André Brink Die andere Seite der Stille

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Inhaltsangabe zu „Die andere Seite der Stille“ von André Brink

"Einfühlsam und packend." NZZ Inhalt: Nach Jahren der Erniedrigung in einem Bremer Waisenhaus wandert Hanna nach Deutsch-Südwestafrika aus. Doch statt der erhofften Freiheit erfährt sie dort nur Gewalt und Ablehnung. Bis sie schließlich ihr Schicksal selbst in die Hand nimmt. Ein erschütterndes Kapitel der deutschen Kolonialgeschichte vom wichtigsten Romancier Südafrikas erzählt. André Brink wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem "Prix Médicis Etranger" "Ich habe durch Sie die Welt ein bisschen besser verstehen gelernt" Nelson Mandela über André Brink "Ein Roman, der einen Sog ausübt - gut recherchiert und imaginiert." Hamburger Abendblatt Belletristik

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  • Rezension zu "Die andere Seite der Stille" von André Brink

    Die andere Seite der Stille

    anushka

    19. December 2010 um 12:34

    Grausame Weltliteratur Ich konnte dieses Buch einfach nicht weiterlesen. Bereits bis Seite 84 war es so grausam, dass ich es abgebrochen habe. Der "wichtigste Romancier Südafrikas" (Klappentext) konnte mich nicht in seinen Bann schlagen, sondern hat mich mit zahlreichen grausamen Szenen lediglich abgestoßen. Bis zu diesem Zeitpunkt lernt der Leser Hanna kennen, eine Frau, die bereits als Kind in einem Bremer Waisenhaus von einem Priester sexuell missbraucht wurde. Nun ist sie völlig entstellt: ihre Wange klafft offen, sodass man den Kiefer sehen kann. Sie ist traumatisiert und ihre Sexualorgane sind verstümmelt. Sie lebt jetzt in der Wüste auf dem Frauenstein, dem letzten Ort für solche Frauen, die keiner haben will. All dies wurde ihr von ihren eigenen Landsmännern, deutsche Soldaten in Namibia, angetan. Anfang des 20. Jahrhunderts werden Frauen in großen Ladungen nach Namibia verschifft, um den deutschen Männern dort Gesellschaft zu leisten. Viele hegen Hoffnungen, dass sich ihre Lebensumstände verbessern im Vergleich zum ihrem aussichtslosen Dasein in Deutschland. Doch wie es scheint, geraten sie dabei mitten in die Hölle. Sehr viel mehr kann ich über den Inhalt und auch seiner gesellschaftlichen Relevanz nicht sagen, weil ich mich nicht überwinden konnte, weiterzulesen. Beinahe sadistisch schildert der Autor die Einzelheiten. Und sadistisch wirkt auch, was er Hanna alles zumutet. Schon als Kind in Deutschland missbraucht, setzt sich ihr Martyrium in Namibia fort. Die deutschen Soldaten sind die reinsten Ungeheuer. Im Zusammenhang mit Massakern an den Einheimischen habe ich davon durchaus schon gehört und letztens in einem Dokumentarfilm auch erfahren, dass deutsche Oberkommandanten sich in den Kolonien so richtig ausgelebt haben, was ihre Grausamkeit und ihren Sadismus angeht. Doch taten sie das auch mit ihren eigenen Landsleuten? Ich weiß es nicht. Ich könnte es mir durchaus vorstellen, aber ich wollte einfach nicht weiterlesen, weil mir dieses Leid zu tief ging und ich nicht noch weitere solcher Szenen lesen wollte. Auch die Grundstimmung war absolut deprimierend. Ich kann leider nichts Gutes über dieses Buch sagen und wenn das große, wertvolle Literatur ist, dann bleibe ich lieber bei oberflächlicher Mainstream-Bellestristik, die mir für meinen Alltag Unterhaltung und Ablenkung verspricht.

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  • Rezension zu "Die andere Seite der Stille" von André Brink

    Die andere Seite der Stille

    gina_mayer

    04. July 2010 um 18:39

    Hanna wächst in deinem Waisenhaus in Bremen auf. Vom Pfarrer missbraucht und von der strengen Waisenhausleiterin gequält, träumt sie von einem Ort, wo die Sonne scheint und Palmen wachsen. Zunächst wird sie jedoch Dienstmädchen und wechselt von einer grausamen Dienstherrin zur nächsten. Schließlich landet sie auf einem Schiff nach Deutsch-Südwest-Afrika (heute Namibia). Sie verliebt sich in eine Mitreisende, die ihr die lüsternen Matrosen jedoch wieder entreißen. Und in Afrika angekommen, gerät sie an einen abscheulichen Hauptmann, der sie vergewaltigt, foltert und verstümmelt ... aaaaah! Das ist nur ein Bruchteil der Qualen, die die arme Hanna erleiden muss. Seitenlang ergeht sich der Autor in minutiösen Schilderungen der Grausamkeiten, die ihr widerfahren. Die Qualität der Sprache ist dabei erstaunlich literarisch, die Bilder, die Metaphern, die Dialoge, alles stimmt. Wenn nur der Plot nicht wäre. Und die plumpen Charakterzeichnungen. Die Weißen - besonders die Männer - sind böse und verderbt. Die eingeborenen Namas dagegen sind von natürlicher Unschuld und Würde. Mit Voodoo-Zauber und Wurzelgebräu pflegen sie die gebeutelte Hanna wieder gesund und tanzen den Regen herbei. Edle Wilde, die sich mit den gequälten Frauen solidarisieren, um sich gegen die sexsüchtigen Kolonial-Machos zu wehren: Weiß-Schwarz-Malerei in Perfektion

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  • Rezension zu "Die andere Seite der Stille" von André Brink

    Die andere Seite der Stille

    lokoschade

    06. October 2009 um 17:30

    Dieses Buch muss man einfach lesen!

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