Andrea Camilleri Der Bahnwärter

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Inhaltsangabe zu „Der Bahnwärter“ von Andrea Camilleri

An der abgelegenen Eisenbahnstrecke unweit der sizilianischen Küste liegt das Häuschen von Nino, dem Bahnwärter, und seiner Frau Minica. Die beiden führen ein friedliches Leben, sie pflegen ihren Garten und die Tiere, und sonntags klemmt Nino sich oft zwei Stühle unter den Arm und die beiden setzt sich ans Meeresufer. Als Minica endlich ein Kind erwartet, ist ihr Glück perfekt. Doch mit dem Krieg kommt die Gewalt und zerstört das Idyll. Nun muss Nino um Minicas Liebe kämpfen – und um ihr Leben.

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    Der Bahnwärter
    Duffy

    Duffy

    25. May 2015 um 09:12

    Nino lebt mit seiner Frau als Bahnwärter in einem kleinen Diensthäuschen nahe der Küste. Sie haben ein idyllisches Leben, kommen gut miteinander aus, pflegen Haus und Garten, Nino spielt sonntags Musik mit seinem Freund Toto beim Dorfbarbier und verdient noch etwas hinzu. Das Glück ist vollkommen, als Ninos Frau ein Kind erwartet. Doch dann kommt der Krieg auch in diese verlassene Ecke und bringt Gewalt und Zerstörung. Das Paar ist davon aufs Ärgste betroffen, besonders Minica, Ninos Frau. Er muss nicht nur um ihr Leben, sondern auch um die Liebe kämpfen. Camilleri kann sehr viel mehr als Montalbano. Das beweist er mit dieser dichten und eindringlichen Novelle, bei der es um Schmerz, um Liebe und um Hoffnung geht. Auf 160 Seiten schafft es der Autor, den Leser in dieses Wechselbad der Extreme mitzunehmen und nicht mehr loszulassen. Rührend und aufwühlend ist die Geschichte der einfachen Leute und der Bedeutung von Liebe, Loyalität und Vertrauen. Am Ende ist man froh, wie es gekommen ist und Camilleri hat es wieder geschafft: Verstohlen wird sich der eine oder andere mit dem Handrücken über die Augen reiben. Große Erzählkunst.

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  • Eine große Schatzgrube von Geschichten und Eindrücken aus dem Sizilien der 1940 er Jahre

    Der Bahnwärter
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    25. February 2015 um 15:00

    Man hat den Eindruck, dass Andrea Camilleri mit steigendem Alter immer produktiver wird. Die Zahl seiner Neuerscheinungen in den vergangenen Jahren ist kaum zu überblicken und dennoch leidet die literarische Qualität auf keiner einzigen Seite. Der hier vorliegende bei Kindler verlegte kleine Roman mit dem Titel „Der Bahnwärter“ wurde in Italien schon 2008 veröffentlicht und spielt an der Südwestküste Siziliens, die der Leser aus den Montalbano-Romanen schon kennt in den Jahren ab etwa 1940. Der Faschismus hat Italien bis das letzte Dorf fest im Griff. Und doch gibt es Widerstand, der sich pfiffig und klug, witzig und manchmal derb immer wieder seinen Weg bahnt. Protagonist des kleinen Romans ist der Bahnwärter Nino, der an einer kleinen Schmalspurstrecke entlang der Küste seinen Dienst versieht. Da nur wenige Züge pro Tag vorbeikommen, hat er viel freie Zeit und macht zusammen mit einem Freund in der nahegelegenen Stadt bei einem Barbier  Musik. Nino hat eine Frau geheiratet, und beide sind glücklich, als Minica ein Kind erwartet. Aber dann passiert etwas, was der aufmerksame Leser schon hat kommen sehen. Während der Abwesenheit Ninos haben Männer immer wieder bei Minica geklopft, doch sie hat niemand  eingelassen. Eines Tages aber verschafft sich ein Kollege Ninos unter einem Vorwand Einlass bei Minica, vergewaltigt sie brutal und prügelt sie fast zu Tode.  Im Krankenhaus kann ihr Leben gerettet werden, aber sie verliert ihr Kind. Und auch ihren Verstand, wie Nino in den nächsten Wochen und Monaten feststellen muss. Irgendwann stellt sie einen Eimer in den Garten und benetzt mit dem Wasser ihre Füße. Auf Ninos erstaunte Frage, warum sie ihre Füße nicht gleich in den Eimer stelle, antwortet sie: „Wie sollen mir da Wurzeln wachsen?“ Sie will ein Baum werden und Früchte bringen, eine in ihrem wirren Geist verschobene Projektion ihres Kinderwunsches. Nino beschließt ihr zu helfen, und baut ihr aus Holzpfählen ein Gerüst, in das sie sich beim „Wachsen“ stützen kann. Gleichzeitig müssen er sich und seine Frau vor den immer heftiger werdenden Tieffliegerangriffen der Alliierten schützen, und er gerät zusammen mit seinem Freund unter politischen Verdacht, weil sie bei ihren Auftritten beim Friseur angeblich faschistische Lieder musikalisch verunglimpft hätten. Doch mit Geschick und dem aus den Montalbano-Romanen bekannten sizilianischen Witz lösen Sie nicht nur dieses Problem, sondern auch an dem Mann, der Minica geschändet hat, wird auf die dort übliche Weise Rache genommen.  „Der Bahnwärter“ ist nicht nur ein Roman einer großen Liebe, sondern auch eine große Schatzgrube von Geschichten und Eindrücken aus dem Sizilien der 1940 er Jahre. Ich habe das Buch in einem Zuge gelesen und kann es nur empfehlen.

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