Eine Außenseiterin mit außergewöhnlichen Kräften wird von einem mächtigen Konzernboss gejagt, der ihr Können für seine dunklen Zwecke nutzen will.
Zu Beginn der Geschichte muss sich Akasha mit ihrem Alltag als Schülerin herumschlagen. Durch den mitreißenden Schreibstil und die vertrauten Schulszenen bin ich schnell in die Handlung hineingekommen und war sofort von der taffen Protagonistin und den coolen Dialogen gefesselt. Ganz besonders hat mir die Schilderung einer Physikstunde gefallen – ich hätte mir gewünscht, selbst mal so eine Stunde erlebt zu haben. Aber auch die Art, wie Akasha ihre Freundin vor einer Horde Mobber beschützt, fand ich beeindruckend.
Akasha wird bald aus ihrem Alltag herausgerissen. Etwa zeitgleich entdeckt sie paranormale Kräfte und begreift, dass ein mächtiger Feind diese für seine Zwecke missbrauchen will. Ihr bleibt nur die Flucht, die sie auf einen abenteuerlichen und gefährlichen Weg führt. Dabei lernt sie andere Personen mit Kräften kennen, wobei ihr immer mehr Zusammenhänge aufgehen und sie Geheimnisse entdeckt. Sie überwindet einige knifflige Situationen, jedoch gibt es keinen Weg zurück. Im Gegenteil muss sie immer neue Verstecke finden und ihre Kräfte kontrollieren lernen. Ich bin sehr gespannt, wie sie diesen übermächtigen Feind eigentlich besiegen soll und warte deshalb schon auf Band 2!
Spannend fand ich, dass die Story keine Liebesgeschichte beinhaltet, weil Akasha gar nicht verstehen kann, was andere Frauen daran überhaupt interessant finden. Ihr ständiger Begleiter wird daher im Lauf der Handlung ein Hund.
Insgesamt mochte ich an diesem Buch besonders den gekonnten Schreibstil und die spritzigen und schlagfertigen Dialoge. Absolute Leseempfehlung!
Andra May
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
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Aequinox
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Der Klappentext fasst die Handlung perfekt zusammen, sodass ich hier nicht weiter darauf eingehe. Mit Akasha hat Andra May eine sehr einnehmende Protagonistin geschaffen. Da sie in ihrer Schule als Freak gilt und auch ihre Tante, die die Vormundschaft für sie hat, nichts mit ihr zu tun haben will und ihre Verachtung offen zeigt, musste und muss die Sechzehnjährige viel einstecken. Dazu kommen unkontrollierbare Anfälle und Ausbrüche ihrer telekinetischen Kräfte, die geeignet sind, im Umkreis so ziemlich alles in Schutt und Asche zu legen. Freundliche Worte haben nur wenige für sie übrig. Dennoch beißt sie sich durch, bewaffnet mit ihrem frechen Mundwerk, und hat trotzdem das Herz auf dem richtigen Fleck.
Ihr Gegenspieler wiederum, Nathaniel Keren, entfaltet im Laufe Handlung sein volles Potential als Antagonist. Ein Strippenzieher, dessen Einfluss als Konzernchef weltweit bis in Regierungskreise reicht. Mit einer Macht, die von sechs Familien unterfüttert wird (deren Namen mich an die sieben Todsünden denken lassen) und einer Armee von Söldnern und „spezieller Ausgebildeten“, bekommt er immer was er will. Und er will Akasha, um ihre Kräfte für seine Zwecke einzusetzen.
So beginnt eine atemlose Flucht, denn Kerens Schergen und seine beste Waffe, Erin Kelaino, sind Akasha dicht auf den Fersen, und aufgrund der eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten schier übermächtige Gegner. Da kann es schonmal passieren, dass eine harmlose Mutter mit Kinderwagen zur zombiehaften Jagdwaffe wird. Und je enger sich das Netz zieht, desto mehr scheint sich Kerens Prophezeihung zu bewahrheiten: »Es gibt keinen Platz, an dem du dich vor mir verstecken könntest, versuch es gar nicht erst.«
Ja, und atemlos war auch ich beim Lesen und mochte das Buch nicht mehr zur Seite legen. Ich mochte die Dialoge, Akashas Schlagfertigkeit, den ersten Teil in Stormridge, diesem wunderbaren und cleveren Haus, die Ausflüge in die Physik, die eingestreuten Puzzleteilchen, die mich immer wieder aufmerken ließen, dass gesellschaftsrelevante Themen benannt werden, quasi so gut wie alles, bis auf die Tatsache, dass ein, zwei Nebenfiguren etwas zu schnell nach ihrem Auftauchen aus dem Spiel verschwindet.
Ich vergebe aus voller Überzeugung 5 von 5 Nullpunktgeneratoren, mit dem Hinweis, sie besser nicht in Betrieb zu nehmen. Dafür empfehle ich: Lest dieses Buch!
“Seltsam zu sein, bedeutet nur, anders zu sein als das, was deine Mitmenschen gewöhnt sind, und das ist ihr Problem und nicht deins.”
Einmal mit “Aequinox : Schattendämmerung” angefangen, gab es kein Halten mehr. Die Geschichte hat mich gepackt und bis zum Ende nicht mehr losgelassen.
Akasha ist anders und bekommt das auch täglich zu spüren. In der Schule wird sie als Freak abgestempelt und ihre Tante hat sie schon längst der Obhut einer Haushälterin übergeben. Dass auch noch telekinetische Kräfte in ihr erwachen, macht das Ganze nicht einfacher.
Auch wenn sie sich schlagfertig und gleichgültig gibt, fällt es ihr nicht leicht, eine Aussenseiterin zu sein.
“Ein schmerzliches Gefühl des Verlassenseins und der Einsamkeit überkam sie. Sie stand im Abseits, in jeder Hinsicht. Im Dunkeln, allein. Wie ein Schatten in der Dämmerung, der mit der Nacht eins wird, sobald das letzte Licht verschwindet.”
Als sie im alten Haus, in dem sie lebt, auf ein uraltes Tagebuch stößt, fühlt sie sich mit dem Verfasser auf merkwürdige Weise verbunden. Als der skrupellose CEO des Abiss Konzern Nathaniel Keren auf der Bildfläche erscheint, wünscht sie sich rasch, der geheimnisvolle Ianus Orden aus den alten Aufzeichnungen würde noch existieren und ihr Sicherheit bieten können.
Andra May hat den Aufbau des Spannungsbogens nach meiner Meinung perfekt umgesetzt. Ein Höhepunkt jagt den nächsten, dazwischen kurze und informative Momente, um rasch durchzuatmen. Hier erwarten euch Geheimnisse, eine wilde Verfolgungsjagd, paranormale Kräfte, skrupellose Gegner und eine starke Protagonistin. Mich hat der Auftakt dieser Geschichte überzeugt und ich bin schon sehr auf die Fortsetzung gespannt.
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