André Pilz Der anatolische Panther

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Inhaltsangabe zu „Der anatolische Panther“ von André Pilz

Schonungslos direkt, berührend und packend: Jagd auf einen Underdog Kleiner Gangster, großes Herz: Seit der junge Türke Tarik seine Fußballkarriere aufgegeben hat, schlägt er sich in München mit kleinen Einbrüchen und Drogendeals durch. Er verbringt viel Zeit auf der Straße, mit seinen Freunden Doogie, Sugo-Joe und Yiannis, allesamt einigermaßen gescheiterte Existenzen. Als sie bei einem Einbruch erwischt werden, hat die Polizei Tarik am Haken - und schlägt einen Deal vor: Tarik soll sich ins Umfeld eines Hasspredigers einschleichen, der sich "Derwisch" nennt und im Verdacht steht, einen Terroranschlag zu planen. Das geht schief, und plötzlich ist neben der Polizei auch noch der Derwisch hinter ihm her - und Tarik muss nicht nur sich selbst retten, sondern auch seinen geliebten Großvater, der von den Islamisten bedroht wird ... Ausnahmetalent André Pilz: eine Stimme aus dem Untergrund Heftig, ehrlich und ohne Tabus: André Pilz begleitet den türkischen Kleinkriminellen Tarik, einen sympathischen Underdog, auf einer atemlosen Verfolgungsjagd - und erzählt gleichzeitig eine berührende Geschichte von Angst, Hoffnung und dem Kampf um die eigene Zukunft. Schonungslos direkt und zugleich unglaublich einfühlsam, in einer einzigartig knappen und harten Sprache erzählt er von seinen Figuren. Tarik hat ein gutes Herz, auch wenn er alles andere als ein mustergültiges Leben führt. Umso mehr fiebert man mit, als er sich auf den Deal mit der Polizei einlässt, den Derwisch ausspioniert und schließlich zwei Verfolger ihm auf den Fersen sind. ****************************** "André Pilz lässt mich atemlos zurück. Kein anderer kann so authentisch, so direkt und dabei so emotional erzählen. Ein Buch wie ein Schlag ins Gesicht - und trotzdem will man mehr davon." Leserstimme "Ich finde es großartig, das André Pilz nun einen Kriminalroman geschrieben hat. Unglaublich spannend waren seine Bücher ja schon immer, aber dieses wollte ich keine Sekunde mehr aus der Hand legen." Leserstimme "Diesem Autor, der so authentisch von seinen Figuren erzählt, glaubt man einfach jedes Wort. Er erzählt mitten aus dem Leben." Leserstimme ******************************

so selten - roman mit muslim als helden abseits von täter-opfer - spannend, berührend, ehrlich, grausam & liebevoll alles zugleich!!

— Meral_Yildiz
Meral_Yildiz

Sprachlich miserabel, an den Haaren herbeigezogener Plot, unglaubwürdige Dialoge, sämtliche Figuren aus der Klischeekiste.

— JimmySalaryman
JimmySalaryman

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    Der anatolische Panther
    Meral_Yildiz

    Meral_Yildiz

    08. June 2017 um 22:25

    der schriftsteller selim özdogan sagt andre pilz wäre der einzige der als "deutschösterreicher" (?) einen türkischstämmigen helden beschreiben könnte. das hat andre pilz aber schon in "man down" bewiesen, für mich der beste roman. ich habe bauchschmerzen wenn weiße aus der sicht von schwarzen schreiben, männer aus der sicht von frauen, nicht-muslime aus der sicht von muslimen, meistens fehlt da etwas wichtiges selbst wenn es gut gemeint ist. beispiel? stieg larsson. schön wenn "mann" für "frauen" kämpft, es ist trotzdem 1 spur zu "cool", herablassend manchmal. lisbeths figur ist gut aber hat fehler aber das ist 1 anderes thema. wichtig! wir (frauen, muslime..) wollen nicht nur opfer sein und verniedlicht, "kuscheltiere" wie ahmad mansour das immer sagt. wir wollen nicht schwarz und weiß, wir wollen grau, bunt, alles, abseits von trampelpfade. pilzs anatolischer panther bricht tabus, und er macht das fast immer gut. der hassprediger ist nicht losgelöst von islam, ein kranker psycho sondern 1 "schwurbler" der verschwörungstheorien verbreitet und nutzt, ein "blender", es ist nicht die stärkste figur im roman, aber sie ist nicht unglaubwürdig oder gar schlecht. muslime in filmen oder bücher, was sind wir? opfer von rassismus. täter, terroristen, araberschläger im tatort, aber nicht vergessen auch den guten zu zeigen. nervt das? es nervt!!! (3 rufzeichen) und deshalb mag ich tarik. Zweitens: irgendwann ist dieser "unappetitliche" rassistische beer (ex-polizist) 1 verbündeter von tarik. es gibt 1 paar kleinere fehler: warum sprechen tarik und sein "baba" deutsch? warum nicht 1 türkisches songzitat? warum nicht 1 türkisches wort da und dort?!!aber das sind kleinigkeiten. die dialoge? großartig, klasse mit den kleinen romajungen und tarik und "baba". manchmal zu viel "macho" mit den anderen männern. ich habe lange keine rezension geschrieben aber wenn schon mal 1 buch mit einem muslim als helden erscheint und es mir gefällt, dann tu ich das. (auch weil nur 1 rezension und die mit 1 stern) es ist ein ganz ganz starkes buch, über das ich lange nachdenken musste. und selim ödzogan trifft ins schwarze. andre pilz ist der einzige deutsche der einen türkischstämmigen in 1 roman so zeichnen kann. shane und tarik sind einzigartig.

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  • Viel Rauch um nichts.

    Der anatolische Panther
    JimmySalaryman

    JimmySalaryman

    30. April 2017 um 00:50

    Ich habe dem Autoren noch eine Chance gegeben, aber mich überkam beim Lesen dieses Buches leider nur mehr Fremdscham. Die Figuren besitzen alle völlig behämmerte, unpassende Namen (Doogie, Sugo-Joe) sie sprechen so, wie sich Leute, die von Straßensprache und Jargon keine Ahnung haben, sich das eben so vorstellen. Dann diese ständigen Reflektionen des Erzählers, die mich als Leser vollkommen raushauen, moralinsauer und gutbürgerlich, absolut unrealistisch in diesem Sujet, man spürt und hört die Anwesenheit des Autoren immer zu 100% - da steckt überall Botschaft drin, der erhobene Zeigefinger, grausam. Ich möchte als Leser ernst genommen werden, ich bin mündig und kann selbst entscheiden. Zeig mir lieber eine echte Figur, die nicht nur Behauptung im Text aufstellt, die echt handelt und echt spricht, und die kein Pappkamerad, kein Stichwortgeber für den Autoren ist, aber da reicht das Handwerk von Andre Pilz einfach nicht für aus. Er erklärt umständlich, überhaupt wird zu viel erklärt und fast nichts gezeigt, ein Grundprinzip der Literatur; show, don' tell. Es ist, als würde der Autor seinen Figuren selbst nicht vertrauen, als würde er sie selbst nicht richtig verstehen. Richtig schlimm, wie die Figuren sprechen, das wirkt alles inszeniert, nichts klingt echt, alles aufgesetzt, es ist too much, zu cool, kläglich, auf den Effekt bedacht, alles soll krass sein, und das wirkt auf mich leider einfach nur unfreiwillig komisch. Schablonen, mehr nicht. Über den Plot, der an den Haaren herbeigezogen und von auffällig vielen Zufälligkeit angetrieben wird, verliere ich hier mal kein weiteres Wort, auch weil ich nicht spoilern möchte. Ich kann nur sagen: Bei all den harten Buben, die vornehmlich krass und abgefuckt sind, menschelt es nach dem guten und gerechtfertigten Morden allzu sehr. Andre Pilz hat hier einen Roman geschrieben, der im Feuilleton sicher gut ankommen wird, weil er eben nur anscheinend etwas verhandelt, das irgendwie sozial relevant ist; schnell verdaut, schnell vergessen, Gewissen befriedigt. Da kann der Autor noch so sehr auf Underdog und Rebell machen, im Grunde ist er Mutters Liebling, "'n netter Jung", und das merkt man dem Text leider auch an. Der Text wird nie giftig, er provoziert nie, er stellt nie Fragen, er verlangt nie Antworten, ist nie kontrovers, traut sich nichts. Er kommt zwar scheinbar laut daher, mit der Vorgabe, jetzt besonders krass (damit wirbt ja auch der Verlag)  und besonders authentisch sein zu wollen, aber das ist halt nur ein Effekt, und das Schlimmste ist dann eben, wenn dieser Effekt null funktioniert, wenn man die Konstruktion dahinter erkennt. Dann bleibt nicht viel übrig, und alles löst sich in Rauch auf.  

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