Call Me by Your Name

von André Aciman 
4,3 Sterne bei130 Bewertungen
Call Me by Your Name
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Positiv (105):
haensbaenss avatar

Ein in jeder Hinsicht herausragender Roman, der noch lange im Kopf und in jeder Faser des Körpers bleibt.

Kritisch (8):
juleisreadings avatar

Geld- & Zeitverschwendung. Dieses Buch ist zu gehyped und mir hat es einfach nicht gefallen. Ich glaube es reicht nur den Film zu schauen.

Alle 130 Bewertungen lesen

Inhaltsangabe zu "Call Me by Your Name"

Das Buch zum Film: Ab 1. März 2018 im Kino

Völlig überraschend trifft Elio seine erste große Liebe: Der Harvard-Absolvent Oliver ist für sechs Wochen bei Elios Familie an der italienischen Riviera zu Gast. Oliver ist weltgewandt, intelligent und schön. Er ist alles, was Elio will, vom ersten Moment an. Die Zuneigung ist gegenseitig, doch Schüchternheit und Unsicherheit veranlassen beide zur Zurückhaltung. Ein fast unerträgliches Spiel von Verführung und Zurückweisung beginnt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783423086561
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:288 Seiten
Verlag:dtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum:09.02.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    haensbaenss avatar
    haensbaensvor 23 Tagen
    Kurzmeinung: Ein in jeder Hinsicht herausragender Roman, der noch lange im Kopf und in jeder Faser des Körpers bleibt.
    Eine Sommerliebe - echt, nah, intensiv

    Vollständige Rezension: queerbuch.wordpress.com

    Dieses Buch hat mich umgehauen. Sprachlich, literarisch, emotional an Intensität kaum zu übertreffen. Als weibliches Gegenstück dazu könnte man wohl Die Schönheit der Nacht von Nina George sehen, das ich kürzlich gelesen und zu einem meiner Jahreshighlights erklärt habe, wobei mich Call Me by Your Name fast noch mehr in den Tiefenrausch gezogen hat. Es ist wuchtiger, erotischer, wenn auch wenig explizit beschrieben, sondern poetisch in erinnerten Gefühlen dargestellt wird. Das ist, ohne das Buch selbst gelesen zu haben, vermutlich schwer nachvollziehbar. Vielleicht wird es so klarer:

    Die Worte sind sorgfältig ausgewählt und wirken, obwohl Elio aus einer Akademiker-Familie stammt, zu intellektuell für einen 17-Jährigen; so mein erster Eindruck. Erst mit der Zeit, fast gegen Ende, wird klar, dass diese Worte nicht von einem 17-Jährigen stammen, sondern von einem Erwachsenen Mann, der über diese Jugendliebe sinniert und sich zurückerinnert. Der Großteil der Handlung ist in den 80er Jahren angesiedelt und sie endet 20 Jahre später, wenn beide Protagonisten längst ihrer Wege gegangen sind. Dadurch sind wir nie wirklich inmitten der Geschehnisse, da wir genau spüren, dass es sich um eine Erinnerung handelt. Und trotzdem erleben wir Elios Gefühle so intensiv, als würden sie niemals nachlassen.

    Woher diese Intensität der Anziehung kommt, habe ich mich auch gefragt. Wäre nicht in einem Nebensatz gefallen, dass es sich nicht um die heutige Zeit, sondern eine Zeit vor gut 30 Jahren handelt, wäre mir vermutlich nicht klar gewesen, worin die heftige Abneigung sich selbst gegenüber als Antwort auf gelebtes Verlangen liegt. Doch Elio und Oliver lieben sowohl Frauen als auch Männer, und Worte wie Homo- oder Bisexualität sucht man in der Geschichte vergebens. Sie sind nicht bekannt, wenn nicht sogar verpönt, doch das interessiert auch gar nicht, denn hier geht es nur um die wachsende Anziehung zwischen den beiden. Trotzdem haben beide mit dieser Art des Verlangens zu kämpfen. Elio und Oliver werden Eins, sie rufen sich gegenseitig bei ihrem eigenen Namen, alles verschwimmt und sämtliche Barrieren werden aufgehoben, die einen, egal wie nah man sich steht, normalerweise vom Anderen trennt.

    Im nächsten Abschnitt folgen SPOILER zum Ausgang der Geschichte.

    Wie sehr ich mir in Büchern oft wünsche, die Protagonisten mögen auf ewig glücklich und zufrieden zusammenbleiben, so sehr gewinnt die Geschichte an Wucht und Nachhall, wenn das nicht der Fall ist. Eine Beziehung, die auf unbändigem Verlangen aufbaut und plötzlich und heftig ausgelebt wird, mit dem Wissen, dass nur noch Tage bleiben, bis die unausweichliche Trennung eintritt, ist nicht für die Ewigkeit geschaffen, denn das würde ihr die Intensität nehmen. Doch ihre Intensität mit dem Verlauf zu mildern, um sie weiterzuspinnen, hätte ich ertragen. Auf den letzten Seiten erlebt man 20 Jahre im Schnelldurchlauf, wie die Leben der beiden getrennt voneinander weitergehen und sie doch nie ganz voneinander loskommen. Die zeigen, wie besonders ihre Begegnung in jenem Sommer war. Und das hat mir das Herz zerrissen. Es hätte ein gemeinsames Leben geben können, irgendwie, doch es wurden andere Leben daraus, Parallel-Leben, die weniger wuchtig und trotzdem lebenswert sind. Doch seitdem ich den letzten Satz gelesen habe, komme ich nicht umhin mir vorzustellen, was gewesen wäre, wenn. Wenn die Welt in den 80ern schon offener und toleranter gewesen wäre. Wenn sie sich gegen die Sicherheit und für das Wagnis entschieden hätten. Für das große Ganze. Mein Herz bleibt blutend zurück.

    Fazit

    Call Me by Your Name (Ruf mich bei deinem Namen) ist ein in jeder Hinsicht herausragender Roman, sowohl sprachlich als auch emotional. Er hat mich umgehauen und in seine Tiefen gezogen. Eine solche Intensität habe ich beim Lesen selten empfunden. Es versprüht eine derartig heftige Nähe und Intimität, dass es gar nicht anders kommen kann, als irgendwann zu enden. Es ist eine Geschichte, die noch lange im Kopf und in jeder Faser des Körpers bleibt.

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    raveneyes avatar
    raveneyevor einem Monat
    Kurzmeinung: Sprachlich nicht immer leichte Kost, aber eine klare Leseempfehlung
    Ein Sommer in Italien

    Ein Sommer Mitte der 80er Jahre in Italien, ein Sommergast im Haus von Elios Familie, wie jedes Jahr. Doch diesmal ist etwas anders. Oliver fasziniert Elio auf eine Weise, die im neu ist.


    Als Leser wird man mitgenommen in diesen Sommer, der so anders und neu ist und erleben ihn aus der Sicht des Ich-Erzählers Elio, dem 17jährigen Sohn des Hauses. Elio ist schüchtern, weiß nicht wie er es anfangen soll und gleichzeitig kann er auch forsch sein oder sein Gegenüber vor den Kopf stoßen, sei es mit Absicht oder aus Unsicherheit. Durch die Perspektive kann man seine Gefühle und Gedanken sehr genau nachvollziehen, auch wenn es nicht jede seiner Handlungen ist.

    Da man wie gesagt alles nur aus der Sicht Elios erlebt, bleiben alle anderen Charaktere immer etwas auf Distanz. Man erhascht keinen Blick auf ihr Innerstes, außer sie tun dieses kund. Trotzdem sind sie alle auf ihre Art gut in die Geschichte und ihre Ereignisse eingebettet.


    Vom Schreibstil her ist das Buch keine leichte Kost, die man einfach so nebenbei lesen kann. Man muss teilweise schon aufpassen um nicht den Faden zu verlieren. Vor allem wenn die Sätze etwas leicht philosophisches bekommen. Und dann wieder kann die Sprache nicht deutlicher sein und sich trotzdem in Umschreibungen verstecken.

    Wobei mir die Sache mit dem Pfirsich etwas befremdlich war und ich bis jetzt noch nicht weiß, was ich davon halten soll.


    André Aciman nimmt einen in seinem Roman mit in einen Sommer voller Sehnsucht, Zuneigung, der Selbstfindung und dem unausgesprochen Ausgesprochenen.

    Von mir bekommt das Buch schon mal eine klare Leseempfehlung.

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    MosquitoDiaos avatar
    MosquitoDiaovor einem Monat
    Vom Leben selbst

    Gleich die ersten Seitan haben mich überrascht. Kaum angefangen, wird man gleich von dem einnehmenden Stil von André Aciman überrollt. Philosophisch, melancholisch und ehrlich.
    Alles liest sich ein wenig wie ein Tagebuch, bei dem Elio kein Blatt vor den Mund nimmt. Unverblümt und dennoch literarisch hochtrabend erlebt man hier die einzigartige emotionale Entwicklung, die man meist nur in einer ganz bestimmten Lebensphase durchgeht und sich selbst kennenlernt.

    Zuerst hat mich der Stil ein wenig ausgebremst – wenn ich ehrlich bin, habe ich mich anfänglich dem jungen Protagonisten gegenüber auch ein wenig unterlegen gefühlt. Doch nach und nach wird man mehr eingefangen und fliegt über die Seiten, durchlebt diese Emotionen und ein unvergessliches Gefühl nimmt einen ein.
    Denn obwohl ich persönlich andere Vorstellungen als Elio habe, ist mir ein fester Partner doch lieber und eigentlich auch unabdingbar, war es in keinster Weise befremdlich. Im Gegenteil, ich hatte eher das Gefühl, etwas Neues kennenzulernen, was mir ansonsten wohl für immer verborgen geblieben wäre.

    Vielleicht begann es bald nach seiner Ankunft, bei einer jener strapaziösen Mahlzeiten, als er neben mir saß und ich sah, dass seine Handflächen – trotz der leichten Bräune von einem kurzen Aufenthalt in Sizilien im Frühsommer – die gleiche Farbe hatten wie die helle weiche Haut seiner Sohlen, der Hals, der Unterarme an den Stellen, an die nicht viel Sonne kam. Fast ein helles Pink, glatt und glänzend wie ein Eidechsenbauch. Intim, züchtig und unberührt, wie verlegene Röte auf dem Gesicht eines Athleten oder ein Sonnenuntergang nach einem Gewitter. Es verriet mir Dinge über ihn, nach denen ich nie zu fragen gewagt hätte.

    Bei der Geschichte von Elio und Oliver geht es keinesfalls um ein Coming out. Es geht um die Erkenntnis, dass man sich nicht festlegen muss, dass man Menschen einfach lieben und anziehend finden kann, unabhängig vom Geschlecht. So handelt es sich hierbei zwar eher um Bi- als um Pansexualität, doch eigentlich geht es genau darum, dass diese festen Kategorien eher keine Rolle spielen. Es geht um körperliche Anziehung, aber auch das Gefühl, sich zu jemandem intellektuell hingezogen zu fühlen. Seine Eigenen Fantasien auszuleben, um herauszufinden, was einen glücklich macht. Ohne Kompromisse, ohne Einschränkungen. Und vor allem ehrlich.

    Vom sexuellen, bzw. erotischen Aspekt wurde hier unglaublich offen an das Thema herangegangen, was mich doch überrascht hat. Doch diese Mischung mit dem Schreibstil und den so entwaffnenden Gedankengängen des Protagonisten waren einfach ein harmonisches Leseerlebnis, wie ich es bisher noch nicht erlebt habe.

    Ich denke, ich spreche nicht nur für mich, wenn ich sage, dass die Phase zwischen der Jugend und dem Erwachsenwerden etwas sehr prägnantes und einzigartiges ist. Dass Gefühle entstehen, die einen sehr lange begleiten und auch zeichnen, einem eine gewisse Orientierung fürs Leben geben.
    So konnte ich aus Call Me by Your Name unglaublich viel mitnehmen, zum einen habe ich mich ein wenig zurückversetzt gefühlt und auf der anderen Seite habe ich so viel Neues entdeckt, das mich bereichert hat.
    Eine wunderschöne und zugleich traurige Sommergeschichte. Ein Erlebnis, auf das man sich einlassen können muss – die zwar sehr eigen ist, aber genau dadurch überzeugen kann.

    FAZIT

    André Aciman, konnte mich mit seinem Roman Call Me by Your Name nicht nur fordern, sondern vor allem auch bereichern. Eine melancholische und zugleich befreiende Geschichte von Liebe, ersten Erfahrungen und dem Leben selbst. Mit einem doch eher eigenen Schreibstil, den ich persönlich doch auch ein wenig anspruchsvoller fand, war das Werk wahrlich eine Abwechslung für mich.

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    weinlachgummis avatar
    weinlachgummivor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Eine sehr intensive Liebesgeschichte
    Call Me by Your Name

    *Kurzmeinung*


    Ich war wirklich sehr gespannt auf die Geschichte von Elio und Oliver, angefixt wurde ich von diversen Damen auf Instagram. Ich lese ja wirklich sehr gerne Geschichten mit zwei männlichen Protagonisten. Und dieses Buch habe ich mir extra für meinen Italien Urlaub aufgehoben, da die Geschichte fast ausschließlich in Italien spielt.

    Zunächst hatte mir der Schreibstil von André Aciman etwas zu schaffen gemacht. Zum Teil hat er extrem lange Sätze, deren Sinn mir erst beim Zweiten oder zum Teil Drittel mal lesen völlig begreiflich wurde. Außerdem schreibt er sehr poetisch. Ich fand seinen Stil außergewöhnlich, aber trotzdem ansprechend, da er zu der Geschichte gut gepasst hat.

    Ich habe lange überlegt, wie ich das Buch finde. Das Ende hat mich sehr bewegt und ich habe fürchterlich in meiner Hängematte irgendwo auf einem Dach in Neapel geweint, immer wieder liefen die Tränen. Emotional konnte mich die Geschichte also völlig mitnehmen.

    Was daran lag, dass die Geschichte so intensiv war. "Call me by your name and I'll call you by mine" trifft es da sehr gut. Man merkt als Leser sehr deutlich, wie intensiv die Gefühle der beiden sind. Wie groß die Anziehungskraft, aber auch die Gefühle sind. Und umso mehr trifft einen der Ausgang der Geschichte. Es gab einzelnen Szenen, Stichwort Pfirsich, da weiß ich immer noch nicht genau, was ich davon halten soll. Aber ich werde einen Pfirsich definitiv nicht mehr mit den gleichen unschuldigen Augen sehen, wie davor.

    Fazit:
    Eine extrem intensive Liebesgeschichte.
    "Call me by your name and I'll call you by mine"
    Man merkt als Leser sehr deutlich, wie nahe sich die beiden sind.
    Der Stil war besonders, nicht so einfach zu lesen, dafür aber eindringlich und poetisch.
    Ich werde Pfirsiche nie mehr so sehen wie davor, da sie mich wohl immer an diese besondere Liebesgeschichte erinnern werden.

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    C
    csevolvvor 2 Monaten
    sehr, sehr schön ...

    Diese Geschichte hat mich ganz besonders berührt. Ein 17-jähriger, der sehr verwirrt ist und sich zwischen zwei Leben wiederfindet. In dem einen will er die Frau, in dem anderen liebt er Oliver. Und diese Liebesgeschichte ist so wunderschön. 
    Sie fängt zwar unglaublich klein an, aber sie entwickelt sich zu etwas Starkem, das wirklich wunderschön ist.  
    Elio ist wirklich ein sehr feinfühliger und emotionaler Mensch, der verwirrt ist und es vermutlich nicht einfach hat auf dieser großen Welt. Ich fand es sehr schön, wie er sich entwickelt hat.
    Oliver ist sehr gebildet, hat seine eigene Meinung und vertritt diese auch. Dennoch lässt er sich auf etwas Geheimnisvolles ein, was beide verbindet. Was Beide grenzenlos glücklich macht. 
    Der wunderbare SChreibstil des Autors hat das ganze nur noch besser gemacht. Es hat zwar Konzentration erfordert, aber es war jede Zeile wert, die geschrieben wurde.

    Das Buch ist wirklich ganz wunderbar und ich bin schon sehr gespannt auf den Film, den werde ich mir nämlich sofort auf DVD ansehen. 

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    Paulina95s avatar
    Paulina95vor 4 Monaten
    Besonders, aber nicht perfekt

    Eigentlich hatte ich bisher nur Gutes von dem Buch gehört und rein vom Inhalt her klang es auch so, als würde es perfekt zu meinen Büchervorlieben passen. Leider hat mich die Geschichte um Elio und Oliver nicht so richtig überzeugen können. Grundsätzlich ist „Call Me by Your Name“ eine wunderschöne, traurig-tragische Liebesgeschichte mit einem sommerhaften und wehmütig-nostalgischen Setting. All dies wurde vom Autor auf leise Weise gekonnt in Szene gesetzt, so dass ein sehr dicht gestricktes, eindringliches und unter die Haut kriechendes Drama dabei herausgekommen ist, dessen mit ihm einhergehenden Emotionen man sich nur schwer entziehen kann. Dennoch trägt Aciman nie zu dick auf oder erzeugt künstliches Drama, wo keines ist. Alles wirkt sehr realitätsnah und dadurch umso berührender. Gerade diese Stimmung und der schwermütige Stil ziehen sich durch den ganzen Roman und haben noch lange nachgewirkt. Genau mein Ding. 
    Nun, was ist es, das mir dann nicht so gut gefallen hat?
    Für mich hätte die Geschichte etwas stärker gestrafft werden können. Es gab meinem Empfinden nach kaum Szenen, die irgendwie herausgestochen wären. Alles war sehr monoton und gleichbleibend und barg zahlreiche Wiederholungen von alltäglichen Begebenheiten, wodurch sich der Roman schon etwas gezogen hat. Auch dreht sich Elio mit seinen Gedankenspiralen bezüglich Oliver teilweise ziemlich im Kreis, was einerseits authentisch sein mag, mir andererseits doch ein bisschen zu viel wurde. Für mich wäre hier weniger wahrscheinlich sogar mehr gewesen.
    Ich gestehe, dass mir die Verfilmung von „Call Me by Your Name“ (vor allem auch in dieser Hinsicht) deutlich besser gefallen hat als das Buch (ich habe zuerst das Buch gelesen). So würde ich den Film auch eher empfehlen als die Romanvorlage, wobei ich denke, dass die von mir kritisierten Aspekte durchaus so empfunden werden könnten, dass sie das Erleben der Geschichte nur noch intensivieren. Ich hätte mir jedenfalls gewünscht, dass mich „Call Me by Your Name“ noch etwas stärker mitgerissen und aufgewühlt hätte. 

    So oder so ein besonderes Leseerlebnis und eine Hommage an die Liebe mit all ihren Sonnen- und Schattenseiten. 

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    PagesofPaddys avatar
    PagesofPaddyvor 5 Monaten
    Ein wunderschönes Buch

    Bis zu diesem Buch habe ich noch nie eine wirkliche Romanze gelesen. Ist mir meistens einfach zu dumm. Mag ich nicht. Und trotzdem hat mich dieses Buch mehr als gegeistert. Ich hatte von dem Film gehört und habe mich sehr dafür interessiert. Habe den Film dann jedoch aus den Augen verloren aber als er vor kurzen mit dem Oscar (für das beste adaptierte Drehbuch) prämiert wurde rückte er wieder in mein Blickfeld. Nachdem ich dann realisierst hatte, dass der Film eine literarische Vorlage hat, war ich natürlich sofort los und hab es mir gekauft. Was für ein wunderbares Buch! Ich habe selten ein so eleganten, schönen Text gelesen. Die ganze Geschichte ist einfach soo intim und soo intensiv; ganz, ganz bemerkenswert. Wie Amdré Aciman es schafft dem ganzen eine solche Würde und eine solche Eleganz zu geben, Weltklasse! Der Text ist teilweise blumig, immer um viele verschiedenen Nuancen bemüht und nie platt. Wie gesagt, in der Form habe ich so etwas noch nie gelesen. Die Hauptfiguren Elio und Oliver sind einfach was ganz besonderes. Alles wird so kraftvoll und gleichzeitig zart und zerbrechlich erzählt. Es ist für mich, ein großer Genuss gewesen. Ein wahres Highlight und ganz sicher unter den besten Büchern meines persönlichen Jahresrückblicks. Es ist bestimmt nicht für jeden geeignet aber wow, was für ein außergewöhnliches Buch.

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    Frau-Aragorns avatar
    Frau-Aragornvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Herzzerreißend schön!
    Herzzerreißend schön

    Anlässlich der Oscarnominierung für das aus diesem Buch adaptierte Drehbuch fand ich es an der Zeit den Originalroman zu lesen. 
    Nun kann ich nur sagen, dass ich mich sehr darauf freue zu sehen was Irving aus dieser Vorlage geschaffen hat. Wie ich seine Arbeit kenne,  kann es nur großartig sein. Wenn es dem Filmteam gelungen ist, auch nur die Hälfte an Emotion rüberzubringen, wie das Buch, habe ich keinerlei Zweifel. 


    Die Geschichte von Elio und Oliver ist eine Geschichte über das Leben, die Liebe und den Weg zu sich selbst, die verpackt ist, in eine Hülle wunderschön poetischer und bildhafter Sprache. 
    Sie zerreißt einem das Herz und dient gleichzeitig als Seelentrost. 


    Einzig und allein ein Kritikpunkt: der von Oliver so oft verwendete Ausspruch "later" gibt überhaupt keinen Sinn, wenn man ihn als "später" übersetzt. Was haben sich Lektor und Übersetzer dabei nur gedacht?!? 


    Nichtsdestotrotz ein wundervoller, herzerwärmendes Stück Literatur, das man nur weiter empfehlen kann. 

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    Nespavanjes avatar
    Nespavanjevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine italienische Liebesgeschichte zwischen zwei Männern - poetisch und wunderbar geschrieben! Unbedingt auch die Verfilmung ansehen!
    Eine italienische Liebesgeschichte

    In der schwülen Hitze eines italienischen Sommers verliebt sich der 17-jährige Elio, der klug und launisch ist, zum ersten Mal. Sein Angebeteter ist ein 25-jähriger amerikanischer Mann namens Oliver, der den Sommer lang im Haus Elios Eltern wohnt. Am Ende dieses Sommers wird Elio Dinge über sich selbst entdeckt haben, die er niemals für möglich gehalten hätte. Er wird erkannt haben, dass der Liebe, obwohl sie wunderbar ist, auch etwas Grausames und Unbeständiges innewohnt.


    Ruf mich bei deinen Namen - ist ein gutes Beispiel dafür, dass es sich lohnt weiterzulesen, auch wenn der Anfang ein wenig holprig daherkommt und die etwas gestelzte und affektierte Erzählweise sogar ein wenig abschreckt. Meine Résistance verging sehr schnell und vor mir entblößte sich ein wunderbarer Roman der atmosphärisch sehr dicht erzählt ist und von einer aufkeimenden, ersten Verliebtheit handelt. Dabei kommt diese in den Anfängen der 80er Jahre spielende Geschichte mit sehr wenigen direkten Dialogen aus. Ich habe dieses Buch regelrecht aufgesogen und es war nach 2 Tagen ausgelesen. Es ist einer der wenigen Romane, bei dehnen ich mir wünschte, dass sie nie Enden mögen.


    Was mich besonders freut ist, dass dieses Liebesdrama im Jahr 2016 verfilmt wurde und bei der heurigen Berlinale sehr gut angekommen ist. Es versteht sich von selbst, dass er nun auf meine Wunschliste gelandet ist.

    Kommentare: 2
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    Deana1980s avatar
    Deana1980vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein sinnliches, behutsames, einfühlsames Buch mit viel Anspruch. Keine typische "Gay-Romance" Story.
    Was passiert da gerade? ;-)

    Diese Frage habe ich mir tatsächlich so manches Mal gestellt, beim Lesen dieses Buches. Es hat seinen Charme... keine Frage. Vieles ist umschrieben - nicht direkt geäußert - es schwingt immer mal was Verruchtes mit. Aber so manches Mal habe ich einen Satz mehrfach lesen müssen und habe mich wirklich gefragt: WAS passiert da? Ich fand es teilweise wirklich wahnsinnig schwierig zu lesen. Es hat Stil und es ist schon mehr gehobene Literatur aus dem Bereich der Gay-Stories.

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    CherryblossomBooksvor 2 Monaten
    Ich freue mich auf das Buch.
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