Andrea Badey , Claudia Kühn Strom auf der Tapete

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Inhaltsangabe zu „Strom auf der Tapete“ von Andrea Badey

Mit dem Schneewittchen ans Ende der Welt ... Ron Robert Ranke hat keinen Plan. Das ist der Plan. Logisch. Aber er hat ein altes Foto aus der Küchenschublade. Deswegen fahren er und die geheimnisvolle Clara mit dem Schneewittchen zur Wahl der Oderbruchkönigin in ein gottverlassenes Dorf an der polnischen Grenze. Damit sich die Wölfe endlich vom Acker machen, und weil er wissen will, wer sein Vater ist. Mann, Mann, Mann ... »Eine Reise ans Ende der Welt, das in diesem Roman im Oderbruch liegt. Stilsicher, witzig und zugleich mit großem Ernst lotsen die Autorinnen ihre Figuren durch die kleinen und großen Katastrophen dieses Roadmovies, durch Beinahe-Unfälle und Prügeleien mit angejahrten Dorf-Casanovas, durch Exzesse und Momente der Stille. Kann das gut gehen? Es geht gut, in jeder Hinsicht, in diesem rasanten, gegenwartstrunkenen und überraschend zärtlichen Jugendroman.« Aus der Jury-Begründung des Peter-Härtling-Preises

Bedrückende Sozialstudie, die man nicht verpassen darf. Eine Geschichte mit Wirkung, auf den Punkt erzählt.

— Anke_Ackermann

Eine ureigene Sprache und urige Figuren auf einem Road-Trip, den man nicht verpassen sollte. Eine ganz eigene, tolle Mischung!!

— VanessaWalder

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  • Abwechslungsreiche Handlungsstränge und viel Situationskomik erheitern den Leser

    Strom auf der Tapete

    WinfriedStanzick

    03. July 2017 um 12:43

    Wer ist mein Vater? Mit dieser Frage entwickelt sich Ron Robert Rankes 16. Geburtstag zu einer Beinah-Katastrophe. Ron Robert Ranke ist der jugendliche Ich-Erzähler des vorliegenden mit dem Peter Härtling Preis ausgezeichneten Jugendbuches des Autorinnenduos Andrea Badey und Claudia Kühn. Seit er ein altes Foto seines Vaters in der Küchenschublade gefunden hat, steht für ihn fest, dass er seinen Vater finden möchte, koste es was es wolle.Völlig planlos begibt er sich zusammen mit seiner Mitschülerin Clara, der zweiten Hauptfigur dieses „rasanten, gegenwartstrunkenen und überraschend zärtlichen Jugendromans“ (Jurybegründung) und einem geliehenen Cabriolet auf die Suche nach dem Unbekannten und durchlebt einige abenteuerliche Turbulenzen, Prügeleien und seinen ersten Absturz mit Alkohol, aber auch sehr intensive und nachdenkliche Momente. „Strom auf der Tapete“  ist eine Art skurilles Roadmovie. Verschrobene Figuren, die dann doch ein Stück weit zu sich selbst finden und ein ausgefallener Erzählstil machen das Buch zu einer unterhaltsamen Lektüre. Abwechslungsreiche Handlungsstränge und viel Situationskomik erheitern den Leser, der vom Schluss überrascht wird, wie durch einen kalten Eimer Wasser.

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  • Mächtig "Strom auf der Tapete"

    Strom auf der Tapete

    MelE

    11. April 2017 um 08:41

    "Strom auf der Tapete" ist ein sehr gelungenes Buch für Jugendliche und Junggebliebene. Die beiden außergewöhnlichen Protagonisten machen das Lesen zu einem Erlebnis, da ihre Unterschiede nicht interessanter hätten beschrieben werden können. Ron Robert lebt in einem Plattenbau mit seiner Mutter, die den Alkohol sehr zuspricht und auch diverse Männergeschichten aufweisen kann. Clara sitzt nach einem Unfall im Rollstuhl. Sie hat Eltern, die sie selten zu Gesicht bekommt, lebt aber ansonsten im Reichtum, obwohl Geld vieles nicht ersetzt, was im Roman offen zur Sprache gebracht wird. Robert Ron kennt seinen Vater nicht, daher macht er sich auf die Suche und nimmt Clara mit. Es ist ein Unterfangen, welches auf der einen Seite herrlich chaotisch, aber auf der anderen Seite auch dazu führt, dass beide ins Nachdenken geraten, oft über ihren eigenen Schatten springen müssen und dabei erkennen, wie wichtig Freundschaft ist. Insgesamt gesehen hat "Strom auf der Tapete"meine hohen Erwartungen voll erfüllt. Die 192 Seiten waren viel zu schnell gelesen und dennoch arbeitet der Roman noch weiter, denn die leisen und lauten Töne der Story lassen sich schlecht überhören. Mir gefiel der Schreibstil, der eigenwillig und dennoch sehr deutlich ist. Der Titel des Romans wird schnell klar. Spätestens dann, wenn die Nachbarin unter der Wohnung gegen die Tür hämmert. In einer Plattenbausiedlung muss man sich anpassen und laute Musik oder anderer Krach wirkt sich auch auf die Nachbarschaft aus. Für Ron Robert und Clara ist es Zeit, die Flucht zu ergreifen. Dies geschieht in "Schneewittchen", einem Auto, welches extra für Ron Roberts 16. Geburtstag geliehen wurde. Es versteht sich von selbst, dass Ron Robert zu dem Zeitpunkt noch keinen Führerschein hat, oder? Manche Dinge muss man einfach überlesen, obwohl es hoffentlich nicht dazu führt, dass sich die Zielgruppe an Leser/-innen ins Auto setzt und losfährt?Trotz Stress und Enttäuschungen lassen sich die Protagonisten nicht hängen, sondern geben "alles", um Ron Roberts Vater in Letschow zu finden. Letztendlich finden sie vieles anderes, was "Strom auf der Tapete" zu etwas ganz Besonderem macht. Ich empfand das Lesen als Bereicherung und vergebe daher sehr gerne eine Leseempfehlung, da der Roman es wirklich schafft aus der Masse heraus zu stechen. 

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  • Herrlich abgedrehter Jugendroman mit ernstem Kern

    Strom auf der Tapete

    Fannie

    21. March 2017 um 17:51

    In Frankfurt an der Oder boxt nicht gerade der Papst, um es mit den Worten von Ron Robert Ranke zu sagen. Außer der dortigen Plattenbausiedlung, in der er mit seiner Mutter wohnt, hat der Hauptdarsteller des Jugendromans „Strom auf der Tapete“ noch nicht viel von der Welt gesehen. Das ändert sich an seinem 16. Geburtstag. Gemeinsam mit seiner sonderbaren Klassenkameradin Clara, die an den Rollstuhl gefesselt ist, fährt er hinaus in die große weite … Na ja, immerhin nach Letschow, ein verträumtes Nest an der polnischen Grenze, wo Ron Robert seinen Vater zu finden hofft. „Strom auf der Tapete“ von Andrea Badey und Claudia Kühn (schrieb unter anderem die Romane „Türkisch für Anfänger“ und „Banklady“) ist ein herrlich abgedrehtes Jugendbuch, das auch erwachsenen Lesern eine Menge Spaß bereitet. In erster Linie ist das der wunderbaren Figur des Ron Robert Ranke alias Dicki zu verdanken, der die Geschichte aus seiner Sicht erzählt. Obwohl er nur selten duscht, ist Ron Robert ein echter Gentleman und stiehlt sich deshalb mitten ins Leserherz. Selbst die Nebendarsteller (wie etwa die böse Nachbarin Frau Müller) sind bis ins Detail ausgefeilt und strotzen nur so vor Lebendigkeit. Mit authentischem Jugendsprech, kanonenfeuerähnlichen Dialogen und vielen kleinen Skurrilitäten, mit denen das 192-seitige Buch gespickt ist, lassen Andrea Badey und Claudia Kühn mit „Strom auf der Tapete“ das Zwerchfell des Lesers erbeben. Ron Robert zum Beispiel ist neben der Schule als An- und Verkäufer tätig und handelt sowohl mit Klopapier als auch mit abgelaufenem Dosengemüse. Seine wohnungslose Freundin aus der Plattenbausiedlung, die Bushäuschenkaiserin, bedenkt er dabei hin und wieder mit kleinen Geschenken aus seinem Imperium. Und doch steckt hinter all den kuriosen und amüsanten Begebenheiten und Personen eine ernste Geschichte. Rons Mutter Peggy gibt sich in der Plattenbau-Tristesse dem Alkohol und wechselnden Männerbekanntschaften hin, während Clara ihre superreichen und immerzu beschäftigten Eltern so gut wie nie zu Gesicht bekommt. Aber Ron Robert und Clara wären nicht Ron Robert und Clara, wenn sie die Köpfe hängen ließen und jammern würden. Denn bei den beiden ist immerhin mächtig Strom auf der Tapete.

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