André Heller Uhren gibt es nicht mehr

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Inhaltsangabe zu „Uhren gibt es nicht mehr“ von André Heller

Worauf kommt es an im Leben? 102 Jahre alt ist Elisabeth Heller, und langsam, so sagt sie in den Gesprächen, die sie mit ihrem Sohn André in den vergangenen Monaten geführt hat, geht es ans Verabschieden. „Innerlich sieht man sich noch jung und freut sich auf den nächsten Tag“, sagt die alte Dame, die geboren wurde, als der Erste Weltkrieg ausbrach, und die mit gerade 19 den Süßwarenfabrikanten Stephan Heller heiratete. Ein anderes Mal wünscht sie sich, „dass das Körperwerkl in Gottesnamen auslaufen soll“ und erzählt dann munter über einen Selbstmordversuch aus Liebe und über Lehár am Klavier in Bad Ischl. Ein kleines Buch von großer Weisheit, würdevoll, poetisch, komisch. Und das Dokument einer späten Liebe und großen Offenheit zwischen Mutter und Sohn.

Philosophisches, berührendes und humorvolles Interview André Hellers mit seiner 102jährigen Mutter... Wunderbar!

— Sookie70
Sookie70

Eine bereichernde Lektüre, vor allem für diejenigen, die die ewige Jugend für sich reklamieren.

— JulesBarrois
JulesBarrois

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  • Späte Zuneigung und berührendes Gespräch

    Uhren gibt es nicht mehr
    Sookie70

    Sookie70

    25. May 2017 um 17:20

    Nicht immer verstand sich André Heller gut mit seiner Mutter Elisabeth, die mit der Exaltiertheit ihres Sohnes gar nicht gut umgehen konnte. Doch in späten Jahren näherten sich die beiden einander an.18 Gespräche hat André Heller mit seiner Mutter Elisabeth geführt und aufgezeichnet, als diese bereits 102 Jahre alt war. Mit ihrem Einverständnis ist daraus das Buch "Uhren gibt es nicht mehr" entstanden - ein schmales Bändchen, recht arm an Seiten, dafür aber umso reicher an philosophischer Tiefe und Weisheit. Die späte Zuneigung einer Mutter zu ihrem Sohn ist förmlich spürbar - was für ein wunderbares, versöhnliches und Hoffnung machendes Buch!André: "Ich halte es durchaus für möglich, Mami, dass du uns beide überlebst." (Anm.: ihn selbst, 70, und seinen Bruder Fritz, 81)Elisabeth: "Sag nicht so etwas Furchtbares."André: "Oder wir könnten zu dritt ins Altersheim übersiedeln. In ein großes Apartement."Elisabeth: "Das ist eine Art von grauslichem Selbstmord."Seite 42

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  • Willst du sterben? – Falsch wäre es nicht.

    Uhren gibt es nicht mehr
    JulesBarrois

    JulesBarrois

    13. March 2017 um 07:46

    Uhren gibt es nicht mehr: Gespräche mit meiner Mutter in ihrem 102. Lebensjahr - André Heller (Autor), 112 Seiten, Paul Zsolnay Verlag (13. März 2017), 18 €, ISBN-13: 978-3552058316 Mancher denkt über das Alter, sein Altwerden nach. Manch einer verdrängt das Thema, dass das Leben jeden Augenblick vorbei sein kann. Martin Heidegger zeigte in seinem Hauptwerk „Sein und Zeit“ die Bedeutung des Todes für die eigene Lebensgestaltung auf. Durch die gedankliche Vorwegnahme des Todes würde dem Einzelnen seine Endlichkeit bewusst und so würde er die verbliebene Zeit sinnvoll nutzen und sich auf das konzentrieren, was ihm wichtig erschiene. Hat er Recht? André Heller legt in diesem Buch ein beeindruckendes Beispiel vor, das Beispiel seiner 102 Jahre alten Mutter Elisabeth Heller. Was denkt ein Mensch, eine Frau, die zu Beginn des 1. Weltkrieges 1914 geboren wurde? In 18 Gesprächen nähern wir uns dieser außergewöhnlichen Frau und dem Alter. In den Gesprächen streifen die Beiden Erinnerungen, reden über Musik, über Ehe, Freundschaften und über Alltägliches. Es sind originelle, innige Gespräche von beeindruckender Klarheit, mit entwaffnenden Aussagen und einem tiefen Humor: Über Menschen: „sie sind vielleicht fähiger, als sie glauben, aber unwichtiger als sie denken.“ (Seite 90) Über das Beten: …die Frauen beten um Vernunft und Frieden und die Männer um Erfolge und Siege.“ (Seite 95) Über Altersheime: „Das ist eine Art von grauslichem Selbstmord.“ (Seite 42) Über sich selber: „Ich bin konfliktscheu, aber sonst nicht feige. (Seite 30) Über ihren Ehemann: „Er konnte nett sein.“ … „So nett war er auch wieder nicht, er konnte schrecklich sein.“ (Seite 18 Über Männer: „Es gibt ja noch was Anderes als Männer.“ (Seite 19) Über die eigene Erinnerung: „Unglaublich, was es alles gibt, das es nicht mehr gibt in meinem Hirn.“ (Seite 22 In diesem kleinen Büchlein wird Alter nicht aus der Sicht der Gesellschaft und damit unter Kosten-Nutzen-Aspekten gesehen, sondern aus einer Innenperspektive heraus, die die Würde des Alters und des Alterns in den Vordergrund stellt. Eine bereichernde Lektüre, vor allem für diejenigen, die die ewige Jugend für sich reklamieren.  Hier geht es direkt zum Buch auf der Seite des Zsolnay Verlages https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/uhren-gibt-es-nicht-mehr/978-3-552-05831-6/ Fragen Sie in Ihrer örtlichen Buchhandlung nach diesem Buch. Wenn Sie in meiner Gegend „Landkreis Merzig-Wadern“ leben, dann wenden Sie sich an die Rote Zora: http://www.rotezora.de  

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