André Bawar

 3.9 Sterne bei 16 Bewertungen
Autor von Amok Baby, Abgetakelt und weiteren Büchern.
André Bawar

Lebenslauf von André Bawar

Unweit der beliebten Möweninsel in Schleswig an der Schlei aus dem Ei gepellt, flügge geworden und Hochschulreife erworben in Hamburg (Schanzenviertel, wo sonst?), auf breiten Schwingen durchs Studium an der FU in Berlin geglitten, nicht gesegelt. Dann jahrelang Journalist. Von 2009 bis 2012 den Federkiel geschwungen, um fiktive, meist mordsmäßige Geschichten zu Papier zu bringen, die sich stets in Wismar und der Mecklenburger Küstenregion abspielen. Es entstand eine Roman-Tetralogie um Kommissar Olaf "Ole" Hansen und seine Kripokollegen von der berühmten Wismarer Kommandantur. Wer ein Freund der Ostsee oder gar Liebhaber von Makrelenbrötchen ist, sollte sich die fischfidelen Fälle um Lotte Nannsen, Wurst-Willi und den anderen schrägen Vögeln aus der beschaulichen Hansestadt nicht entgehen lassen. Persönliche Interessen: Fussball und Football und Fliegen rund um die Welt! Nachdem 2007 der Nachwuchs das Licht der Welt erblickte, blieb für diese Vorlieben kaum mehr Zeit. Dafür zwischen Fläschchen und Windeln Hansens ersten Fall ausgebrütet: "Lachsblut" floss im Frühjahr 2009 aufs Papier und erschien zur Leipziger Buchmesse. Zwei von drei Verlagen wollten es haben, alle drei hatten die gleiche Begründung: Das sei kein normaler Krimi. Da war die staatlich zuerkannte Elternzeit schon Geschichte und der zweite Fall bereits geschrieben. "Wismarbucht" wurde im September 2010 veröffentlicht und ist garantiert nicht normaler. Der dritte Fall "Poeler Pokale" (Frühling 2011) entspricht am ehesten dem, was man sich vielleicht unter einem absurden Küstenkrimi vorstellt - es geht um Fußball und um Rache, aber vor allem um den Tod und die Zeit danach. Der vierte Band der Wismarer Tetralogie mit dem Titel "Abgetakelt" beschäftigt sich mit der Schnittmenge von Altenpflege und Algenpest. Das Buch erschien im Oktober 2012. Dieser letzte Küstenkrimi bedeutet einerseits Abschluss der Hansen-Reihe, andererseits Auftakt zu einer stilistischen Neuorientierung. Das nächste Buch wird ein überregionaler Kriminalroman und im Frühjahr 2015 unter dem Titel "AMOK BABY" veröffentlicht. www.moewenkopf.com

Alle Bücher von André Bawar

André BawarAmok Baby
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Amok Baby
Amok Baby
 (9)
Erschienen am 12.03.2015
André BawarAbgetakelt
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Abgetakelt
Abgetakelt
 (2)
Erschienen am 04.10.2012
André BawarWismarbucht
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Wismarbucht
Wismarbucht
 (2)
Erschienen am 21.09.2010
André BawarLachsblut
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Lachsblut
Lachsblut
 (2)
Erschienen am 01.03.2010
André BawarPoeler Pokale
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Poeler Pokale
Poeler Pokale
 (1)
Erschienen am 29.03.2011

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Neue Rezensionen zu André Bawar

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Rezension zu "Amok Baby" von André Bawar

Amok Baby oder wer killt denn Kinderärzte?
karatekaddvor 4 Jahren

Was erwartet man von einem Krimi? Wahrscheinlich ja einen Mord. In Berlin scheint es deren viele zu geben, denn es ermittelt die 9nte (!) Mordkommission unter Leitung von KHK Piontek.
Zuerst einmal wird einem Kinderarzt mit sauberem Schnitt die rechte Hand und der Kopf abgetrennt. In unmittelbarer Nähe seines Hauses. Doch er bleibt nicht das einzige Opfer. Kollegen, Physiotherapeuten, ein sadistischer Zahnarzt, ein Anesthisyst und andere werden folgen. 
Wer führt da einen Rachefeldzug? Wie verstrickt sind Wirtschaft und Gesundheitswesen? Alle haben mit geistig und / oder körperlich behinderten Kindern zu tun – zum Beispiel mit der kleinen Friederike Marx. Das Kind von Antonia und Ture. Die erste Diagnose lautet:
 „Neugeborenesd mit deutlich verfärbten, geschwollenen Armen und Beinen; antimongoloide Lidachsen; dysplastische und tiefansetzende Ohren; Asymmetrie der Seitenventrikel (die mit Hirnwasser gefüllten Hohlräume im Schädel); Cisterna magna leicht vergrößert, sodass das Kleinhirn relativ winzig erschien....  Ingesamt unauffällige Befunde.... Anomalien an Händen, füßen, Ohren...“ (Seite 37)
Zur Physiotherapie gegen eine Muskelschwäche: die Tortour beginnt...
* * *
Gelegentlich braucht man ein Medizinisches Fachbuch. Für den Laien tut es wohl auch wikipedia. Aber letztlich versteht man schon, dass die kleine Friederike ein schwieriges Leben vor sich hat. Ein Hoch auf die Eltern. Beide kümmern sich aufopferungsvoll um ihre Tochter und vertrauen immer wieder auf Ärzte, Betreuungspersonen, Kitas und und und... Irgenwann kann das Mädchen sogar „Mapa“ sagen, eine Verkürzung von Mama und Papa. Überglücklich die beiden. Trotzdem: Freundeskries schwindet. Familienfeiern werden gemieden. Ture flüchtet sich in die Arbeit. Nach fünf Jahren Urlaub in Lissabon: Das Geschunkel in der alten Staßenbahn gefällt der Kleinen: sie lacht, lacht und lacht... Was für einen Beruf hat eigentlich Ture? Er verdient keineswegs schlecht... Kaum zu glauben, was es auf Rezept aber alles so gibt, wenn der Aussteller selber daran (also doppelt) mitverdient...
* * * 
Die Geschichte spielt in drei Zeitebenen, deren Bedeutung sich erst ganz zum Schluss offenbart. Da wäre zum einen das Heute: Professor Dr. med. Bronkhorst blickt in den Laug einer Pistole... Im Jahr 2013 stirbt der Kinderarzt Kaspar Wolf und ihm folgen diverse weitere Opfer. Friederike wird im Jahr 2007 geboren. Das ist die dritte Ebene und sie dauert bis ungefähr 2012.
Irgendwann ahnt der Leser, wer der Täter ist. Und doch gibt es da einen Zusammenhang, der erst am Ende klar wird. Und auch wieder nicht, denn in wessen Pistole blickt eigentlich dieser Prof. Bronkhorst?
Die Mordkommission entspricht jedem Klischee. Der leitende Hauptkommissar ist dem Alkohol zugeneigt, hat eine fleißige Mitarbeiterin und eine talentierte Kriminaltechnikerin. Der Chef des Leiters hat schon mal ein D-Verfahren eingeleitet und diesmal kommt es sogar zur Ablösung als Leiter der Mordkommission. Seltsam: Die Leitung geht an einen zwar ungefähr gleichaltrigen aber im LKA Berlin unerfahrenen Kollegen, der erst kurz zuvor dazu gestoßen ist.
Die Kriminaltechnikerin hat in Yale Kriminalistik studiert. Forensik und Balistik zusammen. Gibts in Deutschland gar nicht, was schade ist. Das erinnert mich an einen Fall im Bekanntenkreis: Biochemiker nahm des LKA Sachsen nicht an. Aber Biologen und Chemiker.
Am Ende aber ist das Klischee echt nebensächlich geworden.
* * *
Die Geschichte ist verstörend – Das Finale furios. So steht es auf der Rückseite des Buchdeckels. Dies ist das fünfte Buch des André Bawar, der Kommunikationswissenschaften und Soziologie studierte, er arbeitete 20 Jahre als Autor für verschiedene Fernsehsender. Im Emons Verlag hat er bereits eine vierbändige Krimireihe veröffentlicht.
„Das Schiksal der Friederike Marx beruht auf einer wahren Begebenheit. Aus Gründen der rücksicht und der Rechtslage sind alle Namen und Charaktere verändert worden, sodass Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen rein zufällig wären. „Amok Baby“ ist die Geschichte einer destruktiven Erregung über ein Gesunsheitssystem zwischen Korruption und Dilettantismus. Alle Diagnosen und Therapien sind real, nichts ist verfälscht wurden. Dennoch handelt es sich um einen Roman … und nichts als einen Roman“  - Da läuft es einen doch kalt den Rücken runter, wenn man diese Zeilen zur Einführung noch vor der Seite mit dem Titel findet und liest.
* * *
Ich danke dem Emons Verlag für dieses Rezensionsexemplar, welches ich auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse am Stand in Halle 5 erhielt. Ich erhielt es, weil ich dem Mitarbeiter auf dem Smartphon die vermutlich erste Rezension zu DUNKLE HAVEL zeigte. Es war der Tag der Veröffentlichung des Romans von Tim Pieper. Das hat den Kollegen begeistert und so kam ich an diesen Thriller, der verstört, nachdenklich macht, den Thrillerleser aber begeistert.

Denn André Bawar hat einen unglaublichen Stil, die Spannung bis zum Schluss ganz oben zu halten. Die Auflösung der Story erfolgt im Jahr 2014.  Damit enden auch die Ermittlungen der Polizei. Aber enden sie wirklich? Und wann ist nun Heute?  

► DNB / Emons / 2014 / ISBN: 978-3-95451476-2 / 235 Seiten

© KaratekaDD

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Rezension zu "Wismarbucht" von André Bawar

Für Mecklenburg-Urlauber (und Einheimische)
Felicevor 5 Jahren

Ein wirklich chaotischer "Fall", der sich an der mecklenburgischen Ostseeküste abspielt:
Es geht um organisierte Hehlerei, Piraterie, Pfeffermakrelen essende Kommissare und jede Menge Lokalkolorit-
alles nicht wirklich ernst zu nehmen.
Zum Schluss wird es so unübersichtlich, dass man die Auflösung kaum noch kapiert, sie ist wahrscheinlich auch relativ egal.
Positiv anzumerken ist, dass das Buch mit 238 Seiten schnell zu lesen ist und man doch einige geschichtliche Informationen über die Region und z.B. über Klaus Störtebeker, der aus Wismar stammte, erfährt.
Ob es einen Leuchtturm in Dorf Mecklenburg und ein darin beherbergtes Restaurant wirklich gegeben hat, konnte ich in dem zweiwöchigen Urlaub leider nicht mehr in Erfahrung bringen. Obwohl es mich gereizt hätte!

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