Anat Talshir

 4 Sterne bei 28 Bewertungen

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Über uns die Nacht

Über uns die Nacht

 (28)
Erschienen am 08.12.2014

Neue Rezensionen zu Anat Talshir

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Rezension zu "Über uns die Nacht" von Anat Talshir

Das Buch hat mich gefesselt
lielo99vor 2 Monaten

Jahrzehntelang lebten Juden und Araber friedlich nebeneinander. Nur eins durften sie nicht. Sie sollten sich nicht ineinander verlieben oder, was ganz abwegig war, eine Verbindung (Ehe) eingehen. Doch, was kann ein Mensch gegen seine ehrlichen Gefühle tun? Nichts! Lila und Elias begegnen sich und verlieben sich. Nur wenige Stunden nach ihrem Zusammentreffen flammt die blutige Schlacht zwischen Juden und Muslimen auf und sie werden radikal getrennt. 
Es ist kaum zu glauben, aber in dem Buch wird es beschrieben: Nach Jahren der Trennung ist die Liebe zueinander nicht erloschen. Sie lebt noch immer und nur das hilft den Liebenden beim Überleben.
Das Buch gefiel mir, weil es zwar die damalige Situation recht drastisch schildert, aber keineswegs den Finger hebt. Die Autorin vermeidet es, Schuldige zu finden und nur die eine Seite als unschuldig an der Misere anzusehen. 

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Rezension zu "Über uns die Nacht" von Anat Talshir

Für mich ein Monatshighlight !!!!
engineerwifevor 2 Jahren

Ohne eine Spur von Kitsch erzählt die Autorin Anat Talshir die Geschichte von Lila und Elias, zwei Menschen, die sich zur falschen Zeit am falschen Ort getroffen haben. Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen, der Gegenwart und der Zeit ab 1948, die sich über mehr als 20 Jahre erstreckt. Der Leser erfährt von der Entwicklung Israels, der Trennung der Stadt Jerusalem und den immer wieder auflodernden blutigen Kämpfen und Kriegen. Nebenher zieht sich die zarte Liebesgeschichte einer Jüdin und einem Araber durch das Buch wie ein roter Faden.

Ich selbst hatte vor einigen Jahren das Privileg, die Stadt Jerusalem besuchen zu dürfen und sie mit einem wunderbaren Reiseführer, dessen deutsche Eltern selbst während des zweiten Weltkriegs nach Israel ausgewandert waren, zu erkunden und zu erleben. Über der Stadt liegt einfach eine unbeschreibliche Atmosphäre, geprägt durch die vielen verschiedenen Religionen und Kulturen. Ob mir ein weiterer Besuch vergönnt sein wird, steht ja leider bei der heiklen politischen Situation in den Sternen. Umso mehr habe ich mich gefreut, noch einmal mit Anat Talshir auf Entdeckungsreise gehen zu dürfen. Jedem, der sich für die Geschichte Israels, insbesondere Jerusalem interessiert, lege ich diesen wunderbaren Roman ans Herz.

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Rezension zu "Über uns die Nacht" von Anat Talshir

Konnte mich leider nicht überzeugen
Betsyvor 3 Jahren

Die Jüdin Lila begegnet dem arabischen Teehändler Elias zum ersten Mal am Vorabend der israelischen Staatsgründung in Jerusalem. Es ist der Beginn einer tiefen Liebe, die geheim bleiben muss. Als Krieg ausbricht, wird die Stadt durch eine Mauer geteilt, die die beiden fortan unüberwindbar voneinander trennt. Neunzehn Jahre wird es dauern, bis es wieder Hoffnung für Lila und Elias gibt. Doch kann ihre Liebe den Hass der beiden verfeindeten Kulturen, die Jahre der Trennung und der Sehnsucht überstehen?

