Andi Rogenhagen Zwölfmeter

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Inhaltsangabe zu „Zwölfmeter“ von Andi Rogenhagen

Wenn die Realität absurd ist, muss man erfinderisch sein! Eine mitreißende DDR-Komödie. - Oktober 1979: Bernd ist Plakatmaler im Kombinat »Vorwärts mit Roter Farbe« und hat viel zu tun. Klar, die DDR wird 30 Jahre alt! Genauso wie Bernds kranker Bruder, der einmal ein talentierter Fußballer war, und zu dessen Ehren Bernd nun ein großes Spiel mit prominenten Ehrengästen veranstalten will - Generator Klein-Körschow gegen eine Sowjet-Auswahl. Doch wie so oft in der DDR, muss die Realität korrigiert werden. Die Sowjets müssen gewinnen, also muss Bernd glaubhaft verlieren lernen. Als hätte er nicht schon genug Probleme: Am Tag der Tage steht seine Hochzeit mit Gabi an. Wäre da bloß nicht die geheimnisvolle Susanne, in die er sich verliebt hat. Bernd muss sich entscheiden - Lüge oder Flucht.

Nette Lektüre für zwischendurch. Ich hätte mir nur etwas mehr Ostalgie und einen Spritzer mehr Witz gewünscht.

— Kartoffelschaf
Kartoffelschaf

Humorvolles Buch über die Jugendzeit in der DDR

— seschat
seschat

Alltag in der DDR - mit subtilem Humor und Ironie erzählt, vor dem Hintergrund eines großen Fußballspiels in einem kleinen Dorf.

— miro76
miro76

Ein kurzweiliges Buch über einen jungen DDR-Bürger

— Mrs. Dalloway
Mrs. Dalloway

..Eine gelungene Zeitreise in den Arbeiter- und Bauernstaat..das Buch hält souverän die Balance zwischen Humor + Ernsthaftigkeit..

— orchidee25
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  • Eine lustige und unterhaltsame Komödie über das Leben in der DDR

    Zwölfmeter
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    26. February 2015 um 13:28

    Eine lustige und unterhaltsame Komödie über das Leben in der  DDR hat Andi Rogenhagen mit seinem Buch hier vorgelegt. Es spielt im Jahr 1979 und erzählt von dem jungen Bernd Stühler, der als Plakatmaler in einem Kombinat in dem kleinen Ort Klein-Körschow ein eher unaufgeregtes Leben führt. Er spielt gerne Fußball in seinem Verein Generator, hat eine Freundin namens Gabi, mit der er sich heimlich im Wald trifft und er kümmert sich sehr liebevoll um seinen Bruder Tobi, der an einer Behinderung leidet. Bernd hat eine 10 Jahre älteren Bruder, der ehemals der beste Fußballer des Ortes war. Ihm zu Ehren will er ein letztes Spiel organisieren und muss dafür mit dem örtlichen Parteichef Fichtelbier verhandeln. Dem kommt das gut zu Paß, weil er ein gutes Projekt für das 30-jährige Jubiläum der DRR wittert. Immer wieder ist Bernds Projekt gefährdet, auch weil er immer wieder klare Kritik am Regime übt. Als er davon erfährt, dass von ganz oben verfügt wurde, die örtliche Mannschaft solle gegen eine Auswahl der Sowjetarmee verlieren, ist für Bernd das Maß voll.  Im Spiel lässt er seinen kranken Bruder den entscheidenden „Zwölfmeter“ schießen und macht sich dann auf eine ziemlich komplizierte Flucht aus dem Land. Andi Rodenhagen hat nach „Heldensommer“ einen weiteren ansprechenden Roman vorgelegt, in dem er auf eine ganz eigene Weise das Leben in der DDR reflektiert und aufs Korn nimmt.

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  • Leserunde zu "Zwölfmeter" von Andi Rogenhagen

    Zwölfmeter
    Hoffmann_und_Campe_Verlag

    Hoffmann_und_Campe_Verlag

    Wenn die Realität absurd ist, muss man erfinderisch sein! Eine mitreißende DDR-Komödie! Oktober 1979: Bernd ist Plakatmaler im Kombinat »Vorwärts mit Roter Farbe« und hat viel zu tun. Klar, die DDR wird 30 Jahre alt! Genauso wie Bernds kranker Bruder, der einmal ein talentierter Fußballer war, und zu dessen Ehren Bernd nun ein großes Spiel mit prominenten Ehrengästen veranstalten will - Generator Klein-Körschow gegen eine Sowjet-Auswahl. Doch wie so oft in der DDR, muss die Realität korrigiert werden. Die Sowjets müssen gewinnen, also muss Bernd glaubhaft verlieren lernen. Als hätte er nicht schon genug Probleme: Am Tag der Tage steht seine Hochzeit mit Gabi an. Wäre da bloß nicht die geheimnisvolle Susanne, in die er sich verliebt hat. Bernd muss sich entscheiden - Lüge oder Flucht ... Gemeinsam mit dem Autor Andi Rogenhagen laden wir Euch ganz herzlich zu einer Leserunde zu seinem neuen Roman "Zwölfmeter" ein! Wir vergeben zehn Leseexemplare unter allen, die sich bis einschließlich 10. Dezember hier bewerben! Der Autor wird die Leserunde begleiten und Eure Fragen zum Buch beantworten! Wir freuen uns auf Eure Kommentare! Autor Andi Rogenhagen (geb. 1965) studierte Fotografie und Filmdesign in Dortmund und besuchte danach die Drehbuch-Schreibschule Köln. Nach mehreren Kurzfilmen wurde er mit seinem Dokumentarfilm "The Final Kick" für den Adolf Grimme Preis ausgezeichnet. Inzwischen drehte er auch bereits einige Spielfilme, wie z.B. "Ein Tick anders", der 2011 in die deutschen Kinos kam. Rogenhagen arbeitet ebenfalls als Drehbuchautor sowie als Buchautor - nach seinem Debütroman "Heldensommer" im April 2011 erschien nun im Atlantik Verlag "Zwölfmeter". Andi Rogenhagen lebt mit seiner Frau, seinen zwei Kindern und zwei Hasen in Bochum.  Weitere Informationen findet Ihr auch in einem aktuellen Interview mit ihm auf WDR 5: Redezeit mit Andi Rogenhagen

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  • Langweilig und zäh - trotz interessanter Grundidee

    Zwölfmeter
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    12. February 2015 um 17:05

    Wenn die Realität absurd ist, muss man erfinderisch sein! Eine mitreißende DDR-Komödie. - Oktober 1979: Bernd ist Plakatmaler im Kombinat »Vorwärts mit Roter Farbe« und hat viel zu tun. Klar, die DDR wird 30 Jahre alt! Genauso wie Bernds kranker Bruder, der einmal ein talentierter Fußballer war, und zu dessen Ehren Bernd nun ein großes Spiel mit prominenten Ehrengästen veranstalten will - Generator Klein-Körschow gegen eine Sowjet-Auswahl. Doch wie so oft in der DDR, muss die Realität korrigiert werden. Die Sowjets müssen gewinnen, also muss Bernd glaubhaft verlieren lernen. Als hätte er nicht schon genug Probleme: Am Tag der Tage steht seine Hochzeit mit Gabi an. Wäre da bloß nicht die geheimnisvolle Susanne, in die er sich verliebt hat. Bernd muss sich entscheiden - Lüge oder Flucht. Das Cover fand ich ich ganz gut - es regt irgendwie zum Nachdenken an und sieht auch ganz witzig aus. Mir hat das Buch leider nicht gefallen. Von Anfang an kam die Handlung nicht so richtig ins Rollen - die Geschichte war einfach sooooo langweilig! Ich musste mich immer wieder zwingen weiter zu lesen. Zur Mitte hin wurde das Buch dann besser, um zum Ende hin dann total absurd zu werden. Dabei fand ich die Grundidee ziemlich gut - die Umsetzung hat jedoch nicht meinen Geschmack getroffen. Auch die Figuren haben mir nicht zugesagt - ich konnte mich mit keiner Figur identifizieren, was nicht gerade zu mehr Lesefreude geführt hat. Insgesamt ein Flop für mich - anderen könnte es jedoch durchaus gefallen. Von mir gibt es 1,5 Sterne

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  • Ein wenig Ostalgie...

    Zwölfmeter
    Kartoffelschaf

    Kartoffelschaf

    07. February 2015 um 13:39

    Ich habe dieses Buch für eine Leserunde gelesen und möchte mich vorab bei Autor und Verlag für diese Möglichkeit bedanken. Dies war für mich persönlich eines der Bücher, deren Klappentext man liest und von denen man letztendlich etwas ganz anderes bekommt, als man eigentlich anfangs vermutet hat. In diesem Fall war das nicht unbedingt gut so denn ich muss ehrlich gestehen, dass ich etwas mehr erwartet habe und am Ende doch ein wenig enttäuscht gewesen bin.  Der Schreibstil ist toll, das Buch ließe sich auch an sich super gut lesen, wären da nicht die unheimlich vielen unheimlich weit ausgeführten und damit unheimlich zähen Gedankengänge des Protagonisten. Diese haben den Lesefluss meines Erachtens streckenweise derart gestört, dass ich immer wieder Pausen machen musste,  Dies war eine der größten Schwachstellen, denn dadurch wurde der ohnehin recht schlaffe Spannungsbogen immer wieder zum Durchhängen gebracht.  Ansonsten war mir Bernd als Protagonist durchaus sympathisch, auch die Story an sich war gut durchdacht, wenn auch zu langatmig.  Vom Plot her hätte ich mir ein wenig mehr Witz und Charme erwartet. Gerade da es um das Thema ehemalige DDR ging und von Anfang an fest stand, dass hier Unterhaltungslektüre und keine ernste Abhandlung verfasst wurde. Es war doch alles sehr politisch und ging im Großteil um die Partei. Hier war ich dann erneut enttäuscht.  Der 2. Teil des Buches hat mich dann ein wenig versöhnt. Nachdem eine doch recht ungewöhnliche und nicht so ganz vorhersehbare Liebesgeschichte dazu kam, war mir das ganze sympathischer. Gerade das Ende hat mir dann sehr gut gefallen, hier war der Spannungsbogen straff, es passierte einiges, inklusive unerwarteter Wendung. Alles in allem ein kurzweiliges Buch für zwischendurch. Für mich persönlich leider nichts, was im Gedächtnis bleibt. 

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  • Zwölfmeter

    Zwölfmeter
    seschat

    seschat

    19. January 2015 um 18:19

    Worum geht es?Wir schreiben das Jahr 1979. Bernd Stühler ist 19 und Plakatmaler im Kombinat Vorwärts mit Roter Farbe. Im verschlafenen Ort Klein-Körschow führt er ein eher unaufgeregtes Leben. Wenn er nicht gerade für den Fußballverein Generator Klein-Körschow gegen den Ball tritt, trifft er sich mit seiner langjährigen Freundin Gabi heimlich im Wald oder kümmert sich liebevoll um seinen behinderten Bruder Tobi. Zu Ehren seines 10 Jahre älteren Bruders, dem einstigen begabtesten Fußballer des Ortes, möchte er ein letztes Spiel organisieren. Dieses Spiel handelt er mit dem Parteimann Fichtelbier aus, der das Prestigeprojekt gut für das 30-jährige Jubiläum der DDR-Regierung gebrauchen kann. Das ein oder andere Mal steht Bernds Plan auf Messers Schneide, weil er eine verhängnisvolle Affäre mit der verheirateten Susanne aus Berlin beginnt und zudem immer wieder unverhohlene Kritik am Regime übt. Auch als von oberster Stelle festgelegt wird, dass der örtliche Verein gegen die Auswahl der Sowjetarmee verlieren soll, beugt er sich nicht, sondern holt sogar seinen schwerkranken Bruder aufs Spielfeld und lässt ihn den entscheidenden Elfmeter, in seinem Fall aber Zwölfmeter (s. Titel), schießen. Danach setzt sich Bernd heimlich nach Berlin ab, um Susanne zu besuchen und um vor seiner Zweckheirat mit Gaby zu fliehen. Diese Flucht ist nicht einfach. MeinungAndi Rodenhagen hat es auf überzeugende Weise geschafft, die Eigenheiten/Absurditäten des DDR-Regimes, wie den Abkürzungswahn (z.B. SBE für "Sättigungsbeilagenergänzung"), die bürokratischen Auswüchse und den weit verbreiteten Schwarzhandel aufs Korn zu nehmen. Der dabei verwendete Wortwitz ist nicht zu verachten. In die Handlung hätte meines Erachtens etwas mehr Zeit investiert werden können. Währenddessen die Beschreibung des DDR-Alltags gut nachvollziehbar erfolgt, wirkt die Geschichte des Hauptcharakters, vor allem dessen Handeln, sehr fahrig und unüberlegt. Wenngleich er ein streitbarer und sehr junger Zeitgenosse ist, der mit seiner Meinung nur schlecht hinter dem Berg halten kann, so überrascht es mich schon sehr, dass er seine Heimat Hals über Kopf verlässt, um eine ihm mehr als Unbekannte aufzusuchen. Aber die Jugend denkt nicht immer gradlinig. Das Ende der Geschichte hätte etwas ausführlicher und weniger schnell dargeboten werden können. Was mir besonders gefallen hat, ist die liebevolle Beziehung der beiden Brüder zueinander. Bernd ist immer zur Stelle, wenn es Tobi, dem sog. Dorftrottel, schlecht geht oder dieser gehänselt wird. Das Thema Behinderung wird hier sehr authentisch betrachtet, so auch im Fall des einbeinigen Fußballtrainers. FazitEine kurzweilige Komödie/Persiflage über das Leben in der DDR.

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  • Theater, Fußball und die DDR

    Zwölfmeter
    Estel90

    Estel90

    13. January 2015 um 16:56

    Inhalt: Im Oktober 1979 arbeitet Bernd als Plakatmaler im Kombinat "Vorwärts mit Roter Farbe", will heiraten, ein großes Fußballspiel ausrichten und muss sich entscheiden: Zwischen Lügengeflechten oder der Wahrheit mit all ihren Konsequenzen. Eigentlich ist sein Leben bis zu diesem Oktober ganz gut vorhersagbar: Er ist gefühlte Ewigkeiten mit Gabi zusammen, die Arbeit als Plakatmaler ist vielleicht nicht besonders abwechslungsreich aber dafür auch nicht besonders stressig und Bernd versucht im Fußball so gut zu sein, wie er nur kann, denn wie sein großer Bruder will er auch in "den Klub". Der Klub wäre die Chance dem Plakatemalen zu entkommen und zudem seinen großen Bruder stolz zu machen. Der wäre nämlich mit Sicherheit ein großer Spieler geworden, wenn er nicht diesen Unfall gehabt hätte, den er mit einer geistigen Behinderung überlebte... Zum 30. Jahrestag der DDR, der auch gleichzeitig der Geburtstag seines Bruders ist, hat Bernd nun die Idee, ein großes Fußballspiel mit vielen Ehrengästen in seinem Heimatdorf zu veranstalten. Und wie alles in der DDR muss man dafür Theater spielen. Ob Bernd klar ist, welche Lügen - und Wahrheiten - diese Idee hinter sich herziehen wird? Und liebt er Gabi wirklich? Was ist mit Susanne, die erst seit kurzem in seinem Dorf lebt? Mein Eindruck: Ich musste ein wenig in die Geschichte hineinkommen, aber dann ließ sich das Buch sehr flott lesen. Obwohl ich mich teilweise wirklich über die trockenen Kommentare von Bernd amüsiert habe, haben mich manche Stellen - insbesondere die, in denen Tobi vorkam - doch auch sehr nachdenklich gestimmt. Was mir ein wenig Schwierigkeiten bereitet hat, ist die Tatsache, dass der Autor aus den alten Bundesländern stammt, und somit nicht "aus Erfahrung" schreibt. Eigentlich ist das kein Problem, aber manchmal wusste ich nicht, was absichtlich überspitzt dargestellt wurde und was der Realität in der DDR entsprach. Beispielsweise malt Bernd ja Schilder, auf denen steht, um wie viel Prozent irgendein Plan übererfüllt wurde. Dass es solche Schilder gegeben hat, kann ich mir durchaus vorstellen - ob aber wirklich überall diese Schilder herumstanden und tatsächlich die im Buch beschriebenen absurden Botschaften darauf standen, kann ich nicht beurteilen. Ebenfalls ein wenig schwierig war für mich der Teil der Geschichte, in dem es um die Liebe zu Susanne bzw. Gabi geht. Ich kann nach wie vor nicht wirklich einschätzen, wen Bernd wirklich liebt, wer wirklich seine "große Liebe" ist. Auch der Schluss und Bernds ein wenig "oberflächliche" Gedanken in den jeweiligen Situationen haben leider dazu geführt, dass ich mich nicht so wirklich in die Figuren hineinversetzen konnte. Fazit: "Zwölfmeter" war für mich ein Buch, das ich gerne gelesen habe, Dadurch, dass oben genannte Punkte für mich nicht nachvollziehbar waren, wird es mir aber leider vermutlich nicht so lange in Erinnerung bleiben. Dennoch: Wer gerne Bücher über Fußball oder die DDR liest und dabei sowohl lustige als auch nachdenklich stimmende Passagen mag, der findet mit "Zwölfmeter" einen angenehmen Zeitvertreib. Für mich 3 von 5 Sternen.

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  • Kritisch und humorvoll - eine Geschichte über Fußball, die Liebe und das Lügen

    Zwölfmeter
    nscho-tschi

    nscho-tschi

    11. January 2015 um 20:38

    Bernd ist 19, Plakatmaler und lebt in einem Provinznest in der DDR. Sein Traum ist es, ein großer Fußballspieler zu werden. Die Veranlassung dazu hat er von seinem großen Bruder Tobi, der aber durch einen Unfall schwer krank geworden ist und höchstwahrscheinlich nicht mehr lange zu Leben hat. Es ist das Jahr, in dem die DDR 30 Jahre alt wird, ebenso wie auch Tobi. Ihm zu Ehren will Bernd ein großes Fußballspiel gegen eine Mannschaft der befreundeten Sowjetunion veranstalten. Doch treten immer mehr Komplikationen auf, die Bernd zu überwinden versuchen muss. Und nicht desto weniger begegnet er der schönen Susanne. Es ist Liebe auf dem ersten Blick. Und das, obwohl seine Hochzeit mit seiner langjährigen Freundin Gabi kurz bevorsteht! Bernd muss sich entscheiden: Wählt er ein Leben voller Lügen in der DDR oder ein Leben in Liebe und Freiheit mit Susanne... Sehr kurzweilig erzählt Andi Rogenhagen über die Geschichte des jungen Bernd. Dabei wird die DDR in einem kritischen Humor betrachtet. Es gibt viele lustige Stellen und da das Buch sehr spannend geschrieben ist, hätte ich es gut und gerne in einem durch gelesen - aber die zeit hat da leider nicht so ganz mitgespielt ;). Ein sehr humorvoller Roman für zwischendurch, der durchaus seine Ernsthaftigkeit hat - und das nicht nur für Fußballbegeisterte!

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  • Nett und unterhaltsam

    Zwölfmeter
    MagicMoment

    MagicMoment

    In dem Roman „Zwölfmeter“ geht es um den 19jährigen Bernd, der in einer Kleinstadt in der DDR aufwächst. Bernd möchte anlässlich des dreißigsten Jahrestags der DDR ein Fußballspiel zu Ehren seines Bruders Tobi organisieren. Hintergrund ist, dass Tobi früher selbst mal ein begabter Fußballer war, seit einem schweren Unfall aber behindert ist und vermutlich nicht mehr lange leben wird. Die Organisation des Fußballspiels nimmt im Laufe des Romans ungeahnte Ausmaße an und gerät immer mehr aus der Kontrolle. Und auch Bernds Beziehung zu Gabi, seiner Verlobten, bekommt mit dem Auftauchen von Susanne langsam Risse.  Der Roman ist in einem gut zu lesenden Stil geschrieben und kann durch die vielen Kapitel (93) gut und schnell weggelesen werden. Er ist DDR-kritisch geschrieben, vieles ist sicher ein wenig übertrieben dargestellt, aber auf jeden Fall unterhaltsam. Mir hat das Buch ganz gut gefallen, es ist amüsant und nett zu lesen, auch wenn der Einstieg etwas mühsamer war. Man musste sich erstmal in die Story reinfinden. Allerdings ist es kein Buch, das ich unbedingt nochmal lesen würde oder das mir lange Zeit in Erinnerung bleiben wird. Für eine kurzweilige Unterhaltung also durchaus zu empfehlen. Ich vergebe daher 3,4 Sterne.

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    • 2
  • Fußball, Familie und Liebe in der DDR

    Zwölfmeter
    Mrs. Dalloway

    Mrs. Dalloway

    Das Buch spielt in der DDR im Jahr 1979 - der 30. Geburtstag der Republik steht bevor. Bernd ist 19 Jahre alt und hat einen Bruder, der genauso alt ist wie die DDR. Zu seinen, Tobis, Ehren will er nun ein Fußballspiel veranstalten.Außerdem ist da noch Gabi, die er heiraten will, mehr oder weniger zumindest. Denn da kommt den beiden auf einmal die schöne Susanne in die Quere.Wie wird sich Bernd entscheiden? Meine Meinung: Im Großen und Ganzen gefällt mir das Buch ganz gut, wenn auch mit einigen Abstrichen. Doch vorweg das Positive: Immer wieder mal musste ich herzlich lachen. Es gibt einige wirklich gelungene Stellen, die meistens die DDR karikieren. Das ist ganz mein Humor.Goldig finde ich die Handlungsstränge über Tobi, den behinderten Bruder. Da geht einem richtig das Herz auf, wenn man liest, wie sich die ganze Familie rührend um ihn kümmert. Aber... Zu der DDR habe ich so überhaupt gar keinen Bezug, dass mir die vielen Abkürzungen, die auch im Buch Verwendung finden, spanisch vorkommen. Hätte man sie auf die Hälfte reduziert, hätte das auch gereicht.Die Gefühle zwischen Bernd und Susanne kommen bei mir nicht so recht an. Mir tut bloß die arme Gabi leid, die ihren Bernd liebt und in Gedanken schon die Hochzeit plant und die Wohnung einrichtet.Die Geschichte rund um das Fußballspiel hat mich nicht fesseln können, spannender fand ich die Familien- und Liebes-Szenen. Fazit: Ein solides Buch, das die DDR wieder ins Leben ruft und Fußball, Liebe, Familie, Spaß und Ernsthaftigkeit charmant miteinander kombiniert.

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    • 2
  • 73 % lachen, 12 % weinen und irgendwas dazwischen

    Zwölfmeter
    miro76

    miro76

    11. January 2015 um 12:03

    „Also, junger Mann. Was führt Sie an diesen gottverlassenen Ort?“ „Meinen Sie Klein-Körschow – Ihr Haus – oder die DDR?“               (S. 60) Bernd ist 19 Jahre alt, spielt für sein Leben, oder das seines Vaters, gern Fußball und strebt eine Karriere im „Klub“ an. Sein Bruder Tobi war ein Fußball-Ausnahmetalent und für einen Tag Klubspieler. Leider wurde er auf dem Weg zu seinem ersten Training überfahren und erlitt ein schweres Schädeltrauma. Seither spricht er nicht mehr und kann sein Leben nicht mehr selbständig bestreiten. Seine – zwar sehr kurze – Karriere als Klubspieler bewahrt ihn vor der Existenz als Dorftrottel. Er bleibt der Dorfheld. Bernd liebt seinen Bruder über alles und versucht daher ein großes Spiel auf die Beine zu stellen, als Abschiedsspiel für Tobi, der seine Lebenserwartung bereits überschritten hat und dessen Kräfte schwinden. Innerhalb der Gepflogenheiten der DDR gelingt ihm das mit einer Portion Glück und Unverschämtheit. Es wird ein großes Spiel geben, gegen die Soldaten der befreundeten Sowjetvölker und – kaum zu glauben – der Nationaltrainer kommt nach Klein-Körschow, um diesem Spiel beizuwohnen. Dass die Russen sich bei so einer großen Sache nicht besiegen lassen wollen, versteht sich von selbst und deshalb wird von Bernd, als Spielmacher, verlangt kreativ zu werden. Gleichzeitig setzt im seine langjährige Freundin Gabi mit ihrer Hochzeits- und Familienplanung immer mehr zu und so soll es am großen Tag gleich noch ein zweites Fest geben: die Hochzeit dieses Traumpaares. Bernd, immer institutionskritisch und vorlaut, kann sich nicht so recht einfügen in den DDR-Alltag und als er auch noch Susanne kennenlernt, drängt sich ihm die Frage auf, ob das wirklich alles gewesen sein soll. Ein Leben mit Gabi in diesem kleinen Dorf erscheint im plötzlich viel zu klein. Er träumt von Großem, von der Freiheit, von der Freiheit mit Susanne. Wie kann sich Bernd aus diesem zweifachen Dilemma heraus manövrieren? Was wird er tun – ein Leben in Lüge, oder ein Neuanfang? Andi Rogenhagen beschreibt hier mit viel Witz und Ironie Alltäglichkeiten in der DDR. Er macht sich lustig über die Tatsache alles Abzukürzen, über die sinnlosen % -Angaben in der Produktion, von Ereignissen oder Tatbeständen, über die Kreativität beim Besorgen von Sachen und über die Sinnlosigkeit diverser Anordnungen von höherer Stelle. „Das leuchtete ihnen sofort ein. Sinnloses Tun, das von höherer Stelle angeordnet wurde. Das war Alltag für uns alle.“      (S. 90) Gleichzeit erzählt uns der Autor eine Geschichte über ein richtig große Liebe und was für ein Antrieb so eine Liebe sein kann. Leider überschlagen sich hier die Handlungen etwas. Als Leser kann ich diese Liebe nicht wirklich nachvollziehen. Mir ist nicht ganz klar, wo und wann es hier zu einer wahren Liebe kam. Für mich klingt es eher nach Leidenschaft und Affäre, da Susanne und Bernd eigentlich nie Zeit finden sich kennenzulernen und auch mal miteinander zu reden. Körperliche Anziehungskraft gepaart mit dem jugendlichen Alter, kann natürlich auch ein starker Motor sein. Die ganze Fußball-Geschichte erscheint mir streckenweise etwas langatmig. Da hätte ich mir manchmal gewünscht, dass es etwas schneller vorangeht. Vielleicht muss man ein Fußballfan sein, um diese Geschichte 100 %-ig zu mögen. Bei mir reicht es nach einiger Überlegung aber auch für vier Sterne, weil ich wirklich oft lachen durfte bei der Lektüre!

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