Andrea Behnke

 4.8 Sterne bei 21 Bewertungen

Lebenslauf von Andrea Behnke

Andrea Behnke schreibt Geschichten – wahre und erfundene. Und sie liebt es querzudenken. Seit Ende 1999 arbeitet sie als freie Journalistin und Autorin – gerne für Kinder und Jugendliche. Und sie ist Buchautorin und schreibt Hörstücke fürs Radio. Die Illustratorin Nina Hammerle, geboren in Amsterdam, lebt in Tirol/Österreich, seit sie einen Pinsel halten kann. Sie besuchte die HTL für Malerei in Innsbruck und studierte danach Grafikdesign in Linz. Sie arbeitet als freie Illustratorin und liebt Farben und schräge Figuren.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Den Bauch voller Töne

Erscheint am 01.08.2020 als Hardcover bei Edition Pastorplatz.

Alle Bücher von Andrea Behnke

Sortieren:
Buchformat:
Cover des Buches Frieda und das Glück der kleinen Dinge9783943086768

Frieda und das Glück der kleinen Dinge

 (7)
Erschienen am 28.08.2018
Cover des Buches Herr Bort, der Katzenschreck9783943833331

Herr Bort, der Katzenschreck

 (3)
Erschienen am 01.08.2019
Cover des Buches Was ist nur mit Opa los?9783965940093

Was ist nur mit Opa los?

 (2)
Erschienen am 29.08.2019
Cover des Buches Clemens aus der Clementine9783451714061

Clemens aus der Clementine

 (2)
Erschienen am 20.08.2018
Cover des Buches Ich, Du und Wir9783451326516

Ich, Du und Wir

 (1)
Erschienen am 05.06.2013
Cover des Buches Wenn es Nacht wird9783403231783

Wenn es Nacht wird

 (1)
Erschienen am 06.06.2012
Cover des Buches Auf dem Bauernhof9783403232360

Auf dem Bauernhof

 (1)
Erschienen am 16.01.2013
Cover des Buches ... jeden Tag ein Stück!9783451326523

... jeden Tag ein Stück!

 (1)
Erschienen am 05.06.2013

Neue Rezensionen zu Andrea Behnke

Neu

Rezension zu "Herr Bort, der Katzenschreck" von Andrea Behnke

Katzen suchen sich ihr Servicepersonal selbst aus
Gwhynwhyfarvor 6 Monaten

Der Anfang: »Herr Bort schneidet mit einer Schere die Rasenkante. Der Rasen ist wie ein Teppich. Herr Bort hat viele Tulpen gepflanzt, die ihn an seine Frau erinnern. Manchmal hört er, wir die Blumen mit ihm rede. Sie wisper, rufen, lachen. Der Garten ist bunt. Der Bort nicht. Seit seine Frau nicht mehr da ist, ist Herr Bort dunkel.«


Wie wir wissen, haben Hunde Herrchen und Katzen Diener. Und Katzen suchen sich ihr Personal selbst aus. Man kann Herrn Bort am Gesicht ansehen, dass er unglücklich ist, wie er dort am Boden sitzt mit seiner Schere den Rasen stutzt, einer süßen weisen Katze ins Gesicht blickt. Rosi gehört der Nachbarin, die auch zwei Hunde besitzt, an denen sie anscheinend mehr Freude hat. Herr Bort nennt Rosi Viech – oder du Viiiiiiich. Und dieses Viech liegt auf seinem gepflegten Rasen, lässt sich nicht verscheuchen, wetzt die Krallen an seinem Baum. Drum umwickelt er den Stamm mit einer dicken Kordel, was der Katze gut gefällt. Wie wird man das Viech wieder los? Wasser marsch! Doch der Katze gefällt es, mit dem Wasserstrahl aus dem Schlauch zu spielen – Hopps! Und nun pieselt sie auch noch in Herrn Borts Garten! Dann streicht sie ihm um die Beine, ihhh, Katzenhaare an seiner Hose! Herr Bort hat gehört, Pfeffer können Katzen nicht leiden. Aber anstatt abzuhauen, mag es Rosi, die Pfefferkörner in den Beeten zu verbuddeln. Musik wird sie vertreiben! Herr Bort kramt seine alte Blockflöte heraus. Dabei kommen in ihm gute Erinnerungen herauf, ihm macht es Spaß, eine Melodie zu spielen, seine Mimik hellt auf. Auch Rosi gefällt es. Plötzlich gehen Mensch und Tier aufeinander zu, Streicheleinheiten, ein pfeifender und summender Her Bort – Schnurren, die beiden sind nicht mehr zu trennen. Da steht plötzlich die Nachbarin am Zaun, der ihre schicken Königspudel wichtiger geworden sind: Sie will Rosi ins Tierheim bringen. Das kommt nun gar nicht in Frage! Rosi bleibt bei Herrn Bort!


Ein einsamer, trauriger Mann, mit der Welt nicht mehr zufrieden. Eine Katze, die ihm das gewohnte Leben durcheinanderbringt, sie schafft Dynamik hinein, Abwechselung – zeigt Interesse an ihm. Plötzlich begreift Herr Bork, was ihm gefehlt hat: Ein Freund, eine Aufgabe, Kommunikation, Zärtlichkeit. Rosi lässt sich durch nichts abschrecken, streicht Herrn Bork um die Beine, schnurrt, zeigt ihm, wie sehr sie ihn mag. Die Geschichte und die Art sie zu zeichnen, erinnert mich ein wenig an den Großmeister Tony Ross, an die Art des englischen Humors in Kinderbüchern. Interessant ist die Mimik des Herrn Bort, der traurig-grantig dreinschaut, etwas gehässig, wenn er gegen Rosi etwas ausheckt, und ab der Mitte des Buchs tritt Entspannung in sein Gesicht, Freude am Ende. Der Hintergrund vom Bild ist großflächig einfarbig, konzentriert sich in der Zeichnung auf das Wesentliche, die Figuren. Zeichenstift und Aquarell in Kombination zeigen auch einen schrägen Humor: »Herr Bort schnurrt.« – auf der letzten Seite trägt er ein Gänseblümchen hinter dem Ohr. Und auf jeder Seite lugt irgendwo ein Wurm hervor. Der Text besitzt Rhythmus, Kreativität, Einfühlungsvermögen, kombiniert mit Humor, Sprache, die Spaß macht.


Ein humorvolles, liebenswertes Bilderbuch. Vielleicht hat einer einen Grund, um kurrig zu sein und vielleicht merkt er nicht einmal, dass er es ist. Dranbleiben und dran kratzen, irgendwann legt man den weichen Kern frei. Einsamkeit im Alter, Empathie von Haustieren, die ihre Menschen bedingungslos lieben und ein guter Freund sein können. Ein  mit vielen Facetten, eins für Katzenfreunde. Die Illustrationen sind nicht nur etwas für Kinder, auch Erwachsene werden sich köstlich amüsieren, ebenso am Subtext der Geschichte. Der Verlag Edition Pastorplatz gibt keine Altersangabe vor. Meine Empfehlung: ab 4 Jahren.


Andrea Behnke ist ein Ruhrgebietskind. Sie hat Politikwissenschaft, Anglistik und Publizistik studiert. Nach einer Zeit als Redakteurin, ist sie seit Ende 1999 freiberufliche Autorin und Schriftstellerin. Sie arbeitet für Verlage, für den Hörfunk und für Non-Profit-Einrichtungen. Sie hat bereits einige Kinderbücher veröffentlicht.

Mele Brink wurde 1968 in Bielefeld geboren und studierte Architektur in Aachen. Nach erfolgreichem Abschluss in Form einer mobilen Gedenkstätte für Lady Di machte sie sich 1998 als Illustratorin selbstständig. Sie zeichnet Cartoons, Comics und Kinderbücher, meist in ›oldschool‹ mit Tusche und Aquarell, manchmal auch mit Kreiden, ganz selten am Rechner. 


Kommentieren0
1
Teilen

Rezension zu "Was ist nur mit Opa los?" von Andrea Behnke

Wie schön, wenn man in so einer Familie alt wird
Ramgardiavor 7 Monaten

Im Keller wohnt die Rattenfamilie, Opa und Oma, Papa, die schwangere Mama und Rattenkind. Bestürzt stellen sie fest, dass Opa nicht mehr so recht an ihrem Leben teilnimmt. Meist schläft er, auch nachts, wenn alle Ratten wach sind. Papa versucht ihn aufzumuntern, gibt ihm ein Holz, damit er seine Zähne kürzen kann und muss dann feststellen, dass Opa riecht. Aber Opa ist das alles egal, er ist nur müde und will nicht als seine Ruhe. Oma ist sehr traurig und tröstet sich indem sie Zeitung ist. Auch an einem Ausflug zum Leder fressen will Opa nicht teilnehmen. Da findet Rattenkind einen alten Rollschuh und Opa kommt in diese "Schiebebett", jetzt kann er mit in die Scheune. Doch Opa macht das alles keinen Spaß und Hunger hat er auch nicht. "Ich bin alt, vergesslich, dick, schlapp, langsam..., sagt Opa Ratte". Erst als die kleinen Ratten geboren werden, sieht Opa wieder einen Sinn in seinem Leben. Jetzt will er auch die Zähne kürzen um den Baby beim Küssen nicht weh zu tun.

