André Heller Das Buch vom Süden: Roman

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Inhaltsangabe zu „Das Buch vom Süden: Roman“ von André Heller

André Hellers erster großer Roman – ein Herzstück seiner künstlerischen Arbeit. Im Mittelpunkt: der „fleißige Taugenichts“ Julian Passauer. Der knapp nach dem Zweiten Weltkrieg in Wien geborene Sohn des stellvertretenden Direktors des Kunsthistorischen Museums wächst im Dachgeschoss von Schloss Schönbrunn auf. Vaters lebenslange Sehnsucht nach dem Süden setzt sich in Julian fort. Auf einem Schiff umrundet er Afrika, er studiert eine Zeit lang und wird schließlich Pokerspieler. Erst in der Villa Piazzoli am Gardasee in Italien kommt er scheinbar zur Ruhe und begegnet den Frauen seines Lebens. Und doch zieht es ihn weiter – nach Süden. André Hellers blendender Roman ist ein Lobgesang auf ein altes Österreich, das es so nicht mehr gibt, und auf eine Welt, die es geben könnte.

Eine poetische Sprachreise in eine längst vergangene Welt .

— Bellis-Perennis
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  • Die ewige Sehnsucht der Österreicher nach dem Meer ...

    Das Buch vom Süden: Roman

    Bellis-Perennis

    30. July 2016 um 12:24

    Liedermacher, Poet, Enfant Terrible, Maler und Sänger Andrè Heller beschert uns in seinem „Buch vom Süden“ einen Einblick in eine andere Welt.Wahrscheinlich wird das Buch außerhalb Österreichs, ja außerhalb Wiens keinen Anklang finden, doch mich hat diese wunderschöne poetische Sprache fasziniert. Die Geschichte des Taugenichts ist vielleicht nicht so imposant, doch die vielen Details aus seinem und dem Leben der ihn umgebenen Personen, beschwören ein skurril anmutendes Bild herauf. Die ewige Sehnsucht, der – nachdem Ende der Donaumonarchie – zu Binnenländlern gewordenen (Rest)Österreicher, nach „dem Süden“, ist zentrales Thema dieses Buchs. Wie beschrieben, gibt es auch heute noch manche, die Vorarlberg den Schweizern überlassen würden, wenn sie dafür Grado, Triest und/oder Pula wiederbekämen.„Freier Zugang zur Adria!“ dieser Schlachtruf ist sowohl in Seglerkreisen als auch an manchen Stammtischen zu hören.Sehnsucht nicht nur nach dem Süden, Sehnsucht nach der Langsamkeit, Sehnsucht nach der „guten alten Zeit“, die so gut gar nicht war.Wer weiß denn schon, dass man im Schloss Schönbrunn Wohnungen mieten kann? Viele sind bar jeglichen Komforts, da sie einst nur für die Dienstboten gedacht waren. Doch, Hand aufs Herz, wer hätte nicht gerne „Schloss Schönbrunn“ als Wohnadresse auf seiner Visitenkarte stehen? In einer Zeit, in der es in der deutschen Sprache von Anglizismen und Schimpfwörtern nur so wimmelt, ist der Ausflug in die Zeit des postimperialen Österreichs, ein Eintauchen in eine längst vergangene Welt.Für die Sprache vier Punkte, doch für die Geschichte ziehe ich einen wieder ab.

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