Andrea Bajani Mit herzlichen Grüßen

(7)

Lovelybooks Bewertung

  • 7 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 3 Rezensionen
(3)
(2)
(2)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Mit herzlichen Grüßen“ von Andrea Bajani

Eine bissige Satire auf die moderne Unternehmenskultur Man nennt ihn den Killer. Seine Waffen sind Briefe – Kündigungsschreiben. Honigsüß und rhetorisch brillant vermitteln sie dem Adressaten, dass seine Entlassung nur zu seinem Besten geschehe. Der Killer ist der neue Stern am Firmenhimmel. Mit seiner Karriere geht es steil bergauf, bis er eines Tages unerwartet zum Ersatzvater der Kinder eines Kündigungsopfers wird. In seinem Privatleben bricht fröhliche Anarchie aus und er entdeckt, dass es auch ein Leben außerhalb der Firma gibt ...

Stöbern in Romane

Das Haus ohne Männer

Frankreich, Frauen WG....eine schöne Geschichte mit Flair.

sunlight

Der Freund der Toten

Hab mittendrin aufgehört. Hat mich leider nicht gefesselt... Schade. Hab mich sehr auf das Buch gefreut.

Kaffeesatzlesen

Die Tänzerin von Paris

Berührend und unfassbar traurig

tardy

Der Tag, an dem Hope verschwand

Ein Leben als Vergessene....

Sturmhoehe88

Britt-Marie war hier

Zu alt, zu verschroben für einen Neuanfang...? Niemals !

calimero8169

Wie der Wind und das Meer

Diese Geschichte hat mich vollkommen zerstört. Das alles ist doch so ungerecht. *schnief*

libris_poison

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Mit herzlichen Grüßen" von Andrea Bajani

    Mit herzlichen Grüßen

    Juergen

    17. April 2011 um 17:43

    Ich habe das Buch eigentlich nur gewählt, da ich das Thema "Büro Alltag" interessant fand. Meine Erwartungen lagen bei einer Satiere. Dieses Buch erfüllte keine meine Erwartungen. Deshalb ist aber kein schlechtes Buch. Das Thema "Entlassung" ist orginell adressiert und die Brief haben mich immer wieder getrieben nach der "Wendung" zu suchen. Allerdings ist die barocke Sprache nicht mein Ding. Sie liegt so nah am italienischen Klischee. Die Rahmenhandlung finde ich emotional, trotz der gewissen erzählerischen Distanz. Allerding finde ich hier die Sprache sehr gelungen und bilderreich. Ich mag das. Es hat etwas poetisches. Gesamt betrachtet kann man das Buch empfehlen, aber besonders heiter oder ironisch fand ich es nicht.

    Mehr
  • Rezension zu "Mit herzlichen Grüßen" von Andrea Bajani

    Mit herzlichen Grüßen

    Buecherfreundin

    12. March 2011 um 22:47

    Der Verkaufsleiter wurde entlassen. Im Buch ist von nun an nur noch vom Ex-Verkaufsleiter die Rede. Nun braucht die Firma einen „Neuen“ der die anstehenden Kündigungsschreiben verfasst. Der soll besondere Fähigkeiten mitbringen. Denn die Briefe sollen mit Sensibilität, Empathie und Herzlichkeit geschrieben werden. Nichts liegt dem Personalleiter ferner als nüchtern und unpersönlich geschriebene Entlassungsbriefe. Die Kollegen nennen den Neuen „Killer“. Er ist der neue Stern am Firmenhimmel. Seine Briefe sind wahre Kunstwerke, die dem Gekündigten zeigen wie gut es ihm eigentlich geht. Denn nun steht ihm doch die ganze Welt offen und endlich hat er Zeit sich den wichtigen Dingen des Lebens zu widmen. Der „Killer“ ist zu Besuch beim Ex-Verkaufsleiter. Der wohnt zusammen mit seinen Kindern, Martina und Federico. Der Ex-Verkaufsleiter ist schwer krank, er hat eine Leberzirrhose und das obwohl er nicht trinkt. Es gibt eine Spenderleber und während des anstehenden Krankenhausaufenthaltes passt er, der „Killer“, auf die beiden Kinder auf. Sie nennen ihn „Grünlurch“. Voll Ironie beschreibt Andrea Bajani die bizarren Auswüchse der heutigen Arbeitswelt. Gespickt mit seitenlangen Kündigungsschreiben der besonderen Art. Man liest sie, und da man weiß worauf das Ganze hinausläuft, kann man als Leser nur mit dem Kopf schütteln. Die Beschreibungen des Arbeitsklimas sind nüchtern, ohne diese zu bewerten. Das überlässt A.B. dem Leser. Parallel dazu verfolgen wir die Tage die der „Killer“ mit den Kindern des Ex-Verkaufsleiters verbringt. Man kann ahnen dass die Leichtigkeit des Umgangs der Drei, Veränderungen bewirken wird. Man hat das Buch schnell durch. Knapp 130 Seiten. Aber diese Seiten haben es in sich. Erschreckend, denn was wir hier lesen ist all zu oft Realität. Vielleicht nicht genau so aber ähnlich. Faszinierend, denn Andrea Bajani versteht es den Leser zu fesseln und trotz seiner eher sachlichen und nüchternen Beschreibungen, eine unglaublich intensive fast poetische Stimmung zu erzeugen. Auch für das ausführliche Nachwort von Ascanio Celestini sollte man sich Zeit nehmen. Dort wird noch einmal auf das Thema Arbeitswelt und Entlassungen eingegangen. Für mich, absolut lesenswert. In diesem Sinne......mit herzlichen Grüßen....Eure Buecherfreundin