Ich muss gestehen, ich habe mir eine wirklich emotionale und auch dramatische Geschichte erwartet und wurde leider etwas enttäuscht. Durch den Stil der Autorin, welche die ganze Geschichte zwischen Elisa und Lila fast nur aus deren getrennten Gedanken erzählt, mit sehr sehr wenig Kommunikation zwischen den Beiden selbst, fehlte mir einfach etwas. Auch der teilweise sprunghafte Wechsel zwischen den Erzählperspektiven und Zeiten war nicht so mein Fall. Natürlich bekommt der Leser damit einen guten Einblick in die Gefühlswelt der Protagonisten, aber die zwei als Paar wurden für mich einfach nicht wirklich greifbar.

Die Handlung spielt abwechselnd im Jahre 2006, wo der 86jährige Elias im Krankenhaus liegt und Besuch von einer Freundin namens Nomi bekommt, die als Kind ihren Teil zur Geschichte von ihm und Lila beitrug und schwenkt dann immer wieder in die Zeit von damals als die beiden sich kennenlernten, trennten und schließlich wieder fanden.
Da ab der Hälfte immer mehr der Fokus auf Nomi und ihre Verbindung zu Lila gelegt wurde und die Liebesgeschichte von Elias und Lila immer mehr zur Randgeschichte wurde, musste ich mich teilweise auch wirklich zwingen weiterzulesen.

Fazit: Bei so einer Geschichte erwarte ich mir einfach gefühlsmäßig berührt zu werden, was hier leider nicht der Fall war. Zwar gab es einige wirklich schöne Stellen, aber mich konnte die Handlung einfach nicht emotional gefangen nehmen, was zum Teil wohl auch am Schreibstil lag, aber auch an den Figuren selbst. Das Ende der Geschichte war dann für mich so ganz anders als erwartet und auch etwas plötzlich. Alles in allem hat mir hier einfach das gewisse "Etwas" gefehlt.

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Gespräche aus der Community

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Liebe LB-Leser und alle, die sich für eine israelisch-palästinensische Liebesgeschichte

in Jerusalem von 1947-2006 interessieren:

 

Ihre Hoffnung überwindet alle Grenzen - die zutiefst berührende und hoffnungsvolle

Geschichte einer Liebe in Jerusalem von der preisgekrönten Journalistin Anat Talshir

1947: Die junge Jüdin Lila und der Teehändler Elias Riani, ein christlicher Araber mit Jahrhunderte alten, palästinensischen Wurzeln, verlieben sich kurz vor der israelischen Staatsgründung ineinander. Während weniger Monate können sie ihre Liebe genießen, dann werden sie von den politischen Ereignissen auseinandergerissen: Mitten in Jerusalem wird eine Mauer errichtet. 19 Jahre lang hören die Liebenden nichts voneinander. Erst der Sechstagekrieg im Jahr 1967 macht den Weg für einen möglichen Neubeginn frei. Doch als sie endlich Kontakt aufnehmen können, erlebt Lila eine tiefe Enttäuschung: Elias ist mittlerweile verheiratet.

2006: Auf einer zweiten Erzählebene berichtet der alt gewordene Elias von dieser wunderbaren Liebesgeschichte, die so viele Jahrzehnte spannungs- und leidvoller israelisch-palästinensischer Zeitgeschichte umfasst.

Anat Talshir erzählt in ihrem Debütroman von einer großen, Grenzen überwindenden Liebe in Jerusalem: Wie die beiden Königskinder, die nicht zusammenkommen können, leben die Liebenden nicht weit voneinander entfernt, aber zwischen ihnen befindet sich die Mauer, die von 1948 bis 1967 Ost- und Westjerusalem voneinander trennte. Gegen alle Widerstände versuchen Lila und Elias zueinander zu kommen, und es erscheint wie ein Wunder, dass die beiden nicht aufhören, an ein friedliches Zusammenleben zu glauben.

Hier gibt es auch eine Leseprobe

Wenn Ihr diesen außergewöhnlichen Roman, der gerade diese Woche erscheint, gewinnen möchtet, dann bewerbt Euch hier bis einschließlich den 16.12.2014  für eines der zehn Leseexemplare (entspricht nicht ganz der Ausstattung eines fertigen Buchexemplars).

Wer die Autorin treffen möchte: Auf der Leipziger Buchmesse (12.-15. März 2015)

wird Anat Talshir ihren Roman vorstellen.

 Euer Diana Team.

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