André Franquin

 4.5 Sterne bei 147 Bewertungen
Autor von Gaston 2, Gaston Neuedition 1: Erste Katastrophen und weiteren Büchern.

Lebenslauf von André Franquin

André Franquin ist neben Hergé der wichtigste stilprägende Comic-Zeichner Europas. Franquin wurde 1924 in Brüssel geboren. Nachdem er zuvor die Académie St.-Luc besucht hatte, begann er im Alter von 23 Jahren die Titelseite für das belgische Magazin "Spirou" zu zeichnen. "Spirou und Fantasio" war 1938 von Rob-Vel erdacht und seit 1944 von Jijé betreut worden, doch erst Franquin, der als dritter Zeichner der Serie 1946 mit der Kurzgeschichte "Der Panzer" seinen Einstand gab, verlieh ihr einen eigenen Charakter. Dies lag vor allem daran,dass Franquin seine beiden schon existierenden Hauptfiguren herum ein kleines Universum an bemerkenswerten Nebenfiguren aufbaute. Die wichtigste Neuschöpfung Franquins war sicherlich das Marsupilami, das am 31. Januar 1952 erstmals in Erscheinung trat, bald darauf gefolgt von dem fiktiven Büroboten Gaston, der im Februar 1957 seinen ersten Auftritt in "Spirou" hatte. Von 1955 bis 1959 zeichnete Franquin außerdem für das Magazin "Tintin" die Serie "Mausi und Paul". Grund für diesen Seitensprung war ein zeitweiliges Zerwürfnis mit dem "Spirou"-Verleger Dupuis, der recht rigide Einfluss auf die Gestaltung der Titelserie seines Magazins nehmen wollte. Nachdem "Gaston" Ende 1957 eine eigene Seite im Heft bekommen hatte, wurde die Mehrfachbelastung für Franquin, der neben seinen zwei beziehungsweise drei laufenden Serien auch noch sämtliche "Spirou"-Titelbilder gestaltete und zahlreiche redaktionelle Beiträge illustrierte, zu groß. Trotz der Unterstützung zahlreicher fähiger Assistenten (unter ihnen Jidéhem und Greg) brach Franquin im Dezember 1961 mit einer nervösen Gelbsucht und schweren Depressionen mitten in der Arbeit an "QRN ruft Bretzelburg" zusammen. Als er 1963 die Arbeit wiederaufnahm, hatte er sich entschieden, "Spirou & Fantasio" schnellstens aufzugeben, um seine Kräfte ganz auf »Gaston« zu konzentrieren. Nach zwei weiteren Kurzgeschichten übernahm 1968 Jean-Claude Fournier "Spirou & Fantasio". Die Rechte an der Figur Marsupilami verblieben allerdings bei ihrem Erfinder. Aus dem Wunsch heraus, "gewisse Themen zu bearbeiten, die bis dahin in ''Spirou'' ziemlich vernachlässigt worden waren", entwickelte Franquin 1977 mit Yvan Delporte zusammen die Magazin-Beilage "Trombone Illustré", zu der er die Reihe "Schwarze Gedanken" beisteuerte. In den 80er-Jahren zog sich Franquin weitestgehend aus der Comic-Produktion zurück. Er zeichnete weiterhin "Gaston" und war ansonsten hin und wieder hinter den Kulissen und als Geburtshelfer mehrerer neu konzipierter Serien anderer Zeichner tätig, bis er 1987 das Marsupilami wieder aufleben ließ, dessen Soloabenteuer unter seiner Mitwirkung von Greg und Yann geschrieben und von Batem gezeichnet wurden. Andrè Franquin verstarb am 5. Januar 1997 in Nizza nach langer, schwerer Krankheit.

Quelle: Verlag / vlb

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Cover des Buches Gaston 29783551754325

Gaston 2

 (8)
Erschienen am 27.06.2008
Cover des Buches Schwarze Gedanken9783551765307

Schwarze Gedanken

 (7)
Erschienen am 28.03.2017
Cover des Buches Gaston Neuedition 1: Erste Katastrophen9783551741820

Gaston Neuedition 1: Erste Katastrophen

 (7)
Erschienen am 26.03.2019
Cover des Buches Gaston 99783551754394

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 (4)
Erschienen am 23.01.2009
Cover des Buches Gaston 69783551754363

Gaston 6

 (4)
Erschienen am 31.10.2008
Cover des Buches Marsupilami: TWO-IN-ONE9783551714145

Marsupilami: TWO-IN-ONE

 (5)
Erschienen am 28.03.2017
Cover des Buches Gaston 59783551754356

Gaston 5

 (4)
Erschienen am 29.09.2008

Neue Rezensionen zu André Franquin

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Rezension zu "Jagd auf das Marsupilami" von André Franquin

Ein kurzweiliger, lustiger Comic
Carolinchen89vor 10 Monaten

Zum Inhalt & Meine Meinung:
Eigentlich bin ich ja gar nicht so der Comicfan. Zumindest nicht mehr. Denn früher ging alles, vor allem Entenhausen. Doch seit vielen Jahren hatte ich keinen Comic mehr in der Hand. Da die Carlsen-Challenge aber genau das zur Aufgabe hatte diesen Monat, also ein Genre lesen, welches einem eigentlich fremd ist, habe ich das erste Mal seit bestimmt 15 / 20 Jahren wieder zu einem Comic gegriffen.

Das Marsupilami war mir schon immer ein Begriff, allerdings habe ich noch nie eine Geschichte aus dieser Reihe gelesen. Da das der einzige Comic ist, den ich schon eine Weile zuhause rumliegen habe, durfte der nun dran glauben.

Das Buch enthält nicht nur eine Geschichte. Viel mehr ist es eine Sammlung von mehreren Geschichten, die mal zwei Seiten, mal aber auch vier oder sechs Seiten haben. Dabei sind diese völlig unabhängig voneinander und scheinbar auch willkürlich durcheinander gemischt, was mich zu Beginn etwa irriert hat, muss ich zugeben. Eine Sache haben alle Geschichten gemeinsam: es geht um das Marsupilami.

Das Marsupilami ist ein getigertes Fantasywesen, das eigentlich nur Blödsinn im Kopf hat. Sobald es etwas in seine Pfoten bekommt, stellt es allerlei Unsinn damit an. Und so ist dieser Comic ziemlich lustig und ich musste desöfteren schmunzeln. Zudem gibt es immer wieder ironische Sprüche oder Andeutungen, die dann doch eher Erwachsene verstehen, welche ich ziemlich witzig fand.

Die Zeichnungen haben mir ebenfalls gut gefallen. Das Marsupilami und auch seine Umgebung sind toll gezeichnet. Die Textmenge variert von Geschichte zu Geschichte. Mal steht auf kaum einem Bild etwas und die Bilder sprechen für sich. Mal ist relativ viel zu lesen und man hat eine Menge Text vor sich, zumindest für einen Comic. Da es sich bei dem Buch jedoch um ein recht dünnes Exemplar handelt, hat man das jedoch ziemlich schnell durchgelesen.

Etwas überrascht hat mich die Altersangabe auf der Homepage des Verlages. Dieser empfiehlt das Buch ab 7 Jahren. Klar, meine dreijährige guckt sich die Bilder auch schon gerne ab, aber ich nicht sicher, ob ein 7-jähriger den Text schon wirklich versteht. Da sind so viele Witze dabei, bei denen man definitiv um die Ecke denken muss. Fraglich ob ein Kind in diesem Alter das schon kann. 

Fazit:
Ein Comic, der mir als Comicmuffel ganz gut gefallen hat. Die Zeichnungen mag ich gerne und auch der Text ist humorvoll und unterhaltend. Ein sehr kurzweiliges Vergnügen.

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Rezension zu "Marsupilami: TWO-IN-ONE" von André Franquin

Huba!!
Flattervor 3 Jahren

Über den Autor:

André Franquin ist neben Hergé der wichtigste stilprägende Comic-Zeichner Europas. Franquin wurde 1924 in Brüssel geboren. Nachdem er zuvor die Académie St.-Luc besucht hatte, begann er im Alter von 23 Jahren die Titelseite für das belgische Magazin "Spirou" zu zeichnen. (Quelle: Verlag)


Zum Inhalt: Klappentext

Der Jubiläumsband versammelt zwei Alben des Marsupilami zum günstigen Preis. Der humoristische Comic um das Wundertier aus dem Dschungel Palumbiens gehört zu den Bestsellern von Carlsen Comics. Dies ist die Chance, in die Serie heinzuschnuppern. Große Funnyklassiker - kleiner Preis.

Diese Ausgabe enthält die Originalbände 1 und 2 der Reihe.


Meine Meinung:

Ich habe mich gefreut, wie ein kleines Kind, endlich mal wieder einen Marsupilami-Comic in den Händen zu halten. Das Maruspilami ist einfach nur toll und sehr clever. In Band 1 erfahren wir dann auch gleich sehr viel über den gewitzten Dschungelbewohner. Er liebt beispielsweise Piranhas, eine seiner Leibspeisen. Dann sind ihm auch noch die Chahutas hinter ihm her, die ihn widerum verspeisen wollen. Der Großwildjäger, gleichzeitig sein Erzfeind, Mr. Bring M. Backalive (ist dieser Namen nicht großartig) ist ihm, wie immer erfolglos, auf dem Fersen. Das Marsupilami hat auch Familie, die ihm in Sachen Cleverness in nichts nachstehen. Es macht einen großen Spaß, diese Abenteuer im Dschungel Palumbiens zu erleben. In Band 2 überschlagen sich die irre witzigen Einfälle ebenfalls. Ein bekanntes Zeichen auf dem Flugzeugheck erinnert an sehr dunkle Zeiten. Chinesen buchen für den Panda eine Flugreise. Die Situationskomik ist große Klasse und unser Marsupilami hat mit dem kleinen Panda alle Hände voll zu tun. Irrsinnig witzig, finde ich auch die vielen Flüche der Eingeborenen, wenn mal wieder alles schief läuft.


Cover:

Tolle Farben und das Wundertier aus dem Dschungel präsentiert sich selbst.


Fazit:

Ich wurde in meine Kindheit zurückversetzt und habe wieder einmal Tränen gelacht. Marsupilami ist einfach nur großartig!

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Rezension zu "Marsupilami: TWO-IN-ONE" von André Franquin

HUBA!!!
MikkaGvor 3 Jahren


Das Marsupilami ist ein sehr kurioses Tierchen aus dem Dschungel Palumbiens: quietschgelbes Fell mit schicken schwarzen Punkten, etwa einen Meter groß, aber mit einem Schwanz, der bis zu acht Meter (!!) lang werden kann. Mit dem kann es nicht nur greifen, sondern ihn auch als Sprungfeder benutzen oder zur Faust ballen und sich damit sehr effektiv verteidigen! Es hat eine eigene Sprache, in der es sich mit Artgenossen unterhält ("Huba! Bi Bi Bi?") , und fällt nicht nur durch seine enorme Stärke auf, sondern auch durch seine enorme Verfressenheit, wobei es nicht davor zurückschreckt, Piranhas und Killerameisen zu verspachteln. 


Eigentlich ist es schon recht betagt: seinen ersten Auftritt hatte es 1952 im Magazin "Spirou" und ist (mit Unterbrechungen) seitdem Teil der Welt von "Spirou und Fantasio". 


In den 60ern und 70ern hatte es Gastauftritte in Comics des Kauka-Verlags, zum Teil unter dem Namen "Kokomiko" – sozusagen inkognito! Aber umtriebig und selbstbewusst, wie das Marsupilami nun mal ist, konnte es natürlich nicht auf Dauer immer nur Nebencharakter sein. 


1987 bekam es seine eigene Comic-Serie, die im Deutschen zunächst unter dem Titel "Die Abenteuer des Marsupilamis" veröffentlicht wurde, später einfach unter "Marsupilami". Es folgten Zeichentrickserien und sogar eine Realverfilmung. Die Beliebtheit des gepunkteten Dschungeltiers blieb ungebrochen, und seit 2015 erscheinen im Carlsen-Verlag Neuauflagen seiner Abenteuer – merkwürdigerweise in veränderter, anscheinend willkürlicher Reihenfolge! Wer also noch alte Hefte in seiner Sammlung hat, wird vielleicht feststellen, dass der selbe Titel in der Neuauflage eine ganz andere Nummer hat. 


Ich war 11 Jahre alt, als das erste Abenteuer des Marsipulami auf deutsch erschien, und direkt sehr angetan von diesem witzigen Kerlchen. Auch mein sechs Jahre älterer Bruder konnte sich für dessen Abenteuer begeistern (obwohl wir uns sonst nie auf etwas einigen konnten!), und so zog der ein oder andere Band als Geburtstagsgeschenk oder Belohnung für gute Noten ein. Deswegen musste ich natürlich einfach zugreifen, als dieser Jubiläumsband erschien, um zu sehen, wie sich das Marsupilami durch erwachsene Augen gesehen ausnimmt.


Hier also meine Eindrücke:


Obwohl man als Leser die Sprache des Marsupilami nicht verstehen kann (und es nur selten 'Untertitel' gibt), kommen sein frecher Charme und seine clevere Art wunderbar rüber. Es ist einfach sehr liebenswert, und besonders putzig fand ich seine Interaktionen mit seiner Frau und seinen drei Kindern. 


Natürlich hat es auch Gegner, in der ersten Geschichte in der Form des Großwildjägers Bring M. Backalive (ein Wortspiel, denn "bring'm back alive" heißt sowas wie "Bring sie lebend zurück"!) und der Indianer, mit deren Hilfe er das Marsupilami fangen will. Nicht nur Kinder finden sicher sehr spannend und witzig, wie das Marsupilami den Jäger nach allen Regeln der Kunst austrickst! Apropos Kinder: obwohl es durchaus Kämpfe und Action gibt, steht doch jeder lebendig wieder auf, es gibt weder Blut noch Tod.


Als moderner Leser stutzt man vielleicht über die sehr klischeehafte, überzogene Darstellung der Indianer, aber da muss man im Hinterkopf behalten, denke ich, dass diese Geschichten ursprünglich in einer Zeit erschienen, in der es nur wenig Diskussion über politische Korrektheit gab. Die Indianer bei Karl May sind auch nicht realistischer, und im Prinzip sind die Indianer für das Marsupilami, was die Römer für Asterisk waren.


In der zweiten Geschichte findet die Marsupilami-Familie ein Panda-Baby, das einen Flugzeugabsturz überlebt hat und im Dschungel Palumbiens gelandet ist. Nach anfänglichem Misstrauen seitens des Marsipulami-Männchens wird der kleine Panda kurzerhand adoptiert, aber schnell müssen sie feststellen, dass er ausschließlich Bambus frisst – und die einzigen Bambusstauden stehen im Lager der Indianer, wo inzwischen auch der Bruchpilot Unterschlupf gefunden hat.


Beide Geschichten sind recht einfach aufgebaut und damit auch gut für Kinder geeignet. Der Humor wird groß geschrieben, aber auch die (harmlose) Spannung kommt nicht zu kurz. Der Zeichenstil ist sehr ausdrucksstark und kann auch mit wenigen Linien viel an Emotion und Bewegung rüberbringen. 


Fazit:
Im Dschungel Palumbiens behaupten sich das Marsupilami und seine Familie in kurzen, humorvollen Geschichten, die auch für Kinder geeignet sind, gegen Großwildjäger, Indianer und Jaguare.  Auch dreißig Jahre, nachdem das Marsupilami seine eigene Comicserie bekam, können seine Abenteuer moderne Leser noch bezaubern – ich habe das witzige Tierchen im Alter von 11 Jahren geliebt, und im Alter von 41 Jahren habe ich mich von diesem Sammelband ebenfalls gut unterhalten gefühlt. 

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