André Pilz Bataillon d'Amour

(17)

Lovelybooks Bewertung

  • 20 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 0 Leser
  • 6 Rezensionen
(12)
(4)
(1)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Bataillon d'Amour“ von André Pilz

Mayra, eine junge Kolumbianerin, haust mit ihrer Familie in ärmsten Verhältnissen in den Slums von Bogotá. Eines Tages macht sie im Internet die Bekanntschaft eines jungen Deutschen, aus dem Flirt wird mehr – und als sich dann die Möglichkeit ergibt, nach Europa zu fliegen, macht sich Mayra blind vor Liebe und Zuversicht auf die Reise – und landet in einem Abgrund aus Mädchenhandel, Zwangsprostitution und Vergewaltigung.

Stöbern in Romane

Claude allein zu Haus

Eine wunderschöne Weihnachtsgeschichte mit Herz. Genau das Richtige für Tierliebhaber.

Sissy0302

Die Außerirdischen

"Die Ausserirdischen" ist ein spitzes Portrait unserer heutigen Gesellschaft.

Jari

Lennart Malmkvist und der ganz und gar wunderliche Gast aus Trindemossen

Witzig, chaotisch einfach unwiderstehlich!

Chriiku

Rocket Boys. Roman einer Jugend.

Eine unterhaltende und gut erzählte, spannende Geschichte einer Jugend im Zeichen von Sputnik und den Anfängen der Weltraumforschung.

misery3103

Die Schatten von Ashdown House

Mischung aus historischer Wahrheit, Mystik und Erforschung der eigenen Familiengeschichte - dramatisch und spannend

schnaeppchenjaegerin

Die Melodie meines Lebens

Gut, aber der Titel verspricht mehr....

buchstabensammlerin

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Bataillon d' Amour" von André Pilz

    Bataillon d'Amour

    NiliBine70

    26. June 2011 um 11:48

    Schmerzhafte Realität Mayra, 21 Jahre jung, bildhübsch und leider auch bettelarm, lebt in den Slums von Bogotá in Kolumbien. Ihre Mutter ist schwer krank durch die jahrelange Arbeit in den Quecksilberminen, ihre Schwester hat einen Job als Reinigungskraft bei reichen Leuten und ihr Vater ist verschwunden. Eine Familie, wie es sie zu Hauf gibt und immer geben wird. Auch der Wunsch Mayras nach Liebe, nach einem besseren Leben ist nichts ungewöhnliches und leider auch ihr Versuch, dem armseligen Leben mit allen Gefahren und allem Bösen zu entfliehen. Sie lernt per Internet einen vemeintlich Deutschen kennen, der ihr den Floh ins Ohr setzt, zu ihm nach Deutschland zu kommen, um dort mit ihm zu leben. Bei diesem Deutschen handelt es sich allerdings um den durch einen Unfall verkrüppelten Sohn der reichen Leute, bei denen ihre Schwester Donna putzt und der sich in Mayra verliebt hat und hofft, auf diese Weise an sie heranzukommen. Mayra ist ernsthaft bestrebt, nach Deutschland zu kommen, doch hierfür begibt sie sich in die Hände einer dubiosen Agentur, die ihr vormachen, sie würde dort beim Oktoberfest arbeiten, alle Formalitäten würden von der Agentur abgewickelt und alles an Kosten ausgelegt. Dass es sich hierbei um einen Mädchenhandelring handelt, der junge, ahnungslose Kolumbianerinnen an bestimmte Bordelle verkauft, dass will Mayra wohl nicht sehen, für sie zählt nur, nach Deutschland zu ihrem „Geliebten“ zu kommen. Doch bei ihrer Ankunft in Deutschland folgt das böse Erwachen und Mayra findet sich in einem heruntergekommenen Zimmer wieder, eingeschlossen und muss nun Männern zu Willen sein… Wie gesagt, die Geschichte ist eigentlich nichts Neues, doch in ihrer Klarheit, der drastischen und schonungslosen Ausgestaltung und der wirklich mehr als krassen Sprache ist man schockiert. Und bekommt ein ziemlich schlechtes Gewissen, wenn wir bedenken, worüber wir tagtäglich jammern und dann lesen wir die Geschichte eines jungen Mädchens, dessen Traum geradewegs in die Hölle führt. Ich für meinen Teil musste an mancher Stelle schwer schlucken, nicht mal ob der „Gossensprache“ oder wenn es um Sex-Szenen ging, nein, viel eher wenn mir vor Augen stand, dass irgendwo in dem Moment so etwas tatsächlich einem jungen Mädel widerfährt. Da braucht es keine filmische Dokumentation, Worte können viel schmerzhafter sein und so ist es bei diesem Buch. Ich möchte alle bitten, die sich das Buch zutrauen, immer daran zu denken, das KÖNNTE die Realität sein, keine Fiktion, nein, so oder so ähnlich ergeht es jungen Frauen oder Mädchen im Deutschland heute und ich glaube auch nicht, dass hier bei den Ausführungen, welche Qualen Mayra erleidet, wirklich viel fantasiert wurde. Aus diesem Grund würde ich dieses Buch auch nicht als Roman bezeichnen, eher als ungeschönten Tatsachenbericht, der dem Leser einiges abverlangt aber genau deswegen sehr zu empfehlen ist.

    Mehr
  • Rezension zu "Bataillon d'Amour" von André Pilz

    Bataillon d'Amour

    dark_angel

    02. March 2011 um 11:29

    Die Kolumbianerin Mayra wächst zusammen mit ihrer todkranken Mutter und ihrer Schwester in den ärmsten Vierteln Bogotás auf. Als sie die ersten Erfahrungen mit dem Internet macht, verliebt sie sich auch gleich Hals über Kopf in ihre Internetbekanntschaft. Bald ergibt sich die Chance, in Deutschland an einen Job zu kommen und damit auch, ihre große Liebe zu treffen. Ohne lange darüber nachzudenken, macht sich Mayra auf den Weg und gerät dabei in den Strudel aus Mädchenhandel und Zwangsprostitution... André Pilz ist erneut ein packender und schonungsloser Roman gelungen, in dem nichts beschönigt wird. Er spricht die Dinge direkt, kompromisslos und offen an und spiegelt damit oft die Wirklichkeit wieder. In "Bataillon d'Amour" greift er diesmal das Thema von Mädchenhandel, Ausbeutung und Zwangsprostitution auf. Mit seiner direkten Art zu schreiben, will er den Leser nicht unbedingt schockieren, sondern vielmehr wachrütteln und auf so manche Missstände in der Gesellschaft aufmerksam machen, vor denen man oft die Augen verschließt oder glaubt, so etwas geschehe nicht direkt vor unserer Haustür. Mayras Geschichte wird aus zwei Perspektiven geschrieben. Zum einen ist da die Ich-Perspektive von Mayra selbst und was sie alles direkt erlebt. Hinzu kommt die Geschichte hinter der Geschichte aus der 3. Person. Diese erzählt und verrät Hintergründe, über die Mayra keine Ahnung hat. Dafür erschließt sich dem Leser umso mehr das Drama hinter Mayras Geschichte. Seinen Figuren haucht der Autor authentisches Leben ein, so dass der Leser gleich das Gefühl bekommt, sie vielleicht schon mal im wirklichen Leben getroffen zu haben oder gar zu kennen. Der Leser nimmt jederzeit am Geschehen teil und fiebert mit Mayra und ihren Freunden mit.

    Mehr
  • Rezension zu "Bataillon d'Amour" von André Pilz

    Bataillon d'Amour

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    26. February 2011 um 14:46

    André ist oft in einem deutschen Chat. Mayra will es auch einmal versuchen, auch wenn sie noch gar nicht genau weiß, was das eigentlich ist. André erklärt es ihr und meint, sie könnte doch eigentlich in deutsch schreiben, da ihr Vater schließlich ein Deutscher gewesen sei. Er meldet sie im Chat an und richtet ihr eine E-Mail-Adresse ein. Die Regeln sind schnell erklärt und Mayra ist sofort Feuer und Flamme. Es macht Spaß, einfach so los zu erzählen, unverbindlich und völlig losgelöst von allem. Ab sofort ist sie unter dem Nick "Kolumbianerin21" unterwegs. Und sie hat "Erfolg", denn sofort fallen männliche Chatter wie Fliegen über sie her. Spätestens jetzt hätte sie das Spiel mit dem Feuer beenden sollen ... Die Männer wollen alle "Cybersex". Aber es gibt eine Ausnahme und wenn man naiv genug ist, fällt man bekanntlich gerne auf solche herein. "Radog" ist anders. Er ist nett, wohnt in München und studiert Biologie im siebten Semester, wie er schreibt. Und er möchte nicht die Größe ihrer Brüste wissen. Dies reicht offenbar schon, um gewisse Gefühle in Mayra zu wecken. Ohne ihn auch nur ein einziges Mal nach seinem Namen zu fragen, beginnt sie, sich in ihn zu verlieben. Nicht einmal ein Bild braucht sie dazu. Sie ist überzeugt, die Zeit wäre gekommen und der berühmte Pfeil hätte sie mitten ins Herz getroffen. Worte genügen ihr. Das muss echt sein. Nichts was ihre Augen sehen müssen. Die lassen sich sowieso gerne täuschen. Doch es sind auch andere im Chat. Solche, die nur auf sie gewartet haben. Schließlich erreicht sie ein Angebot aus Deutschland. Auf dem Oktoberfest in München werden Bedienungen gesucht. Sie nimmt das Angebot an. Sie ahnt etwas, doch Verzweiflung und Hoffnung sind stärker. Was sie nicht ahnt ist, welche fatalen Folgen Nicks in sozialen Netzwerken haben können und welche dramatischen Eigentore man damit schießen kann ... und wer "Radog" ist, erst recht nicht ... In gewohnt schonungsloser Offenheit und mit drastischem, aber schnörkellos-ehrlichem Vokabular schildert André Pilz die menschlichen Abgründe vor dem Hintergrund von Zwangsprostitution ... und dem ganzen Thema der käuflichen Liebe überhaupt! Denn einerseits sind Art und Weise, wie hier mit Frauen gehandelt und generell umgegangen wird, mehr als nur erbärmlich und widerwärtig, und anderererseits lässt dies fast vergessen, in welchem Jahrhundert wir eigentlich leben. In weiten Kreisen scheint sich noch immer nicht herumgesprochen zu haben, was Menschenrechte wohl bedeuten könnten. Gleichberechtigung und Menschenwürde dürften ebenfalls weiterhin Fremdworte sein. Wenn Frauen immer noch und schlimmer noch als Vieh behandelt werden, muss man sich überlegen, wie weit wir in der Evolution wirklich gekommen sind bzw. auf welcher Stufe wir tatsächlich stehen. Neben allem berechtigten Zorn gegen die Machenschaften übler Menschenhändler und Bordellbetreiber sollte der wahrlich schockierte Leser allerdings nicht vergessen und übersehen, dass all die Grausamkeiten gar nicht erst entstehen würden, wenn nicht ein gewisser "Bedarf" bestehen würde! Ich will hier nicht darum streiten, ob nun der Markt die Nachfrage oder die Nachfrage den Markt steuert und reguliert. Fakt ist, das etwa 400.000 Prostituierte allein in unserem schönen Land jährlich 12-15 Mrd. Umsatz bringen. Täglich nehmen 1,2 Millionen Männer in Deutschland sexuelle Dienstleistungen in Anspruch! Der Bedarf ist riesig, das Geschäft lohnt sich. Für Nachschub muss ständig gesorgt werden, sonst wird es ja langweilig ... ... aber was rege ich mich überhaupt auf. "Bataillon d'Amour" ist doch nur eine Geschichte. Alles nur fiktiv und gar nicht wahr. Oder etwa doch ... ? Der Autor vergisst nicht, das Elend und die Lebensumstände der Frauen zu beschreiben, die oft keine andere Wahl haben, sich wissentlich oder unwissentlich auf riskante Arbeitsangebote einzulassen. Zu groß ist die Not ihrer Familien, die am Rand der Gesellschaft dahinvegetieren. André Pilz weiß um die Lebensumstände der Ärmsten der Armen. Er weiß es, wie viele andere auch. Doch er redet und fabuliert nicht um den heißen Brei herum. Die Thematik verlangt glasklare Worte. Pilz hasst Beschönigungen. Man sollte also dahingehend keinerlei Hoffnungen knüpfen. Nach dem Erfolg seines dritten Romans "Man Down" (2010) dürfte sein zweiter, der in einer ungekürzten Neuauflage 2011 bei Haymon erschienen ist, eine größere Aufmerksamkeit erfahren. Ob dies an den richtigen Stellen geschehen wird, ist allerdings fraglich. Es wäre ein kleines Wunder, wenn Literatur dies bewirken könnte. Einen Versuch ist es jedoch allemal wert! © Thomas Lawall - www.querblatt.com

    Mehr
  • Rezension zu "Bataillon d'Amour" von André Pilz

    Bataillon d'Amour

    deSaintSavin

    20. January 2011 um 15:32

    „Bataillon“ gab es bis vor kurzem nur als Hardcover-Ausgabe (2007 erschienen) und war schon relativ schwierig zu bekommen. Nun hat der Haymon-Verlag den Roman als günstige Taschenbuch-Variante neu aufgelegt. Natürlich beurteilt man ein Buch nicht nach seinem Einband aber ich muss doch gestehen, dass mich das neue Cover mehr anspricht. „Bataillon d‘Amour“ erzählt die Geschichte einer jungen Kolumbianerin aus den Slums von Bogotá. Sie lebt dort mit ihrer Schwester und ihrer todkranken Mutter. Aus einem Chatroom-Flirt mit einem Deutschen wird mehr, und Mayra verliebt sich in den Unbekannten. Wenig später bietet sich ihr die Möglichkeit, das Land zu verlassen und nach Deutschland zu reisen, um dort zu arbeiten. Die Aussicht auf ein besseres Leben ist zu verlockend, und sie stürzt sich blindlings ins Abenteuer. Dies sollte sich jedoch als fataler Fehler herausstellen, denn Mayra gerät in die Fänge des organisierten Verbrechens und wird zur Prostitution gezwungen. Sie landet in einem Bordell irgendwo in der Einöde ohne jegliche Aussicht auf Flucht und erlebt die Hölle auf Erden. So viel zum Plot, und mehr will ich auch nicht vorwegnehmen. Einer der Hauptgründe, warum ich meist keine Rezensionen lese, ist, dass sie mehrheitlich die ganze Handlung vorwegnehmen. Darum beschränke ich mich jetzt auf den Roman selbst. Jedes Buch von André Pilz habe ich in Rekordzeit gelesen. Dabei sind sie auf keinen Fall Fastfood. Die Sprache ist stellenweise derb aber dennoch poetisch. Der Autor schafft es wie kein anderer glaubwürdige Charaktere zu schaffen, mit denen man einfach sofort mitfiebert. Bleiben bei anderen Romanen die Figuren oft fahle Gestalten, so erwachen sie bei André Pilz vor dem inneren Auge sofort zum Leben. Ohne der Uhr große Beachtung zu schenken, verschlingt man Seite um Seite. Man taucht ab in diese schreckliche Welt, die aber auch immer wieder Schönes durchblicken lässt. Manchen Leuten muss man die Augen eben mit Hammer und Meißel öffnen. Pilz beschönigt nichts, aber Gewalt wird niemals ausgeschlachtet und Liebe nicht verkitscht, wobei sie dennoch sensibel dargestellt wird. Und das mag ich an den Büchern von André Pilz. Die Protagonisten sind leidenschaftlich und zum Kampf bereit. Bis zur letzten Konsequenz. Wohlfühlliteratur bekommt man hier keine serviert und man wünscht sich des Öfteren ein Schicksal wie das von Mayra, wäre einfach nur der Fantasie des Autors entsprungen. Dessen ungeachtet sollte man sich nicht abschrecken lassen, denn wer sich auf diese Reise begibt, wird reich belohnt. Auch wenn die Geschichte von Abgründen erzählt, so schimmert immer wieder die Hoffnung durch. Ein Roman, der zum Nachdenken anregt und von dem etwas in den Köpfen zurückbleibt. So sollte Literatur sein. Lesen!

    Mehr
  • Rezension zu "Bataillon d'Amour" von André Pilz

    Bataillon d'Amour

    Solifera

    16. January 2011 um 18:27

    ** Kurzinhalt ** Die junge Mayra lebt in Kolumbien, in Bogota mit ihrer Schwester und ihrer todkranken Mutter, vom deutschen Vater keine Spur. Sie will raus, raus aus dem Loch, das sie ihr zu Hause nennt. Da sieht sie eine Anzeige, wo junge hübsche Frauen als Service-Kräfte fürs Oktoberfest gesucht werden. In der Hoffnung auf eine echte Chance willigt sie ein. Doch schon bald merkt sie, dass einiges schief läuft und sie landet in einem Bordes, dem d'Amour. Schlimmer kann es echt nicht mehr kommen für Mayra, halb tot, drogenabhängig und jeglicher Hoffnung beraubt. Oder gibt es doch noch ein Licht am Ende des Tunnels? Eine brutal-ehrliche fesselnde Lektüre, die erschreckend authentisch wirkt. ** Stil und Sprache ** Rein stilistisch ist das Buch "typisch Pilz"! Wie schon in Man down ist es direkt, ehrlich und spart nicht an Kraft- und Schimpfausdrücken. Es wird teils in Ich-Perspektive aus Sicht von Mayra, oder auch in dritter Person geschrieben. Man kann sich mit Mayra wirklich gut identifizieren und sitzt einfach nur hilflos daneben, wenn sie im Sumpf der Zwangsprostitution immer tiefer versinkt ** Figuren ** Mayra ist jung, hübsch und hätte ihre ganze Zukunft noch vor sich, wenn sie nicht in einer der schlimmsten Gegenden leben würde. Deshalb will sie weg. Da kommt es gerade recht, dass sie im Internet beim Chatten einen jungen Deutschen kennen lernt, der möchte, dass sie ihn besucht. Daneben gibt es noch Andres, der unsterblich in Mayra verliebt ist, und Schwester Donna, die schier verzweifelt, ohne "ihr Herz" Mayra zu sein. Auch gibt es natürlich die "Bösen", Zuhälter, Bordell-Besitzer und sonstige Handlanger und Strippenzieher. ** Persönliche Meinung ** Krass! Ein Wort, das das gesamte Buch beschreibt. Krass ehrlich, krass ungeschminkt und mitreißend. Und SO nahe an der Wahrheit. Eine absolute Empfehlung und mein Geheimtipp für spitzenmäßige Unterhaltung!

    Mehr
  • Rezension zu "Bataillon d'Amour" von André Pilz

    Bataillon d'Amour

    Weltverbesserer

    12. January 2011 um 16:15

    " Ich wollte nur raus. Aber ich durfte nicht. Für mich gab es nur das Zimmer. Mit dem Bett, dem Waschbecken, dem Wecker und der Glühbirne an der Decke. Es gab nur noch mich. Mich, das Zimmer, die Freier. Das Zimmer, die Freier und mich. (...) Das war das ganze Universum." ------------------------------------------ Mayra will raus aus Kolumbien, raus aus Bogotá, raus aus dem Viertel, raus aus der Armut. Durch eine Internetbekanntschaft aus Deutschland und eine Annonce die hübsche Frauen als Servicekräfte für das Oktoberfest in München sucht, schafft sie es nach Deutschland zu kommen. Sie ist voller Hoffnung, erkennt aber schon am Flughafen in München, dass nichts so ist, wie es sein sollte..... und dann findet sie sich in der Hölle wieder, aus der es scheinbar kein Entkommen gibt. ----------------------------------------- André Pilz schafft es wieder durch seine harte Sprache das ganze Buch authentisch werden zu lassen. Die Grenze zwischen Realität und Fiktion verwischt vollkommen beim Lesen und man weiß nicht mehr genau, ob Mayra einem ihre Geschichte erzählt, oder das Buch von einem Mann geschrieben wurde. Ein großes Kompliment an André dafür, dass Du die Verzweiflung und Ausweglosigkeit Mayras so echt geschildert hast.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks