André Aciman Ruf mich bei deinem Namen

(79)

Lovelybooks Bewertung

  • 63 Bibliotheken
  • 2 Follower
  • 1 Leser
  • 19 Rezensionen
(44)
(21)
(10)
(4)
(0)

Inhaltsangabe zu „Ruf mich bei deinem Namen“ von André Aciman

»Dieser Sommer möge niemals enden ...« Völlig überraschend trifft Elio seine erste große Liebe: Der Harvard-Absolvent Oliver ist für sechs Wochen bei Elios Familie an der italienischen Riviera zu Gast, wo er ein Buch abschließen will. Oliver ist alles, was Elio will, vom ersten Moment an. Die Zuneigung ist gegenseitig, doch Schüchternheit und Unsicherheit veranlassen beide zur Zurückhaltung. Ein fast unerträgliches Spiel von Verführung und Zurückweisung beginnt. In einem kurzen Sommer zwischen Obsession und Angst, Verlangen und Verzweiflung suchen zwei Menschen nach dem Augenblick der absoluten Erfüllung.

Ein sinnliches, behutsames, einfühlsames Buch mit viel Anspruch. Keine typische "Gay-Romance" Story.

— Deana1980

Wunderschön, ehrlich, intensiv, intim, sehnsüchtig, poetisch, melancholisch und vor allem menschlich. Dieses Buch werde ich nicht vergessen!

— loveisfriendship

Stöbern in Liebesromane

Crashed (Unfolding 3)

Auch der dritte Teil ist eine Gefühlsachterbahn ❤️.

tinca0

Feel Again

„Feel Again“ hat mich total gefesselt und ich habe mich vor allem in Sawyer verliebt, denn sie ist eine aufregende Protagonistin.

buecherwurmsophia

Chaosliebe (Die Chaos-Reihe 3)

Ich liebe diese Trilogie!!! Geiler Humor. Leichter Schreibstil. Chaotische Protagonistin. Tolle Charaktere. Schönes Setting.

Buecherwurm22

Sieben Tage voller Wunder

Die Charaktere sind sympathisch und die Geschichte konnte mich gut unterhalten.

misery3103

Wer früher küsst, ist länger verliebt

Eine schöne Geschichte über Entscheidungen, Liebe, Angst, Kunst, Filmemacherei, Geheimnis, Freundschaft – und unerwartete Ereignisse.

peedee

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Was passiert da gerade? ;-)

    Ruf mich bei deinem Namen

    Deana1980

    12. March 2017 um 15:28

    Diese Frage habe ich mir tatsächlich so manches Mal gestellt, beim Lesen dieses Buches. Es hat seinen Charme... keine Frage. Vieles ist umschrieben - nicht direkt geäußert - es schwingt immer mal was Verruchtes mit. Aber so manches Mal habe ich einen Satz mehrfach lesen müssen und habe mich wirklich gefragt: WAS passiert da? Ich fand es teilweise wirklich wahnsinnig schwierig zu lesen. Es hat Stil und es ist schon mehr gehobene Literatur aus dem Bereich der Gay-Stories.

    Mehr
  • Rezension zu "Ruf mich bei deinem Namen" von André Aciman

    Ruf mich bei deinem Namen

    JulesB

    Elios Eltern nehmen in jedem Sommer einen Studenten auf, der bei ihnen ungestört lernen kann. Dieses mal ist es Oliver, welcher in Elio schon nach kurzer Zeit in ein regelrechtes Gefühlschaos stürzt. Auch Oliver geht es nicht anders und nach und nach entsteht zwischen ihnen ein Spiel, in welchem sie sich mehr und mehr annähern. Es beginnt ein Sommer voller Leidenschaft. Das Buch verzaubert einen förmlich mit seiner poetischen, intelligenten und intensiven Sprache, auch wenn diese Aspekte es natürlich zu einem anspruchsvollen Leseerlebnis machen. Die Geschichte dazu ist nicht weniger intensiv und besticht durch das zarte Annähern, das leidenschaftliche Begehren und die großen Gefühle. Man könnte sagen, dass sich in dem Buch durchaus auch einige Klischees verstecken, was dem ganzen aber an sich keinen Abbruch tut. Wer sich mit anspruchsvoller Literatur auseinandersetzen möchte, ist hier genau richtig. Eine ausführlichere Rezension gibt es auch auf meinem Blog: www.julesbunteweltderbuecher.blogspot.de

    Mehr
    • 3
  • Sehnsucht und Sinnlichkeit

    Ruf mich bei deinem Namen

    Rosha

    26. September 2013 um 13:30

    Es ist kein Liebesroman. Es ist ein Sehnsuchtsroman. Der 17-jährige Elio weiß um seine homosexuellen Neigungen, auch wenn er sie zu verdrängen versucht. Doch die künstlich errichteten Schranken kommen ins Wanken, als er Oliver kennenlernt. Ab diesem Moment beginnt ein innerer Kampf, ein Wechselbad der Gefühle, das zwischen Begehren, Sehnsucht, Verzweiflung, Traurigkeit und Aufbegehren schwankt. Elio kann Oliver nicht einschätzen, fühlt sich von ihm brüskiert und zurückgewiesen. Er versucht auf Distanz zu gehen, kann der Anziehungskraft des sieben Jahre älteren Mannes jedoch nicht widerstehen. Elio ist der Ich-Erzähler dieses Romans. Der Leser erhält tiefe Einblicke in seine Gedanken und Gefühle, weiß in Bezug auf Oliver nicht mehr als er. Man hofft, bangt, zweifelt und fühlt mit Elio, wird eingefangen von der Schwüle des italienischen Sommers, der diese Geschichte durchdringt. „Ruf mich bei deinem Namen“ ist ein gefühlvolles, ein eindringliches, ein sinnliches Buch. Wer jedoch explizite Sexszenen erwartet, wird enttäuscht. Und doch wuchert der Autor mit Szenen höchster Intimität, die atemlos machen. Wer wissen will, wie Lust, ein reifer Pfirsich und eine zu Herzen gehende Geste tiefer Liebe zusammenhängen, der muss dieses Buch einfach lesen. Ebenso, wenn man den Sinn des Titels begreifen will. Er ist die Essenz der Verbindung, die zwischen Elio und Oliver existiert. Lange habe ich über den Handlungszeitrahmen gerätselt, bis er relativ spät im Buch erwähnt wurde: Gezeigt wird ein Sommer in der Mitte der 1980er-Jahre. Meiner Meinung nach ist der zeitliche Bezug wichtig für die Geschichte, um den gesellschaftlichen Umgang mit Homosexualität in Relation setzen zu können. Und dann gibt es noch diese Textstellen, die zum mehrmaligen Lesen einladen, weil sie so kraftvoll, so wahr und einfach schön sind: S. 82 Wollte ich sein wie er? Wollte ich er sein? Oder wollte ich ihn nur haben? Oder sind „sein“ und „haben“ völlig unzureichende Vokabeln in dem verschlungenen Strang des Begehrens, wo es auf das Gleiche herauskommt, ob man eines Menschen Körper zum Berühren hat oder der Jemand ist, den wir so gern berühren möchten – gegenüberliegende Ufer eines Flusses, der von uns zu ihnen geht, zurück zu uns und wieder hin zu ihnen in ewigem Kreislauf, wo den Kammern des Herzens – wie den Falltüren des Begehrens und den Wurmlöchern der Zeit und den Schubfächern mit dem falschen Boden, die wir Identität nennen – eine verführerische Logik eignet, nach der die kürzeste Entfernung zwischen dem wirklichen und dem ungelebten Leben, zwischen dem, was wir sind und was wir wollen, eine mit der koboldbösen Grausamkeit eines M.C. Escher konstruierte Wendeltreppe ist.

    Mehr
  • Rezension zu "Ruf mich bei deinem Namen" von André Aciman

    Ruf mich bei deinem Namen

    Koriko

    05. December 2012 um 07:31

    Elio ist 17 Jahre alt und verbringt die Sommer in der großen Villa seiner Eltern in Italien. Diese geben jedes Jahr einem jungen Studenten oder Doktorant die Möglichkeit die Sommermonate in ihrem Haus zu verleben. Die Wahl des Sommergastes fiel dieses Jahr auf Oliver, einem Harvard-Absolventen, der Elio vom ersten Moment an den Kopf verdreht. Dennoch wagt er es jedoch nicht diesem seine Gefühle zu gestehen. Stattdessen testet er aus, wie nah er dem Schriftsteller kommen kann, ohne sich zu verraten, beobachtet ihn ausgiebig und versucht herauszufinden, was Oliver über ihn denkt. Es beginnt ein Spiel über Annäherung und Distanz, Verführung und Zurückweisung, gespickt mit Unsicherheit und Begehren. Denn gerade für Elio ist es die erste große Liebe und es fällt ihm schwer seine eigenen Gefühle und Gedanken im Zaum zu halten. Doch auch als sich die beiden näher kommen, und Oliver auf das Hin und Her zwischen ihnen einsteigt, wird beiden bewusst, dass die sechs Wochen, die Oliver in Italien verbringt, nur von kurzer Dauer sind... Ruf mich bei deinem Namen" stammt aus der Feder André Acimans, der mit einer sehr bildgewaltigen und poetischen Sprache über die erste Liebe und die damit vebundenen Probleme schreibt. Elio ist dabei Perspektivträger. Alles wird aus seine Sicht erzählt, so dass der Leser auch die Verwirrung des jungen Mannes hautnah miterlebt und einen tiefen Einblick in die Gefühlswelt des Protagonisten erhält. Trotzdem bleibt der Charakter unerwartet blass und nur schwer nachvollziehbar. Vielleicht liegt das an seiner Verliebtheit, den verqueren Gedanken, mit dem er sich beschäftigen muss, oder seine eigenen Unfähigkeit auf andere zuzugehen. Oliver ist in dieser Beziehung ähnlich, so dass es dem Leser schwer fällt den beiden Charakteren zu folgen. Das Spiel wird in die Länge gezogen, insbesondere da Elio bei seinen Erzählungen in den Zeitebenen springt, so dass man schnell den Überblick verliert. Es mangelt an Kontinuität und damit wird es schnell langweilig. Es passiert im Grunde sehr wenig und das was passiert wird dank Elios Gefühlschaos so durcheinander erzählt, dass man vieles nur schwer nachvollziehen kann. Der Handlungsbogen ist langatmig und unausgereift, die Charaktere entwickeln sich zwar, jedoch erst in dem Epilog, als Jahrzehnte vergangen sind und nicht während ihrer Beziehung. Ruf mich bei deinem Namen" scheint, obgleich es eine sechswöchige Liebesgeschichte ist kein Anfang und kein Ende zu haben. André Aciman dreht sich immer um dieselben Probleme, so dass er kaum von der Stelle kommt. Sprachlich ist der Roman wirklich gut. André Acimans Roman hat eine sehr ausgereifte, bildliche Sprache, die den Leser mitreißt und das sommerliche Italien hautnah erleben lässt. Auch die inneren Monologe Elios sind sehr gut umgesetzt (nur eben zu langatmig und als Stilmitte zu oft eingesetzt). Es gelingt ihm die Verwirrung der ersten Liebe, insbesondere da sie homoerotisch ist, sehr einfühlsam umzusetzen, ohne jemals zu romantisch oder kitschig zu werden. Zudem entsteht eine Geschichte, die sich nicht auf die Problematik Homoerotik konzentriert, sondern allgemein zwei verliebte Menschen ins Zentrum stellt, was er auch sehr oft dadurch unterstreicht, dass er nicht von Männern, sondern von Menschen spricht. Insgesamt ist Ruf mich bei deinem Namen" Geschmackssache. Wer geradlinige Bücher und einen festen Handlungsbogen mag, sollte vielleicht erst einen Blick in das Buch werfen, bevor er es sich holt. Wer keine Probleme mit Symbolik, inneren Monologen und sehr langatmigen Szenen hat, und wer das Hin und Her von zwei Männern mag, die um sich herumschleichen, wie Katzen, dem wird Acimans Buch sicherlich gefallen. Sprachlich gibt es nicht viel zu meckern, doch wirklich viel Handlung sollte man nicht erwarten. Letztendlich ist es ein Werk über die erste Liebe, in dem der Leser die Verwirrung, das Begehren und die Verletzlichkeit aus Sicht eines jungen Mannes mitbekommt, die manchmal ein wenig zu schwer nachvollziehbar ist...

    Mehr
  • Rezension zu "Ruf mich bei deinem Namen" von André Aciman

    Ruf mich bei deinem Namen

    thenight

    03. April 2012 um 18:49

    irgendwo im Buch sagt Elio, das Oliver mehr er ist, als er selber es je sein kann. Nichts könnte mehr die Zugehörigkeit zueinander, der beiden jungen Männer ausdrücken als dieser eine Satz, dieses völlige ineinander aufgehen. Eigentlich hatte ich das Buch für eine Freundin zum Geburtstag gekauft und konnte dann nicht widerstehen mal kurz reinzuschauen, ich hab es in einem Zug durchgelesen, der Schreibstil und das Spiel mit Worten des mir bis Dato, völlig unbekannten Autors haben mich gefesselt und nicht mehr losgelassen, ich war bei Elio und Oliver, habe ihre Zweifel und Ängste gespürt, mit ihnen den Sommer ihres Lebens erlebt, in dem sie eine Liebe erleben durften, die jedem Mensch gegönnt sein sollte, völlig unabhängig davon wen man liebt, Hauptsache man liebt.

    Mehr
  • Rezension zu "Ruf mich bei deinem Namen" von André Aciman

    Ruf mich bei deinem Namen

    FoxMulder

    13. March 2012 um 13:06

    Ja, das war eine schöne kleine Geschichte. Ich lese nicht oft solche Bücher, in denen nicht wirklich viel passiert außer dieser kleinen leisen Geschichte, die das Leben schreibt. Aber ich habe es sehr genossen. Wir lernen hier den 17jährigen Elio und den 24jährigen Oliver kennen, die beide fasziniert voneinander sind, es aber nicht eingestehen wollen. Oder wollen sie schon, können es aber nicht aufgrund der gesellschaftlichen Ansicht zu diesem Thema? Später erfahren wir von Elios Vater, dass alle von den beiden wussten und dass er Elio um dessen Liebe beneidete. Oliver dagegen will sich nur abwenden. Aber kann er es? Schön, sentimental und sogar ein bisschen geschichtlich. Ein tolles kleines Buch.

    Mehr
  • Rezension zu "Ruf mich bei deinem Namen" von André Aciman

    Ruf mich bei deinem Namen

    claudiaausgrone

    18. January 2012 um 21:35

    Ein sehr intensives Buch, anspruchsvoll und leicht zugleich, macht vor Tabus nicht halt, großer Lesegenuss, meisterhaft geschrieben, wunderbare Liebesgeschichte.

  • Rezension zu "Ruf mich bei deinem Namen" von André Aciman

    Ruf mich bei deinem Namen

    Franzi_babylove

    14. December 2011 um 20:18

    Ein wirklich schönes Buch über die erste große Liebe! Es ist zwar etwas schwer zu lesen, da anspruchsvoll geschrieben, aber im Grunde gut zu verstehen! Ich hab ein Stück gebraucht aber das Ende fand ich dann doch sehr bedrückend weil es so realistisch ist!

  • Rezension zu "Ruf mich bei deinem Namen" von André Aciman

    Ruf mich bei deinem Namen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    25. October 2010 um 16:24

    Es ist unglaublich heiß, kein Lüftchen regt sich, ich habe einen freien Tag und esse überteuerte Kirschen. Eigentlich bin ich zu faul zum Schreiben, weil der Laptop so heiß auf dem Schoß liegt. Aber gestern Abend habe ich ein grandioses Buch fertig gelesen – unter Tränen (schon wieder!), die mein “wasserfestes” Make-up davon schwimmen ließen. Mit diesem Buch möchte ich den Blog-Juli beginnen, denn wer das Buch noch nicht gelesen hat, sollte das schleunigst nachholen. Und der Juli ist der perfekte Monat dafür, denn es ist ein Sommerbuch. Ein Lebensbuch. Es ist ein Schatz, den ich in meinem Herzen behalten werde. Eine unglaublich schöne Liebesgeschichte, obwohl sie eigentlich so einfach ist: Es ist Sommer, sie treffen sich und wissen, dass sie nur einige Wochen miteinander verbringen werden. Sie beginnen sich anzunähern, bis ihre Liebe sie schließlich zu einem einzigen Körper verschmilzt. Da es “nur” eine Sommerliebe ist, ist von vornherein klar, dass die Trennung unvermeidlich sein wird. Als sie sich nach Jahren als Freunde wieder treffen, spürt man die Liebe, die sie jahrelang im Herzen gehütet haben, eine Liebe, die sie – trotz des eigenen Alltags – bis zum Tod verbinden wird. André Aciman hat mit seinem Buch “Ruf mich bei deinem Namen” einen sprachlich gewaltigen Roman vorgelegt, der sich ins Herz des Lesers schleicht und dort seinen Anker wirft, um für immer zu bleiben. Oliver und Elio, zwei Männer, die nicht nur Frauen lieben, (“Wir sind nicht für ein einziges Instrument komponiert”), verbringen zusammen einen Sommer voller Verzweiflung, Annäherung, Obsession, letztendlich voller Liebe. Es folgen wunderbare Liebesszenen, die alles in den Schatten stellen, was ich bisher gelesen habe. “Weil er mehr ich ist als ich selbst es sein könnte.” Emily Bronte

    Mehr
  • Rezension zu "Ruf mich bei deinem Namen" von André Aciman

    Ruf mich bei deinem Namen

    Otsuyu-Nana

    06. August 2010 um 11:06

    Der Inhalt des Buches ist schnell zusammengefasst: Der 17-jährige Elio wohnt im idyllischen Italien. Seine Familie nimmt jedes Jahr während der Sommerferien Gäste auf, doch dieses Jahr bringt dieser Feriengast einiges in Unrdnung in Elios sonst so ruhiges Leben: Oliver, 24 Jahre jung, Harvard-Absolvent und von Anfang an Elios einzige Begierde. Die Sommerwochen der beiden stecken voller Unwissen, Unsicherheit- und Liebe... Aufgrund vieler postitiver Rezensionen habe ich mir das Buch gekauft, und muss sagen: Ich war enttäuscht. Erstmal über die langwierigen Ergüsse über die Landschaft und die Umgebung: dieses klischeehafte, idyllische Bild von Italien, welches mir da vermittelt wird, ist einfach eine Spur zu perfekt. Ein bisschen ZU viel von etwas- damit lässt sich eigentlich alles in diesem Buch beschreiben. Elio, der etwas ZU normale Junge, der mich in der ersten Hälfte des Buches wahnsinnig damit genervt hat, wie er wahrlich jeden Fleck der Haut seines Angebeteten preist, wie es einer Bella Swan würdig ist. Oh, die Innenseite von Olivers Hand, zart wie eine Aprikose! Seine Hände, rosig und zart! Seine Zehen...! Zwischendurch interpretiert er alles mögliche in jede noch so banale Alltagssituation von Oliver hinein; jedes Wort, jede Bewegung wird totgeredet, bis der Leser denkt, Oliver hätte ein ganzes Evangelium an Anspielungen und Sinnblider in dem Satz "Später vielleicht" versteckt. Oliver selbst scheint mir auch ein bisschen ZU perfekt- und ein wandelndes Klischee. Der junge, natürlich bildschöne Amerikaner, der bald perfekt italienisch spricht, der gebildet ist, philosophieren kann, und, wie sollte es anders sein, natürlich von allen gemocht wird, und nett zu allen ist- nur Elio gegenüber verhält er sich manchmal merkwürdig (und jedes einzelne Wort wird von Elio natürlich bis ins kleinste Detail analysiert). Elios Familie scheint auch direkt aus einem Bilderbuch der italiensichen Familie entsprungen zu sein. Sie ist unwichtig, da sie prakitsch weder einen Konflikt auslösen, noch eine interessante Wendung oder gar einen interessanten Charakter einbringen. Nur dann und wann tauchen sie in der Handlung auf, um Zwischenbemerkungen einzuwerfen (Elios Mutter verehrt Oliver, weil dieser ja so toll ist, und der Vater gibt ab und zu ein paar belanglose Sinnsprüche von sich). Die Handlung ist für mich ebenfalls ein bisschen ZU konstruiert, und ZU klischeehaft (Für die Internetgeneration: Die Handlung entspricht einer mittelschlechten Boys-Love/Yaoi-Fanfiction). Also bitte, der geheimnissvolle Austausschüler, in den sich der Schüchterne Normalo verliebt, das arrogante Gehabe Olivers, der Elio natürlich doch liebt, ein paar Liebesszenen, Trennung, verkorkstes Leben (schliesslich verleugnet JEDER Homosexuelle Mann seine Natur, und kriegt Frau und Kinder!!!1 Das liegt bestimmt an unserer voll bösen Gesellschaft!!!1!1) Die Sprache ist ganz nett, aber nichts besonderes- da habe ich schon eine Menge weit besseres gelesen. Insgesamt gebe ich 2 Sterne, und keine Leseempfehlung- es gibt zwar mit Sicherheit schlechtere Liebesromane, aber es gibt auch bessere Bücher zu diesem Thema, und eine Menge besserer Liebesromane.

    Mehr
  • Rezension zu "Ruf mich bei deinem Namen" von André Aciman

    Ruf mich bei deinem Namen

    Dupsi

    12. June 2010 um 12:30

    So wunderschön, konnte gar nicht aufhören zu lesen! Elio ist 17 und wohnt mit seinen Eltern irgendwo in Italien. Sein Vater ist Professor. Jedes Jahr im Sommer nimmt die Familie einen Gast auf, meist junge Akademiker, damit diese in Ruhe an Veröffentlichungen arbeiten können. In diesem Jahr ist es Oliver, 24 Jahre, der an einem Buch über Heraklit arbeitet. Elio fühlt sich von Anfang an zu ihm hingezogen. Und auch Oliver scheint es nicht anders zu gehen,. Doch die beiden sind schüchtern, die beiden schüchternsten Menschen der Welt, was oft zu Missverständnissen führt, Unsicherheit heraufbeschwört. Doch umso intensiver wird der Weg zueinander empfunden. Das Buch ist aus der Sicht Elios geschrieben. Dessen Unsicherhert und auch die Olivers werden so gut beschrieben, dass man sie fast selbst empfindet. Mitledet, wenn Elio sich fragt, ob Oliver das gleiche empfindet wie er. Ein einziger Sommer, der nie vorbeigehen soll. Doch er geht vorbei, egal wie wenig man es will. Dieses Buch hat mich begeistert. Es ist kein 08/15-Buch. Es hat Tiefgang. ist emotional. Die Thematik wird nicht oberflächlich behandelt oder als Nichtigkeit abgetan. Es ist etwas ganz besonderes und ich weiß, dass ich dieses Buch bestimmt nicht zum letzten Mal gelesen habe. Wenn ich könnte, würde ich mehr Sterne geben, doch da nur 5 möglich sind, sind es nur 5.

    Mehr
  • Rezension zu "Ruf mich bei deinem Namen" von André Aciman

    Ruf mich bei deinem Namen

    SurahiBeluga

    25. November 2009 um 18:29

    Die Geschichte einer Sommer- und Jugendliebe, über weite Strecken sehr einfühlsam und feinsinnig geschrieben; zur Pubertätserotik gehört natürlich ein sich stets zehrendes Verlangen und explizite Schilderungen, davon sollte sich der Leser aber nicht abschrecken lassen. Was mich störte, daher nur drei Sterne, war doch der sehr literaturwissenschaftlliche und noch viel "feinsinnigere" Hintergrund der Handlung, die Gelehrtenvilla, der siebzehnjährige Professorensohn, der alles kennt und alles gelesen hat, der einfühlsame und verständnisinnige Vater - das wirkt alles ein bißchen zu sehr kalkuliert und komponiert, und ist vielleicht auch nur der feuchte Traum des ebenso feinsinnigen (wahl-)amerikanischen Hochschulprofessors André Aciman. Ändert aber nichts daran: "Ruf mich bei Deinem Namen" würde ich meinem sechzehnjährigen Sohn sofort in die Hand drücken. Es gibt viele, sehr viele, sehr viel schlechtere Liebesromane.

    Mehr
  • Rezension zu "Ruf mich bei deinem Namen" von André Aciman

    Ruf mich bei deinem Namen

    Nanaja

    22. April 2009 um 10:28

    Ja, das Buch ist zum Weinen schön. Es ist im Übrigen völlig egal, dass es sich hier um zwei junge Männer handelt (denn ich wünsche dem Buch, dass es kein Schattendasein in der gay-literature-Ecke fristet); jedem Menschen, der kein Herz aus Stein hat, werden wohlige Schauer den Rücken hinunterlaufen. Warum ist das Büchlein so schön? Weil Elio, der siebzehnjährige Protagonist (ach, die allwissende Jugend!), uns in seine Seele blicken lässt, so tief und grausamschön, wie ich es selten gelesen habe. Weil selbst Platitüden und Allgemeinplätze schön sein können. Und weil das Buch nicht nur von einer "Liebe, die einen Sommer währte" handelt, sondern von viel mehr: vom Erwachsenwerden, vom Reifen, von Selbsterkenntnis, von Erinnerungen, von Begegnungen und Geschehnissen, die das Leben verändern, vom "was wäre, wenn" und vor allem von der Freundschaft. Ja, das kennt man alles von sich selber. Aber es so zu beschreiben, so tief und wahrhaftig und furchtbar, das ist wirklich zum Weinen schön. Der Basler Kulturhistoriker Jacob Burckhardt sagte: "Die Poesie hat ihre Höhepunkte, wenn sie dem Menschen Geheimnisse offenbart, die in ihm liegen und von welchen er ohne sie nur ein dumpfes Gefühl hätte." Genau so. P.S.: Wer das Buch verfilmt, wird von mir höchstpersönlich geteert und gefedert!

    Mehr
  • Rezension zu "Ruf mich bei deinem Namen" von André Aciman

    Ruf mich bei deinem Namen

    streuverlust

    03. January 2009 um 00:28

    Eine wunderschöne Liebesgeschichte und ein wunderbarer Stil.

  • Rezension zu "Ruf mich bei deinem Namen" von André Aciman

    Ruf mich bei deinem Namen

    Irrlicht

    15. September 2008 um 19:32

    Das ist sooooooo schön^^

  • weitere
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks