Andrea Camilleri

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Autor von Die Form des Wassers, Der Hund aus Terracotta und weiteren Büchern.
Andrea Camilleri

Lebenslauf von Andrea Camilleri

Ein Herz für Sizilien: Andrea Camilleri ist ein italienischer Schriftsteller, Drehbuchautor, Theater- und Fernsehregisseur. Er wurde 1925 in Porto Empedocle, Sizilien geboren. Lange Zeit war er in Italien nur als Drehbuchautor und Regisseur bekannt. Zwischen 1958 und 1970 unterrichtete er zudem am Centro Sperimentale di Cinematografia in Rom. Gedichte hatte Andrea Camilleri schon als Zwanzigjähriger veröffentlicht. Sein erstes Prosawerk, „Der Lauf der Dinge“, wurde hingegen 1978 von vierzehn Verlagen abgelehnt. Erst mithilfe eines befreundeten Schriftstellers fand er schließlich doch noch einen Verlag. Dort veröffentlichte er einige historische Romane, die sich vor allem mit der Geschichte Siziliens befassten. Der literarische Durchbruch gelang Camilleri erst mit seinen Romanen um den unwiderstehlichen Commissario Salvo Montalbano. Sie machten ihn zu einem der meistgelesenen Autoren Italiens. Der erste Band „La forma dell’acqua“ (dt.: „Die Form des Wassers“) erschien 1994, viele weitere sollten folgen. Neben seiner schriftstellerischen Arbeit lehrt Andrea Camilleri seit über 20 Jahren an der Accademia d’arte drammatica Silvio D´Amico in Rom. Hier lebt er auch – wenn er nicht gerade das mediterrane Leben in seiner alten Heimat Sizilien genießt.

Neue Bücher

Das Nest der Schlangen

Erscheint am 31.01.2019 als Hardcover bei Bastei Lübbe. Es ist der 21. Band der Reihe "Commissario Montalbano".

Das Nest der Schlangen

Erscheint am 31.01.2019 als Hörbuch bei Lübbe Audio.

Gewisse Momente

 (1)
Neu erschienen am 18.12.2018 als Hardcover bei ROWOHLT Kindler.

Die Spur des Lichts

 (13)
Erscheint am 29.03.2019 als Taschenbuch bei Bastei Lübbe. Es ist der 19. Band der Reihe "Commissario Montalbano".

Alle Bücher von Andrea Camilleri

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Die Form des Wassers

Die Form des Wassers

 (180)
Erschienen am 18.10.2005
Der Hund aus Terracotta

Der Hund aus Terracotta

 (105)
Erschienen am 17.10.2006
Der Dieb der süßen Dinge

Der Dieb der süßen Dinge

 (81)
Erschienen am 18.05.2012
Das Spiel des Patriarchen

Das Spiel des Patriarchen

 (71)
Erschienen am 29.10.2002
Die Stimme der Violine

Die Stimme der Violine

 (74)
Erschienen am 01.01.2003
Der Kavalier der späten Stunde

Der Kavalier der späten Stunde

 (66)
Erschienen am 21.10.2003
Die Passion des stillen Rächers

Die Passion des stillen Rächers

 (57)
Erschienen am 16.10.2007
Das kalte Lächeln des Meeres

Das kalte Lächeln des Meeres

 (55)
Erschienen am 18.10.2005

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Neue Rezensionen zu Andrea Camilleri

Neu

Rezension zu "Romeo und Julia in Vigata" von Andrea Camilleri

Dottore Camilleri bei der Freilegung der sizilianischen Seele
aus-erlesenvor 23 Tagen

Venedig hat seinen Brunetti, Paris Maigret und Verona Romeo und Julia. Doch halt! Auch Vigata, das ja schon Commissario Montalbano sein eigen nennen darf, hat auch sein unglückliches Liebespaar. Nur heißt hier Romeo Montague Manueli d’Asaro, und Julia Capulet heißt hier Mariarosa Petralonga. Das Jahrhundert (das Neunzehnte) neigt sich dem Ende zu und in Vigata beshcließt man dieses Ereignis mit einem Ball gebührend zu feiern. Ein Saal wird gemietet und jeder soll kostümiert erscheinen. Als Anreiz wird das beste Kostüm prämiert. In der Jury sollen auch Vertreter der Familien d’Asaro und Petralonga sitzen. Doch die können sich nicht riechen, duellieren sich und lassen keine Möglichkeit aus die Anderen bloßzustellen oder zu attackieren. 
Es ist offensichtlich, dass das Schicksal Manueli und Mariarosa dazu auserkoren hat in der Jury zu sitzen und sich ineinander zu verlieben. Zunächst ist aber von Zuneigung rein gar nichts zu spüren. Würde man es auf die beiden regnen lassen, kämen am Boden nur Eiskörner an. So frostig ist die Stimmung zwischen den beiden. Ein kleine Berührung hier, eine Geste da und schon ist es um den Heißsporn Manueli und die alle verzaubernde Mariarosa geschehen. Doch zusammenkommen, ist einfach nicht drin. Zu tief der Graben zwischen ihren Familien. Eine List muss her. Vertraute arrangieren ein Ablenkungsmanöver, damit Mariarosa entführt werden kann und beide fernab von ihren Familien heiraten und ein zufriedenes Leben führen können. Fehlt nur noch das Gift und Romeo und Julia sind in Vigata auf dem Weg zur Legende. Dann wäre dieses Buch aber nicht von Andrea Camilleri, sondern einem anderen geschrieben worden. Denn der aufmerksame Beobachter baut eine Falle ein und lässt beider Schicksale ihren Lauf…
Die erste (und namensgebende) Geschichte in dieser Sammlung verzückt durch die süffisante Erzählweise Andrea Camilleris. So viel Ehrgefühl und falschem Stolz kann man nur mit Humor begegnen. Manueli und Mariarosa sind Produkte ihrer Familien. Sie wagen sich aus dem sicheren Schneckenhaus heraus, um zu erkennen, dass die Welt da draußen auch nicht viel besser oder schlechter ist als im goldenen Käfig.
Eine ganz andere Fehde, doch mit nicht minder tragischem Ausgang tragen Cecé und Micheli aus. Sie sind Eisverkäufer, mit ganzem Herzen und voller Elan. Und vor allem sind sie Konkurrenten. Micheli ist der Neue von Cecés Ex. Und neu im Geschäft, was bekanntermaßen durch Konkurrenz belebt wird. Die beiden stacheln sich dermaßen an, dass die Staatsgewalt mehrmals eingreifen muss. Selbst ein demokratischer Wettstreit, der endgültig klären soll, wer das beste Eis produziert, endet im Gleichschritt. Da kann nur eine höhere Macht helfen. Doch das dauert …
Acht Geschichten aus seiner sizilianischen Heimat lassen Andrea Camilleri in der Vergangenheit schwelgen. Jede einzelne Geschichte ist ein Kleinod, die es wert ist in Gebetsteppiche eingewebt zu werden, damit man dem großen Sizilianer Camilleri huldigen kann. Camilleri schaut seinen Landsleuten nicht nur aufs Maul, er schaut ihnen in die Seele. Er reißt ihnen nicht das Herz sondern seziert respektvoll das Pochen der Menschen und zeigt es der verzückten Menge. „Romeo und Julia“ hat die Kraft jede Art von Trübsal durch Umblättern der Seiten hinwegzufegen.

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Rezension zu "Gewisse Momente" von Andrea Camilleri

Glücksmomente
aus-erlesenvor einem Monat

Die Vierzigerjahre waren für Andrea Camilleri schmerzvolle Jahre. Nicht nur wegen des Krieges, auch wegen der Tritte in den Unterleib. Erst der Minister für Volkskultur, Allessandro Pavolini und später als die Alliierten das Heft in der Hand hielten, ein amerikanischer Offizier. 
Mit Pier Paolo Pasolini konnte Camilleri nicht so recht warm werden. Pasolinis und Camilleris Vorstellungen über die Besetzung eines Stückes von Pasolini passten Camilleris nicht ins Konzept. Pasolini wollte Laien von der Straße, Camilleris ausgebildete Sprecher, die man auch in der letzten Reihe noch hört. Man einigte sich auf ein letztes – klärendes – Gespräch. Was nie stattfand. Pasolini wurde ermordet.
Dem Patriarch von Venedig allerdings bot Camilleri eine anders Vorstellung. Eine Gruppe von Geistlichen wohnte einer Probe bei, die Camilleri leitete. Es lief nicht alles wie geplant und so wurde der Autor zuerst ungeduldig und dann laut. Am nächsten Tag wollte er sich bei dem Patriarchen entschuldigen. Mit zitternden Knien schritt er zu Kreuze, doch der Patriarch zeigte Verständnis. Wenige Tage später wurde aus dem Patriarchen von Venedig Papst Johannes XXIII. 
Und doch eine Begegnung ist Camilleri in Erinnerung geblieben, und sie wird dem Leser nicht minder eindrucksvoll zurücklassen. Die Federala war ein faschistische Institution, eine Person, die Königsgleich die Geschicke einer Region in der Hand hielt und leitete. Sie war es, die Camilleri, der damals schon gegen die Faschisten schrieb, ein Buch in die Hand gab, das es gar nicht geben durfte…
Es sind diese gewissen Momente, die einen Menschen formen. Kleine Geschichten, plötzliche Begegnungen, unverhofft, selten geplant – doch sie brennen sich ins Gedächtnis ein ohne Narben zu hinterlassen. Die Taubheit der Narben weicht tief sitzenden Erinnerungen. Sie sind das Salz in der Biographie eines jeden. Andrea Camilleri hat das Glück all diese Erinnerungen noch präsent zu haben. Und der Leser strahlt, dass er sie niedergeschrieben hat. 
„Gewisse Momente“ ist keine Biographie im eigentlichen Sinne. Es sind Bruchstücke im Leben eines Mannes, der dem Leben verpflichtet ist ohne dies als Verpflichtung anzusehen. In jeder dieser kurzen Kapitel gibt er ein bisschen von sich preis. Wer wissen will, wie manche Geschichten aus der Feder Camilleris entstanden sind, warum er immer noch Scharen von Lesern mit einem Handstreich verzaubern kann, wird in diesem Buch eine Ahnung erhaschen können warum dem so ist. 

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Rezension zu "Die Pension Eva" von Andrea Camilleri

Wunderschöne warmherzige Geschichte
Tefelzvor 3 Monaten

Der Spiegel schrieb: " Ein bizarrer, sehr komischer Bildungsroman", wobei es sich aber eher um eine komische und vor allem warmherzige kleine Geschichte aus Sizilien im 2.Weltkrieg handelte , die einfach nur schön ist.

Geschichte:  Nene steht kurz vor seinem 12.Geburtstag und würde wirklich gerne herausfinden, was das für ein Haus ist " Die Pension Eva ". Die Geschichte spielt vor und während des 2. Weltkriegs und erzählt sowohl die Entwicklung des jungen Nene, als auch die Geschichte der Pension Eva, nie natürlich nichts anderes als ein Bordell in Vigata ist, bei dem die Huren an ihren freien Tagen Nachhilfe in Sprachunterricht geben oder mit den fast Erwachsenen zu Abend essen.

Das Buch erzählt über Freundschaften, erste Liebe, unmögliche Liebe , lustige Anekdoten und verrückte Zufälle. Wunderschön beschrieben, mit einem Augenzwinkern und einem Melodramatischen Ende. Die Erzählform ist wie immer sehr direkt und sehr feinfühlig. Es ist kein Krimi, einfach eine gute Geschichte, die man gelesen haben sollte.

Fazit: Wunderbar !

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Andrea Camilleri wurde am 05. September 1925 in Porto Empedocle (Italien) geboren.

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