Anders Roslund

 3.6 Sterne bei 236 Bewertungen
Autor von Die Bestie, Blasse Engel und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Anders Roslund

Eine lohnenswerte Zusammenarbeit: Der Journalist und Schriftsteller Anders Roslund ist 1961 in Jönköping, Schweden geboren und gilt als einer der bekanntesten skandinavischen Krimiautoren seiner Generation. In Zusammenarbeit mit Börge Hellström und Stefan Thunberg hat er bereits mehrere Romane verfasst, die allesamt sehr erfolgreich waren. Auch für seine veröffentlichten investigativen Reportagen wurde Roslund bereits mehrfach ausgezeichnet, beispielsweise wurde ihm der Journalistenpreis der schwedischen Gewerkschaften für ingestigativen Journalismus verliehen. Angefangen hat Roslund ursprünglich als Redakteur und Produzent beim schwedischen Fernsehen. Heute ist er auch als Schriftsteller weltweit bekannt: Zu seinen beliebtesten Büchern zählt beispielsweise „Drei Sekunden“ von 2011, das mit dem Schwedischen Krimipreis und dem CWA International Dagger ausgezeichnet wurde. Die Bücher, die Roslund gemeinsam mit seinem Kollegen Stefan Thunberg seit 2014 veröffentlicht, erscheinen in Deutschland unter dem Pseudonym Anton Svensson, in Schweden jedoch unter den richtigen Namen der Autoren.

Neue Bücher

Geburtstagskind

Erscheint am 03.08.2020 als Taschenbuch bei Ullstein Paperback.

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Cover des Buches Die Bestie9783596510887

Die Bestie

 (92)
Erschienen am 03.09.2009
Cover des Buches Blasse Engel9783596165674

Blasse Engel

 (64)
Erschienen am 01.05.2007
Cover des Buches Todesfalle9783596176427

Todesfalle

 (21)
Erschienen am 08.04.2008
Cover des Buches Made in Sweden9783442314034

Made in Sweden

 (12)
Erschienen am 17.08.2015
Cover des Buches Blinder Glanz9783596176434

Blinder Glanz

 (13)
Erschienen am 07.05.2009
Cover des Buches Drei Sekunden9783734106699

Drei Sekunden

 (14)
Erschienen am 20.08.2018
Cover des Buches Drei Minuten9783734106705

Drei Minuten

 (7)
Erschienen am 15.10.2018
Cover des Buches Drei Stunden: Thriller (Piet Hoffmann 3)B07C3W4SKB

Drei Stunden: Thriller (Piet Hoffmann 3)

 (4)
Erschienen am 21.01.2019

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Neue Rezensionen zu Anders Roslund

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Rezension zu "Drei Minuten: Piet Hoffmann 2" von Anders Roslund

Die Sache mit dem Vertrauen!
Lennyvor 2 Monaten

Der Oberhammer! Am liebsten würde ich die ganzen Dinge benennen, die mich komplett sprachlos gemacht haben, doch das würde zuviel verraten. Nur so viel: korupt, korupter am koruptesten! Und vertraue niemandem! 

Das man Kinder zum Morden einsetzt, das war auch total grausam! Und wie die das einfach machen! Und stolz darauf sind! Aber in diesem Hörbuch gibt es noch ganz andere Dinge, die unfassbar sind! 

Eine unbedingte Hörempfehlung! 

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Rezension zu "Blinder Glanz" von Anders Roslund

Ein lesenswerter Kriminalroman, der die dunklen Seiten Schwedens zeigt
Kriminevor einem Jahr

Zweiunddreißig unerledigte Fälle sind es, die Hauptkommissar Ewert Grens den Schlaf rauben. Ordentlich gestapelt, in Mappen verpackt, liegen sie auf seinem Schreibtisch und nehmen ihm die Sicht. Aber nicht nur sie nehmen einen großen Platz ein im Leben des oftmals mürrischen Hauptkommissars ein. Auch seine Frau Anni, die seit sechsundzwanzig Jahren in einer Art Wachkoma lebt und das, weil er ihr über den Kopf gefahren ist, beansprucht seine Zeit. Doch zunächst einmal wird Ewert Grens zu einer Leiche gerufen, die der Hausmeister des St.-Görans-Krankenhauses im Keller gefunden hat. Schlimm sieht sie aus, die tote Frau, mit fehlenden Stücken im Gesicht und auch ihre Brust und ihr Bauch sind durch eine Unmenge von Messerstichen zerfetzt. Siebenundvierzig Mal hat der Mörder auf sie eingestochen. Danach waren die Ratten an ihr dran, bevor sie, von wem auch immer, aus dem unterirdischen Tunnelsystem Stockholms in den Keller des Krankenhauses gebracht worden ist.

In derselben Nacht werden dreiundvierzig zugedröhnte rumänische Kinder mitten in der Stadt abgeladen. Kinder, die alle gleich gekleidet sind, braune Plastiktaschen haben und nicht wissen, wo sie sind. Auch diesen Anruf nimmt Ewert Grens entgegen und hat nun vierunddreißig Fälle, die ungelöst auf seinem Schreibstich liegen. Wie soll man da nicht ins Zweifeln kommen, an einer Gesellschaft, die ihrer Verantwortung nicht nachkommen will.
 
Das schwedische Autorenduo Anders Roslund und Börge Hellström haben mit ihrem vierten Roman „Blinder Glanz“ erneut ein Statement geliefert, in dem sie die tiefsten Abgründe einer Gesellschaft anprangern, in der sie leben und die Hoffnung haben, ihre Leser zum Nachdenken zu bringen. Denn schon allein der Fakt, dass Kinder wie Abfall in europäischen Städten abgeladen werden, ist ungeheuerlich. Straßenkinder, die niemand braucht, die man loswerden will, so beschreiben die Autoren die Situation. Und warum leben Menschen in unterirdischen Tunnelsystemen, dort wo Ratten und Krankheiten angesiedelt sind oder werden aus Kliniken geworfen, weil sie obdach- und mittellos sind? Fragen, die aufgeworfen werden und für die es keine Antworten gibt.

Mit einem Schreibstil, der durch viele Aufzählungen etwas holprig erscheint, schildern die Autoren gekonnt die Zustände, die insbesondere in Stockholm aber auch in anderen europäischen Großstädten an der Tagesordnung sind. Doch hat man sich erst einmal eingelesen und Aneinanderreihung der sehr bildhaft geschilderten Geschehnisse und Orte akzeptiert, wird der Vorteil klar, der in dieser Art der Darstellung liegt. Denn durch sie wird der Leser mitten ins Geschehen hinein katapultiert und sieht förmlich vor sich, was alles im Argen liegt.

Gekonnt eingefügt in das düstere Geschehen ist Hauptkommissar Ewert Grens, der, gespickt mit menschlichen Schwächen, vielschichtig und realistisch in Erscheinung tritt. Und trotz einiger Übertreibungen, wie zum Beispiel dem Fakt, dass er schon zwei Nächte am Stück nicht schläft und weiterhin voll im Einsatz ist, fiebert der Leser mit ihm mit, ermittelt in den Katakomben von Stockholm oder besucht seine Frau Anni am Krankenbett. Eine Figur, die polarisiert und schlicht und einfach alle anderen Beteiligten in den Schatten stellt. So wurden alle weiteren Charaktere anspruchslos und eindimensional dargestellt und treten nur ins Geschehen, wenn man sie braucht. Eine bewusste Entscheidung der Autoren, denen es dadurch gelingt, das Augenmerk der Leser auf die Zustände in Schweden zu lenken, die einfach nicht tragbar sind.

Fazit:
„Blinder Glanz“ ist ein typisch schwedischer Kriminalroman, der sich düster und depressiv präsentiert und vor allem die dunklen Seiten Schwedens zeigt. Trotzdem ist er aber auch lesenswert und das vor allem für Krimiliebhaber, die sich auch mal mit ernsteren Themen auseinandersetzen wollen.

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Rezension zu "Drei Stunden: Piet Hoffmann 3" von Anders Roslund

Menschenhandel
MichaelSterzikvor einem Jahr

Im Jahre 2015 wurden die Grenzen für die vielen Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan, Afrika etc. geöffnet. Eine polarisierende Stimmung breitete sich aus – nicht nur in Europa, nicht nur in Deutschland. Für die Flüchtlinge, die aus verwüsteten Bürgerkriegsregionen sind Länder wie Deutschland und Schweden paradiesisch. Doch der Weg ins „Paradies“, übers Mittelmeer ist lebensgefährlich und für viele die letzte Hoffnung auf (Über)Leben. In unserer Komfortzone können wir uns die Schrecken nicht ausmalen, wollen wir auch nicht – denn im Gegensatz zu diesem Menschen, haben wir Not, Elend, Folter, Mord und Gewalt persönlich höchstwahrscheinlich niemals erlebt. Hinzu kommt noch, dass viele Menschen für diese Höllenfahrt nicht nur Familie, Freunde und ihre Heimat hinter sich gelassen haben, sondern auch ihr allerletztes Geld. Sie gaben alles auf – Besitz, finanzielle Rücklagen und Ersparnisse, Schmuck und Immobilien für den Wunsch, sich und ihren Kindern ein Leben fernab von Krieg, Not und Elend zu bieten!?

Im dritten und letzten Band: „3 Stunden“ – der Piet-Hoffmann-Trilogie greifen die beiden Autoren Roslund und Hellström dieses brisante Thema in ihrem neuesten Thriller auf.

In einem Stockholmer Krankenhaus wurde eine Leiche in die Obduktion eingeschleust – niemand weiß, wer der Tote ist. Als plötzlich weitere Leichen am selben Ort gefunden werden, ahnt Kommissar Ewert Grens: Jemand versucht elegant seine Spuren zu verwischen. Die Fährte führt zu einem Massengrab, wo außerdem ein Handy auftaucht, auf dem Fingerabdrücke gesichert werden: die des Doppelagenten Piet Hoffmann. Ewert Grens muss erneut gegen seinen Freund ermitteln – doch wo steckt dieser? (Verlagsinfo)

Das Zusammenspiel des alten und erfahrenen, schwedischen Kommissar Ewert Grens und dem Agenten und Spezialisten für Infiltration – Piet Hoffmann hat sich stark geändert. Das frühere Katz-und-Maus-Spiel wandelt sich in eine schwierige Freundschaft – geben und nehmen – Schuld und Vergebung sind die Motivation dieser beiden Profis. Ewert hat in seiner Laufbahn viel erlebt, viel gesehen was Menschen einander böses antun können, allerdings kommt er in dieser Situation an seinen psychischen Grenzen als er den Container öffnet und mehr als 100 Leichen findet – Frauen und Kinder, alte und junge Menschen. Um jeden Preis will Ewert den schwedischen Hintermann identifierzien und verhaften – mit diesem Ehrgeiz erpresst er seinen früheren Gegenspieler und nun „Freund“ Piet Hoffmann ihn zu helfen.
Die Grundstory ist schnell erklärt: „Menschenhändler“, ein System von Männer und Frauen, die mit der Not und dem Überlebenswillen der verzweifelten Menschen ihren Profit machen wollen. Opfer – sind nur in dieser unmenschlichen Kalkulation einberechnet – nicht jeder wird die Überfahrt überleben und eine Geld-zurück-Garantie gibt es nicht.

„3 Stunden“ von Roslund und Hellström ist ein hochspannender, und aktueller Thriller. Doch nicht nur eine spannende Unterhaltung wird hier transportiert – der Schrecken, die Anspannung, die Entbehrungen, aber auch der feste Wille zu überleben, mit Hoffnung und Freude sich den Gefahren stellen – ja auch das lassen die Autoren auf den Leser konsequent und kompromisslos erzählt los.
Das erschreckende daran ist, dass die Flüchtlinge hier zu Wort kommen – zwar kurz aber sehr nachhaltig.

Der Thriller „3 Stunden“ erzählt von vielen Beziehungsebenen, nicht nur zwischen dem Kommissar und dem Agenten der diesen Menschenhändlerring unterwandert, sondern auch zwischen ihm und seiner Frau und den Kindern.

Schaut man zu lange in die „Hölle“ so verschlingt sie einen – Piet Hoffmanns Leben kommt nicht zur Ruhe – vielleicht sucht er Vergebung seiner Sünden – doch sich aus den komplizierten Fängen einer selbstauferlegten Hölle, gelingt nur schwer. Sein früheres Leben – basierte auf Lügen, Täuschungen, Manipulationen – immer schwebte der Agent in Lebensgefahr. Ein Druck – an dem man psychisch und physisch zerbrechen kann.

Die Reihe um die beiden so unterschiedlichen Ermittler endet mit diesem Band – zufriedenstellend? Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Die Trilogie ist allerdings absolut zu empfehlen. Realistische Atmosphäre – gute Actionszenen und eine tolle Regie-Leistung – betrachtet man die Dialoge und das Talent der Autoren die Beziehungsebenen sehr feinfühlig zu erzählen. Das Tempo stimmt – keine Längen, die man überwinden muss.

Am Ende des Romans wird der sensible Leser vielleicht anders denken – über die anderen – die Fremden, denen wir so wenig Vertrauen schenken, für die wir viele Vorurteile parat haben und doch zu wenig darüber wissen, welche „Schritte“ und Entscheidungen sie gehen und fällen mussten.

Fazit

„3 Stunden“ von Roslund und Hellström ist ein hochaktueller Pageturner. Packendes, polarisierendes Thema, dass hier nachhaltig den Opfern gewidmet ist und den Überlebenden. Eine der stärksten Trilogien aus Skandinavien. Absolut zu empfehlen – aber bitte der Reihe nach.

Michael Sterzik




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Anders Roslund wurde am 01. Januar 1961 in Jönköping (Schweden) geboren.

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