    Mehr
  • Rezension zu "Mit herzlichen Grüßen" von Andrea Bajani

    Mit herzlichen Grüßen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. September 2010 um 21:28

    Auf der Fahrt zur Arbeit fing ich ein neues Buch an. Wenn ich nicht ohnehin bis zur Endstation hätte fahren müssen, hätte ich meine Haltestelle verpasst. Denn ich bekam nichts von der Fahrt mit. Weil ich das Buch las. Plötzlich hörte ich die Ansage: “Endstation. Wir bitten alle Reisende auszusteigen.” Das zeugt doch sehr von der Qualität dieses 138 Seiten leichten Buches. Es beglückte mich: “Mit herzlichen Grüßen” von Andrea Bajani, das ich in meiner Mittagspause und dann auf dem Heimweg fertig las. Von der ersten Seite an musste ich an den Film “Up in the Air” denken. Der Film, der auf dem gleichnamigen Buch basiert, hat mir gut gefallen. Da geht es um einen Mann (George Clooney), der von Unternehmen dafür bezahlt wird, ihren Mitarbeitern zu kündigen. Und obwohl ich am Anfang dachte, dass “Mit herzlichen Grüßen” eine ähnliche Geschichte erzählt, gewann das Buch für mich schnell sein eigenes Gesicht und ich fing an, mit dem Ich-Erzähler, genannt “Killer”, mit zu fiebern. Der Killer verfasst Kündigungen, die sich wie kleine Erzählungen lesen, Erzählungen aus dem Leben voller Mitgefühl – aber auch voller Grausamkeit. Und gekündigt wird vielen: Alten, Kranken, denen, die sich nicht angepasst haben. Die Firma kennt kein Pardon. Nur die Flexibelsten werden geschont. Für seine Arbeit gibt der Killer alles und der Personalleiter ist höchst zufrieden mit ihm. Doch eines Tage lernt er die beiden Kinder des Ex-Verkaufsleiters kennen. Da der Ex-Verkaufsleiter sehr krank geworden ist, beginnt der Killer, Martina und Federico zu betreuen, die ihn liebevoll “Grünlurch” nennen. Langsam merkt er, dass die Arbeit “nur” die Arbeit ist – und nicht das Leben. Als in der Firma Umstrukturierungen stattfinden, die zunehmend absurder werden und immer tiefer ins Privatleben der Angestellten eingreifen, beschließt der Killer auszusteigen… “Mit herzlichen Grüßen” von Andrea Bajani ist eine bitterböse Satire auf die moderne Arbeitswelt. Was mich am meisten beeindruckt und mir zu Denken gegeben hat, sind die Kündigungen, die der Killer schreibt. Sie sind jeweils sehr lang wie die Briefe von Voltaire.* Was jeweils wie ein netter Freundschaftsbrief anfängt, entwickelt sich schließlich zum Gnadenschuss. Da heißt es dann: “Seien Sie so frei und laufen Sie Ihrem Traum entgegen mit Wirkung vom 31. d. M. Mit herzlichen Grüßen.” Auch wenn diese schriftlichen Kündigungen wahre Lebensgeschichten sind, möchte ich nie auf diese Art und Weise entlassen werden.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks