Ana Woods Fallen Queen

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Inhaltsangabe zu „Fallen Queen“ von Ana Woods

"Wenn aus Schwestern Feindinnen werden und Äpfel Königinnen zu Fall bringen.

Erst wenn Königin Nerina sich einen Gemahl erwählt hat, darf die Prinzessin des Landes heiraten. Was aber, wenn sie sich in den Mann verliebt, den auch das Herz ihrer Schwester begehrt?
Um den Thron betrogen und zum Tode verurteilt flieht Nerina in den Verwunschenen Wald, einen Ort, den viele Menschen betraten, doch niemals mehr verließen."

Die Idee fand ich nicht schlecht, jedoch hat sich die Story in meinen Augen unheimlich gezogen. Und das Ende war leider so gar nicht meins

— Brine

Mich konnte dieser erste Band absolut nicht überzeugen und auch nicht fesseln. Sehr schade!!! Ich hatte MEHR erwartet.

— phoenics

Schönes Buch was sich gut lesen lies

— Kathrinkai

Abgebrochen... Es ist fad, langweilig, umemotional. Es existiert keine Tiefe, kein Gefühl für richtige Stimmung. Verschwendetes Potenzial!

— Vivi300

Gut gelungene Schnewittchen Adaption mit Höhen und Tiefen.

— jussy_buchwunderland

Genial, Schneewittchen Mal anderes Hat mich voll überzeugt Hoffe auf Band 2

— FantasyWoman

Ausergewöhnliche Geschichte die einen von Anfang fesselt.Schnewittchen mal ganz anders,dunkel aber trotzdem emotional.

— DarkLady34

Ich wollte dieses Buch wirklich mögen, aber ich konnte es nicht...

— Lena_AwkwardDangos

Guter Anfang, auch wenn mir der erste Teil zu schnell und dann zu langsam ging . Aber die Story ist super und ich freue mich auf Teil 2.

— Skyhawksister

Potential, aber leider nichts dahinter...

— Yllin

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  • Langweilig und enttäuschend

    Fallen Queen

    phoenics

    07. December 2017 um 21:08

    Klappentext Erst wenn Königin Nerina sich einen Gemahl erwählt hat, darf die Prinzessin des Landes heiraten. Was aber, wenn sie sich in den Mann verliebt, den auch das Herz ihrer Schwester begehrt?  Um den Thron betrogen und zum Tode verurteilt flieht Nerina in den Verwunschenen Wald, einen Ort, den viele Menschen betraten, doch niemals mehr verließen.   Die Grundidee mit dem bösen Schneewittchen und den mächtigen bösen Zauberspiegeln finde ich gut. Allerdings ist die Umsetzung ziemlich zäh, langatmig und dadurch spannungslos verlaufen. Ich habe mich permanent gelangweilt, weil die Story einfach nicht wirklich aus dem Knick kommt. Spannung habe ich nur mal ganz kurz bei der einen Verfolgungsszene empfunden. Dann war es aber auch schon vorbei und die Langeweile setzte wieder ein bis zum Schluss. Fantasy-Elemente, wie das Cover dem Leser weiß gemacht hat, sucht man hier fast vergebens, leider.   Die Protagonisten sind eher flach gehalten, besonders Eira, das böse Schneewittchen. Ich verstehe ihre Beweggründe immer noch nicht ganz, sie sind zu flach, nicht tiefgründig genug. Und was Nerina, die ältere Schwester betrifft, ist sie mir trotz der Vielzahl an Kapiteln merkwürdig vorgekommen. Erst ist sie mega naiv und tollpatschig, kann nicht mal eine Kartoffel schälen und plötzlich kocht sie im nächsten Moment gleich ganze Menüs. Das erschien mir doch sehr unrealistisch. Ebenso hatte sie keine Ahnung von vielen Dingen und urplötzlich wusste sie, welche Beeren sie in einem Wald essen konnte. Aus Büchern, die sie früher mal irgendwann als Kind gelesen hatte. Ja nee, ist klar. Das kommt mir alles zu konstruiert vor. Besser wäre gewesen, wenn sie als Königin, die nie einen Fuß in einen Wald ohne Begleiter/Aufpasser gesetzt hatte, halb verhungert durch den Wald geirrt, auf der Suche nach Hilfe/etwas Essbarem, ggf. findet sie etwas bitteres oder so. Aber doch nicht gleich so konstruiert wie hier. Das glaubt doch keiner! Die Nebendarsteller empfand ich jetzt auch nicht als DIE großen Helden, sie sind eher austauschbar und blieben mir nicht lange in Erinnerung, kaum, dass ich das Buch bei Seite gelegt hatte.   Der Schreibstil der Autorin ist zäh, leicht und flüssig. Die Liebesszenen stellt sie gekonnt dar und konnte mir hin und wieder einige kleine Mini-Emotionen hervorlocken. Aber am Spannungsaufbau sollte Die Autorin definitiv noch üben bzw. besser plotten, um den Leser zu fesseln und nicht zu einzuschläfern. Alles schien viel zu konstruiert, als würde sie einfach eine Liste abhaken, die sie zuvor erstellt hatte.   Erzählt wird der Roman aus zwei Sichtweisen – einmal Nerina, Königin von Arzu, zum anderen von Eira, böses Schneewittchen und jüngere Schwester von Nerina. Das Ende dieses ersten Teils der „Fallen Queen“-Reihe macht neugierig und lässt auf mehr aufkochende Emotionen und schwere Entscheidungen hoffen.   Das Cover, das Marie Graßhoff gestaltet hat, ist traumhaft und verspricht eine verheißungsvoll düstere Geschichte mit einem Hauch von Liebe. Ich mag das Cover sehr. Schade, dass der Inhalt so enttäuschend langweilig war.   Fazit: Mich konnte dieser erste Band absolut nicht überzeugen und definitiv nicht fesseln. Es kam weder Spannung in dem Buch auf noch Neugierde bei mir. Ich konnte das Buch problemlos über mehrere Tage bzw. Wochen aus der Hand legen und später weiterlesen, wobei ich mich regelrecht zum Weiterlesen zwingen musste. Den Hype um dieses Buch kann ich absolut nicht nachvollziehen. Selbst nach diesem Ende nicht. Ich kann deshalb nur 2 von 5 Punkten vergeben, da dieses Buch trotz des wunderschönen Covers und meines Lieblingsmärchens mich mehr als enttäuscht hat. Echt schade! Ich hatte deutlich MEHR erwartet!   Ich hoffe, dass der Folgeband dieser Trilogie an Spannung zulegt und nicht so langatmig, zäh und spannungslos daher kommt wie „Fallen Queen 1“.

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  • Langweilig und unemotional

    Fallen Queen

    Vivi300

    18. November 2017 um 15:39

    "Wenn aus Schwestern Feindinnen werden und Äpfel Königinnen zu Fall bringen."KlappentextErst wenn Königin Nerina sich einen Gemahl erwählt hat, darf die Prinzessin des Landes heiraten. Was aber, wenn sie sich in den Mann verliebt, den auch das Herz ihrer Schwester begehrt? Um den Thron betrogen und zum Tode verurteilt flieht Nerina in den Verwunschenen Wald, einen Ort, den viele Menschen betraten, doch niemals mehr verließen.GesamteindruckDer Einstieg war eher mäßig und sehr zäh. Die Ereignisse werden dem Leser eher wie eine Aufzählung präsentiert, dass macht es schwer, sich in die Personen und ihr Handeln hinein zu versetzen. Fantastische Elemente kommen nur am Rande vor. Vom Cover her hätte man denken können, dem roten Apfel würde eine besondere Bedeutung zu teil, doch eigentlich nicht. Der Handlungsstrang war so vorhersehbar konstruiert. Es gibt keine Überraschungen, keine spannenden Wendungen. Keine Kapitel, bei denen mich das Lesefieber packte. Ich musste mich teilweise richtig zusammen reißen, um das Buch überhaupt weiter zu lesen. Das Ende habe ich dann nicht mehr gelesen, vorher habe ich das Buch enttäuscht zur Seite gelegt. Es kann also sein, dass das Ende so unfassbar gut ist, dass das die komplette Handlung davor überlagert. Anders kann ich mir die guten Rezensionen nämlich nicht erklären. Sätze wie: "Es war, als würde er mich direkt ansehen und lächeln." sind in diesem Buch leider keine Seltenheit. Wieso mich dieser Satz so aufregt? Weil es sich hierbei um ein verdammtes Pferd handelte. FigurenNerina soll auf den Leser wie eine vollkommene Protagonistin wirken, die in eine Falle gelockt worden ist. Doch anstatt Mitleid mit ihr zu haben, war das einzige, dass ich ihr gegenüber empfand... Nichts. Absolut nichts hat Nerina in mir ausgelöst. Wäre sie hingerichtet worden, es hätte mich völlig kalt gelassen. Im Gegenteil, meist habe ich beim Lesen genervt die Augen verrollt, weil sie sich einfach so dumm angestellt hat, so unfassbar naiv war. Außerdem hat sich die Autorin ihre Fähigkeiten so zurecht gebogen, wie es grad zur Geschichte passte. Zuerst wirkte sie so unfassbar hilflos und als sie auf der Flucht war, fiel ihr plötzlich ein, dass sie Feuer machen kann, angelt und welche Pflanzen essbar sind (hat sie alles aus Büchern gelernt!)... Als zukünftige Königin. Ne, ist klar!Eira ist die "böse". Wobei böse würde ich diese krankhafte Soziopathie nicht nennen. Dieses Mädchen braucht Hilfe und eine geschlossene Anstalt. Auch Eiras Handlung war null nachvollziehbar. Geradezu lächerlich die "Gründe", die sie dazu trieben, ihre Schwester zu hassen, denn die basierten meist nur auf Missverständnissen. Die Nebenfiguren sind alle blass und austauschbar. Nicht, dass es sie damit von den beiden Protagonistinnen unterscheiden würde. SchreibstilDer Schreibstil war ganz ordentlich. Aber an dem Erzählstil scheiterte es. Er war zäh, die Handlungspunkte wurden wie auf einer Liste abgeharkt, nie ließ die Geschichte sich selbst den Raum, sich zu entfalten und auf den Leser zu wirken. Mein FazitMich hat dieses Buch einfach nur unglaublich frustriert. Dieses Cover... Es ist so traumhaft und mein Herz hat zu flattern begonnen, als ich das Buch kaufte und endlich in den Händen hielt. Es war die pure Enttäuschung. Wäre ich nicht mit so hohen Erwartungen heran gegangen, hätte ich das Buch vielleicht als nicht so schlecht empfunden. Aber auch objektiv betrachtet ist das hier kein gutes Buch. 

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  • Schneewittchen Adaption

    Fallen Queen

    jussy_buchwunderland

    11. October 2017 um 17:00

    Fakten: Fallen Queen – Ein Apfel, rot wie Blut Autor: Ana Woods Genre: Jugendbuch, Fantasy, Märchen Erschienen: 08.10.2012 Seiten: ca. 300 Einband: Taschenbuch / eBook Verlag: Drachenmond Verlag ISBN: 978-3-95991-104-7 Preis: 12,90€ [Taschenbuch] | 3,99€ [eBook] Inhalt: „Wenn aus Schwestern Feindinnen werden und Äpfel Königinnen zu Fall bringen. Erst wenn Königin Nerina sich einen Gemahl erwählt hat, darf die Prinzessin des Landes heiraten. Was aber, wenn sie sich in den Mann verliebt, den auch das Herz ihrer Schwester begehrt?Um den Thron betrogen und zum Tode verurteilt flieht Nerina in den Verwunschenen Wald, einen Ort, den viele Menschen betraten, doch niemals mehr verließen.“ – Quelle: Verlag Cover: Die Cover aus dem Drachenmondverlag gefallen mir am Besten. Auch hier passt die Gestaltung wieder perfekt zum Inhalt der Geschichte. Der rote Apfel auf dem Cover ist sehr detailliert dargestellt. Passend dazu wurde der Buchtitel gestaltet. Auf diesem Cover wurde alles perfekt farblich abgestimmt. Die dunkleren Farben wurden perfekt zur der Stimmung in der Geschichte gewählt. Schreibstil: Es wird abwechselnd in der Sicht von Nerina und Eira geschrieben. Beide Perspektiven wurden in der Ich Form beschrieben. Dadurch konnte ich sehr leicht in die Geschichte eintauchen und die Gefühle der beiden Personen besser nachvollziehen. Außerdem ist der Schreibstil der Autoren sehr flüssig zu lesen und man kann der Geschichte dadurch sehr leicht folgen. Meine Meinung: Am Anfang der Geschichte erleben wir einen kleinen Rückblick. Dort wird beschrieben wie die Eltern der beiden Mädchen ums leben kommen und Nerina die neue Königin wird. Ihre Schwester Eira war schon immer eifersüchtig auf ihre größere Schwester Nerina und als diese sich auch in Jalmari verliebt wie Eira geht die Geschichte erst los. Diesen Rückblick fand ich sehr hilfreich um besser in die Geschichte eintauchen zu können und um mehr Hintergrundinformationen zu haben. Die Liebesgeschichte zwischen Nerina und Jamari ging mir viel zu schnell. Ich konnte mir nicht wirklich vorstellen, dass die beiden nach so kurzer Zeit schon Gefühle füreinander hatten. Nerina war mir von Anfang sehr sympathisch, da sie alles mögliche versucht hat um eine gute Königin sein. Außerdem hat sie trotz der großen Gegenwähr ihrer Schwester versucht diese immer noch in Schutz zu nehmen. Bei Eira hingegen habe ich sofort gemerkt, dass das Böse in ihr lauert. Durch ihre Haltung und wie sie ihre Freunde behandelt, konnte ich mir schon denken, dass irgendwann noch das Fass bei ihr überläuft. Als der Tag kommt muss Nerina in den Wald fliehen um zu überleben. Dort trifft sie den Jäger Tero der ihr auf dem weiteren Weg eine große Hilfe ist. Jede Szene wurde so detailreich beschrieben, dass ich immer genau wusste wo Nerina gerade im Wald genau ist. Ich konnte jeden Schritt von Nerina total nachvollziehen. Tero war für Nerina ein arroganter Jäger. Deshalb sind die beiden sehr oft aneinander geraten aber dieses hat sich zum späteren Zeitpunkt wieder gelegt. Dieser Schlagabtausch zwischen den beiden war sehr erfrischend und hat die Geschichte ein wenig aufgelockert.  Im Wald landet die Geschichte wieder sehr nah bei Schneewittchen, was der Autorin sehr gut gelungen ist. Das Ende der Geschichte war für mich zu vorhersehbar. Dadurch ging für mich am Ende der Geschichte die Spannung ein wenig verloren. Fazit: Wer Märchengeschichten liebt und Schneewittchen mal anders erleben möchte dem kann ich dieses Buch nur empfehlen. Eine perfekte Schneewittchen Adaption, trotz der Kritikpunkte. Ich gebe dem Buch 4 Sterne von 5 Sternen

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  • Ein Buch, so enttäuschend wie oberflächlich

    Fallen Queen

    Lena_AwkwardDangos

    13. September 2017 um 15:36

    Achtung, die Rezension enthält einige kleinere Spoiler!Ich habe mir so viel von diesem Buch erhofft, aber es hat sich leider als absoluter Reinfall erwiesen. In dieser Rezension werde ich versuchen zu erklären, was mich alles daran gestört hat.♥ Inhalt ♥Wenn aus Schwestern Feindinnen werden und Äpfel Königinnen zu Fall bringen. Erst wenn Königin Nerina sich einen Gemahl erwählt hat, darf die Prinzessin des Landes heiraten. Was aber, wenn sie sich in den Mann verliebt, den auch das Herz ihrer Schwester begehrt? Um den Thron betrogen und zum Tode verurteilt flieht Nerina in den Verwunschenen Wald, einen Ort, den viele Menschen betraten, doch niemals mehr verließen. Text: Drachenmond Verlag♥ Cover & Ausstattung ♥ Die Aufmachung ist für mich wirklich einer der wenigen Pluspunkte des Buches. Ist das Cover nicht wunderschön? Das Motiv passt einfach perfekt zu einer Adaption von Schneewittchen und hat mich mit der kontrastreichen Farbgebung direkt in seinen Bann gezogen. Der knallrote Apfel leuchtet geradezu; man möchte am liebsten sofort hineinbeißen (wobei man das vielleicht doch besser nicht tun sollte). Im Hintergrund ist schemenhaft der Wald abgebildet, in dem sich fast die gesamte Handlung abspielt. Insgesamt sind mir die Farben aber etwas zu düster geraten, denn so erwartet man eine sehr epische, tiefgreifende Geschichte, die hier einfach nicht gegeben ist. Wie das Blut langsam am Buchtitel heruntertropft, finde ich jedoch einfach genial! Neben dem Apfel sind die Schrift und das Blut die einzigen roten Elemente des Covers, wodurch es zu einem echten Eyecatcher wird. Die Schrift ist für meinen Geschmack zu schmal geraten, denn man kann sie leider besonders auf dem Buchrücken kaum entziffern. Dagegen finde ich die kleine filigrane Krone über dem Untertitel umso süßer.♥ Umsetzung ♥Fallen Queen hat mich ziemlich enttäuscht. Ich hatte mir ein märchenhaftes Buch für zwischendurch erhofft, dass sich schnell weglesen lässt, doch dieser Reihenauftakt las sich überraschend zäh und unausgereift. Die Ansätze zu einer guten Märchenfantasy sind eigentlich gegeben, denn in ihrem Debütroman hält Ana Woods fantasievolle Ideen und einige interessante Wendungen für uns bereit, doch an der Umsetzung mangelt es leider gewaltig. Insgesamt ist das Buch einfach zu kurz geraten, so hatte ich besonders am Anfang das Gefühl, eine Zusammenfassung oder eine zu lang geratene Kurzgeschichte zu lesen. Auf den ersten Seiten verstreichen ganze Jahre, während ein Aufenthalt im Gefängnis und die Flucht aus dem Palast sich schier endlos über mehrere Kapitel erstrecken. Den Rest des Buches über befindet sich Nerina nur noch auf der Flucht oder Durchreise, ohne dass sie dabei wirklich etwas erreichen würde. Zu keiner Zeit kam für mich Spannung auf, die Handlung plätschert einfach so vor sich hin, obwohl sie doch eigentlich mit ihren wenigen Sätzen ein so hohes Tempo vorlegt. Meistens wird aber nur auf Nichtigkeiten näher eingegangen, die ich ab und an überfliegen musste, um mich am Lesen zu halten. Hier liegt wirklich eine ganz komische Mischung von überhetzten und langatmigen Szenen vor. Es wirkt auf mich einfach nicht wie der Auftakt einer Trilogie, sondern als hätte man einen längeren Roman zwanghaft in drei Teile splitten wollen. Die komplette Handlung würde als Einzelband wohl besser funktionieren oder hätte mit Band 1 lieber einen runden Abschluss finden sollen. Im Laufe der Geschichte verdichtet sich der Plot zwar ein wenig und wichtige Dinge werden auch nicht mehr ganz so schnell abgehandelt wie zu Beginn, aber im Großen und Ganzen fehlt es dem Buch enorm an gutem Storytelling und vor allem an Tiefgang und Glaubwürdigkeit. Wer möchte schon gerne eine vollkommen fremde Frau küssen, die sich seit über zwei Monaten nicht mehr gewaschen hat und bestimmt auch dementsprechend aussieht/ riecht?! Besonders die vor Clichés triefende Liebesgeschichte(n) habe ich den Charakteren absolut nicht abgenommen. Es gibt natürlich - wie sollte es auch anders sein! - ein Liebesdreieck der ganz üblen Sorte. Die erste unsterbliche Liebe entwickelt sich direkt am Anfang des Buchs im Schnelldurchlauf auf wenigen Seiten und es wird nur rückblickend näher darauf eingegangen. Angeblich ist es die ganz große Liebe auf den ersten Blick und der Auserwählte ist einfach unheimlich toll und perfekt. Nur merkt man davon so gar nichts, weil dem Leser gar nicht erst die Chance gegeben wird, die Liebesgeschichte nachvollziehen zu können. Das Ganze hat mich ziemlich kalt gelassen und genervt. Diese seitenlangen Rückblenden empfand ich eher als unheimlich anstrengend, kitschig und viel zu ausschweifend. Sie sind einfach nicht relevant für die Story, wie so manches andere Geschehen im Buch. Natürlich lernt Königin Nerina auf ihrer Flucht aber gleich noch einen Traumtypen kennen und kann sich fortan einfach nicht entscheiden, ob sie Tero nun fürchterlich rüpelhaft oder fürchterlich anziehend findet - aber, oh nein, eigentlich ist sie doch unsterblich in Jalmari verliebt! :O Clichés müssen nicht unbedingt immer etwas Schlechtes sein, finde ich - wenn das Gesamtpaket zu überzeugen weiß. Fallen Queen besteht allerdings geradezu aus einer Aneinanderreihung von schlecht umgesetzten, vorhersehbaren Clichés. Dies war auch ein Grund dafür, warum mir das Buch immer zäher vorkam, ich mich mehr und mehr durchquälen musste. Das schlimmste Cliché stellt aber einfach das Ende des Buches dar, das wohl als "fieser Cliffhanger" fungieren sollte. Ich sage es mal so: Als Tero zum ersten Mal auftrat, wusste ich sofort, wie das Buch enden würde. Aus einer bösen Vorahnung wurde bitterer Ernst, sodass es zu keinerlei Überraschungen mehr kam und ich beim Zuklappen des Buches nur noch die Augen verdrehen konnte.♥ Charaktere ♥Grundsätzlich sind die Charaktere schon ganz okay, aber nicht sonderlich konsequent skizziert. Sie handeln mal so, mal so, nach keinem bestimmten Muster, sind dadurch unberechenbar und sehr eindimensional gehalten. Gerade Nerina kann sich nie so ganz entscheiden, ob sie nun ein Naturkind ist, das sich der Welt außerhalb des Palastes immer nahe gefühlt hat, oder die behütete Königin, die draußen total aufgeschmissen ist. Noch dazu ist ihr Charakter einfach viel zu glatt: Sie ist unglaublich bescheiden, opfert sich stets für das Volk auf und selbst als sie in Lebensgefahr schwebt, denkt sie selbstverständlich nur daran, was aus ihrem Volk wird. Ihre Schwester ist ganz offensichtlich zu einem verrückten, herzlosen Monster mutiert, aber Nerina glaubt natürlich an das Gute in ihr und lässt sich von ihr hintergehen, reinlegen, in den Kerker werfen und zum Tode verurteilen, ohne sich auch nur eine Sekunde lang zu wehren oder ihre Unschuld zu betäuern. Aber es steckt ja bestimmt etwas Gutes in Eira und eigentlich meint sie es ja nicht so und Nerina ist selbst an allem schuld. Sicherlich. Zusätzlich schmachtet sie ständig ihren über alles Geliebten Jalmari an, was sie einfach unglaublich naiv und realitätsfern wirken lässt. Gelegentlich lacht sie auch in den unpassendsten Momenten. Eira dagegen fand ich da deutlich interessanter und ich habe die wenigen Kapitel aus ihrer Sicht um einiges lieber gelesen. Sie ist die Böse in der Geschichte und wird als solche natürlich skrupellos und kaltherzig dargestellt (was ich oft etwas überzogen fand). Ihre Beweggründe und der Grund für ihre Veränderung werden aber recht nachvollziehbar dargestellt, obwohl die Geschichte so schnell erzählt wird. Ich konnte mir gut ausmalen, wie sie sich so sehr verändern konnte - von der lieben kleinen Schwester zur eiskalten, rachsüchtigen jungen Frau - denn direkt am Anfang bekommt man ja eine Menge Backstory aufgetischt, was ihr als einzigem Charakter zumindest ein wenig Tiefe verleiht. Über Jalmari weiß man kaum etwas; der perfekte Prinz taucht einfach am Anfang des Buches auf, hat kaum etwas zu sagen und verschwindet dann wieder von der Bildfläche. Nerinas unsterbliche Liebe zu ihm konnte ich daher nicht nachvollziehen und sein Verschwinden mir so gar nicht nahegehen. Tero, den Jägersmann, als einen neuen Love Interest bereitzustellen fand ich für eine Neuadapation des Märchens ganz interessant, aber da haperte es mal wieder an der Umsetzung. Er hat eigentlich keine richtige Persönlichkeit vorzuweisen, lediglich extreme Stimmungsschwankungen. Bei ihm hat es die Autorin wohl mit der Harte-Schale-Weicher-Kern-Sache etwas übertrieben. Aber hauptsache, er sieht auch nach einer tagelangen Durchreise "gepflegt" aus und kann exquisit "kochen" - nämlich Butterbrote. Die Anspielung auf die sieben Zwerge aus Schneewittchen fand ich eigentlich ganz nett, aber diese ist lediglich eine tolle Idee geblieben, denn die Nebencharaktere sind noch blasser ausgefallen als die Hauptcharaktere. Ich konnte mir gar nicht richtig merken, wer nun wer ist und meine Einstellung zu ihnen blieb bis zum Ende durchgehend neutral.♥ Schreibstil ♥Eine weitere Schwäche des Buches liegt ganz klar in seinem Schreibstil. Es sind durchaus gute Ansätze vorhanden, jedoch muss sich die Autorin auch hier noch entwickeln. Ihre Intention war es wohl, den Roman in einem märchenähnlichen Stil zu schreiben, jedoch stört die Ich-Perspektive irgendwe dabei. Zwar liest sich Fallen Queen insgesamt nicht grottenschlecht, aber sehr holprig, was schon bei der seltsamen Wortwahl beginnt. Ana Woods hat wirklich so einige komische Formulierungen eingebaut, angefangen bei Charakteren, die sich gegenseitig "ins Ohr brüllen". So sind auch die Dialoge überhaupt nicht authentisch, eher nüchtern und emotionslos - wenn man denn mal einen findet, denn daran wurde eher gespart. Besonders platt und unlogisch fand ich es, als Nerina ihrer Schwester von einem "aggressiven Mann, der ihre Eltern niederstach" erzählt. Emotionen? Feingefühl? Fehlanzeige! Andauernd werden die unterschiedlichsten Gefühle beschrieben, von denen man jedoch überhaupt nichts spürt. Es heißt nicht umsonst: Show, don't tell. Fallen Queen weist grobe stilistische Mängel auf, die in einem Lektorat und Korrektorat einfach hätten auffallen müssen. Schon nach wenigen Seiten fragte ich mich allerdings, ob ein solches überhaupt stattgefunden hat oder ob ich gerade eine Rohfassung des Romans in den Händen halte. Dies ist keine überspitzte Darstellung meinerseits - es ist leider wirklich genau so, wie ich es hier schreibe. Zusätzlich zu der unpassenden Verwendung vieler Wörter und Begriffe liegen nämlich auch schwerwiegende Tempus-/ Zeitfehler vor, die nach einem durchlaufenen Korrektorat so nicht hätten auftreten dürfen. Die sogenannte Vorvergangenheit, die allgemein im Plusquamperfekt geschrieben gehört ("Ich hatte das und das getan, bevor ich dies und das machte") wird überhaupt nicht beachtet und einfach alles in der sogenannten "einfachen Vergangeheit" runtergerattert. An einigen Stellen fand sich aber auch ein Verb in der Gegenwartsform, wo definitiv keines hingehörte. Außerdem fand ich es sehr irritierend, wie die Protagonistin ständig ihren eigenen Gesichtsausdruck, den Blick in ihren Augen oder ihre Art zu lächeln beschreibt, als hätte sie einen Spiegel vor sich. Solche Beobachtungen, wie zB ein hoffnungsvoller Blick oder ein siegessicheres Lächeln kann man vielleicht an Anderen beobachten, jedoch nicht an sich selbst. Solche merkwürdigen Beschreibungen, die erzählerisch in der Ich-Perspektive einfach nicht funktionieren, finden sich aber auf fast jeder einzelnen Seite, was mich immens aus dem Lesefluss gebracht hat. ♥ Fazit ♥Ich wollte dieses Buch wirklich mögen, aber ich konnte es nicht. Die Geschichte hätte so episch werden können und die Ideen dazu waren eigentlich vorhanden, nur die Umsetzung ist einfach katastrophal ausgefallen. Es kommt mir so vor, als wäre die Autorin ihren eigenen Ideen noch nicht gewachsen, als hätte das Buch schnell fertig werden müssen. Natürlich muss ein Debütroman keinesfalls perfekt sein, aber besonders eine unerfahrene Autorin sollte schon irgendwie an die Hand genommen und in die richtige Richtung geführt werden. Hier ist dies offensichtlich nicht geschehen. Fallen Queen weist einfach viel zu viele Ungereimtheiten und sprachliche Mängel auf, zusätzlich zerfließt es geradezu in Clichés. Ich bin wirklich enttäuscht und denke, dass ich die Folgebände wohl nicht lesen werde.

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  • Interessante Story

    Fallen Queen

    libroprincipessa

    07. September 2017 um 16:20

    Meine MeinungErst ein mal muss ich sagen das ich von dem Cover einfach nur verzaubert bin. So ein tolles Cover. Bis jetzr eindeutig mein Lieblingscover. Su nun zum Buch selber.Ich habe mitbekommen das es viele Negative Rezis über dieses Buch gibt und das finde ich eigentlich echt schade. Denn Ana hatte eine geniale Idee und hat diese auch sehr gut umgesetzt. Nerina (die „böse“ Königin) und Eira (das Schneewittchen) sind Schwestern. Nerina ist ein guter Mensch der nach den tot ihrer Eltern die rolle der Königin übernimmt. Sie wird von dem Volk geliebt und Azur könnte sich keine bessere Königin vorstellen. Eira hat sich nach dem Tod der Eltern sehr verändert. Wurde still und hat sich mehr und mehr zurück gezogen. Dies änderte sich jedoch als sie einen Mann getroffen hat und sich halz über Kopf verliebt hat. Dieser Mann 8ein Prinz) will aber Ihre schwester heiraten. Und Eira entpuppt sich als grausamer Mensch. der Hass von Eira so groß das sie Ihre Schwester sogar töten wollte. Durch einen trick ist es Eira gelungen die Königin zum tode zu verurteilen. Nerina wurde aber kurz davor gerettet und befindet sich auf der Flucht. Eira ist nun Königin und stürtzt das Land in den ruin. Nerina will ihren platz als Königin wieder zurück bekommen. Im verwunschenen Wald hat sie anhänger Gefunden und gemeinsam planen sie Eira zu stürtzen. Die Gesichte ist aus der sicht von Nerina erzählt. Man bekommt mit wie die Geschwister als Kinder waren. Die zeit nach dem Tod der Eltern. Wie sie sich Verlieben. Der Verrat und die Flucht. Ich hätte nie gedacht das Schneewittchen so grausam sein kann! Stellenweiße war ich richtig geschockt! Fazit: Für mich war dieses Buch ein super Auftackt zu der Triologie. Jedoch gab es wirklich ein paar stellen die man Ausführlicher hätte erzählen können. Wie zum beispiel die Dreiecks Beziehung Ich freue mich schon auf Band 2 Das Buch bekommt 5 von 5 Kronen

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  • Rot, wie die rote Karte beim Fußball.

    Fallen Queen

    Flidra

    07. September 2017 um 12:38

    Erster Eindruck:Ich habe eine tolle düstere Geschichte erwartet. Mit etwas Liebe, ein bisschen Krieg und fantastische Charaktere. Ein Märchen, welches mir zwar den Schauer über den Rücken jagt, ich es aber nicht aus der Hand legen mag.Fazit:Nun, ehrlich gesagt weiß ich diesmal nicht wie ich anfangen soll. Vielleicht einfach damit, was mir gefallen hat. Diesmal war es leider nicht besonders viel. Wow, wow, wow! Marie Graßhoff hat wieder zugeschlagen und eine Cover-Bombe rausgehauen. Was sagt ihr? Ich liebe dieses Cover ! Ich muss sagen: Märchen sind voll mein Ding! Demnach war Fallen Queen eine Investition, die ich tätigen musste. Besonders die Idee, eine böse Königin, die eigentlich eine gute Königin ist, hat es mir angetan. In eine neue Welt abtauchen und Nerina als gute Königin kennenzulernen war sehr reizvoll. Der Schreibstil ist recht flüssig, man kann recht schnell lesen und versteht auch alles, was man gelesen hat. Leider waren nur diese drei Punkte wirklich positiv, aber fangen wir mal von vorne an, weshalb mich Fallen Queen so gar nicht überzeugen konnte. Zum einen muss man einfach sagen, dass jeder der Charaktere recht platt konzipiert ist. Man liest es in der Ich-Form, was so unvorteilhaft war, weil mir Nerina komplett missfallen hat. Sie war so perfekt, süß und lieb, dass ich sogar Erina besser fand. Nerina, die perfekte Königin, die immer super aussieht und immer alles richtig macht. Sie hat nie Schuld an etwas und ist auch sonst komplett unschuldig. Sorry, aber mich nervt so etwas tierisch. Ein Charakter hat auch schlechte Eigenschaften oder auch etwas böses an sich. Versteht mich nicht falsch, ich liebe Fantasy, aber in diesen Geschichten sollen doch bitte nicht irgendwelche Menschen oder Wesen die Hauptrolle spielen, die durchweg perfekt sind. Tollpatschig alleine reicht mir nicht als schlechte Eigenschaft. Ihr Gegenpart Erina ist einfach nur krank. Klar, Bösewichte müssen böse sein, deshalb gefällt sie mir von allen am besten, gerade weil sie ja auch nicht grundlos so ist, wie sie nun mal ist. Das ein oder andere ist aber durchweg krank. Die Charaktere, die sonst noch vor kommen, sind einfach so platt. Man hat leider kaum Bezug zu ihnen bekommen. Woran das liegt? Das kann ich euch sagen ! Die Charaktere wurden nicht ausreichend beschrieben. Es wirkte alles nacherzählt und es waren kaum Details vorhanden. Es wirkte leider etwas dahingeschrieben. Inhaltlich, wie gesagt, fand ich die Idee einer gefallen Königin recht ansprechend. Leider fehlte mir hier das besondere. Es war viel mehr Fokus auf eine Liebesgeschichte in der Vergangenheit gelegt, als dass man tolle Szenen der Gegenwart geliefert bekommen hat. Dann gab es noch ein Liebesdreieck, was mir persönlich viel zu schnell ging und einfach Klischees erfüllt. Ich mag Romantik und manchmal auch etwas Kitsch, aber das war so gar nicht mein Fall. Im Großen und Ganzen, hatte ich das Gefühl die Autorin hatte eine verdammt gute Idee, aber die Idee als solches war doch etwas zu groß für sie bzw. hätte vielleicht noch das ein oder andere Jahr gebraucht um niedergeschrieben zu werden. Das Potential ist definitiv nicht ausgeschöpft worden, was ich wirklich so schade finde. Das Buch gehört zu einer Trilogie. Teil zwei und drei werden noch geschrieben. Ich werde mir wahrscheinlich nicht mehr die nächsten Print Ausgaben kaufen, weil ich es schade finden würde, dass die Bücher im Regal versauern. Stattdessen, werde ich vielleicht zum EBook greifen. Wem würde ich das Buch empfehlen ? Also ehrlich gesagt, ist es Romantasy- Leser gerichtet. Leider muss ich zugeben, dass mich das Buch nicht überzeugen konnte. Es liegt vielleicht auch am Alter und der Erwartungshaltung. Ich würde das Buch also einem Publikum von 15/16 Jahren vorschlagen. Alles darüber, kommt auf die Art und Weise an, wie man auf Bücher mit Fehlerchen reagiert. Ich hoffe, ihr seid nicht zu enttäuscht. Es kann gut sein, dass es anderen sogar sehr gut gefällt. Mich konnte es einfach nicht überzeugen

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  • Potential, aber leider nichts dahinter...

    Fallen Queen

    Yllin

    07. September 2017 um 12:07

    Fallen Queen - Ein Apfel, rot wie Blut Autor: Ana Woods Genre: Jugendbuch, Fantasy, Märchen Erschienen: 20.06.2017 Seiten: ca. 300 Einband: Taschenbuch / eBook Verlag: Drachenmond Verlag ISBN: 978-3-95991-104-7 Preis: 12,90€ [Taschenbuch] | 3,99€ [eBook]Rating: Abbruch Inhalt "Wenn aus Schwestern Feindinnen werden und Äpfel Königinnen zu Fall bringen.Erst wenn Königin Nerina sich einen Gemahl erwählt hat, darf die Prinzessin des Landes heiraten. Was aber, wenn sie sich in den Mann verliebt, den auch das Herz ihrer Schwester begehrt?Um den Thron betrogen und zum Tode verurteilt flieht Nerina in den Verwunschenen Wald, einen Ort, den viele Menschen betraten, doch niemals mehr verließen." - Quelle: Verlag Cover ♥♥♥♥♥ Ohne Frage, dieses Cover ist eines der schönsten, das ich je gesehen habe. Es ist dunkel, mysteriös und sieht wahnsinnig edel aus. Ich liebe den düsteren Bezug zu Natur und Wald, der bei den Grimmsmärchen ja stets eine große Rolle gespielt hat. Und die schön abgestimmte Schrift mit der Krone über dem Sekundärtitel veredelt das darunter liegende Bild nur noch mehr. Nicht zu vergessen der für Schneewittchen allseits bekannte, blutrote Apfel, dessen Farbe und Taubemalung einfach von Perfektion spricht - ich musste einfach zugreifen! Auch wenn es in diesem Fall bedeutete, dass das schöne Äußere über das gar nicht mal so schöne Innere hinwegtäuschte. Charaktere ♥ Nerina: Hauptperson dieser modernen Neu-Inszenierung der Grimmschen Schneewittchen-Geschichte ist nicht etwa, wie vielleicht erwartet, Schneewittchen selbst, sondern Nerina, die böse Königin, die mithilfe eines vergifteten Apfels ihre Schwester umgebracht haben soll. Zumindest fast. Denn wie wir wissen bedeutet dieser Apfel für Schneewitchen nicht das Ende, für die beiden Schwestern jedoch das Ende einer gemeinsamen Zeit. Nerina war für mich eine der charakterschwächsten Figuren, die ich bislang erleben durfte. Und das, obwohl sie bei ihren seitenweisen Monologen mehr als genug Zeit hat, ihren Charakter in allen möglichen Tiefen auszuleuchten - ihr Charakter bleibt flach und ohne Ecken und Kanten, ohne schlechte Eigenschaften, ohne Eigenheiten. Sie scheint nur ein Mittel zum Zweck - das sind sie schließlich alle, diese Figuren, nur die meisten Autoren schaffen es, aus diesem Werkzeug lebendige Wesen zu machen - und erzählt sogleich zu Beginn der Geschichte ihrer 14-jährigen Schwester relativ detailgetreu und sensationsheischend von dem Gemetzel, bei dem ihre Eltern ums Leben kamen. Ich musste den Abschnitt gleich zwei Mal lesen, ob ich auch wirklich richtig gesehen hatte. Welche große Schwester erzählt ihrer jüngeren, wie das Blut ihrer Eltern den Boden tränkte? Sie selbst scheint dabei alles andere als hart im Nehmen zu sein. Nicht nur versinkt sie eigentlich die meiste Zeit in Selbstmitleid und gibt sich ihren Tränen hin, nein, sie scheint auch von solchem Gutglauben zu sein, dass sie nicht einmal in der Lage ist, den Mord ihrer Eltern aufzuklären oder ein vernünftiges Gespräch mit ihrer Schwester zu führen. Nicht alle Hauptfiguren müssen stark sein. Aber es ist zumindest von Vorteil, wenn sie etwas Tiefe haben. Eira: Schneewittchens Name ist Eira. Sie ist die jüngere Schwester der Königin und trägt seit dem Tod ihrer Eltern eine unbeschreibliche Dunkelheit in ihrem Herzen. Sie verzeiht ihrer Schwester nicht, dass sie nichts tut, um den Mord, der ihr Leben so sehr verändert hat, aufzuklären und ein wenig Gerechtigkeit wirken zu lassen. Insoweit hatte ich Verständnis für das kühle und garstige Verhalten, dass sie Nerina die meiste Zeit entgegenbringt. Später ist es eine jugendliche Liebe, die sie über die Trauer hinwegbringt und ihr neues Leben einhaucht. Doch auch diese Liebe währt nicht lange, sie wird durch Nerina verhindert - und der anfängliche Unmut der kleinen Schwester wird in Hass umgekehrt. Während die Königin die eigentlich Gute der Geschichte ist, verkümmert die jüngere Schwester in ihrem Schatten zu einem nicht ernstzunehmenden und vorallem schwer nachzuvollziehenden Bösewicht. Ich konnte ihren Hass verstehen, doch nicht ihre Absicht, ihre Schwester für das Unglück, das ihr widerfahren ist, mit allem was sie ausmacht vernichten zu wollen. Ihr Wahnsinn kam wie aus dem Nichts und nahm Ausmaße an, die für mich psychologisch unbegründet waren. Des Weiteren bleibt Eira nichts als eine Hülle ihrer Zweckmäßigkeit: Sie hat ebensowenig Ecken und Kanten wie ihre Schwester und wird im Verlauf der Geschichte auch nicht wirklich nahe gebracht. Keine der beiden Figuren bleibt einem besonders lange im Gedächtnis. Schreibstil ♥♥ Es wäre gelogen, wenn ich behauptete, dass Ana Woods kein Talent zum Schreiben habe. Ihr Schreibstil ist märchenhaft, passend zum Genre, und beinahe fehlerfrei zu lesen, bleibt dabei aber genauso flach wie ihre Figuren. Es fehlt definitiv an Dialogen und Charakterinteraktion, viele wesentliche Schlüsselszenen, bei denen mehr Charaktere als die Königin zugegeben waren, werden auf ein paar Sätze runtergekürzt und checklistenartig erwähnt. Ihre aufflammende Liebe zu einem Mann bleibt dadurch ein billiges Detail am Rande, das für den Leser wenig mitreißend ist, obwohl diese Liebe für die Königin eine, wenn nicht sogar die bedeutendste, Handlungsmotivation darstellt. Angst, Zuneigung, Trauer und Glück werden durch den Schreibstil nicht transportiert sondern abgearbeitet und alle damit verbundenen weiteren Emotionen bleiben gekünstelt und in den meisten Fällen irgendwie grundlos. Es werden viele unwichtige Nebencharaktere eingeführt, die letztlich keinen tieferen Sinn für die Geschichte haben und bald darauf auch schon wieder aus dem Namensgedächtnis des Lesers verschwinden. Wo Spannung aufkommen sollte herrscht eine Menge Dramatik aber wenig Gespür für die menschliche Psychologie. Handlung ♥ An dieser Stelle muss ich nochmals betonen, dass ich Fallen Queen nicht bis zum Ende gelesen habe. Somit muss ich meine Einschätzung geben, ohne das Ende des Romans zu kennen. Wie ich eben bereits erwähnte, hatte ich das Gefühl, das viele wesentliche Szenen verkürzt und wie im Schnelldurchlauf abgearbeitet wurden, obwohl sie für die Charakterentwicklung zentral zu sein schienen. Das Kennenlernen ihres Geliebten oder die Versuche, an ihre trauernde Schwester heranzukommen, sollten emotionale Höhepunkte für die Hauptpersonen darstellen und nicht nur nebensächlich am Rande erwähnt werden. Eine spannende Geschichte ist für den Leser nicht spannend, wenn er keine Verbindung mit den Charakteren spürt. Dann könnten wir auch einfach alle billigen Splatter-Horror lesen, bei dem es nur darum geht, wer wann auf welche spektakuläre Weise als nächstes umkommt. Deswegen hat mich die Handlung absolut nicht berührt. Es gibt nicht einmal eine Nebenhandlung oder nette Nebencharaktere, die den fehlenden emotionalen Hook ersetzen könnten. Somit spürt man ganz deutlich, welche Punkte sich die Autorin auf ihrer Handlungsliste bei der Planung ihres Romans notiert hat und diese dann nach und nach abhakt. Sie nimmt sich viel Zeit für die wenig spannende Innensicht der Königin, und überhaupt keine Zeit dafür, die Welt, in der diese Königin lebt, lebendig und anschaulich darzustellen. Man weiß eigentlich gar nichts. Man kennt ein paar Namen der Herzogtümer und ihrer Herrscher, doch diese bleiben unwesentlich und in einem Satz abgearbeitet. Ob es besser wird, weiß ich nicht, denn als mich der erste dramatische Höhepunkt nicht mitreißen konnte, musste ich das Buch weglegen. Gesamtwertung ♥ Da ich das Buch abgebrochen habe - und das ist mir noch nie passiert, denn in den meisten Fällen nehme ich mir vor, das Buch erstmal nur wegzulegen und es später wieder zu versuchen - nehme ich mir heraus, ihm eine Ein-Herz-Bewertung zu geben. Dies ist meine Meinung und sie muss nicht mit der euren übereinstimmen. Denn darüber, dass mich das Buch absolut gar nicht berühre konnte, kann nicht einmal das traumhafte Cover oder der solide Schreibstil hinwegtrösten. Wenig Tiefe, oberflächliche Charaktere, wenig Gespür für Prioritäten und szenisches Schreiben bei der Konzeption des Romans sowie nicht nachvollziehbare Handlungen machten das Lesen für mich eher zu einer Bürde, als dass es mir Spaß machte. Und wenn du dich von den ausladenden Monologen und Selbstmitleidtiraden der Hauptperson nicht länger berieseln lassen kannst, weil du es einfach nicht mehr auszuhalten glaubst, und dich nicht ein einziger weiterer Charakter mehr in der Geschichte hält, dann ist es vielleicht besser aufzugeben. Vielleicht hätte ich gerne erfahren wollen, was aus Nerinas Geliebten geworden ist, hätte ich die Chance gehabt ihn kennenzulernen. Vielleicht hätte ich Eiras tödlichen Hass verstanden, hätte sie die Gelegenheit bekommen, im Text ein psychologisches Profil zu erhalten, statt eine Hülle aus Worten zu bleiben. Aber so blieb mir alles, was mit der Geschichte zu tun hatte, bis zu meinem Absprung traurigerweise äußerst gleichgültig. Vielen Dank an den Drachenmond Verlag für das Rezensionsexemplar! Spannung ♥ Romantik ♥ Humor ♥ Gewalt ♥♥♥ Action ♥ - Eure Bücherfüchsin

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  • Absolute Enttäuschung

    Fallen Queen

    Vivo

    06. September 2017 um 11:48

    Als das Buch im Drachenmondverlag verkündet wurde, war ich dank Cover und Klappentext sofort Feuer und Flamme dafür! Umso größer war die Freude, als ich es nach langer Wartezeit endlich ins Bücherregal stellen durfte und lesen konnte. Leider hat mich dieses Buch maßlos enttäuscht: Zuerst das Positive: Das Cover ist wirklich wunderschön. Der rote Apfel als grundlegender Hinweis für die Schneewittchen - Story ist toll, schade, dass er im ersten Band kaum Beachtung findet und nur kurz beleuchtet wird und eine Rolle spielt. Trotzdem ist das Cover ein absoluter Hingucker und lockt regelrecht, den Klappentext bzw. das Buch zu lesen. Die Storyidee finde ich auch sehr gut. Ich liebe Märchenadaptionen, bei denen der eigentliche Bösewicht im Vordergrund steht und quasi seine Sicht der Dinge erzählt wird. Das hier die kompletten Rollen getauscht werden und Schneewittchen (Eira) eigentlich die böse Königin ist, hat mich sehr zum Lesen des Buches animiert.  Nun zu den für mich negativen Sachen und den Gründen für die 1Stern - Rezi: Die Storyumsetzung ist trotz der guten Idee mehr als lasch. Zum einen ist die Handlung sehr vorhersehbar. Ohne großartig spoilern zu wollen: Es fehlt der Handlung an Schwung und an unvorhergesehenen Wendungen. Gerade im Falle von Märchen könnte man so viel mit Magie und Zauber(gegenständen) arbeiten, diese werden aber nur am Rande bzw. am Ende des Buches eingeführt. Da es aber nur so ein kurzes Erwähnen ist, kommt keine Neugier auf. Die Charaktere und deren Verhalten konnte ich leider kaum nachvollziehen. Die Königin Nerina verhält sich gegenüber ihrer Schwester Eira nicht im Geringsten so, wie man es von einer (großen) Schwester erwarten würde. Bsp: Um ihrer Schwester (die anscheinend schwer deprimiert zu seinen scheint) einen Gefallen zu tun, willigt Nerina ein, sich innerhalb eines Abends (natürlich auf einem Ball) ihren zukünftigen Gemahl und König (!) zu erwählen. Für mich zum Einen eine komische Art um meiner Schwester zu zeigen, dass ich ihre erste Liebe unterstütze, zum Anderen eine sehr fragwürdige Entscheidung einer Königin, die damit nicht nur eine Wahl für sich trifft, sondern auch für ihr ganzes Reich, immerhin bestimmt sie mit ihrem Gemahl auch den neuen König. Leider verhalten sich fast alle Charaktere im Buch meist unlogisch, haben unerklärliche (und nervige) Stimmungsschwankungen und verhalten sich in ihrem Charakter widersprüchlich.  Der Schreibstil war für mich schon nach den ersten Seiten sehr schwierig. Das ganze Buch liest sich eigentlich wie ein Tagebucheintrag einer 15 - Jährigen. Nerina bemitleidet sich in vielen Passagen einfach nur selbst, was für mich als Leser weder zur Spannung beigetragen hat, noch die Figur sympathisch wirken lässt. Für meinen Geschmack gibt es zu viele innere Monologe (#Tagebuch), ich musste mich von Dialog zu Dialog hangeln, um der Handlung etwas an Spannung abzugewinnen.  Die Spannung, wie schon oft erwähnt, kam für mich in diesem Buch absolut zu kurz. Interessant empfand ich die zwei eingestreuten Kapitel aus der Sicht von Eira, davon hätte ich mir durchaus mehr gewünscht, denn im Gegensatz zu ihrer Schwester Nerina strahlt Eira eine gewisse Würde und Selbstsicherheit aus, die man auch in ihrem Handeln wiederfinden konnte. Durch die Vorhersehbarkeit der Story, wurde ich nicht wirklich überrascht. Leider plätschert die Handlung monoton dahin, bis ganz zum Schluss, wo ein Versuch eines Cliffhangers gewagt wird, der gar nicht mal so schlecht ist. Bis dahin war die Geschichte aber einfach nur nett zu lesen, ohne den Geist zu beanspruchen. Zuletzt bin ich doch sehr enttäuscht über die (Druck)-Fehler, welche überall im Buch zu finden sind. Dafür dass der Erscheinungstermin des Buches nach hinten verschoben wurde, um es mit voller Zufriedenheit des Verlags zu veröffentlichen, sind es für meinen Geschmack zu viele Fehler. Generell bin ich es nicht gewohnt, beim Lesen stutzig zu werden, weil sich sinngleiche Wörter direkt hintereinander doppeln oder weil Buchstaben in einem Wort eine unterschiedliche Schriftgröße haben. Natürlich ist niemand perfekt und auch kein Buch ist es, aber am Ende des Buches wird sich bei so vielen Testlesern bedankt...das muss doch irgendwem auffallen? Fazit: Es tut mir wirklich in der Seele weh, dieses Buch schlecht zu bewerten, weil ich mich so darauf gefreut habe und von der Story so begeistert war. Aber die Umsetzung ist meiner Meinung nach nicht gut gelungen. Das ganze Buch wirkt unfertig, als würde der letzte und wichtigste Feinschliff fehlen. Dafür, dass es eine Trilogie werden soll, fehlt es mir an Spannung und an offenen Handlungssträngen, die in den nächsten Bänden verknüpft werden sollen. Von mir leider keine Leseempfehlung und bisher mein persönlicher Flop des Jahres! Sorry! 

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  • Von guten Königinnen und bösen Schneewittchen

    Fallen Queen

    buchlilie

    22. August 2017 um 21:11

    Infos zum Buch Titel: Fallen Queen – Ein Apfel, rot wie Blut Reihe: Fallen Queen, Band 1 der Trilogie Autorin: Ana Woods Verlag: Drachenmond Verlag Umschlagdesign: Marie Graßhoff Genre: Fantasy Erscheinungsdatum: 20. Juni 2017 Seitenanzahl: 246Erhältliche Formate: Softcover (12,90 Euro), E-Book (3,99 Euro) Cover Wow! Da hat Marie wieder einmal ganze Arbeit geleistet. Die Farbkombination aus dunkelrot, schwarz und blau-grau ist einfach absolut passend zum Inhalt gewählt. Der Apfel sticht einem direkt ins Auge und macht Lust, in das Buch einzutauchen, um herauszufinden, was sich zwischen den Buchdeckeln verbirgt. Meine Meinung Die Geschichte von Schneewittchen und den sieben Zwergen fasziniert bereits seit Generationen Leser und Zuschauer. Das zeigen nicht nur die unzähligen Neuauflagen des Märchens, sondern auch die klassischen oder abgewandelten Verfilmungen. Der Stoff von der gutherzigen Schönheit, die um ihr Leben bangend vor der eitlen, bösen Königin fliehen muss, und die trotz ihrer misslichen Lage ein verdientes Happy End erfährt, begeistert Kinder wie Erwachsene gleichermaßen. Umso neugieriger war ich, als der Drachenmond Verlag im Frühjahr ankündigte, eine Märchenadaption der anderen Art zu publizieren, die aus der Feder von Ana Woods stammt. Das Besondere: die Rollen von Schneewittchen und der bösen Königin sind vertauscht! Denn das Schneewittchen in dieser Geschichte ist zwar bildschön, aber alles andere als gut. Die Autorin hat sich aber weitaus mehr einfallen lassen als das, sondern hat der Geschichte eine eigenständige Handlung verliehen. Nerina (die „böse“ Königin) und Eira (das Schneewittchen) sind nämlich Schwestern, behütet aufgewachsen im Königreich Arzu. Nach dem Tod ihrer Eltern tritt die ältere die Regentschaft an und herrscht fortan über das Land. Doch die Beziehung der beiden erfährt mehrere Rückschläge, für die Nerina verzweifelt eine Lösung zu finden versucht. Sie liebt ihre Schwester und sorgt sich sehr um sie. Als sich dann im Zuge der Erzählung herausstellt, dass sich Nerina ausgerechnet mit dem Mann verlobt hat, den auch Eira liebt, wandelt sich die einst reine Geschwisterliebe der jüngeren in puren Hass und Verachtung. Eira stellt ihr eine Falle, sodass Nerina inhaftiert und zu Tode verurteilt wird. Doch es gibt weiterhin Anhänger, die das Gute in ihrer wahren Königin sehen und ihr zur Flucht verhelfen. Das Ziel: der verwunschene Wald, um den sich furchterregende Sagen ranken. Diese Geschichte ist der erste Teil einer Trilogie und hat mir als Auftakt gut gefallen. Sie wird zum Großteil aus der Sicht der älteren Schwester Nerina erzählt, die einem sofort sympathisch ist. Man erfährt, wie sich das Verhältnis der Schwestern in den ersten Jahren nach ihrem Amtsantritt allmählich anspannt, bekommt aber auch Rückblicke in die gemeinsame unbeschwerte Kindheit geboten. Die wachsende Verzweiflung der jungen Herrscherin, sich nicht so um ihre Schwester kümmern zu können, wie sie es sich wünscht, ist für den Leser nachvollziehbar, da Nerina ein sehr herzlicher und gewissenhafter Charakter ist. Eira ist nicht von Anfang an böse; sie entwickelt sich erst mit der Zeit so negativ. Von den Schwestern ist sie wohl die interessantere Figur, weil ihre äußere Schönheit und innere Rachsucht in so scharfem Gegensatz zueinander stehen. Das macht sie auch so gefährlich, weil sie auf andere dadurch unschuldig wirkt. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen, auch wenn mir ihre Entwicklung durch die Zeitsprünge an einigen Stellen etwas zu schnell vonstattengegangen ist. Besonders gefallen hat mir aber, wie die Autorin den boshaften Schein der Königin inszeniert hat. Es sind nur kurze Textpassagen, aber sie vermitteln einen Eindruck darüber, wie Nerina auf Dritte wirken muss, wenn sie vor Wut über die Dreistigkeit ihrer Schwester kurz die Kontrolle verliert. Einfach beeindruckend! Wenn ihr mehr zum weiteren Verlauf der Geschichte erfahren wollt, müsst ihr es allerdings selbst lesen. ;) Fazit Ana Woods hat mit Fallen Queen – Ein Apfel, rot wie Blut einen gelungenen Auftakt und ein beeindruckendes Debüt vorgelegt. Die Handlung bleibt durchweg spannend mit einem düsteren Touch, der genau richtig eingesetzt wird. Das Buch hätte zwar ein paar Seiten mehr haben können, um bestimmte Ereignisse ausführlicher zu beschreiben, aber ich wurde dennoch gut unterhalten. Ich vergebe vier von fünf Sternen.

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  • Plot zu schnell abgearbeitet, Seiten danach falsch genutzt

    Fallen Queen

    lesezeiten

    20. August 2017 um 13:27

    Auf dieses neue Schätzchen aus dem Drachenmondverlag habe ich unglaublich lange hingefiebert. Nachdem es anderthalb Monate später erschien, als ursprünglich geplant, habe ich es Ende Juli sofort zur Hand genommen, denn meine Erwartungen an diese Adaption waren hoch. Mittlerweile kann ich sagen, dass Ana Woods dem Märchen von Schneewittchen durchaus treu geblieben ist, aber ihrer eigenen Geschichte trotzdem die richtige Portion an Unvorhersehbarkeit verliehen hat. Sie greift alle wichtigen Elemente auf - wie z.B. den vergifteten Apfel, die versteckte Hütte im Wald mit ihren sieben sonderbaren Bewohnern oder den Zauberspiegel -, aber bringt sie in einen anderen Zusammenhang, in eine neue Reihenfolge. Besonders der Anfang des Buches ist unheimlich stark. Nerina erzählt in einem unheimlichen Tempo von den Geschehnissen der letzten Jahren und die Atmosphäre im Königspalast hat mir wirklich gefallen. Die erste und größte Wendung hat dann aber schon etwas unauthentisch auf mich gewirkt: Das Volk von Arzu reagiert oberflächlich, naiv und fast schon unlogisch. Jeder vernünftig denkende Mensch hätte das Erlebte hinterfragt und das Spiel, das Eira mit ihrer Schwester spielt, durchschaut. Danach fehlte der Geschichte leider einiges an Spannung. Auf der Flucht führt Nerina einen langweiligen Monolog nach dem anderen und wiederholt ihre körperlichen Zustände andauernd. Als sie dann auf den Jäger trifft, denkt sie über jeden seiner Sätze endlos nach, was zugegebenermaßen ein wenig genervt hat. Mein kleines Fazit ist, dass Ana Woods den große Plot leider viel zu schnell abgearbeitet und die Seiten danach falsch ausgenutzt hat. Da dies der Debütroman der Autorin ist, glaube ich aber fest daran, dass sie sich in den noch folgenden Bänden der "Fallen Queen"-Trilogie wird steigern können. Jetzt ist noch viel Luft nach oben, daher gibt es 3 von 5 Sternen.

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  • Eine spannende Idee mit einigen Schwächen.

    Fallen Queen

    Nadinini

    17. August 2017 um 21:17

    Auf dieses Buch habe ich mich unheimlich gefreut! Es hat nicht nur eine gute Geschichte, sondern auch Magie und Märchen versprochen und genau darauf habe ich gehofft! Letztendlich hat es zumindest einen Teil meiner Erwartungen erfüllt. Was ich sehr gut fand war die veränderte Story, denn die Autorin hat aus einer Stiefmutter eine Schwester gemacht und das Ganze allein dadurch in ein völlig anderes Licht gestellt. Auch die sieben Zwerge wurden auf gewisse Art und Weise mit eingebracht, wobei sie dennoch komplett neu sind und letztendlich wurden oftmals Elemente eingefügt, die man auf ganz anderes Weise im klassischen Märchen findet. Selbst der Spiegel und der Apfel wurden mit eingebracht, allerdings bekommt die Geschichte durch die Liebesgeschichten, die Geschichte der sieben Königreiche und die aufbrausenden Gefühle einen völlig neuen Glanz. Die Protagonistin Nerina mochte ich unheimlich gern. Sie war von Anfang an eine gütige und gerechte Königin und ist auch in den schlimmsten Momenten voller Liebe zu ihrem Volk gewesen. Die Entwicklung, die sie in der Geschichte durchmacht empfand ich als absolut gelungen und letztendlich ist sie definitiv stärker, wird aber auch ständig vor neue Herausforderungen gestellt! Ihre Schwester Eira war das komplette Gegenteil von ihr. Leider ist sie mit dem Tod der Eltern ganz anders umgegangen und ich denke nach dem Ende dieses Buches kann man sich denken, wieso sie in der Einsamkeit ihres Zimmers so geworden ist. Sie möchte Nerina nur das Schlechteste bringen, weil sie sich von ihr verraten fühlt und nicht versteht, dass ihre Schwester zum Wohle aller anderen handelt. Doch gerade diese Boshaftigkeit macht die Geschichte spannend. Andere Charaktere, wie die Hauptmänner mochte ich meistens sehr gern. Vor allem das Königspaar und auch die Eltern von Jalmari waren unheimlich toll und liebevoll dargestellt. Und natürlich darf man Jalmari nicht vergessen, der in dieser Geschichte eine wichtige Rolle spielt und das Fass zum Überlaufen bringt. Auch ihn mochte ich sehr gern und fand es schade, wie es sich letztendlich entwickelt hat. Weitere Charaktere, wie den Jäger Tero, sowie Laresa, Asante, Kasim, Eggi, Ode, Valeria und Desya schließt man schnell ins Herz und sie begleiten sowohl den Leser als auch Nerina auf der langen Reise. Für mich waren vor allem diese Charaktere, sowie die magischen Aspekte ein Erfolg! Gerade der verwunschene Wald war für mich ein Highlight, weil er in unterschiedliche Gebiete aufgeteilt wurde und somit auch Feen ins Spiel kamen. Auch die Idee mit dem Spiegel war sehr gut und letztendlich bin ich gespannt was daraus noch werden wird. Denn leider muss das, was ich als Highlight des Buches erwartet habe - nämlich den großen Kampf und den Besuch bei den Feen - noch warten, auch wenn ich erwartet habe einen Einzelband zu bekommen. Fazit: Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen und ich bin vor allem von dem verwunschenen Wald, den Spiegeln und den Feen begeistert gewesen! Die Charaktere waren ebenfalls gut ausgearbeitet und vor allem Nerina, Tero und Eira haben an Tiefe gewinnen und den Leser neugierig auf mehr machen können. Dennoch muss ich leider zugeben, dass mich der Schreibstil der Autorin nicht gänzlich überzeugen konnte, weil ich das Gefühl hatte, nicht wirklich in die Geschichte reinzukommen und die Charaktere somit lediglich oberflächlich betrachten zu können, bzw. einfach nicht richtig warm mit ihnen zu werden. Sie waren nicht greifbar für mich und das war unglaublich schade. Der Grund dafür könnte tatsächlich sein, dass es nach wie vor eher im Märchen-Stil geschrieben war. Doch abgesehen davon war die Idee der Autorin unglaublich gut und ich werde den zweiten Band mit großer Wahrscheinlichkeit ebenfalls lesen, weil dieser Band mit einem Cliffhanger endet und ich sehr gespannt bin, wie sich die Dunkelheit von Eira auf die anderen Charaktere auswirken wird und wie die Liebesgeschichte sich entwickeln würde. Von mir gibt es diesmal noch gute 3,5 Federn und Vorfreude auf Band 2

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  • Leider nicht so gut wie erwartet :(

    Fallen Queen

    Buecherwunderland

    16. August 2017 um 18:18

    2 - 2.5 Sterne Vorneweg:Nachdem ich das Cover gesehen und den Klappentext gelesen hatte, musste ich dieses Buch unbedingt haben. Meine Meinung:Dieses Cover ist wunderschön!!! Und damit ist es leider auch das Einzige was mich an diesem Buch begeistern konnte. Wie man ja bereits dem Klappentext entnehmen kann, wird Königin Nerina zu Unrecht zu Tode verurteilt. Kurz vor ihrer Hinrichtung gelingt ihr die Flucht und sie flieht in den Wald. Währenddessen reißt ihre kleine Schwester Eira die Krone an sich und treibt das Königreich nach und nach ins Verderben. Nach dem Klappentext hatte ich ehrlich gesagt eine spannende Geschichte, volle starker Charaktere und Magie erwartet. Spannende Geschichte? Leider nicht :(. Für mich war die Handlung zu keinem Zeitpunkt spannend, sie plätschert eher so dahin. Außerdem gibt es keinerlei Überraschungen, sondern es ist absolut vorhersehbar und dadurch auch ziemlich langweilig.  Mit den Charakteren konnte ich gar nichts anfangen. Königin Nerina kam mir meistens wie ein weinerliches Prinzesschen vor :(. Erst später zeigt sie hin und wieder ein bisschen Stärke, aber für eine Königin die ihr Königreich retten möchte,  leider nicht genug. Tero - der Jäger - ist herablassend und arrogant. Manchmal zeigt er zwar andere Seiten von sich, aber er war mir einfach nicht sympathisch. Eira ist... Wahnsinnig? Aber damit noch der interessanteste Charakter der Geschichte. Der Schreibstil der Autorin ist zwar flüssig, aber mitreißen konnte er mich nicht. Trotzdem hat sich die Geschichte schnell lesen lassen, aber die Fortsetzung werde ich wohl nicht mehr lesen. Schade, ich hatte mich so auf dieses Buch gefreut. Fazit:Für mich leider eine eher langweilige Geschichte mit nervigen Charakteren, die mich nicht begeistern konnte. Schade :(. 

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  • Viel Luft nach Oben

    Fallen Queen

    Sillest

    12. August 2017 um 18:33

    Nach einem soliden Start wird alles sehr flott und schnell erzählt und oftmals die Geschehnisse nur angeschnitten. Da hätte man mit ein paar mehr Seiten noch mehr Tiefe hinein bringen können. So konnte ich leider nicht so ganz in die Gefühlslage der Charaktere einsteigen.Es vergeht im Laufe der Geschichte viel Zeit, in der nicht viel passiert bzw auch hin und wieder mal, wo Dinge übersprungen werden, die für mich persönlich eigentlich in der Handlung wichtig gewesen wären. Hin und wieder wird mal die Gefühlswelt angeschnitten, bis hin zu dem Punkt, den jeder aus Schneewittchen kennt: der vergiftete Apfel kommt ins Spiel. Und das sogar relativ am Anfang.Ab da geht es endlich zur Sache. Man kann in die Gedankenwelt von Nerina, der guten Königin, eindringen und ihre Gefühle aufnehmen.Mit dem klassischen Märchen im Hinterkopf, habe ich vereinzelt kleine Anlehnungen erkennen können, die mich hin und wieder mal begeistern konnten. Denn diese wurden meiner Meinung nach gekonnt in die Geschichte mit eingebaut.Nerina ist wirklich ein gutmütiger Mensch und bemüht sich immer darum, ihrer Aufgabe als Königin gerecht zu werden. Leider geht dabei die Beziehung zu ihrer Schwester immer mehr unter, bis diese immer mehr in die Einsamkeit abdriftet und ihren Hass auf ihre Schwester schüren kann. Erinas Hass treibt sie zu äußerst furchtbaren Mitteln und so landet Nerina bald in Gefangenschaft und wartet auf ihren von Erina bestimmten Tod.Der Jäger nimmt sich irgendwann die Rettung von Nerina an und unterstützt sie, wo er nur kann. Hinter seiner Fassade scheint sich jedoch von Anfang an mehr zu verstecken. Seine schroffe Art ist für mich manches mal unverständlich.Alles in allem hat Fallen Queen hier einen guten Start hingelegt. Für den zweiten Band wünsche ich mir dennoch mehr Tiefe, um richtig in der Gefühls- und Gedankenwelt der Figuren eintauchen zu können und eine noch besser verteilte Spannungskurve. Auch der Schreibstil hätte meinetwegen ruhig mehr in eine für Märchen typischen Form sein können.Dennoch hat mich das Buch gut unterhalten. Die Idee fand ich gut, es gab lustige, traurige und erschreckende Momente, auch die Umschreibung der Schauplätze und diverser Szenen waren wirklich detailliert beschrieben, sodass ich hier solide 4 Sterne und meine Empfehlung geben kann.

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  • märchenhaft, düster ( vorsicht, könnte Spoiler enthalten)

    Fallen Queen

    evermore1993

    12. August 2017 um 00:41

    ***REZENSION*** Fallen Queen - Ein Apfel rot wie Blut Autor: Ana Woods Seitenzahl: 300 Verlag: Drachenmondverlag  Erscheinungsdatum: 20. Juni 2017 *Inhalt* Wenn aus Schwestern Feindinnen werden und Äpfel Königinnen zu Fall bringen. Erst wenn Königin Nerina sich einen Gemahl erwählt hat, darf die Prinzessin des Landes heiraten. Was aber, wenn sie sich in den Mann verliebt, den auch das Herz ihrer Schwester begehrt?  Um den Thron betrogen und zum Tode verurteilt flieht Nerina in den Verwunschenen Wald , einen Ort, den viele Menschen betraten, doch niemals mehr verließen. 🍎🍎🍎🍎🍎🍎🍎 *Cover* Das Cover zeigt einen Roten Apfel umgeben von einem eher düsteren Hintergrund, der an einen Wald erinnert. Ich finde das Cover lässt einen sofort in die bevorstehende Märchenwelt eintauchen. Auch wenn nicht viele Farben verwendet wurden und es eher düster wirkt, finde ich dieses Cover fantastisch. Der rote Apfel zieht einen sofort in seinen Bann und man möchte mehr erfahren. Das Märchen mit dem Apfel, ist wie wir alle wissen Schneewittchen. Doch steckt hinter diesem zauberhaften Cover wirklich eine klassische Schneewittchenadaption ??? *Meinung* Von der ersten Seite an hat mich die Geschichte in ihren Bann gezogen. Ana hat einen sehr bildlichen und fließenden Schreibstil, der zum Kopfkino einlädt. Eher grausame Stellen werden nicht verschönt, so behält die Geschichte ein bisschen von der Düsternis des Covers. Die Einführung in das Buch ist sogesehen eine kleine Vorgeschichte, in der der Leser erfährt, was den Schwestern und ihrer Familie passiert ist. Nerina ist die ältere der beiden Schwestern und muss nach dem Tod ihrer Eltern große Verantwortung übernehmen. Sie muss jetzt ein Königreich regieren. Nerina ist eine sehr willensstarke , aber zu Anfang auch sehr gutgläubige Person. Sie tut alles damit es ihrer kleinen Schwester Eira an nichts fehlt. Nerina erlaubt Eira in Begleitung einer Freundin, den Palast zu verlassen und ihr Leben ein bisschen auszukosten. Sie wollte nicht das Eira genauso schnell erwachsen werden muss, wie sie es musste. Damit Eira ihre große Liebe heiraten kann, sucht Nerina sich auf einem Ball einen Gemahl. Doch als Eira herausfindet, das ihr Geliebter der selbe Prinz ist, den ihre Schwester heiraten will, zeigt sie ihr wahres Ich. Eira ist die kleine Schwester der Königin und hat leider viel zu früh ihre Eltern verloren. Doch anstatt zu ihrer Schwester zu stehen, macht sie ihr das Leben zur Hölle. An Nerinas Geburtstag bringt sie das Fass zum überlaufen und stürzt ihre Schwester vom Thron und verurteilt sie zum Tode. Nerina kann mit Hilfe ihrer fast Schwiegereltern aus dem Kerker fliehen. Auf ihrer Flucht begegnet sie Tero, der ihr mehr als einmal das Leben rettet. Tero ist ein Jäger und wurde eigentlich von Eira beauftragt Nerina zu töten. Das bringt er jedoch nicht übers Herz. Tero ist anfangs ein sehr unangenehmer Zeitgenosse. Er hat immer schlechte Laune und ist sehr griesgrämig. Trotzdem glaubt er an Nerina und ihr Ziel. Zeitweise erhalten wir Einsicht in Nerinas Gedanken und Erinnerungen. In diesen Erinnerungen ist Eira kein Biest, sondern die kleine liebe Schwester. Zeitweise erinnert sie sich auch an die Zeit mit ihrem Prinzen zurück. So wird man immer wieder in die Gefühlswelt von Nerina geschmissen. Als Nerina erfährt, was Eira aus ihrem Königreich gemacht hat, schwört sie Rache. Mit der Hilfe von den „ sieben Zwergen“ … ok, es sind keine Zwerge, aber die lustige Truppe aus sieben Männern und Frauen, erinnert mich sehr an die Sieben Zwerge… trainiert sie um ihre Schwester vom Thron zu stürzen. Doch was führt die biestige Eira wirklich im Schilde ? Durch Einblick in die Geschichte aus Erics Sicht, erfährt man ein wenig von ihren Grausamkeiten. Leider lassen diese Abschnitte, aber auch viele Fragen offen. Die Geschichte verliert nie an Spannung, am Liebsten hätte ich sie in einem durch gelesen. Es hört nie auf spannen zu werden. Die Charaktere sind sehr bildlich und liebevoll beschrieben. Jede Handlung ist gut durchdacht und fügt sich perfekt in die Geschichte ein. Die Mythen und Sagen um den Wald, geben der Geschichte noch etwas geheimnisvolles. Die Geschichte endet eigentlich an einer sinnvollen Stelle für einen Mehrteiler. Aber es bleiben so viele Fragen offen. : / Was hat Eira so böse gemacht? Was führt Eira im Schilde ? Was zeigt der Spiegel ? Schafft Nerina es ihren Thron zurück zu bekommen? *Fazit* Die Kurzgeschichte aus „Wenn Drachen fliegen“ hat mich dazu gebracht, mir Fallen Queen zukaufen. Und es war die richtige Endscheidung. Eine sehr schöne, zauberhafte, gefühlsvolle Märchenadaption die nach mehr verlangt. Grausame Szenen werden nicht verschönt, sondern es wird Klartext gesprochen, das hat auch mich manchmal schlucken lassen. Ich habe diese Geschichte förmlich verschlungen und freu mich auf den nächsten Teil. Ich kann das Buch jedem Empfehlen, der gerne Düster und gleichzeitig traumhafte Märchenadaptionen liest.

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  • "Wenn aus Schwestern Feindinnen werden und Äpfel Königinnen zu Fall bringen."

    Fallen Queen

    Rajet

    08. August 2017 um 09:27

    Eine etwas andere Adaption des Märchen Schneewittchen das die meisten von uns schon als Kinder vorgelesen bekommen haben.Im Original der Brüder Grimm ist die Stiefmutter die böse, die eifersüchtig auf Schneewittchen ist.In dieser düsteren und spannenden Adaption geht es um die Geschwister Nerina und Eira, wobei Eira den Part der Schwiegermutter übernimmt.Zum Inhalt (nicht mehr verraten, gespoilert als Amazon):Eira hat sich inkognito in einen jungen Mann verliebt. Als ihre Schwester Nerina einen Ball gibt um einen jungen Mann kennenzulernen, damit sich auch ihre Schwester vermählen kann, geschieht das Unglück. Die Königin verliebt sich in denselben jungen Mann.Aus Schwesterliebe wird Hass bis aufs Blut. Eira betrügt ihre Schwester (Apfel) und nimmt ihr den Thron und den Bräutigam, verurteilt sie zum Tod. Nerina flieht in den Verwunschenen Wald, einen Ort, den viele Menschen betraten, doch niemals mehr verließen.Wie wird es weitergehen? Was ist mit dem jungen Mann?Eine wohl märchenhafte, brutale, düstere und spannende Version des Märchens. Ich finde es gelungen anderen vielleicht nicht.Es gibt auch Szenen die nicht unbedingt für zarte Gemüter geeignet sind. Aber auch die Original Märchen sind oft brutal.Wie immer bei den Büchern aus dem Drachenmond Verlag mit einem sehr schön und liebevoll gestaltetem Cover passend zum Buch.Allerdings hat das Märchenbuch kein richtiges Ende (egal ob gut oder böse) und schreit geradezu nach einer Fortsetzung.

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