André Aeskinger Die Wächter der Nimmersterne: Donner

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Inhaltsangabe zu „Die Wächter der Nimmersterne: Donner“ von André Aeskinger

EIN ABENTEUER BEGINNT In einer Welt, in der die "Artefakte" den Menschen atemberaubende Fähigkeiten verleihen, sucht ein gesichtsloser Schrecken Starfall heim. Die Zukunft des Inselkönigreichs ruht auf den Schultern des ungleichen Duos Anthony und Vivienne, denen - unschuldig wegen Mordes gejagt - keine andere Wahl bleibt, als einander zu vertrauen, wollen sie überleben und den Dämonen ihrer Vergangenheit die Stirn bieten. Dabei kommen sie nicht nur der unglaublichen Wahrheit über die Natur der Artefakte näher, sondern auch einander...

Actionreicher Höllenritt für Steampunk-Freunde

— Jery
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    Die Wächter der Nimmersterne: Donner

    Jery

    15. February 2015 um 18:47

    Actionreicher Höllenritt für Steampunk-Freunde Inhalt: Im Inselreich Starfall erleichtern Artefakte den Menschen das Leben und verleihen ihnen unglaubliche Fähigkeiten. Einst aus dem Meer geborgen, ist ihre genaue Herkunft unbekannt, ihre Funktionsweise trotz Jahrzehnten der Forschung ein Rätsel. Anthony Haynes lebt vom Handel mit Artefakten. Dass er dabei nicht immer mit legalen Mitteln vorgeht, passt zu seiner Rolle als selbsternannter letzter Pirat von Starfall. Seit der Ermordung seines Vaters ist er auf der Suche nach Antworten - warum musste sein Vater sterben, was hat die Herkunft der Artefakte damit zu tun und wo kommt der Donner her, der Anthony in Albträumen heimsucht? Während eines Spiels, dessen Gewinn Artefakte sind, wird Starfall von einem unbekannten Gegner aus der Luft angegriffen. Scheinbar geht es um den Diebstahl der Artefakte, doch dass weit mehr dahinter steckt, erfährt Anthony schneller als ihm lieb ist - plötzlich wird er wegen Mordes gesucht. Und nicht nur er wird gejagt, auch die Mechanikerin Vivienne Maiden steht unter Mordverdacht. Um ihre Unschuld zu beweisen, arbeiten sie notgedrungen zusammen. Vivienne will weder mit Anthony noch mit mysteriösen Überfällen etwas zu tun haben. Sie lebt und arbeitet für den einen Tag im Jahr, an dem sie ihre Tochter sehen darf, die seit der Scheidung bei ihrem Ex-Mann lebt. Beide versuchen ihre Unschuld zu beweisen und verfolgen die Spur der Artefakte zum Gegner Starfalls und zu ihrem Ursprung auf dem Meeresgrund. Anthony muss sich den Geistern seiner Vergangenheit stellen, die unerwartet zum Leben erwachen, während Vivienne ihren eigenen, sehr leibhaftigen Dämon bekämpft. Dabei wird aus ihrer Zweckgemeinschaft echte Freundschaft und vielleicht sogar mehr, wenn sie es schaffen, das Geheimnis um die Natur der Artefakte zu lüften. Zusammen kämpfen sie um ihr Leben, das Leben von Vivs Tochter und die Zukunft ganz Starfalls. Meine Meinung: Der Roman hat einen spannenden Einstieg - Anthony weiß, dass er gerade vergiftet wurde und stellt sich trotzdem einer Partie eines Spiels um Artefakte. Ich wollte sofort wissen, wie es dazu kam, warum er weiterspielt und was es mit den Artefakten auf sich hat, deren Funktionsweise er instinktiv erkennt. Und wurde erst mal enttäuscht. Statt eines aufregenden Spiels um das Gegengift wurde ich mit Namen und großteils englischen Begriffen erschlagen, die in mich in dieser geballten Form in Verwirrung stürzten. Als das Kapitel mit einer Explosion endet, wusste ich noch nicht einmal, WO Anthony überhaupt ist. Das 2. Kapitel begann mit einem Charakter, der großen Raum erhielt, um bis auf eine Erwähnung nie wieder eine Rolle zu spielen. Dass es zeitlich VOR dem 1. Kapitel spielt, machte es nicht leichter, der Handlung zu folgen - ich wollte wissen, wie es mit Anthony weitergeht und nicht, wie die Mechanikerin zu dem Spiel gestoßen war. Mit dem 3. Kapitel nimmt die Geschichte deutlich Fahrt auf, ich bekam endlich ein Gefühl dafür, wo der Roman spielt und um was es geht. Eine wilde Verfolgungsjagd, die mich an den Bike-Ritt durch die Wälder von Endor erinnerte (was immer ein Kompliment ist) führte zum näheren Kennenlernen von Anthony und Vivienne, und von da an strebte das Buch mit einem Höllentempo dem Höhepunkt entgegen. Die wenigen ruhigeren Stellen brauchte ich als Leser dringend, um zu verschnaufen und mich zu orientieren. Die Charaktere sind zu Beginn etwas zu sehr "on the nose" - der Leser bekommt deutlich gesagt, was ihre Einstellung ist und was sie antreibt, sie erhalten aber schnell echte Tiefe. Beide HCs haben eine tragische Vergangenheit hinter sich, was ihr gemeinsamer Boden für eine engere Verbindung ist. Anthony hat den gewaltsamen Tod seines Vaters nie überwunden. Von Albträumen gepeinigt, hat er sein ganzes Leben der Erforschung der Natur der Artefakte gewidmet. Es bleibt kein Platz für Freunde und Beziehungen, und genauso mag er es. Ich brauchte einige Zeit, um mit ihm warm zu werden, weil seinen egoistischen Handlungen keine ausgleichenden Gedanken gegenüberstanden, die Zweifel enthüllt hätten. Erst in Kapitel 10 wurde er mir wirklich sympathisch, als er die Maske fallen lässt und den guten Kern zeigt, der in ihm steckt. Viviennes Selbstwertgefühl wurde ihr durch ihren Ex-Mann gründlich ausgetrieben. Es dauert lange, fast zu lange, bis sie endlich Widerstand leistet und nicht mehr widerspruchslos alles mit sich machen lässt. Gegen Ende hin wollte ich sie mehr als einmal schütteln und wurde durch eine grandiose Wendung belohnt, bei der sie alles rauslässt, was sich über die Jahre in ihr angestaut hat. Die Liebesgeschichte zwischen den beiden entwickelt sich langsam. Keine Insta-Love, keine glühenden Liebesschwüre, keine Gefühle, die allein über körperliches Verlangen definiert werden, und das mochte ich sehr. Aus Streitduellen über Waffenstillstand und einem Bündnis, das beiden nützt, wird Freundschaft. Die Beziehung gewinnt in beider Leben immer mehr an Bedeutung, ohne dass darunter die Suche nach dem Ursprung der Artefakte leidet. Höhepunkt ist ein Kuss, der in seiner epischen Beschreibung die Romantikerin in mir aufseufzen ließ. Leider bekam mein innerer Romantiker kein weiteres Futter, was ich ein bisschen schade fand. Die Nebencharaktere bekommen naturgemäß weniger Raum zur Entfaltung, entwickeln allerdings durchaus ein Profil. Viviennes Tochter Liv ist eines der wenigen Kinder in Büchern, die mich nicht nervten, was ich von Papagei Polly nicht behaupten kann. Der Wirt Bailey hat einiges wiedergutzumachen, verblasst aber neben dem ehrgeizigen Gardisten Finley, der einfach nicht totzukriegen ist. Ihn mochte ich von allen NCs am liebsten - er konnte es nicht verwinden, dass eine Frau besser sein sollte als er, und stürzte sich trotzdem in den Kampf an ihrer Seite. Aeskinger arbeitet mit ungewöhnlichen Metaphern und hat dabei eine 50%ige Erfolgsquote. Bei der Hälfte musste ich lachen, weil das heraufbeschworene Bild neu und überzeugend war, bei der anderen Hälfte war es mir zu viel an gewollter Originalität, und aus ungewöhnlich wurde übertrieben. Der Schreibstil ist eingängig und glänzt mit erheiternden Passagen, auch wenn der Autor dabei oft übers Ziel hinausschießt, in den Melodrama-Topf greift und zu viele Adjektive einsetzt. Bonuspunkte gibt es für die beste Kapitelüberschrift, die ich je in einem Roman sah: "Sie tragen eine Bombe zwischen den Beinen". Und das ist absolut wörtlich gemeint :-) Fazit: Der Steampunk-Roman mit Science-Fiction-Elementen erschwert es den Lesern mit einem verwirrenden Einstieg, sofort eine Verbindung zu den Hauptcharakteren aufzubauen. Wenn man die Verwirrung der ersten Kapitel überwunden hat, wird man mit einer rasanten Handlung belohnt, die einer Achterbahnfahrt gleicht, die Leser durch die Lüfte, über und unters Meer führt und ihren Höhepunkt in einem Vulkan erreicht. Kleinere sprachliche Mängel, bei denen übers Ziel hinausgeschossen wurde, werden durch etliche Wendungen ausgeglichen. Es macht Spaß, das Buch zu lesen. Und das ist meines Erachtens das Beste, was ein Roman erreichen kann. Von mir gibt es für diesen Höllenritt 4 Sterne. Ich hoffe auf weitere Abenteuer in der Welt der Nimmersterne, die bis auf das Inselreich Starfall unerkundet blieb.

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  • Wer Steampunk mag, sollte sich dieses Abenteuer nicht entgehen lassen

    Die Wächter der Nimmersterne: Donner

    monika_schulze

    17. November 2014 um 18:19

    Inhalt: „In einer Welt, in der die “Artefakte” den Menschen atemberaubende Fähigkeiten verleihen, sucht ein gesichtsloser Schrecken Starfall heim. Die Zukunft des Inselkönigreichs ruht auf den Schultern des ungleichen Duos Anthony und Vivienne, denen – unschuldig wegen Mordes gejagt – keine andere Wahl bleibt, als einander zu vertrauen, wollen sie überleben und den Dämonen ihrer Vergangenheit die Stirn bieten. Dabei kommen sie nicht nur der unglaublichen Wahrheit über die Natur der Artefakte näher, sondern auch einander…“ (Quelle: http://fabelhafterblog.wordpress.com/bucher/) Anthony ist Pirat und verdient sich seinen Lebensunterhalt damit, Artefakte auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen. Während er gerade versucht, weitere Artefakte zu erwerben, wird das Königreich in dem er lebt, von einem unbekannten Gegner angegriffen. Ein Gegner, der es scheinbar ebenfalls auf die Artefakte abgesehen hat. Dabei lernt er die Mechanikerin Vivienne kennen, die wie er, in diese unglücklichen Verstrickungen hineingezogen wird. Als sie beide des Mordes beschuldigt werden, gibt es nur noch eine Möglichkeit: Sie müssen zusammenarbeiten, um ihre Unschuld zu beweisen. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach Antworten und kommen sich dabei immer näher. Doch je mehr sie dem Geheimnis der Artefakte auf die Spur kommen, desto näher kommen sie auch ihrem Gegner und damit einer unglaublichen Wahrheit … eine Wahrheit, die die Dämonen ihrer Vergangenheit heraufbeschwört und die ihr Leben für immer verändern wird … .     Meine Meinung: Der Klappentext hatte mich sofort überzeugt: Artefakte, die seinen Besitzern besondere Fähigkeiten verleihen? Das klang richtig spannend und so stürzte ich mich in dieses Steampunk-Abenteuer und lernte sofort Anthony kennen und erfährt sofort, dass er vergiftet wurde und bald sterben wird. Dadurch kam sofort ziemlich viel Spannung auf. Wer hat Anthony vergiftet und wieso? Doch bevor man darauf Antworten erhält, findet man sich mit dem Pirat in einer Partie Atalho wieder, einem Spiel, bei dem man Artefakte gewinnen kann. Jetzt erfährt man auch etwas über diese Artefakte und wie sich die Welt von Anthony und Vivienne gestaltet. Typisch für das Steampunk-Genre werden hier moderne Technologien mit Merkmalen des viktorianischen Zeitalters verknüpft. Doch während ich diese Verknüpfung eigentlich sehr gerne mag, kam ich bei „Die Wächter der Nimmersterne“ doch an meine Grenzen. Es gab sehr viele neue Begriffe zu lernen und viele technische Details, zu verstehen. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich nicht immer verstand, wie alles zusammenhängt und funktioniert. Doch das hielt mich nicht davon ab, in die Ereignisse rund um Anthony und Vivienne einzutauchen. Gemeinsam mit den beiden Protagonisten machte ich mich auf die Suche nach Antworten und lernte die beiden immer besser kennen. Während die Handlungen von Anthony für mich, nachdem ich von seiner Vergangenheit erfuhr, sehr nachvollziehbar waren, konnte mich Vivienne jedoch nicht ganz überzeugen. Kennenlernen tut man sie als taffe und wortgewandte Frau, die gerne mal den ein oder anderen Kinnhaken austeilt. Wird sie jedoch mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, wird sie zur kleinen willenlosen Marionette. Diese Wandlung konnte ich, trotz eingestreuter Erklärungen, so gar nicht nachvollziehen und ist bei mir deswegen eher auf Unverständnis gestoßen. Sehr gut gefiel mir dagegen die Liebesgeschichte. Der Klappentext verrät ja schon, dass sich die Protagonisten näherkommen, doch anfangs fliegen zwischen den beiden ordentlich die Fetzen und es gab viele Situationen, bei denen ich richtig schmunzeln musste. Ich finde es ja immer schöner, wenn die Protagonisten nicht sofort in Liebe zueinander entbrennen, sondern sich erst einmal kennen- und dann lieben lernen. Im Laufe der Geschichte erhält man auch immer mehr Informationen rund um die Artefakte und was es mit ihnen auf sich hat und versucht so gemeinsam mit den Protagonisten die Puzzleteile zusammenzusetzen. Doch das wollte mir ehrlich gesagt nicht so recht gelingen. Dafür ist das große Ganze einfach zu komplex und unvorhersehbar und obwohl der Autor am Ende alles auflöst und dem Leser die benötigten Erklärungen präsentiert, hatte ich doch so meine Schwierigkeiten, mir alles genau vorzustellen. Doch während ich mit den technischen Details kämpfte, nahm mich der Schreibstil gefangen. Man erlebt die Geschichte aus Anthonys und aus Vivennes Perspektive, lernt deren Gegner kennen und bleibt doch immer stummer Beobachter, da die jeweiligen Sichten immer in der 3. Person geschrieben sind. Es gefiel mir sehr gut, die Geschichte immer wieder aus anderen Blickwinkeln beleuchten zu können und so einen Gesamtblick über die ganzen Geschehnisse zu bekommen. Das machte die Geschichte für mich schön rund und erleichterte es mir, die ein oder andere Szene besser zu verstehen. Fazit: Insgesamt gefiel mir die Geschichte rund um Anthony, Vivienne und die Artefakte sehr gut. Die Protagonisten waren gut ausgearbeitet und tiefgründig und während mich Vivienne leider ab und zu etwas nervte, fand ich Anthony umso liebenswerter. Der Schreibstil war flüssig und mitreißend, doch die vielen technischen Details und neuen Wörter, machten es mir etwas schwer mich voll und ganz in die Geschichte fallen zu lassen. Auch das große Ganze, des Rätsels Lösung ist insgesamt sehr komplex und teilweise so unvorstellbar, dass man selber nicht hinter die Geheimnisse kommt, am Ende aber so viele Antworten erhält, dass man das Buch doch befriedigt zuschlagen kann. Wer Steampunk mag und nichts gegen einen sehr komplexen Weltentwurf hat, sollte sich dieses Abenteuer auf keinen Fall entgehen lassen. Von mir bekommt das Buch 3,5 Punkte von 5.

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