André Müller sen.

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André Müller sen.Geschichten vom Herrn B.
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Geschichten vom Herrn B.
Geschichten vom Herrn B.
 (9)
Erschienen am 18.07.2016
André Müller sen.Briefwechsel 1957-2003
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Briefwechsel 1957-2003
Briefwechsel 1957-2003
 (0)
Erschienen am 01.01.2018

Neue Rezensionen zu André Müller sen.

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Orishas avatar

Rezension zu "Geschichten vom Herrn B." von André Müller sen.

Anekdoten des großen Brecht
Orishavor 2 Jahren

Bertold Brecht, hier Bertold B., gilt als einer der wichtigsten Dramaturgen des 20. Jahrhundert. André Müller Sen. und Gerd Semmer sammelten von Zeitgenossen, Freunden und Kollegen Begebenheiten und Zitate und spüren Brecht anekdotenhaft nach. 

Und obwohl ich zunächst skeptisch war, geht das Ganze auf. Als Leser bekommt man ein eindrückliches, ungeschontes Bild vom großen Brecht und seinem Umfeld. Zynisch, direkt, mal ernst, mal lustig begegnen wir ihm und kriegen einen Einblick in seine Zeit. Einziges Manko: Eine kurzer Lebenslauf im Anhang wäre wünschenswert - für Brecht-Kenner sicher kein Muss, für Neulinge aber durchaus hilfreich.

Fazit: Kurzweilige Lektüre, die dem Leser Brecht näher bringt.

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camilla1303s avatar

Rezension zu "Geschichten vom Herrn B." von André Müller sen.

Brecht zum Anfassen - eine Anekdotensammlung
camilla1303vor 2 Jahren

Bertolt Brecht, oder besser Bertolt B., war einer der bedeutendsten Dramatiker des 20. Jahrhunderts. Er erfand das Epische Theater und verfasste Stücke, deren Faszination bis heute ungebrochen ist. Zum 60. Todestag des Autors ist im Eulenspiegel Verlag eine Sammlung Brecht Anekdoten in neuer Gestaltung erschienen.

„Geschichten vom Herrn B. - gesammelte Brecht-Anekdoten“ von André Müller Sen. und Gerd Semmer ist erstmals im Jahr 1967 erschienen. Der Gestus der Anekdoten lehnt sich an eines von Brechts Werken´, „Geschichten vom Herrn K.“, an. So werden alle Personen nur mit der Initiale des Nachnamens genannt. Ein Personenverzeichnis am Ende des Buch gibt dann den ganzen Nachnamen preis.

2006 erschien die vollständige Sammlung erstmals im Eulenspiegel Verlag. Die Anekdoten sind ein Klassiker der Brecht-Literatur und haben mich beim Lesen mehrmals zum Schmunzeln und vor allem zum Nachdenken gebracht.

Da für die Anekdotensammlung nicht nur Bewunderer von Bertolt Brecht zu Wort kamen, wirkt auch er in den Anekdoten nicht immer sympathisch. Die Sammlung zeigt eine beeindruckende, streitbare Persönlichkeit.

In seinem Landhaus vor den Toren der Hauptstadt erhielt Herr B. Besuch von einer Gruppe uniformierter Kinder. Ein Sprecher von ihnen sagte zu Herrn B.: „Wir sind die Arbeitsgemeinschaft Junger Naturforscher. Wir haben gehört, Sie leben hier. Wie ist Ihr Leben?“ Herr B. antwortete: „Hart.“

„Geschichten vom Herrn B.“ ist eine kurzweilige Lektüre, die vor allem Brecht-Leser begeistern wird.

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Kopf-Kinos avatar

Rezension zu "Geschichten vom Herrn B." von André Müller sen.

Brecht at his best
Kopf-Kinovor 2 Jahren

Der Komponist Paul D., der von Herrn B. nicht nur zahlreiche Stoffe für seine Kompositionen, sondern auch die Kleidertheorie übernommen hatte, sah ihn eines Tages besorgt an und fand, Herr B. sehe schlecht aus. „Ja, das stimmt“, sagte Herr B. „Sie sehen besser aus und werden mich zweifellos überleben. Aber ich frage: Wozu?“

Bert Brecht gehört – gewiss nicht zu Unrecht - zu den bekanntesten deutschen Schriftstellern und Dramatikern des vergangenen Jahrhunderts. Besonders seine lehrreichen Keuner-Geschichten werden den meisten ein Begriff sein. Der Eulenspiegel Verlag nahm sich Brechts Todestag, der sich 2016 zum sechzigsten Male jährt, zum Anlass, um die Anekdotensammlung des Autorengespanns Müller & Semmer in frischer Aufmachung als Neuauflage herauszubringen.

Bereits der Titel lässt erahnen, dass die vorliegenden Geschichten in einem Keuner-Gestus verfasst sind, was zweifellos die Besonderheit dieser Sammlung ausmacht. So werden alle auftretenden Personen lediglich mit Initialen des Nachnamens genannt. Das Bild, das sich hierbei von der Person Brecht gemacht werden kann, ist vielseitig: Frauenheld, Rebell, Denker, Provokateur, Moralist und vieles mehr. Nicht immer kommt er sympathisch daher, sondern zeigt sich sowohl mit positiven als auch negativen Charakterzügen; es scheint beinahe, als habe er bewusst die Rolle eines Regisseurs in eigener Sache übernommen, um der (Nach-)Welt das Bild eines eigensinnigen und streitbaren Mannes zu bieten.

Grob umrissen lässt sich sagen, dass die Schilderungen von Brechts Jahren am Theater, von Gesprächen mit Freunden, Kollegen und „Feinden“, sowie von seiner Schulzeit handeln. Eine gute Portion Humor lockert die Moralität, die in vielen Situationen gefunden werden kann, gekonnt auf und macht einen gewissen Charme aus, den Brecht besaß und ihn somit auf Augenhöhe begegnen lässt.

Herr B. war ein guter Schüler. Er liebte es, seine Aufsätze mit Goethe-Zitaten zu belegen, um seinen Ansichten größeren Nachdruck zu verleihen. Die Zitate erfand er selbst. Trotzdem fiel er nie auf, weil kein Lehrer zugeben wollte, dass ihm ein Goethe-Werk unbekannt sei.

Auf den letzten Seiten lässt sich in einem Glossar nachschlagen, welche auftretenden Personen hinter den Initialen stecken. Obgleich es alphabetisch sortiert ist, fand ich es ein wenig unübersichtlich, da diese theoretisch nach den Nachnamen geordnet, aber beginnend mit den Vornamen gelistet ist. Darüber könnte man natürlich hinwegsehen, aber ich fand es nicht sehr geschickt gelöst.

Mit dem Büchlein kam eine facettenreiche und gelungene Anekdotensammlung, die einen Einblick in Brechts Leben, Schaffen und Kopf gewährt, zustande, die sich wunderbar für zwischendurch eignet und flott lesen lässt. Somit ist das schmale Buch besonders für Brecht-Fans geeignet, aber auch für diejenigen, die Gefallen an Anekdoten haben, zu empfehlen. Mir bereitete die Sammlung ein kurzweiliges Vergnügen.

Freunde von Herrn B. rätselten über die alte Streitfrage: Was ist Kunst? Nach langer Debatte sagte einer ärgerlich: "Alles Quatsch. Kunst ist, wenn man mitten in die Stube scheißt." Herr B. horchte auf und begann zu überlegen "Nein", sagte er. "Kunst ist, wenn man unter Beifall mitten in die Stube scheißt."

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Gespräche aus der Community

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Eulenspiegel_Verlagsgruppes avatar

»Herr B. war ein guter Schüler. Er liebte es, seine Aufsätze mit Goethe-Zitaten zu belegen, um seinen Ansichten größeren Nachdruck zu verleihen. Die Zitate erfand er selber. Trotzdem fiel er nie auf, weil kein Lehrer zugeben wollte, dass ihm ein Goethe-Werk unbekannt sei.«

Bertolt Brecht war einer der bedeutendsten Dramatiker des 20. Jahrhunderts. Er erfand das Epische Theater und verfasste Stücke, deren Faszination bis heute ungebrochen ist. Dass er auch eine beeindruckende, streitbare Persönlichkeit war, zeigen die »Geschichten vom Herrn B.«.

Ein Mitarbeiter fragte Herrn B, welche Farbe eine bestimmte Kulisse haben solle. Herr B antwortete grosszügig: »Jede Farbe ist mir recht, Hauptsache sie ist grau.«


Der Eulenspiegel Verlag verlost 10 dieser herrlich leichten und doch tiefgreifenden Anekdoten-Büchlein über Bertolt Brecht.
Um in den Lostopf zu hüpfen, verraten Sie uns, von wem S
ie, egal ob Dichter, Philosoph, Politiker oder Filmgröße, auch nie genug Geschichten hören können. Oder vielleicht fällt Ihnen ja sogar eine kleine Anekdote ein?


Viel Glück :-)


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