Es ist so schön, zu sehen, wie sich die Familie um den alten Mann kümmert. Auch den Kummer der Ehefrau kann man nachempfinden. Das Rattenkind ist immer mit neuen Ideen dabei, den Opa aus der Lethargie zu reißen. So geht es sicher oft in intakten Familien zu, wenn die Großeltern alt werden. 

Eine Situation, die Kinder sicher häufig erleben und die in diesem tollen Kinderbuch geschildert wird. Oft können die Kinder diese schleichende Veränderung von Opa gar nicht einordnen und ein solches Buch zeigt, dass das Alter sowas mit sich bringt. Aber es ist auch schön, dass das Ende tröstlich ist und gerade die Babys dazu beitragen, dass Opa wieder lächelt.

Der Text ist schon sehr kindgerecht gehalten, aber doch schon etwas länger. Die Bilder bringen sehr schön das Kümmern und die Sorge um den Opa rüber und wenn Opa am Ende seine Zähne kürzt, wirkt er wieder richtig wach und lebendig.


Kommentieren0
2
Teilen

Rezension zu "Was ist nur mit Opa los?" von Andrea Behnke

Authentisch berührend
Seelensplittervor 8 Monaten

Meine Meinung zum Kinderbuch:

Was ist nur mit Opa los
Inhalt in meinen Worten: 

Rattenopa geht es nicht gut und alle machen sich echte Sorgen. Nichts macht ihm mehr Freude und selbst seine Familienmitglieder machen sich wirkliche Sorgen und setzen alles daran ihn aufzuscheuchen und ihm nahe zu sein. Doch die Antriebslosigkeit bleibt vorhanden, bis zu einem besonderen Augenblick. Denn die Rattentochter packt ein Geschenk aus.


Wie ich das Gelesene empfinde:

Die Geschichte ist ein bisschen traurig, denn ich dachte immer jetzt stirbt Opa, irgendwann dachte ich es geht um Demenz, doch letztlich geht es um eine ganz besondere Freundesgeschichte sowie eine Familiengeschichte. Zusammenhalt in einer Gemeinschaft sichert das Überleben und das kommt deutlich in diesem Buch hervor.


Geschichte:

Die Geschichte ist ein bisschen melancholisch und doch sehr liebenswert gestaltet. Der Zusammenhang der Rattenfamilie berührt das Herz durch und durch und Alt und Jung darf nebeneinander stehen und leben sogar miteinander in einem besonderen Zusammenschluss. Am Ende kommt sogar neues Leben und das bringt dem Opa wieder Lebenskraft. Daran sieht man welche Wirkung doch kleine Dinge haben die doch groß werden können.



Spannung:

Für die Kürze der Geschichte ist das Buch wirklich spannend. Denn erst ganz am Ende erfahre ich, wohin diese Geschichte führt, immer wieder dachte ich, der Opa wird sterben oder er hat die Demenzkrankheit. Doch als ich dann am Ende erfahre was ihm wieder den Kick gab war ich sehr berührt.



Empfehlung:

Eine Geschichte die einlädt wirklich zu staunen, was ein Zusammenhalt von Wesen helfen kann schwierige Momente zu überstehen. Zu dem ist eine kleine Liebesgeschichte an das Leben und ein bisschen eine Vorbereitung auf den Abschied im Leben, so hat wirklich jeder etwas vom Buch.

Ich kann nur sagen dieses Buch ist für jeden etwas, der es mag sich vom Leben überraschen zu lassen.

Deswegen eine absolute Empfehlung für jeden der es mag das Leben zu genießen.



Bewertung: 

Ich finde dieses Kinderbuch dass das Leben auf so besondere Weise aufzeichnet ist wirklich genial! Es berührte mich sehr zu lesen wie man mit dem Opa umging, schade das ich das selten im realen Leben erfahre. Gut fand ich auch, das ich erst ganz am Ende herausfinden konnte, was mit Opa geschah, denn ich dachte wirklich das es eine Abschiedsgeschichte ist, doch es ist etwas völlig anderes. Einfach Toll! Und Bücher die toll sind, verdienen fünf Sterne!

Kommentieren0
2
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks