Mann umzubringen" hat für mich eindeutig danach geklungen. Aber vorsicht: Es ist kein Krimi, sondern eher ein Roman.Insgesamt gibt es fünf Teile, wovon die ersten beiden die meiner Meinung nach wichtigsten des Buches sind. Im ersten Teil legt Lidia, die Möderin-in-spe, ihre Gründe für den geplanten Mord an ihrem Ehemann dar. Denn sie ist sehr unglücklich und will ihn loswerden. Eine Scheidung ist für sie allerdings keine Option. Die Planung übernimmt sie kalt und berechnend und bereitet sich sogar auf kritische Fragen seitens der Polizei vor.Im zweiten Teil schildert ihr Mann, warum er in der Ehe nicht glücklich ist. Außerdem geht es um viele Affären. Trotzdem wird deutlich, dass er Lidia nicht aufgeben will.Insgesamt kommt dann aber alles anders, als man denkt. Und wie gesagt, das Buch ist sehr speziell.Der Schreibstil ist eher ungewöhnlich. Es überwiegen innere Monologe und lange Dialoge - erzählende Passagen gibt es nur sehr wenige. Das ist manchmal beim Lesen etwas anstrengend, denn man muss sich sehr konzentrieren. Ich hatte mehr als einmal das Gefühl, dass ich anstatt eines Buches eine Art Drehbuch lese. Als Theaterstück könnte ich mir das Buch durchaus vorstellen.Was ich vermisst habe war der schwarze Humor oder einige Kniffe. Denn im Endeffekt ist das Buch sehr negativ, keiner scheint eine schöne Erfahrung in der Ehe gemacht zu haben, alle sind unglücklich. Das fand ich sehr anstrengend - denn mal ehrlich: Es sind doch nicht alle Ehen schlecht!Was leider auch ein Minuspunkt ist, dass mir keine einzige Person in diesem Buch sympathisch war. Lidia war für mich eine nervige, jammernde Person, die im Selbstmitleid versinkt und die Schuld auf andere schiebt, anstatt sich an die eigene Nase zu fassen. Ihr Mann dagegen ist ein Aufschneider und Betrüger, der das Bequeme am Leben liebt. Weil das Buch trotzdem mal etwas anderes ist, gebe ich 3 Sterne. Es hat mich unterhalten, auch wenn es nicht das war, was ich erwartet habe und mir einige Dinge nicht gefallen haben.

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  • Enttäuschend

    Anatomie einer Absicht
    Talitha

    Talitha

    05. May 2016 um 13:00

    Bei diesem Roman hatte das außergewöhnliche Coverbild in Verbindung mit dem Titel mein Interesse geweckt. Inhaltlich sollte es um eine Frau gehen, die beschließt, ihren Mann umzubringen, wodurch ich noch neugieriger wurde, da ich gerne Krimis und Thriller lese, bei denen mich u. a. die Motivation zum Morden sehr interessiert. Ich erwartete eine geistreiche Unterhaltung,  gespickt mit feinem schwarzen Humor.Leider haperte es genau an eben jener Motivation, in Verbindung mit einem auf Dauer anstrengend und nervig zu lesenden Erzählstil.Die Dinge, die Lidia aufzählt, die ihr böser Ehemann verbrochen hat, rechtfertigen auf jeden Fall eine Scheidung, keine Frage. Allerdings bekommt man nach einer Weile beim Lesen der ununterbrochenen Hasstiraden und dem endlosen Rumgejammere der Ehefrau den Eindruck, als mache sie es sich mit ihrem Feindbild etwas einfach. Um es kurz zu machen: Helmut ist an allem schuld und muss weg. Danach wird alles besser... Klar. Leider erkennt Lidia ihre eigenen Fehler nicht und entwickelt sich in ihrer Persönlichkeit keinen Milimeter weiter. So ist man am Ende des Buches lediglich frustriert über den sinnlosen Einsatz von Lesezeit.Fazit: Für mich ein Flop. Nicht empfehlenswert, leider, dabei war die Idee super, nur haperte es meiner Meinung nach deutlich an der Umsetzung.

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  • Anatomie einer Absicht

    Anatomie einer Absicht
    zitroenchen76

    zitroenchen76

    05. May 2016 um 12:10

    "Ich beschloß meinen Mann umzubringen". Das Cover des Buches, die Inhaltsangabe und dieser Satz haben mich sehr neugierig auf das Buch gemacht. Lidia ist 14 Jahre mit dem 20 Jahren älteren Helmut verheiratet. Zum Altersunterschied kommen noch die verschiedenen Lebensweisen. Lidia ist Tschechin und wegen Helmut nach Wien gezogen. Nun beschließt sie ihren Mann umzubringen, weil sie mit ihm Abrechnen möchte. Sie kann seine Demütigungen nicht länger ertragen. Durch sein Lieblingsgericht Schirmpilze soll es passieren. Doch natürlich geht das Leben andere Wege.... Total nüchtern werden die Leben von Lidia und Helmut aus abwechselnden Perspektiven erzählt: das Kennenlernen, die Verlobung, die Hochzeit, die Kinderlosigkeit, natürlich auch das Leben in der Kindheit mit Eltern und Großeltern. Die verschiedenen Perspektiven waren für mich noch das Beste. Ich konnte mich mit keinem der Protagonisten anfreunden und der Schreibstil so kühl und aneinandergereiht hatte für mich wenig Sinn und Nachvollziehbarkeit. Die Idee hinter dem Buch sehr gut, für mich leider nicht das Richtige.

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  • Die Ehe auf dem Prüfstand

    Anatomie einer Absicht
    Alex1309

    Alex1309

    05. May 2016 um 08:36

    Das Cover und der Klappentext haben mich sofort angesprochen. Als ich das Buch dann in den Händen hatte, fand ich das Cover, durch die vorgehobene Schrift und die Zeichnung einfach klasse. Ich bin gut in das Buch hineingekommen und es ließ sich flüssig und gut lesen. Die Personen waren gut beschrieben und ich hatte ein klares Bild vor Augen. Mit der Geschichte an sich konnte ich mich dann aber nicht so ganz anfreunden. War mir an manchen Stellen etwas zu absurd und nicht nachvollziehbar. Alles in Allem ein Buch, dass ich zwar schnell und leicht gelesen hatte, es konnte mich aber nicht ganz überzeugen.

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  • Anatomie einer Absicht

    Anatomie einer Absicht
    RebekkaT

    RebekkaT

    03. May 2016 um 22:03

    Lidia und Helmut, 14 Jahre Ehe, viele Heimlichkeiten, 20 Jahre Altersunterschied, verschiedene Nationalitäten ... und dann beschließt Lidia, Helmuts Leben zu beenden. Das Buch beschreibt erst Lidias Absicht, sich Helmuts zu entledigen. Ich bin voll auf ihrer Seite, hat er es doch in meinen Augen "verdient".Dann ist Helmut dran und ich stelle fest, dass die beiden einfach nur miteinander hätten reden müssen. Jeder hat Fehler gemacht, wie in jeder Beziehung.Cover: Es zieht mich an, rosa, warum? Um was geht es? Das Herz und der Titel können auch auf einen Roman hindeuten, die Eingangssätze auf einen Thriller. Genauso der Buchtrailer, der ist schön gemacht, erinnert mich aber an einen Thriller aus der Sicht der Mörderin.Schreibstil: Durch verschiedene Personen und eine interessante Ausdrucksweise liest sich das Buch an einem Tag weg! Man muss zwischen den Zeilen lesen und nicht gleich an das scheinbar Offensichtliche denken oder daran festhalten. Jemandem die "Schuld" gleich zu zuschieben, wäre verkehrt.Anatomie ist ein langwieriges, oft auch langweiliges, bis ins kleinste Detail gehende Fach. Anatomie einer Absicht ist definitiv nicht langweilig. Es beschreibt auch zwischen den Zeilen die unterschiedlichen Vorwürfe und unterschiedlichen Einstellungen zur Ehe. Ich lese, wie eine Ehe aus Sicht von Lidia gescheitert ist und aus Sicht von Hemut zu erhalten ist. Dass Helmut keine Chance hat, etwas klar zu stellen und dass die ehemalige Reinigungsfee von Lidia, Ljuba, deren Ehe wiederum auch ein Desaster ist, am Ende auch wahrscheinlich leiden wird, macht das Buch einfach interessant, ich wollte zu jeder Zeit wissen: wie geht es aus? Was passiert jetzt? Und ab und an schlich sich der Gedanke ein, wie es um meine Ehe steht...

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  • Anatomie einer Absicht

    Anatomie einer Absicht
    hundeliebhaber

    hundeliebhaber

    01. May 2016 um 17:46

    Lidia beschließt nach 14 Ehejahren, ihren Mann durch das Servieren von giftigen Pilzen zu töten. In der Inhaltsangabe heißt es: "Mit kühlem Blick schildert die Ich-Erzählerin Gestalt, Lage und Struktur ihrer Absicht, seziert nüchtern den Verlauf ihrer Ehe." Dem kann ich mich voll und ganz anschließen: es wird nüchtern berichtet, welche Vorkommnisse und Entwicklungen in der Ehe zu der Mordabsicht führen. Dabei bleibt Lidia sehr nüchtern und kühl. Ich konnte leider keinerlei Verbindung zu ihr aufbauen und ihre Erklärungen an einigen Stellen nicht nachvollziehen.Es wird neben dem Kapitel aus Lidias Sicht ebenfalls aus Sicht des Ehemannes und zweier Freunden/Bekannten des Ehepaares berichtet. Diese Verknüpfung der Kapitel konnte ich ebenfalls nicht ganz nachvollziehen, da für mich eine Art Rahmen fehlte, in dem sie eingebettet sind und der ihre Darstellungsnotwendigkeit aufzeigt.Im Prinzip passiert in diesem Buch nicht mehr als in der Inhaltsangabe steht: Lidia berichtet vom Verlauf ihrer Ehe und ihrer Mordabsicht. Ob Helmut den Tag überlebt, wird aufgeklärt.

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