André Ziegenmeyer Schatten über Schinkelstedt

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Inhaltsangabe zu „Schatten über Schinkelstedt“ von André Ziegenmeyer

Auguste Fledermeyer ist Jahrgang 1517 und verbrachte ihre Jugend als autodidaktisches Kräuterweib. Nach erfolgreichem Ablegen des Schierlingsdiploms kehrte sie als praktizierende Hexe in ihre Heimat zurück, wo sie mit der lokalen Inquisition in Konflikt geriet. Insgesamt brachte es Auguste dabei auf 37 Verbrennungen, bevor sie eines Frühsommertages plötzlich verschwand. Kürzlich tauchte Frau Fledermeyer, auch zu ihrer eigenen Verwunderung, am Waldrand des harmlosen Städtchens Schinkelstedt wieder auf. Und mit ihr eine ganze Reihe anderer Gestalten, die wir eigentlich nur aus Märchenbüchern kennen. Sie verursachen natürlich ein Chaos. Aber die Katastrophe ist beabsichtigt und wird von den selben Mächten gesteuert, die Auguste einst hinterhältig aus dem Verkehr zogen.

„Wenn ich also zusammenfassen darf: Ihr habt mich gefangen genommen, für Jahrhunderte in eine Höhle gesperrt, um mich dann wieder freizusetzen, damit ich die Leute erschrecke. Und anschließend wolltet ihr dann Helden spielen und damit Eindruck schinden, richtig?“ Auguste Fledermeyer

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  • Rezension zu "Schatten über Schinkelstedt" von André Ziegenmeyer

    Schatten über Schinkelstedt

    JuliaB

    07. October 2012 um 09:18

    Auguste Fledermeyer ist verwirrt. Dass sie als Hexe auf dem Scheiterhaufen landete, ist nichts ungewöhnliches, aber da Hexen nicht brennbar sind, hatte sie sich, wie schon 36 Mal zuvor, keine größeren Sorgen gemacht. Diesmal ist aber alles anders. Als sie erwacht, scheint der Wald seltsam fremd, ihre Hütte ist weg und auf der Strasse sieht sie eigenartig fauchende Blechungetüme. Und dann tauchen auch noch dunkel gewandete Verfolger auf, die ihr das Leben schwer machen... Bald tauchen in der Umgebung von Schinkelstedt weitere seltsame Wesen auf, denn das idyllische Städtchen ist nämlich als Testobjekt für das Projekt „Remagikalisierung“ des Vatikans ausgewählt worden. Ziel ist, die Bevölkerung, die ihr Wissen im Umgang mit magischen Kreaturen durch deren jahrhundertelange Abwesenheit verloren hat, in Angst und Schrecken zu versetzen, um sie dann zurück in den Schoss der Kirche führen zu können. Zuerst geht die Rechnung auf, aber die Kleriker haben nicht mit dem Unmut von Auguste Fledermeyer und ihren Leidensgenossen gerechnet, die sich äußerst ungern für derartige Intrigen einspannen lassen. André Ziegenmeyer schreibt wunderbar „altmodische“ Fantasy, wo eine Hexe noch wirres Haar hat und darauf einen spitzen Hut trägt, wo dem Leser Trolle, Feen und Kobolde begegnen. Eine willkommene Abwechslung zu all den Vampiren, Werwölfen und Engeln, die derzeit die Fantasyabteilungen bevölkern. Die Idee einer vatikanischen Verschwörung, um mithilfe von Fabelwesen die leeren Kirchenbänke wieder zu füllen, ist wirklich originell und wurde großartig umgesetzt. Mit 170 Seiten ist die Geschichte zwar nicht sonderlich lang, bietet aber ein wahres Feuerwerk an unerwarteten Wendungen, Situationskomik und Wortwitz, so dass man sich als Leser keine Sekunde langweilt. Inhaltlich wie sprachlich ein absoluter Leckerbissen für alle Fantasyliebhaber!

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  • Rezension zu "Schatten über Schinkelstedt" von André Ziegenmeyer

    Schatten über Schinkelstedt

    Periplaneta

    06. June 2011 um 11:26

    Hexen haben es nicht gerade einfach. Das gilt für die angestaubten, finsteren Epochen, in welchen zu jeder ordnungsgemäßen Ortschaft eine Hexe gehörte, ebenso, wie für die heutige Zeit. Der Debütroman von André Ziegenmeyer „Schatten über Schinkelstedt – Fabelwesen reloaded“ liefert dafür erstaunliche Beweise. Aber auch zweifelsfreie Argumente dafür, dass ein Aufeinandertreffen von Hexen mit der heutigen Gesellschaft, mangels Erfahrungen mit solchen, vielleicht sogar für den modernen Menschen noch erheblich problematischer ist. Der Ort der Handlung ist das idyllische Städtchen Schinkelstedt, eine Bernsteinperle im Harzer Vorland. In jenem ist eine sonderbar anmutende Frau mit spitzem Hut aufgetaucht, die nicht so Recht den heutigen modischen Gepflogenheiten entspricht. So bleibt den Einheimischen, wie auch den zahlreichen Kurgästen und Urlaubern, nichts anderes übrig als sie in die Kategorie Touristenattraktion zu stopfen. Bedauerlicherweise steht jedoch das penetrante Verhalten sensationshungriger Menschen gänzlich unvereinbar der unterdurchschnittlichen Geduld der Hexen gegenüber. So endet schon die erste Konfrontation besonders für einen männlichen Marktbesucher höchst unerfreulich. Doch auch noch andere, sehr befremdliche, Wesen tauchen hier und da in Schinkelstedt auf, die man gemeinhin nur aus der Welt der Fabeln kennt und die durch ihr magisches Wirken das idyllische Antlitz des Städtchens in noch größerem Ausmaß beschädigen. Die üble Wurzel dieser merkwürdigen Ereignisse entstammt tiefer Vergangenheit. Im 16. Jahrhundert entwickelte ein eifriger Inquisitor ein Verfahren, dass es ihm ermöglichte diverse magische Wesen zu bannen und sie unbeschädigt unterirdisch zu lagern. Doch die katholische Kirche sah nun die Zeit gekommen sie wieder auf die Menschheit los zu lassen. Denn in Zeiten grassierender Kirchenflucht macht sich ein gezielt eingesetztes Unheil nicht schlecht, wenn sich bei der Bekämpfung der magischen Wesen der katholische Klerus heldenhaft hervortun kann. In Folge dieses Szenarios sollen die verängstigten, schutzsuchenden Leute wiederum die leeren Bänke der Kirche füllen. So zumindest der Plan. Doch zum Vergnügen des Lesers geht jedoch so einiges schief. André Ziegenmeyer hat eine äußerst kurzweilige Fantasy geschrieben, die sich in angenehmer Weise selbst nicht zu ernst nimmt und die vor allem durch herrlichen Wortwitz und gekonnter Formulierungsakrobatik glänzt. Der Autor war bereits in der näheren Vergangenheit durch diverse Kurzgeschichten und Gedichte aufgefallen. In seinem erstes Hörbuch „P.L.Ü.S.C.H.“, ebenso wie sein Debütroman beim periplaneta Verlag aus Berlin erschienen, überzeugte er darüber hinaus auch als exzellenter Sprecher. "Schatten über Schinkelstedt" wird jeden Leser erfreuen, welcher sich gern skurriler Situationskomik, fabelhafter Erzähltechnik und kreativer Wortschöpfung hingibt.

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  • Rezension zu "Schatten über Schinkelstedt" von André Ziegenmeyer

    Schatten über Schinkelstedt

    Sibylle_Meister

    08. May 2011 um 08:37

    Fantasy mal anders: In Zeiten, wo man in der Fantasy-Abteilung mit Vampir-Kitsch zugeschüttet wird, ist es schön, dass es solche Bücher gibt. Da ist die Hexe mit dem sperrigen Namen Auguste Fledermeyer noch eine richtige Hexe wirrem Haar, wallenden Röcken und spitzem Hut, die, wie es sich gehört, tief im Wald in einer einsamen Hütte wohnt. Eigentlich. Wenn denn die Welt noch so wäre, wie Auguste Fledermeyer sie in Erinnerung hat. Aber offenbar hat sich so einiges verändert, seit der Inquisitor zum wiederholten Male vergeblich versucht hat, sie auf dem Scheiterhaufen zu verbrennen. Die Hütte im Wald ist einem Rastplatz gewichen, überall gibt es komisch kalte und zu helle Feuer und die Menschen reiten nicht mehr auf Pferden, sondern auf fauchenden Metallungetümen. Nur der Inquisitor ist noch derselbe geblieben... Ein humorvoller Fantasy-Roman, den man kaum aus der Hand legen mag.

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  • Rezension zu "Schatten über Schinkelstedt" von André Ziegenmeyer

    Schatten über Schinkelstedt

    Melana

    17. September 2008 um 11:05

    Gar Seltsames trägt sich in dem kleinen Touristenort Schinkelstedt zu. Wie aus dem Nichts erscheinen die seltsamsten Gestalten und bringen Chaos über die Stadt. Zwerge jagen Trolle, Wassermänner machen Anglern das Leben schwer, und irgendwie ist zum Glück immer ein Sondereinsatzkommando der Katholischen Kirche vor Ort, um die Geschöpfe dingfest zu machen. Die Kirche ist es auch, die das Geheimprojekt "Remagikalisierung" initiiert hat, um die Menschen wieder gläubig zu machen. Sie hat dabei jedoch nicht mit der selbstbewussten und ziemlich verärgerten Hexe Auguste Fledermeyer gerechnet, die sich mit einem Wolpertinger und zwei skurrilen Besuchern von den Britischen Inseln auf die Suche nach den Verantwortlichen macht... Ein wundervolles Buch. Ich habe mich beim Lesen nicht eine Minute gelangweilt, was nicht zuletzt am humorvollen Schreibstil André Ziegenmeyers liegt. Die Idee dahinter ist überzeugend und lässt es doch trotz Humoreske auch an einer gewissen Kritik nicht mangeln. Sehr empfehlenswert.

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