André Heller Das Buch vom Süden

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Inhaltsangabe zu „Das Buch vom Süden“ von André Heller

Ein »fleißiger Taugenichts« ist der knapp nach dem Zweiten Weltkrieg in Wien geborene Julian Passauer. Im Dachgeschoss von Schloss Schönbrunn wächst der Sohn des stellvertretenden Direktors des Naturhistorischen Museums auf, umgeben vom Teehändler und »Hauswüstling« Hugo Cartor, dem philosophierenden »Warzenkönig« Grabowiak oder dem ehemaligen Weltklasseschwimmer Graf Eltz, einem begnadeten Geschichtenerzähler. Vaters lebenslange Sehnsucht nach dem Süden setzt sich in Julian fort. Auf einer ausgedehnten Schiffsreise umrundet Julian Afrika, er beginnt ein Studium, bricht es ab und wird schließlich professioneller Pokerspieler. Erst in der Villa Piazzoli am Gardasee scheint er zur Ruhe zu kommen und begegnet den Frauen seines Lebens. Und doch zieht es ihn wieder weiter - nach Süden.

Ein künstlerischer Tausendsassa berichtet über einen Taugenichts - für mich trotz einiger poetischer Passagen irgendwie blutleer...

— parden

Lesen ist großartig, Zuhören mindestens genau so schön - die Geschichte des Julian, ein Muss für André Heller-Fans!

— Sookie70

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  • Wenn Worte und Stimme Sehnsüchte schaffen

    Das Buch vom Süden

    TheSaint

    20. August 2016 um 19:15

    Was für eine wunderschöne Geschichte!Was für ein eleganter, detaillierter und akribischer Umgang mit Worten... Welch Seltenheit! Welch pure Wonne den Beschreibungen und Erzählungen der Familie Passauer und im Speziellen die des einzigen Sohnes Julian, vorgetragen durch die unvergleichliche magisch-erotische Stimme des Autors selbst, zu folgen!Wer das Schloß Schönbrunn selbst schon einmal besucht hat, wird sich sofort durch die Schilderungen Heller's der Räumlichkeiten, der Umgebung und der Pflanzen selbst dort wiederfinden. Mit einer unvergleichlichen Akkuratesse wird die Stadt Wien, der Wiener selbst und die österreichische Mentalität beschrieben und man muss sehr oft schmunzeln, wie treffend es Heller gelingt, den Finger exakt auf die Psyche des Österreichers zu legen.Die Lebensgeschichte von Julian Passauer wird keine Minute langweilig und die Geschichten von seiner ersten Liebe, über seine Afrikaumrundung und Zeit als professioneller Pokerspieler bis hin zu seinem Punkt im Süden, in San Celeste, regen zum schmunzeln, lachen, nachdenken und auch ein wenig zum Traurigsein an.Seine Beziehung zu den Eltern und zu den Frauen in seinem Leben werden so real und liebevoll erzählt, dass man manch erzählte Gedanken gern als Leitfaden für sich und seinen Umgang mit wichtigen Menschen nehmen möchte."Das Buch vom Süden" lebt von originellen Charakteren und intelligenten Geschichtchen... Wenn man Heller's Stimme lauscht und wirklich bewusst auf seine Wortwahl achtet... dann ist man mehr als einmal sprachlos ob der bezaubernden und gewaltigen Gabe dieses außergewöhnlichen Mannes... Man folgt gerne dieser Sehnsucht des Vaters und Sohnes Passauer nach dem Süden... und vermeint sie am Schluß des Buches als eigene Sehnsucht zu spüren... vielleicht.Ein absolutes Muss für Leser, die wohlüberlegte Wortwahl und zaubrische Sätze zu schätzen wissen... die nochmehr an Wucht und Magie durch die Lesung André Heller's gewinnen!

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    • 4
  • Ein Episoden-Sammelsurium...

    Das Buch vom Süden

    parden

    21. July 2016 um 15:02

    EIN EPISODEN-SAMMELSURIUM... Ein "fleißiger Taugenichts" ist der knapp nach dem Zweiten Weltkrieg in Wien geborene Julian Passauer. Im Dachgeschoss von Schloss Schönbrunn wächst der Sohn des stellvertretenden Direktors des Naturhistorischen Museums auf, umgeben vom Teehändler und "Hauswüstling" Hugo Cartor, dem philosophierenden "Warzenkönig" Grabowiak oder dem ehemaligen Weltklasseschwimmer Graf Eltz, einem begnadeten Geschichtenerzähler. Vaters lebenslange Sehnsucht nach dem Süden setzt sich in Julian fort. Auf einer ausgedehnten Schiffsreise umrundet Julian Afrika, er beginnt ein Studium, bricht es ab und wird schließlich professioneller Pokerspieler. Erst in der Villa Piazzoli am Gardasee scheint er zur Ruhe zu kommen und begegnet den Frauen seines Lebens. Und doch zieht es ihn wieder weiter - nach Süden. André Heller - der künstlerische Tausendsassa hat sich schon auf vielen Ebenen versucht, beispielsweise als Chansonnier, Aktionskünstler, Kulturmanager, Kunstgärtner, neobarocker Feuerwerker, Schauspieler und als Mitbegründer des Circus Roncalli. Nun also hat er seinen ersten großen Roman geschrieben - und als Hörbuch gleich auch selbst gelesen. Nicht etwa wie sonst üblich in einem Tonstudio, sondern in seinen Privatgemächern, so dass gelegentlich auch Hellers im Garten bellende Hunde im Hintergrund zu hören sind. Heller liebt und lebt eben das Exzentrische. "Wenig im Leben vermochte ihn trauriger zu stimmen, als der Ausgang des Ersten Weltkriegs im Jahre 1918, denn damals hatte Österreich die Zypressen verloren." Dieser Satz relativ zu Beginn des Romans zeigt schon das Hauptthema des Geschehens: die Sehnsucht nach dem Süden. 'Nur im Süden ist Rettung', lautet denn auch das Credo, das von dem Vater auf den Sohn Julian Passauer übergeht und ihn schließlich auch lebenslang begleitet. In der Tat zieht es den Wiener nach seiner Jugend in den Süden, doch steht dieser angestrebte vollkommene Süden auch noch für anderes - für 'ein Gebiet jenseits des Schmerzes, jenseits der Verlorenheit und jenseits des vielen Schweren, das er nicht benennen konnte'. Viel Symbolik verbirgt sich also hinter dem kleinen Wort. Das Buch handelt letztendlich von dem lebenslangen Bemühen, die auch in Österreich weit verbreitete Schwermütigkeit, Melancholie, und Anfälligkeit zur Depression - 'den im Inneren lauernden Teufel' ' - abzustreifen und sich einen südländischen Zustand der seelischen Unbeschwertheit anzueignen. Wer sich ein wenig mit dem Leben und Werk André Hellers befasst, wird bei der Lektüre des Buches rasch merken, dass es durchdrungen ist von autobiografischen Einflüssen. Ein 'fleißiger Taugenichts' trifft demnach nicht allein auf den Julian Passauer zu, sondern im Grunde auch auf den Autor selbst. Heller zeichnet hier das chronologische Bild des Lebens seines Helden, wohlsituiert zunächst durch seine Eltern, später dank der Schule eines begnadeten Pokerspielers, beginnend im Wien der Nachkriegszeit, und rollt dieses Leben anhand zahlreicher biografischer Momentaufnahmen auf: Episoden, Begebenheiten, Situationen und Gespräche mit seinen Eltern, Freunden der Familie, Wegbegleitern und Menschen, denen er zufällig begegnet, später auch mit den Frauen, die in seinem Leben eine große Bedeutung spielen. Im Grunde ist dies meiner Meinung nach auch kein wirklicher Roman, sondern ein Sammelsurium an Episoden, die trotz zahlreicher und teilweise extremer Brüche zwischen den einzelnen Szenen zusammengesetzt ein Leben zeichnen. Doch auch Gedankengänge, Träume und Visionen des Julian Passauer werden in diesen Episoden wiedergegeben - und ich glaube, mich nicht zu sehr aus dem Fenster zu lehnen, wenn ich vermute, dass der Leser so auch einen tiefen Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt des André Heller erhält. Tatsächlich wird sich vieles in dem Roman für einen alteingesessenen Wiener oder Österreicher eher erschließen als für den Norddeutschen - seien es Anspielungen auf Personen oder Geschehnisse, sei es auch die Sprache selbst, denn einige Ausdrücke ließen mich zunächst mit einem Fragezeichen zurück. 'Gschaftlhuberei', 'Wimmerln', 'miachten' oder 'Blunzengröstl' kommen zumindest in meinem alltäglichen Wortschatz nicht vor, so dass ich mich zeitweise auch vor eine Vokabelübung gestellt sah. Dennoch verfügt das Wienerische über einen enormen Charme, dem auch ich mich nicht entziehen konnte, zumal so authentisch vorgetragen von André Heller selbst mit seiner unverkennbaren und warmen Stimme. Allerdings gab es hier neben durchaus poetischen und gelungenen Umschreibungen und Szenen für mich häufig ein 'Zuviel'. Detaillierteste langatmige Beschreibungen eines Gartens oder eines Zustandes empfand ich als ermüdend, die Erhöhung einer Frau zum Gesamtkunstwerk als übertriebene Manieriertheit. So erging es Julian Passauer beispielsweise beim Blick in die Augen seiner Köchin: "Dann las er Note für Note die Melodie und deren Orchestrierung, das Gelesene begann in seinen Ohren zu klingen, und der Klang schuf Bilder großzügiger unbesudelter Landschaften, üppiger Vegetation, in denen er umherwandeln konnte wie in den Bühnendekorationen der Aufführung eines Stücks, das nichts Geringeres als seine eigene Seele zum Autor und Regisseur hatte..." So prunkvoll André Heller seine Aufführungen auch immer gestaltet hat, so prunkvoll gestaltet er hier auch jeden einzelnen Satz aus - mir war es letztlich nicht möglich, jedem dieser Sätze immer die Aufmerksamkeit zu schenken, die er erfordert hätte. Auch gelang es mir nie, mehr als zwei oder drei Episoden hintereinander zu hören, so dass sich die 9h 52 Min. letztlich recht lange hinzogen. Die CD mit der vollständigen Lesung sowie das Buch gleich dazu habe ich als Geschenk erhalten, das ich wirklich zu würdigen weiß. Allerdings werden wahre Fans André Hellers von dem Roman sicher noch begeisterter sein. Mir verschaffte es einen interessanten Einblick in die (Gedanken-)Welt des schillernden Künstlers... © Parden

