Andrea Badey

 4.6 Sterne bei 8 Bewertungen

Alle Bücher von Andrea Badey

Andrea BadeyStrom auf der Tapete
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Strom auf der Tapete
Strom auf der Tapete
 (8)
Erschienen am 06.03.2017

Neue Rezensionen zu Andrea Badey

Neu
Igelas avatar

Rezension zu "Strom auf der Tapete" von Andrea Badey

Skurril....
Igelavor 8 Monaten

Ron Robert lebt mit seiner Mutter Peggy in einem Plattenbau und nervt sich über den neuen Freund seiner Mutter. Ron Robert hat eine etwas spezielles Hobby : er hat ein Materiallager in seinem Zimmer und stapelt, sortiert und ordnet und das am liebsten nachts. Als die Rollstuhlfahrerin Clara in seine Klasse kommt, meldet er sich freiwillig und leistet ihr während des Sportunterrichts der Klasse Gesellschaft. Der Grund ist nicht etwa Clara, sondern weil Ron Robert Sport nicht mag. Denn Clara findet er hochnäsig…bis er an seinem Geburtstag Clara von einer ganz anderen Seite kennen lernt.


Dieses Jugendbuch beleuchtet zwei total unterschiedliche Lebenshintergründe. Ron Robert, der als asozial gilt, da die Mutter mehr oder weniger trinkt, immer wieder wechselnde Freunde hat und in einer Gegend wohnt, in der die Leute vorwiegend arm sind. Clara wächst als Tochter reicher Eltern in grosser Villa mit eigenem Carport auf. Geld darf sie einfach aus der Schreibtischlade des Vaters nehmen. Die beiden haben jedoch eine grosse Gemeinsamkeit. Bei Clara und Ron Robert sind die Eltern erschreckend abwesend. 

Die Geschichte ist etwas skurril, die Handlung zeitweise abgedreht. So fahren Clara und Ron Robert in weissem Luxusschlitten spontan 100 km an ein Konzert, bei dem Ron Robert sicher ist, seinen Vater zu finden. Mich hat jedoch etwas, das ich nicht genau benennen kann, an dieser Story gefesselt. Vielleicht die Hoffnungslosigkeit mit der Ron Robert sein Leben hinnimmt und dann erkennt, dass Clara zwar Geld zur Verfügung steht, jedoch nicht viel besser dran ist als er?

Den Schreibstil habe ich als sehr abgehackt empfunden, hier ist kein Wort zuviel enthalten. Die Sprache ist der Sprache Jugendlicher angepasst, daher authentisch. Ab und zu musste ich ein Wort zweimal lesen, um die Bedeutung zu verstehen. Wie zum Beispiel das Wort „Schangsons“ (Chansons). Zeitweise wird es etwas langatmig, wie zum Beispiel als Clara monologartig  ihre Geschichte erzählt.

Immer wieder habe ich mich gefragt, ob Ron Robert autistische Züge aufweist oder einfach ein Nerd ist ? Das Sortieren,Stapeln und Ordnen würde dazu passen. Auch die Listen, die er schreibt und führt und die genausten Uhrzeiten ,die er einhält….bis zum Schluss des Buches habe ich es nicht heraus gefunden.

Kommentieren0
102
Teilen
W

Rezension zu "Strom auf der Tapete" von Andrea Badey

Abwechslungsreiche Handlungsstränge und viel Situationskomik erheitern den Leser
WinfriedStanzickvor einem Jahr



Wer ist mein Vater? Mit dieser Frage entwickelt sich Ron Robert Rankes 16. Geburtstag zu einer Beinah-Katastrophe. Ron Robert Ranke ist der jugendliche Ich-Erzähler des vorliegenden mit dem Peter Härtling Preis ausgezeichneten Jugendbuches des Autorinnenduos Andrea Badey und Claudia Kühn. Seit er ein altes Foto seines Vaters in der Küchenschublade gefunden hat, steht für ihn fest, dass er seinen Vater finden möchte, koste es was es wolle.
Völlig planlos begibt er sich zusammen mit seiner Mitschülerin Clara, der zweiten Hauptfigur dieses „rasanten, gegenwartstrunkenen und überraschend zärtlichen Jugendromans“ (Jurybegründung) und einem geliehenen Cabriolet auf die Suche nach dem Unbekannten und durchlebt einige abenteuerliche Turbulenzen, Prügeleien und seinen ersten Absturz mit Alkohol, aber auch sehr intensive und nachdenkliche Momente.

„Strom auf der Tapete“  ist eine Art skurilles Roadmovie. Verschrobene Figuren, die dann doch ein Stück weit zu sich selbst finden und ein ausgefallener Erzählstil machen das Buch zu einer unterhaltsamen Lektüre. Abwechslungsreiche Handlungsstränge und viel Situationskomik erheitern den Leser, der vom Schluss überrascht wird, wie durch einen kalten Eimer Wasser.



Kommentieren0
8
Teilen
MelEs avatar

Rezension zu "Strom auf der Tapete" von Andrea Badey

Mächtig "Strom auf der Tapete"
MelEvor 2 Jahren

"Strom auf der Tapete" ist ein sehr gelungenes Buch für Jugendliche und Junggebliebene. Die beiden außergewöhnlichen Protagonisten machen das Lesen zu einem Erlebnis, da ihre Unterschiede nicht interessanter hätten beschrieben werden können. Ron Robert lebt in einem Plattenbau mit seiner Mutter, die den Alkohol sehr zuspricht und auch diverse Männergeschichten aufweisen kann. Clara sitzt nach einem Unfall im Rollstuhl. Sie hat Eltern, die sie selten zu Gesicht bekommt, lebt aber ansonsten im Reichtum, obwohl Geld vieles nicht ersetzt, was im Roman offen zur Sprache gebracht wird. Robert Ron kennt seinen Vater nicht, daher macht er sich auf die Suche und nimmt Clara mit. Es ist ein Unterfangen, welches auf der einen Seite herrlich chaotisch, aber auf der anderen Seite auch dazu führt, dass beide ins Nachdenken geraten, oft über ihren eigenen Schatten springen müssen und dabei erkennen, wie wichtig Freundschaft ist. Insgesamt gesehen hat "Strom auf der Tapete"meine hohen Erwartungen voll erfüllt. Die 192 Seiten waren viel zu schnell gelesen und dennoch arbeitet der Roman noch weiter, denn die leisen und lauten Töne der Story lassen sich schlecht überhören. Mir gefiel der Schreibstil, der eigenwillig und dennoch sehr deutlich ist. Der Titel des Romans wird schnell klar. Spätestens dann, wenn die Nachbarin unter der Wohnung gegen die Tür hämmert. In einer Plattenbausiedlung muss man sich anpassen und laute Musik oder anderer Krach wirkt sich auch auf die Nachbarschaft aus. Für Ron Robert und Clara ist es Zeit, die Flucht zu ergreifen. Dies geschieht in "Schneewittchen", einem Auto, welches extra für Ron Roberts 16. Geburtstag geliehen wurde. Es versteht sich von selbst, dass Ron Robert zu dem Zeitpunkt noch keinen Führerschein hat, oder? Manche Dinge muss man einfach überlesen, obwohl es hoffentlich nicht dazu führt, dass sich die Zielgruppe an Leser/-innen ins Auto setzt und losfährt?Trotz Stress und Enttäuschungen lassen sich die Protagonisten nicht hängen, sondern geben "alles", um Ron Roberts Vater in Letschow zu finden. Letztendlich finden sie vieles anderes, was "Strom auf der Tapete" zu etwas ganz Besonderem macht. Ich empfand das Lesen als Bereicherung und vergebe daher sehr gerne eine Leseempfehlung, da der Roman es wirklich schafft aus der Masse heraus zu stechen. 

Kommentieren0
8
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 11 Bibliotheken

auf 1 Wunschlisten

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks