Andrea Behnke

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Ein Hase will zum Zirkus

Erscheint am 28.01.2019 als Hardcover bei KeRLE.

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Frieda und das Glück der kleinen Dinge

Frieda und das Glück der kleinen Dinge

 (2)
Erschienen am 29.08.2018
Ene mene Maus und du bist raus

Ene mene Maus und du bist raus

 (1)
Erschienen am 01.06.2015
Ich, Du und Wir

Ich, Du und Wir

 (1)
Erschienen am 05.06.2013
Auf dem Bauernhof

Auf dem Bauernhof

 (1)
Erschienen am 16.01.2013
Wenn es Nacht wird

Wenn es Nacht wird

 (1)
Erschienen am 06.06.2012
... jeden Tag ein Stück!

... jeden Tag ein Stück!

 (1)
Erschienen am 05.06.2013
Und was passiert dann?

Und was passiert dann?

 (1)
Erschienen am 13.01.2012
Clemens aus der Clementine

Clemens aus der Clementine

 (1)
Erschienen am 20.08.2018

Neue Rezensionen zu Andrea Behnke

Neu

Rezension zu "Clemens aus der Clementine" von Andrea Behnke

Eine sehr gefühlvolle Geschichte von Freundschaft und Abschied nehmen
Kinderbuchkistevor 3 Monaten

Eine ungewöhnliche, sehr gefühlvolle Freundschaftsgeschichte
von Freundschaft, Miteinander Spaß haben aber auch Abschied nehmen
für Kinder ab 4 Jahren


"Wie traurig!" sagen die einen Lesekinder.
"Wie niedlich und schöööön!" die anderen.
Und mache sagen es ist von beidem etwas, und dem schließe ich mich spontan an obwohl ich zugeben muss, es ist schon etwas trauríg, aber auch schön.
Bei dieser Geschichte sollte man sehr genau überlegen ob das Kind bzw. die Kinder, denen man es vorlesen möchte, mit starken Gefühlen und Abschied umgehen können, ansonsten hat man am Ende vielleicht einige dabei, die herzzerreißend schluchzen.
Auch das wäre im Grunde nicht weiter schlimm doch als Ende für eine Vorlesestunde dann vielleicht doch nicht so gut.
Das soll aber keinesfalls bedeuten, dass man diese Geschichte nicht allen Kindern vorlesen kann.
Mit der richtigen Vorbereitung der Kinder auf die Geschichte wird es sicherlich eine wundervolle, vor allem gefühlvolle Vorleserunde, denn so traurig, sie für den ein oder anderen scheinen mag in erster Linie ist sie eine wundervolle Freundschaftsgeschichte, die zeigt, das man manchmal nicht nur an sich selbst denken darf wenn man jemanden wirklich lieb hat.
Genau zu der Einsicht kommt Max, ein kleiner Junge, der gerne Clementinen ist. Ganz wichtig, Clementinen ohne Kerne.
Als er wieder einmal eine seiner Clementinenspalten genüsslich in den Mund legt ist er entsetzt. Ein Kern! Das geht gar nicht. Sofort spukt er die Spalte mit samt dem vermeidlichen Kern wieder auf seine Hand, doch statt des Kerns guckt ihn da ein winziges kleines Zwergenmännlein mit grüner Zipfelmütze und Badehose an, das sich sofort über die unsanfte Prozedur beschwert, ist es doch gerade  zum Glück den mahlenden Zähnen entkommen.
Max staunt nicht schlecht über den kleinen Winzling, der wie sich herausstellt Namenlos ist. Also muss erst mal ein passender Name gefunden werden, was sich als schwieriger erweist als man vermuten könnte. Am Ende einigen sie sich auf Clemens. Clemens aus der Clementine, das klingt klug findet der Winzling , der ziemlich selbstbewusst sich langsam seinem Schicksal fügt und sich mit Max anfreundet.
Max geniest es einen kleinen neugierigen, wissbegierigen Begleiter zu haben. Deutlich spüren wir, das er sehr viel für den neuen Freund empfindet und möchte das es ihm gut geht. Dabei ist genau das gar nicht so einfach, da es Winter ist und Clemens die Wärme gewöhnt ist. Max Zimmer bietet ihm Schutz und Wärme doch als es draußen anfängt zu schneien und Max sich, wie die meisten Kinder, sehr darüber freut da bemerken wir, das Clemens gar nicht so glücklich ist. Er kennt zwar keinen Schnee, möchte wissen wie er riecht und ihn mit Max entdecken doch am Ende einer unsanft endenden Schlittenfahrt ist klar für den sonnenverliebten Zwerg ist Schnee so gar nicht das richtige.
Und dann bekommt Clemens auch noch Heimweh. Richtig krank wird er darüber, denn eigentlich möchte er Max nicht verlassen. Gute Freunde sind sie geworden.
Doch selbst Max erkennt, das Clemens unglücklich ist, auch wenn der alles daran setzt es ihm nicht zu zeigen.
Am Ende findet Max einen Weg, das sein Freund dort hin zurück kehren kann wo es warm und sonnig ist. Wie, das verrate ich natürlich nicht, denn das ist eine zweite kleine Geschichte, die wir im Buch entdecken und erleben können.
Und wer weiß vielleicht kommt Clemens ja auf dem gleichen Weg im Sommer zurück um seinen großen Freund zu besuchen.

Es ist eine sehr gefühlvolle Vorlesegeschichte mit recht viel Text für ein Bilderbuch, doch die Dialoge der beiden sind genau das was die Geschichte zu dem machen was sie ist. Wunderbar gefühlvoll und ausdrucksstark.
Die Bilder visualisieren das Geschehen und wirken auch auf Grund der Größenverhältnisse sehr intensiv aber anders als bei vielen ( den meisten) Bilderbüchern nehmen sie hier nicht den Hauptpart ein, dominieren nicht sondern begleiten und fokussieren, da wo es am intensivsten ist. Mimik und Gestik kommen hierbei wundervoll heraus besonders die Mimik , die auf Grund der vielen Gefühle,  in der Geschichte eine Rolle spielt und hier wiederum besonders die des kleinen Clemens sind ganz entscheidend für das Verständnis der Leser und Betrachter denn sie zeigen unglaublich gut die innere Zerrissenheit, die Traurigkeit aber auch aufkommende Ratlosigkeit und Verzweiflung.

Das man einen Freund auch gehen lassen muss, etwas tun muss, das einem selbst schwer fällt damit es dem anderen gut geht ist eine Erkenntnis, die Kinder oft ganz intuitiv erleben und die dennoch sehr schwer ist. Erleben wir diesen Prozess bei einem unserer Kinder denken wir oft verblüfft: " Mein Gott ist der / die erwachsen!" Das sind meist Momente in denen wir selbst mit der Situation "überfordert" sind und genau das erleben wir wenn wir diese Geschichte vorlesen sehr häufig. Die Kinder finden es toll das Max Clemens gehen lässt, ihm hilft zurück zu kommen während wir Erwachsene schlucken und denke:" Och, wie traurig!"

Und da die meisten Kinder anders reagieren als wir es vermuten ist es auch für uns Erwachsene immer wieder spannend diese Entwicklung zu beobachten.
Abschied nehmen, gehen lassen können ist ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens. Erfahrungen die weh tun können und doch schön sind.

Abschied ist nicht nur Tod. Abschied kann und ist häufig  eine kurze oder längere Trennung.
So wie bei Max und Clemens.

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Rezension zu "Frieda und das Glück der kleinen Dinge" von Andrea Behnke

Frieda und das Glück der kleinen Dinge
Erdhaftigvor 5 Monaten

Dies ist ein Roman für Kinder ab 10 Jahren. Klare Charaktere und einige Typen bevölkern ihn, alle Figuren sind so beschrieben, dass man sich gut vorstellen kann, wie sie im Alltag sein könnten. Es gibt die Ziegen, die netten Jungs, die fehlende Freundin in der neuen Schule und die typischen Dinge, die so passieren. Die Hauptperson Frieda ist ein patentes Kerlchen, erzählt aus ihrer Perspektive äußerst lebendig.

Das richtig Schöne an diesem Buch: das Hilfsverb machen, das mich am meisten in Konversationen und vielen Romanen nervt, kommt hier gar nicht vor. Andrea Behnke spielt hervorragend mit der Klaviatur der Verben, zeigt, wozu unsere Sprache fähig ist. Spannungsbögen sind zwar vorhanden, aber eher "leise". Sie spielt mit der Sprache an sich, so entfaltet sich eine lebendige Vorstellung der Welt, in der sich Frieda bewegt, wie sie denkt und handelt.

Lesenswert.

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