André Skora

 4.7 Sterne bei 6 Bewertungen
Autor von Voll Dampf, Gamer und weiteren Büchern.

Alle Bücher von André Skora

Voll Dampf

Voll Dampf

 (5)
Erschienen am 21.06.2014
Gamer

Gamer

 (1)
Erschienen am 10.06.2016
Fieberglasträume -Datensplitter-

Fieberglasträume -Datensplitter-

 (0)
Erschienen am 14.05.2015

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Rezension zu "Voll Dampf" von André Skora

So vielseitig ist Steampunk
Originaldibblervor 3 Jahren

Das Buch:

"Voll Dampf" ist eine Steampunk-Anthologie aus dem Jahr 2014, dienneun sehr unterschiedliche Steampunk-Geschichten von neun verschiedenen Autoren enthält.  Darauf, was Steampunk ist, möchte ich an dieser Stelle gar nicht groß eingehen. Nur so viel: Der Begriff wird hier im weiten Sinn gebraucht, sprich als Oberbegriff für die verschiedenen ...-Punk-Genres.

Die erste Geschichte "Der Krakun" stammt aus der Feder von Thorsten Küper. Im Mittelpunkt der Erzählung steht eine krankenähnliche Kreatur.

Es folgt mit "Schwarzfall" eine Teslapunk Dystopie von Frank Hebben.

Matthias Falkes "Die spektakuläre und heldenmütige Entführung der originalgetreuen Lokomotive Emma" ist eher SciFi; allerdings geht es um eine Lok.

Die Inspiration für "Mach mal Dampf" fand André Wieler möglicherweise beim Battletech spielen.

In "Träum weiter" beschäftigt sich Peter Hohmann mit etwas, das in keiner Steampunk Anthologie fehlen darf: Dem neusten Zeppelinmodell.

"Volldampf zu den Sternen" von Marco Ansing handelt - wie der Titel erahnen lässt - von dampfgetriebener Raumfahrt.

Achim Ziens "Ein Gott über den Wolken" zeigt, wie Kriegsführung auch funktionieren kann.

In "Blechschicksal" von Jan-Tobias Kitzel geht es unter anderem um filigranere und ästhetischere Anwendungen der Technologie.

Last but not least geht es in "Natürliche Auslese" von Peer Bieber noch einmal militärisch und actionreich zur Sache.

Meine Meinung:

Das Buch zeigt eindrucksvoll, dass Steampunk wirklich ein weites Feld ist. Wer es phantastisch mag, wird am "Krakun" Gefallen finden. Freunde von Military Fantasy kommen bei "Mach mal Dampf", "Träum weiter" und "Natürliche Auslese" auf ihre Kosten. Die ernste und kritsche Seite des Steampunks kommt in "Schwarzfall" zum Ausdruck.

Wie bei jeder Anthologie, sind Geschichten dabei, die einen mehr, und welche, die einen weniger ansprechen. Meine Highlights waren "Der Krakun", "Schwarzfall" und "Ein Gott über den Wolken". Schlecht fand ich keine Geschichte, wobei ich sagen muss, dass ich die Geschichte von Matthias Falke nicht dem Steampunk zugeordnet hätte.

Fazit:

"Voll Dampf" ist eine rundum gelungene Steampunk-Anthologie, die eindrucksvoll zeigt, wie vielfältig dieses Genre sein kann.

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Rezension zu "Voll Dampf" von André Skora

Spannende, actionlastige Steampunk Geschichten
AmaliaZeichnerinvor 3 Jahren

Die Anthologie „Voll Dampf“ ist insgesamt betrachtet sehr actionlastig und spannend. Außerdem stecken die einzelnen Geschichten voller unerwarteter Wendungen.

Das Vorwort stammt von der Raum-Zeit-Kapelle Drachenflug (eine Steampunk-Band) und wirft einen generellen Blick auf die Steampunk Szene, bevor es sich den Autoren zuwendet, die von allen Künstlern die meiste Freiheit haben, wie der " Drachenflieger" Freiherr von Dunkelfels feststellt.

Den Auftakt der Anthologie bildet eine ungewöhnlichen Geschichte von einem Bühnenmagier und seinem ganz besonderen Kraken: „Valerius von Arbogast und sein fabelhafter Krakun“ von Thorsten Küper. Hierin taucht nicht nur Charles Darwin, Begründer der Evolutionstheorie, in einem völlig unerwarteten Zusammenhang auch, sondern auch eine andere historische Persönlichkeit, aus der Zunft der Schriftsteller – mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, weil ich sonst spoilern würde.

„Die spektakuläre und heldenmütige Entführung der originalgetreuen Lokomotive Emma“ (Matthias Falke) handelt von einer ganz besonderen Lokomotive in einem Science-Fiction-Setting.

„Mach mal Dampf“ von André Wiesler spielt in einem Kriegszenario, welches an den 1. Weltkrieg erinnert. Der Protagonist, ein deutscher Soldat, wird Zeuge, wie ein gewaltiger französischer Kampfroboter (eine Art Mech, wie man ihn aus „Battletech“ und ähnlichen Szenarien kennt) in die Schlacht eingreift.

„Träum weiter“ (Peter Hohmann) handelt von Preußen im deutschen Kaiserreich, die gegen Rebellen kämpfen und ein mehrstöckiges, monströses Luftschiff gebaut haben. Doch dann kommt alles anders als erwartet, wie der Anti-Held, ein Journalist, am eigenen Leib erfahren muss.

Auch in „Volldampf zu den Sternen“ (Marco Ansing) ist ein Reporter der Protagonist. In Form von Zeitungsberichten, in denen er sich auch direkt an seine Leserinnen und Leser wendet, beschreibt er turbulente eigene Erlebnisse in Hamburg im Jahr 1899, bei denen er es mit seltsamen „Metallmännern“ zu tun bekommt. Und das ist erst der Anfang…

Die Geschichte „Schwarzfall“ von Frank Hebben beschreibt eine Gesellschaft, die völlig abhängig geworden ist von der Elektrizität des Herrn Tesla. Diese Geschichte wird nicht aus der Perspektive eines oder zweier Protagonisten geschildert, sondern eher aus der Vogelperspektive eines unbeteiligten Beobachters, was sie aber nicht minder dystopisch macht.

In „Ein Gott über den Wolken“ (Achim Zien) erkundet eine Expeditionsgesellschaft im Auftrag ihres Kaisers (eines fiktiven Reiches) einen Gebirgszug auf der Suche nach Rohstoffen und finden ein gestrandetes Luftschiff. Was sie darin finden, verschlägt ihnen den Atem – und macht Lust auf ein längeres Abenteuer in dieser fiktiven Welt.

„Blechschicksal“ (Jan-Tobias Kitzel) erzählt einen überraschenden Steampunk Krimi in London mit mechanischen Tieren, anderen automatischen Wesen und einem Helden der etwas anderen Art.

„Natürliche Auslese“ von Peer Bieber beschreibt eine Alternative Reality in den 1900er Jahren, in der die politischen und religiösen Verhältnisse in Großbritannien, aber vor allem auch in Südamerika etwas anders sind, als wir es aus der Geschichte kennen. Diese Story wird aus der Sicht eines Polarforschers beschrieben. Auch hier tauchen historische Persönlichkeiten ein, z.B. der norwegische Polarforscher Fridtjof Nansen.

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Rezension zu "Voll Dampf" von André Skora

Voll Dampf - fiktionale Steamgeschichten
kriegerinvor 4 Jahren

Enthalten sind 9 Kurzgeschichten aus den Federn von Frank Hebben, Thorsten Küper, Matthias Falke, Peter Hohmann, André Wiesler, Achim Zien, Peer Bieber, Marco Ansing und Jan-Tobias Kitzel.

Steampunk ist ein literarisches Phänomen, dass seinen Ursprung in den 1980er Jahren findet und sich seither zu einem eigenständigen Genre entwickelt hat. Bei Steampunk werden futuristische, technische Funktionen mit Elementen und Materialien aus dem viktorianischen Zeitalter vereint. Für die einen mag das nach einem Widerspruch klingen - für mich klingt es fantastisch und nach Voll Dampf!

So ist es wenig verwunderlich, dass "Dampf", knirschende Zahnräder und Übersinnliches in beinahe jeder Kurzgeschichte zu finden sind. Natürlich findet der Leser darüber hinaus noch einiges mehr - überraschende Wendungen, z. B.

Mein absoluter Favorit aus dieser Anthologie ist eine Kurzgeschichte mit dem fabelhaften Titel "Valerius von Arbogast und sein fabelhafter Krakun". Die ganze Stimmung und Atmosphäre in der Geschichte erinnerte mich mit jedem Atemzug an den Film "Prestige - Meister der Magie" mit Christian Bale und Hugh Jackman in den Hauptrollen.

Ein tolles Zitat aus dieser Geschichte, die von Torsten Küper stammt, möchte ich euch nicht vorenthalten:
"Kurz prostete ich Darwin mit der Taschenflasche zu. Sie enthielt irischen Whiskey und ich nahm einen Schluck Erleichterung und Erinnerungen aus ihr."

Leider konnten mich alle Kurzgeschichten so überzeugen wie die von Torsten Küper. So fand ich z. B. keinen richtigen Zugang zu der Geschichte zu "Die spektakuläre und heldenmütige Entführung der originalgetreuen Lokomotive Emma", was nicht heißen soll, dass die Geschichte nicht gut ist.

Unterhaltsam sind die dampfenden Kurzgeschichten alle und jede zeichnet auf ihre eigene Art und Weise ein ganz bestimmtes Bild im Kopf des Lesers. Alles in allem absolut empfehlenswert für Leser, die einen Zugang zu dieser literarische Kunstrichtung gefunden haben. Allen anderen würde ich eher davon abraten.

Voll Dampf - für mich ein Grund mehr, mich (wieder) öfter in dieser literarischen Ecke des Steampunks zu bewegen.

"Ich rede, wenn ich es für richtig und wichtig halte. Ich habe keine Lust, etwas Dummes oder Überflüssiges zu sagen" - mein Lieblingszitat aus dem ganzen Büchlein. Eine kleine Weisheit, die sich mehr zu Herzen nehmen sollten...

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