fischer baumler

Andre Wilkens Der diskrete Charme der Bürokratie

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Inhaltsangabe zu „Der diskrete Charme der Bürokratie“ von Andre Wilkens

Andre Wilkens, bekannt durch seinen Bestseller ›Analog ist das neue Bio‹, hat ein kluges, witziges und optimistisches Buch zu Europa geschrieben: ›Der diskrete Charme der Bürokratie. Gute Nachrichten aus Europa‹.

Wir haben Europa viel zu verdanken: Freiheit, positive Utopien, grenzenloses Reisen. Andre Wilkens erzählt die Geschichten dazu. Von Europa, von Menschen in Europa, von sich selbst. Nicht abstrakt, sondern selbst erlebt. Es geht um Fußball, Musik, Architektur und vieles mehr – selbst Habermas und Angelina Jolie kommen zu Wort. Denn Europa muss neu erzählt werden, besser, spannender, moderner, persönlicher, im Guten wie im Bösen, mit Höhen und Tiefen. Mit all den Zutaten eben, die gute Storys auszeichnen.

Ein wichtiger Beitrag zur Europa-Debatte – informativ und kurzweilig.

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    Der diskrete Charme der Bürokratie

    schwarzweisse_wortwelt

    21. July 2017 um 20:13

    Wie viele Bücher über Europa gibt es wohl?Wie viele davon habe ich gelesen? Wahrscheinlich kein Einziges. Außer natürlich diesem Buch hier, aber das ist ja auch nicht wie die anderen. Es ist neu und anders. Es ist frisch und wirft ein neues Licht.Mit einem ganz neuen Blick sieht Andre Wilkens auf Europa und erklärt es uns. Eine neue Ebene des Verständnisses zeichnet sich ab. Mit Witz, viel Verstand und großen Worten erläutert der Autor seinen Blick auf Europa und definiert seine Freiheit neu.Es lohnt sich das Buch zu lesen! Es ist für jeden geeignet und sollte jeden etwas angehen. Was auch die Eingangsfrage des Autors beantwortet (Who cares?).Für Europäer, für Europaliebhaber, für Europakritiker und für jeden anderen. Für alle!Empfehlenswert, lesenswert und lohnenswert!

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  • Gute Nachrichten aus Europa

    Der diskrete Charme der Bürokratie

    Schelmuffsky

    11. May 2017 um 14:48

    Mit Hinblick auf die Präsidentenwahl in Frankreich am letzten Sonntag möchte man sagen: Noch einmal Glück gehabt!Dass die EU ein sehr fragiles Gebilde ist, dessen Existenz keineswegs gesichert scheint, an diesen Gedanken muss ich mich als überzeugter Europäer erst einmal gewöhnen. Nachdem der Nationalismus in Europa zig Millionen Tote verursachte, nachdem, wie Menasse in "Der europäische Landbote"schreibt, die Karte Europas eine schwarze Fläche wäre, wenn man sämtliche Grenzen einzeichnen würde, die es einmal gegeben hat, nach all dem Leid, sollte man eigentlich meinen, dass die Leute die Nase voll haben von nationalen Experimenten, die kein einziges Mal in der Geschichte funktionierten, und dass sie es zu schätzen wissen, in einem Europa zu leben, das die längste Friedensperiode in seiner Geschichte bewirkt und ehemalige Todfeinde zu Partnern gemacht hat. Das scheint alles nicht mehr sicher. Brexit, der breite Erfolg von narzisstischen Chauvinisten (Orban, Erdogan, Putin, Kaczynski, Trumpp u. a.), das Erstarken von rechtsnationalen Parteien, all das lässt mich um die Zukunft Europas bangen. Insofern ist jedes Plädoyer für Europa wichtig, das Erzählen anderer Geschichten als z. B. der Mär vom angeblichen, bürokratischen Monstergebilde. Andre Wilkens weiß, wovon er spricht. Er war lange Zeit in der Verwaltung der EU, beschreibt diese wie schon Menasse als ein sehr effizientes Gebilde, das weniger Beamte beschäftigt als das Saarland. Natürlich können und müssen Dinge verbessert werden, allerdings plädiert Wilkens dafür, das Kind nicht mit dem Bade auszuschütten, die EU pragmatisch zu reformieren und ihre Vorteile für alle ständig hervorzuheben. Dies tut Wilkens ausgiebig, teilweise witzig, teilweise vielleicht ein wenig langatmig, immer aber mit viel Enthusiasmus. Er lebt selbst in einer transnationalen Familie (seine Frau ist Engländerin), hat in Turin, Brüssel, Genf u. a. gearbeitet, kann beurteilen, was es bedeutet, wenn der Blick sich öffnet für andere Kulturen und Gesellschaften. Verglichen damit scheinen die Parolen von AfD und Co. eindimensional, dümmlich, aber vor allem ein Spiel mit dem Feuer. Man sollte meinen, dass die Sprengstofflunte in Deutschland in der Vergangenheit oft genug angezündet wurde.Ich empfehle dieses Buch, habe mir auch vorgenommen, weiterhin nach Plädoyers für Europa zu suchen. Denn mit einem hat Wilkens sicherlich recht: Wir dürfen das Feld nicht rechten Agitatoren und Populisten überlassen.

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