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    • 6
  • Ein Heller in seiner schönsten Form...!

    Das Buch vom Süden

    Sookie70

    12. June 2016 um 11:49

    Aufgenommen in seinem Atelier in Marokko, unterscheidet sich das Hörbuch ganz klar von anderen (Studio)produktionen. Mit dem unvergleichlichen Timbre und dieser Stimme, die ihn so unverwechselbar macht, verzaubert André Heller über neun Stunden lang seine Zuhörer. Wer sich, vielleicht wie in Kindertagen, verlieren möchte in lautmalerischen Bildern, wer sich forttragen lassen möchte von der wunderbar berührenden Geschichte des Julian, wer Hellers Stimme mag, und die ihm eigene Art des einerseits distanzierten und andererseits doch so nahegehenden Vortrages, darf sich diese ungekürzte Lesung keinesfalls entgehen lassen. Das Buch vom Süden - nicht nur in schriftlicher Form ein Juwel!

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    • 3
  • LovelyBooks Hörbuch Challenge 2016

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    Ihr liebt das gesprochene Wort genauso wie das geschriebene? Und Hörbücher und Hörspiele gehören in euer Bücherregal genauso wie das gedruckte Buch? Dann seid ihr bei der LovelyBooks Hörbuch Challenge 2016 genau richtig.  Ziel der Challenge ist, das wir in diesem Jahr 15 Hörbücher/ Hörspiele hören und rezensieren. Ablauf:  1. Melde dich mit einem Sammelbeitrag zu Challenge an. Ich werde unter diesem Text eine Teilnehmerliste anlegen mit allen Teilnehmern und diese mit Eurem Sammelbeitrag verlinken. 2. Zwischen dem 06.01. und 31.12.2016 hörst zu 15 Hörbücher/Hörspiele mit einer Mindestlänge von 3 Stunden, egal aus welchem Genre oder wann erschienen. 3. Wenn du nun ein Hörbuch/Hörspiel gehört und auf LovelyBooks rezensiert hast, schreibe den Link zur Rezension hier in einem Kommentar. Es werden nur rezensierte Hörbücher und Hörspiele gezählt, deren Rezension auf LovelyBooks erschienen sind. Drei Rezensionen dürfen durch Kurzmeinungen ersetzt werden! 4. Die Unterkategorien dienen dem Austausch untereinander - Du darfst natürlich frei wählen, was Du hören möchtest! 5. Trage den Link zu Deinen Rezensionen auch in Deinen Sammelbeitrag ein. 6. Unter allen TeilnehmerInnen, die die Vorgaben erfüllt haben, wird am Ende des Jahres eine kleine Überraschung verlost! Ihr könnt jederzeit einsteigen und mitmachen oder euch wieder abmelden. Denn die Challenge soll vor allen Dingen eins machen: Spaß! Habt Ihr noch Fragen? Dann meldet euch! Ansonsten freue ich mich auf viele Anmeldungen. Falls Eure Links nicht funktionieren sollten, bitte melden!! Teilnehmerliste: AntekAscari0ban-aislingeachblack_horseBücherwurmBuchgespenstbuchjunkie Buchraettin ChrischiDDanni89danielamariaursulaFantworldgemischtetueteglueckGruenenteGinevraIrveJashrinKleine1984KrimielseKuhni77lenikslenisvealesebiene27Lesestunde_mit_MarieLetannalisamLuilineMelEMsChiliMissStrawberrymonerlNele75pardenPucki60robbertaSmilla507StarletStoneheavenTamileinThaliomeeWaylandWedma

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