André Kubiczek

 4 Sterne bei 50 Bewertungen
Autor von Skizze eines Sommers, Die Guten und die Bösen und weiteren Büchern.

Lebenslauf von André Kubiczek

Geboren 1969 in Potsdam, lebt er heute nach seinem Studium der Germanistik in Leipzig und Bonn als freier Autor in Berlin. 1997 erhielt er das Arbeitsstipendium Brandenburg, 1998 das Alfred-Döblin-Stipendium der Akademie der Künste. "Junge Talente" war sein Debütroman.

Alle Bücher von André Kubiczek

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Skizze eines Sommers

Skizze eines Sommers

 (25)
Erschienen am 24.01.2018
Junge Talente

Junge Talente

 (5)
Erschienen am 01.08.2003
Das fabelhafte Jahr der Anarchie

Das fabelhafte Jahr der Anarchie

 (4)
Erschienen am 29.08.2014
Kopf unter Wasser

Kopf unter Wasser

 (2)
Erschienen am 13.08.2012
Komm in den totgesagten Park und schau

Komm in den totgesagten Park und schau

 (1)
Erschienen am 20.02.2018
Oben leuchten die Sterne

Oben leuchten die Sterne

 (3)
Erschienen am 01.03.2008

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Rezension zu "Komm in den totgesagten Park und schau" von André Kubiczek

Über das Scheitern im Leben
Printyvor 3 Monaten

Felix sitzt da an diesem merkwürdigen Ort. Er schreibt einen Brief an seine Jugendliebe Nina. Wie war das damals mit uns, mit meiner Familie und mit unserer Jugend?

Ihm gegenüber sitzt sein Vater Marek. Lange haben sie sich nicht gesehen. Marek schreibt auch einen Brief. An Felix.

Der Junge hat seinen Vater gesucht und gefunden. Sicherlich hat er sich das Wiedersehen anders vorgestelltEr hat Marek schnell gefunden und war enttäuscht. Ein Mann der mit sich und mit seinem Leben überfordert ist.

Wie die beiden sich annähern und in ihren Briefen ihr Leben reflektieren, ist sehr gut geschrieben.

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Xirxes avatar

Rezension zu "Skizze eines Sommers" von André Kubiczek

Ein Sommer mit 16
Xirxevor 2 Jahren

Was für ein schön zu lesendes Buch! Locker-leicht-melancholisch vermittelt es ein Lebensgefühl, wie man es nur in einem Sommer mit 16 haben kann - ok, vielleicht auch noch mit 17 oder 18 ;-)
Sommer 1985 in Potsdam, René ist gerade 16 geworden und vor ihm liegen zwei Monate ohne Schule, ohne Erwachsene und mit überraschenderweise viel Geld. Lässig-schnoddrig und auch wundervoll selbstironisch erzählt er von dieser Zeit, dem Abhängen mit seinen Freunden, seinen Erfahrungen mit Mädchen und überhaupt diesem Leben, in dem es nichts Wichtigeres zu geben scheint als Bücher, Musik, Klamotten - nicht zu vergessen der Weltfrieden. Ich las die meiste Zeit mit einem Grinsen im Gesicht, zum Einen weil der Text an sich sehr humorvoll ist ('Es herrschte bei uns ja ständig ein Überfluss an irgendwelchem Mangel'), zum Andern weil mir Vieles sehr bekannt erschien, auch wenn ich meine Jugend nicht in der DDR verbrachte (beispielsweise das Zusammenstellen von Mixtapes). "Hach! - diesen Ausruf hat man beim Lesen von André Kubiczeks «Skizze eines Sommers» ziemlich oft im Kopf." - so schrieb der Stern und ich kann dem nur zustimmen. Insbesondere auch bei der Erwähnung von Musik. Viele, schon lange nicht mehr gehörte Gruppen kehrten wieder ins Bewusstsein zurück, die ich mir endlich mal wieder zu Gemüte führen werde ;-) (The Cure, Grandmaster Flash...). Überrascht bin ich, wieviele Gemeinsamkeiten es offensichtlich damals zwischen der Ost- und West-Jugend gab, nur in wenigen Situationen schienen wirklich deutliche Unterschiede zu herrschen (beispielsweise bei der Literaturbeschaffung).
Auch wenn das Buch mehr als leichte Unterhaltung daherkommt, sind doch immer wieder schöne, tiefergehende Passagen zu finden. Beispielsweise die Lobeshymne auf ein Gedicht: 'Es war wie ein Wunder, jemanden zu treffen, der genau wusste, was man selber gern gesagt hätte. Und der es für einen in Worte kleiden konnte, die schön klangen und in einem Buch geborgen waren, das so edel wirkte wie ein Schatzkiste.' So oder so ähnlich ging es mir auch mit diesem Buch :-)

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walli007s avatar

Rezension zu "Skizze eines Sommers" von André Kubiczek

Sechzehn, endlich
walli007vor 2 Jahren

Im Jahr 1985 bekommt Renés Vater die Gelegenheit zu einer Konferenz in die Schweiz zu reisen. Sieben Wochen soll er weg sein, fast die ganzen Ferien. Zum erstem Mal ist René alleine, seine Mutter ist vor zwei Jahren gestorben und seitdem müssen sein Vater und er das Beste daraus machen. Im Osten Berlins zieht René mit seinen Freunden durch die Gegend, mit Walkman und schwarzen Klamotten. Gleich am ersten Tag erlebt René eine Enttäuschung, denn kaum einer scheint an seinen Geburtstag gedacht zu haben. Seine Freunde sind aber doch nicht die schlechtesten, denn am nächsten Abend bekommt er in der Disco ein richtig schön peinliches Ständchen.


Da wäre man doch gerne mal wieder sechzehn. Man sucht nach dem „Hell of a Summer“ und zu den Klängen der Triffids schwelgt man in den eigenen Erinnerungen und genießt die Lektüre. Da hingen sie im Osten genauso vor dem Radio, um die heißesten Hits aufzunehmen wie im Westen. Es wurden schwarze Klamotten getragen und die Haare aufgestellt, man hörte The Cure und Sisters of Mercy. Man ging in die Disco und hing mit Freunden ab. Und dann dieser erste Sommer ohne, ohne Vater, ohne Pflichten. Wie René sich treiben lässt, die Höhen und Tiefen der ersten Liebe durchmacht. Wie die Zeit gleichzeitig schnell und langsam vergeht, träge, langweilig und doch schön. Und wie er das Mädchen ohne Namen fast verliert. 


Der Sommer einer Jugend, eine Jugend im Sommer. Die Qualität eines Sommers, die man in der Jugend kaum erkennt und zu schätzen weiß. Ein Sommer, der in der Erinnerung einer der schönsten werden wird. Zeilen, die vorbeifliegen und eine Erinnerung zurücklassen, die ebenfalls eine der schönsten werden wird.

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