Andrea Cremer

 4 Sterne bei 504 Bewertungen
Autorin von Nightshade - Die Wächter, Nightshade - Dunkle Zeit und weiteren Büchern.
Autorenbild von Andrea Cremer (© Gina Monroe, 2010)

Lebenslauf von Andrea Cremer

Andrea Cremer wuchs in Wisconsin auf. Sie ist Geschichtslehrerin in St. Paul, Minnesota und schreibt nebenbei Romane, das sie seit ihrer Kindheit liebt. "Nightshade – Die Wächter“ ist ihr erster Roman, der es auf Anhieb auf die Bestseller Liste der New York Times schaffte. Im Herbst 2011 erscheint die Fortsetzung der Nightshade Reihe.

Alle Bücher von Andrea Cremer

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Buchformat:
Cover des Buches Nightshade - Die Wächter9783802583810

Nightshade - Die Wächter

 (255)
Erschienen am 12.05.2011
Cover des Buches Nightshade - Dunkle Zeit9783802583827

Nightshade - Dunkle Zeit

 (129)
Erschienen am 04.11.2011
Cover des Buches Nightshade - Die Entscheidung9783802587870

Nightshade - Die Entscheidung

 (92)
Erschienen am 10.05.2012
Cover des Buches Die Nightshade-Trilogie9783736305113

Die Nightshade-Trilogie

 (1)
Erschienen am 02.03.2017
Cover des Buches Nightshade9781907410284

Nightshade

 (17)
Erschienen am 15.07.2011
Cover des Buches Wolfsbane9780142420980

Wolfsbane

 (5)
Erschienen am 03.01.2012
Cover des Buches BloodroseB0074AGOGS

Bloodrose

 (2)
Erschienen am 21.02.2012
Cover des Buches The Turncoat's Gambit (Inventors Secret)9780399164255

The Turncoat's Gambit (Inventors Secret)

 (1)
Erschienen am 15.11.2016

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Neue Rezensionen zu Andrea Cremer

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Rezension zu "Nightshade - Die Entscheidung" von Andrea Cremer

Ein schlechtes, hingeklatschtes Ende für so einen tollen Reihenauftakt - schade!
fierybooksvor 7 Monaten

Direkt vorweg: Meine Rezension enthält massive SPOILER zum Ende des Buches! Wer das Buch also noch nicht gelesen hat, dies aber evtl. noch zu tun gedenkt, sollte meine Rezension vielleicht lieber nicht lesen.

Ich bin wirklich enttäuscht vom Ende dieser Reihe. Der erste Band hat mir großartig gefallen und ich hielt den zweiten Band für einen typischen Zwischenband, der auf ein großartiges Finale hinarbeitet. Aber nein … einfach nein.
Doch erst mal die positiven Sachen. Ren, der ja im zweiten Band kaum vorkam, wird im Finalband endlich wieder mehr ins Zentrum gerückt und ich muss sagen, ich mochte ihn wirklich. In Band 1 war ich mir bezüglich ihm noch unsicher, da er auf mich den Eindruck eines arroganten Aufreißers gemacht hat, der glaubt, alles und jeden haben zu können, und auch wenn das Besitzergreifende einfach in seinen Wolfsgenen liegt, so ist er mir hier viel sympathischer geworden, wirklich liebenswert. Shay hingegen konnte für mich nicht mehr zu seinem alten Glanz aus Band 1 zurückfinden, er war irgendwie einfach zu glatt, der perfekte Spross und was Calla an ihm so toll fand, hab ich irgendwann auch nicht mehr so recht nachvollziehen können.
Ansonsten ist in Band 3 auch endlich wieder was passiert und zwar nicht zu wenig, immerhin haben sich Calla, Shay und die Sucher nun auf die Suche nach den Bestandteilen des Kreuzes der Elemente begeben, um die ultimative Waffe gegen die Hüter und deren Anführer zu besitzen. Dementsprechend gab es immer wieder spannende Stellen, in denen die Autorin es sich auch nicht hat nehmen lassen, Charaktere draufgehen zu lassen.
Das waren eigentlich schon die positiven Sachen.
In vielerlei Hinsicht fand ich das Buch mehr als durchschnittlich. Ein Punkt, der mir bereits in Band 2 auffiel und hier auch wieder vorhanden ist: Die Autorin nimmt sich keine Zeit, die zwischenmenschlichen Beziehungen realistisch auszuarbeiten, sie sich entsprechend entfalten zu lassen.

Ggf. SPOILER (für die, die Band 2 auch nicht gelesen haben)

Ein Beispiel sind da der Sucher Ethan und die Wölfin Sabine. Die Charakterentwicklung der beiden fand ich grundlegend super, es ging aber, ebenso wie ihre Beziehung, zu schnell. Bereits in Band 2 haben sie nach wenigen Stunden aneinandergeklebt, als kannten sie sich ewig, und hier in Band 3 sind sie bereits durch und durch ein Liebespaar, das man kaum noch trennen kann. Man beachte, dass Ethan am Anfang einen extremen Hass auf die Wölfe hatte (den er ebenfalls viel zu schnell abgelegt hat) und Sabine ihr Leben lang dachte, die Sucher wären die Feinde. Dass man seine Meinung ändern kann, akzeptiere ich ja, aber es ging mit den beiden einfach zu schnell. Besonders auffällig wird es dadurch, dass die Figuren, die bei Andrea Cremer ein Paar abgeben sollen, auch nonstop zusammenhängen. Es wird ständig erwähnt, wie sie beieinanderstehen, sich berühren und anschauen …
Ähnliche Situation mit Ren und Adne – klar, sie sind Geschwister und eine gewisse Verbundenheit ist natürlich da, auch vor dem Hintergrund, dass sie ihren Vater verloren haben, aber bereits nach wenigen Stunden ist es auch bei ihnen so, als kannten sie sich ewig und hätten schon immer gewusst, dass sie Geschwister sind. Es war kaum nachzuvollziehen, warum das so ist, und erweckte für mich nur abermals den Anschein, als hätte sich die Autorin da keinerlei Zeit genommen, geschweige denn Gedanken gemacht.

SPOILER ENDE

Weiterer Punkt, der mir nicht gut ausgearbeitet ist: Es sterben Figuren und die Charaktere trauern vielleicht ein Kapitel lang, dann ist alles vergessen. Ja, sie sind alle im Krieg und man muss sich im gewissen Maße darauf konzentrieren, weiterzumachen, aber ich habe schon mehr Fantasyliteratur gelesen, in der die Figuren im Krieg sind, und selbst da wird ein verstorbener Charakter nicht direkt nach dem Tod aus den Köpfen der anderen ausradiert.

Beobachten konnte ich das Phänomen bereits in Band 2, aber auch hier sterben wieder einige Figuren, deren Tod kaum betrauert wird. Auch am Ende des Buches kommt kaum bis gar kein Wort mehr zu diesen Figuren, als hätte die Autorin sie selbst vergessen.

Ich muss auch sagen, dass, obwohl es durchaus spannend war, ich kaum wirklich gepackt von der Handlung war. Es ist nämlich so, dass die Handlung selten Dramatik rüberbringt – alle befinden sich im Krieg, aber jeder reißt ständig Scherze und alle haben folgende Attitüde: Wir sind ja eh im Krieg und wir sterben vermutlich eh, als können wir auch den Rest unserer Zeit mit guter Laune verbringen. Die Wächter freuen sich ständig auf den Kampf, als wären sie nicht gerade im Krieg auf Leben und Tod. Ich kann ja verstehen, dass sie durch ihre Instinkte da eher blutdürstig sind als die Sucher, aber a) sind sie trotzdem nicht unbesiegbar und b) halte ich es nicht für realistisch, so eine Einstellung an den Tag zu legen, wenn um einen herum schon mehrere Verbündete abgekratzt sind … ach ja, das vergessen die ja eh nach ein paar Seiten, daran muss es liegen.

SPOILER

Ich habe allgemein das Gefühl, dass die Autorin irgendwann nicht mehr ganz wusste, wie sie am besten zum Ende kommen soll. An einer Stelle ist die Handlung, meiner Meinung nach, enorm konstruiert. Calla wird irgendwann von den Hütern zurück nach Vail entführt (ich habe an dieser Stelle nicht verstehen, WIE man sie dorthin gebracht hat, immerhin waren sie seeeehr weit von Vail entfernt und es wurde gesagt, dass Hüter nicht weben und teleportieren können wie die Sucher, vielleicht ja durch die Larve, aber die Autorin hat sich jedenfalls nicht mit einer Erklärung aufgehalten) und diese ganze Sache hat letztlich nur zwei Zwecke erfüllt: 1. Sie konnte mit ihrem Vater reden und ihn überzeugen, sich auf ihre Seite und die der Sucher zu stellen. 2. Im Austausch für Calla übergaben die Sucher den Hütern Logan als scheinbare Geisel, damit er ihnen im Finale helfen konnte, sowie Sabine schloss sich den Hütern wieder an, um ebenfalls undercover eine Dinge voranbringen zu können. Was war der Zweck des Ganzen? Die Hüter sind nicht mal dazu gekommen, Calla zu befragen, zu foltern, gar zu töten – was auch immer sie mit ihr vorhatten –, da war sie schon wieder bei den Suchern.

Aber das Schlimmste ist ja wohl das Ende … ich bin absolut unzufrieden. Und nun kommt ein SEHR GROßER SPOILER zum Ausgang des Buches!

Mir war spätestens in Band 3 klar, dass die Autorin das Beziehungsdreieck zwischen Calla, Shay und Ren nicht aufgelöst kriegt, wenn beide dableiben. Calla wollte zwar eigentlich Shay, doch von Ren konnte sie sich auch nicht lossagen, schließlich waren die beiden einander versprochen und kannten sich ihr ganzes Leben lang. Es war schon ein wenig nervig, wie sie ständig sagte, dass sie sich jetzt noch nicht entscheiden würde und die beiden damit leben sollten, Ren jedoch immer angeschnauzt wurde, sobald er Calla etwas näher kam, wohingegen Shay sich ihr ungeniert, wenn sie alleine war, immer wieder genähert hat und sie auch keinerlei Probleme damit hatte, mit ihm zu schlafen – obwohl sie sich ja nicht entscheiden wollte. Ja, es ist wohl klar, wen sie eigentlich wollte. Aber die liebe Calla konnte auch nicht ohne den anderen leben, in dem Fall Ren.
Für mich war daher absolut vorhersehbar, dass Ren sterben musste, damit sich das Dreieck auflöst. Schließlich wurde ja immer wieder betont, dass die beiden um sie kämpfen würden und der andere gehen (oder sterben?) würde – und Calla wollte sich ja nicht entscheiden.
Und so kam es dann auch: Ren stirbt in der finalen Schlacht, aber die Art seines Todes … ich weiß nicht, was die Autorin sich dabei gedacht, Ren so einen schäbigen Tod zu geben. Alles war nur noch schnell, schnell, ich muss fertig werden.
Ren wird tatsächlich einfach von Emile getötet, dem Mann, den er immer für seinen Vater hielt, der ihm aber so viel Leid zugefügt und ihn sein ganzes Leben lang angelogen hat. Kurz bevor er Ren tötet, lacht er noch darüber, wie toll es war, Rens echten Vater umgebracht zu haben, nur um Ren dann binnen Sekunden zu töten, nur weil Ren einen dummen Fehler begeht. Nee, ich dachte, ich les nicht richtig. Die Autorin hat es sich so unfassbar einfach gemacht. Wenn sie ihn schon sterben lassen muss, dann doch bitte ein Tod, der seiner würdig ist. Aber nein! Nicht mal eine Abschiedsszene hat er bekommen, er war ja direkt tot. Klar, logisch, muss er ja auch, sonst hätte man ihn mit dem Blut eines der anderen Wölfe heilen können, aber dennoch – für mich einfach nur unfassbar schlecht geschrieben.

Immer noch SPOILER: Auch das Ende nach der großen Schlacht ist für mich hingeklatscht. Ich dachte abermals, dass ich nicht richtig lese, als dastand, dass alle Wächter gänzlich zu Wölfen werden müssen (also zu ihrem wahren Ich zurückfinden, weil Wächter ja aus echten Wölfen erschaffen worden waren, vor Jahrhunderten) … Ich weiß, ich weiß, die meisten von ihnen haben es als positiv empfunden, aber ich habe es beim Lesen als grausig wahrgenommen und sehe darin kein Happy End, sondern einen viel zu großen Preis für das, was sie alles getan haben, um die Welt zu retten … Und NATÜRLICH wird Shay, der ja eigentlich als Mensch geboren worden war, auch zum Wolf, weil er ja angeblich schon immer, tief in sich, ein Alpha und ein Wolf und die Verwandlung nur eine „Formsache“ (zitiert aus dem Buch) war. Ja, ist klar … selten so was Komisches gelesen. Für mich hatte er in Band 1, als er noch ein Mensch war, nichts sonderlich Wölfisches oder Alphahaftes an sich, er war ständig verängstigt, wenn Ren sich vor ihm aufgebaut hat. Wolf-like wurde er eben erst durch die Verwandlung.
Nun sind Calla, Shay und ihr Rudel am Ende also alle Wölfe, die scheinbar auch die Erinnerung an ihr vorheriges, menschliches Leben verloren haben. Auf Nimmerwiedersehen Ren, sag ich da nur.

Ferner werden auch einige Handlungsweisen der Figuren nicht wirklich nachvollziehbar, da man dazu kaum etwas erfährt. Dax, ein Wächter aus Rens Rudel, und eine andere Wächterin aus Callas Rudel, Fey, stellen sich in Band 2 und 3 auf die Seite der Hüter und werden zu den Feinden von Calla und Ren. Ich persönlich habe aber überhaupt nicht verstehen können, warum sie das tun - klar, stupide Loyalit den Hütern gegenüber, aber ich hätte mir da zumindest ein kurzes Gespräch gewünscht, das mehr hergibt als nur die Info, dass Calla und Ren für die beiden halt Schwächlinge sind - aber nein, sie wollten deren Argumente nicht mal hören.

Puh, das war’s so weit. Ich habe wirklich viel von dieser Reihe erwartet, da der Auftakt so gut war und die Idee echt Potenzial hatte. Aber hier war für mich wirklich nur der Anfang gut und dann wurde es immer schlechter, das Ende ist einfach nur schade. Ich war mir unsicher mit der Bewertung, doch ich muss sagen, dass das Ende für mich extrem stark wiegt und da ich das Buch an sich auch nicht überragend spannend fand, sondern eben sehr durchschnittlich, habe ich mich dafür entschieden, dass ich dem Buch nicht mehr als 2 von 5 Sternen geben kann.

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Rezension zu "Nightshade - Dunkle Zeit" von Andrea Cremer

Ein typischer Zwischenband, der erst in der zweiten Hälfte spannend wird
fierybooksvor 7 Monaten

Nachdem mir der erste Teil der Reihe, bis auf kleine Ausnahmen, sehr gut gefallen hat, hat dieser mich doch ein wenig enttäuscht. Man merkt beim Lesen sehr, dass „Dunkle Zeit“ als Zwischenband fungiert und aufs Finale hinarbeiten soll, denn die Handlung ist eher dünn.
Man erfährt zweifellos viele Informationen, manches davon auch sehr interessant, das muss man dem Buch zugutehalten. Calla und Shay sind nun bei den Suchern, Callas einstigen Feinden, und es bestätigt sich, was sie und Shay bereits in Band 1 herausgefunden haben: Die sind eigentlich gar nicht die Bösen, sondern die Hüter. Der Großteil der Handlung spielt sich im Stützpunkt der Sucher ab, wodurch jede Menge neue Charaktere vorgestellt wurden. Anfangs waren die vielen Namen ein wenig verwirrend, doch man gewöhnt sich dran. Mit der Zeit treten auch einige der Charaktere aus der Masse hervor, jeder hat seine eigene Persönlichkeit, ich hätte mir diese aber noch etwas besser ausgearbeitet gewünscht. Die meiste Zeit über hat nämlich jeder gefühlt das gleiche gesagt, nur mit anderen Worten.

Und damit bin ich auch schon beim ersten Problem. Das Buch hat „nur“ ca. 320 Seiten und die erste Hälfte davon ist quasi Handlung an einem Stück und (bis auf eine Ausnahme) nur – und ich meine NUR – Gerede, die ganze Zeit. Es vergehen maximal ein paar Stunden. In dem ganzen Gerede erfährt man wie gesagt auch viel Neues, der Leser wie Calla und Shay selbst, aber was mich massiv gestört hat: Alles wird extrem in die Länge gestreckt durch die Scherze und Kabbeleien der Sucher untereinander, speziell Connor, Ethan, Adne und Silas. Es ist, als hätte jeder eine auswendig gelernte Liste an Sprüchen, die er ständig loslassen muss – und auch ganz gleich, zu welchem Zeitpunkt. Selbst in einem ernsten Gespräch kommt wieder irgendeiner mit einem dummen Spruch, jemand antwortet, Calla ist dann meist entweder amüsiert oder genervt / knurrt, und Monroe (Führer seiner Sucherdivision, an sich gibt’s natürlich Dutzende Sucher) muss dann wieder eingreifen. Das ist so oft im Buch passiert
Das hat alles einfach nur gestreckt und war irgendwann nervig.
Nächster großer Kritikpunkt: Shay. Ich habe ihn geliebt in Band 1. Er war toll, weil er so anders war. Ich finde es nach wie vor doof, dass er bereits in Band 1 zum Wächter wurde, denn schon da hat er für mich einen Teil seiner Besonderheit eingebüßt. Und nun ist es extrem.
Meiner Meinung nach ist Shay in Band 2 absolut blass und farblos, stellenweise fast schon eine Randfigur, weil er so … eintönig ist. In Band 1 war er für mich irgendwie weise, intellektuell auffallend, im positiven Sinne, er hat auch bereits da furchtlos seine Meinung vertreten und war mutig, aber es war eben etwas Besonderes. Nun in Band 2 besteht er nur noch aus seiner Liebe (oder auch Versessenheit) zu Calla. Gegen die Gefühle hab ich ja gar nichts, aber er war wirklich fast nur dann präsent, wenn er den Starken markieren und klarmachen musste, dass er Calla beschützen wird (Info am Rande: Sie braucht nun wirklich keinen Schutz!) – oder (noch besser), jedes Mal, wenn einer der Sucher irgendetwas zu Calla gesagt hat, das man im Entferntesten als Flirt oder Bedrohung auslegen KÖNNTE, war er plötzlich da, hat geknurrt und wollte sich auf die Person stürzen. Das hat sich wie ‘ne alte, hängende Kassette andauernd abgespielt.
Irgendwann war es dann einfach nur noch albern. Bestes Beispiel: Natürlich ist auch Calla ständig eifersüchtig, was daran liegt, dass sie glaubt, Adne (Monroes Tochter und eine besondere Sucherin, die Portale „weben“ kann) würde sich an Shay heranmachen und er darauf eingehen. Da gab es diese schöne Szene, in der Adne Shay das Gitarrenspielen beibringen will und dafür seine Hände nimmt. Er lässt sich natürlich darauf ein und Calla platzt fast vor Eifersucht, zeigt es aber nicht. Ich glaube, es war Connor, der dann etwas leeeeicht Zweideutiges zu Calla sagte – und plötzlich, als wäre er aus einer Trance erwacht, ist Shay wieder da und – natürlich – am Knurren. Ja, ist klar. Er peilt null, wie sein Umgang mit Adne auf Calla wirken könnte, wird aber immer direkt wild, sobald man nur etwas anders mit Calla redet. Das war halt einfach lächerlich zu lesen und ich musste wirklich die Augen verdrehen.
Mehr kommt von Shay nicht, wie gesagt. Ich hoffe, dass er in Band 3 wieder etwas MEHR ist. Ich weiß, ich weiß, er ist nun ein Wolf und ich akzeptiere, dass … seine dominante Seite (mehr sag ich mal nicht, da sonst kleiner Spoiler) nun mehr im Vordergrund ist, aber ich hatte doch gehofft, dass er noch mehr von dem behält, was ihn als Mensch ausgemacht hat, immerhin war er ja zuvor ein Mensch und nicht, wie Calla und Co., schon immer ein Wächter.

Calla wird in diesem Band abermals in eine große Krise gestürzt, was man auch merkt, da sie ständig unentschlossen ist. Nach dem 20. Mal hat es mich ihr Misstrauen und der Wunsch, irgendwem Gliedmaßen ausreißen zu wollen, dann auch ein wenig genervt, aber gut, Wolf und so. Eine Entwicklung macht sie in diesem Band nicht unbedingt durch, was aber auch daran liegt, dass nicht viel passiert. Abgesehen vom Ende, wo ein Minisprung von einem Tag oder so ist, spielt das gesamte Buch in weniger als 24 Stunden, das sagt wohl alles.
Nichtsdestotrotz war es ab der zweiten Hälfte zunehmend spannend. Es passieren wirklich krasse Dinge, die einen immer mal wieder kurz stocken lassen, und es kommt auch zu einigen Offenbarungen. Einige ließen sich mit der Zeit erahnen, aber spannend war es dennoch. Auch war es rührend zu lesen, wie Calla sich für ihr Rudel einsetzt und wie alle übrigen Rudelmitglieder zusammenhalten. Die Darstellung von Callas Bruder hat mir in diesem Band ebenfalls gefallen, denn es zeigt, dass es nur normal ist, nach traumatischen Erlebnissen nicht so weiterzumachen, als wäre nichts passiert.

Ich muss auch sagen, dass man das Buch trotz der zuweilen etwas langweiligen Szenen zu Beginn schnell lesen kann, man fliegt gut durch die Seiten. Der Schreibstil der Autorin ist dabei nicht allzu kompliziert, aber es gibt immer mal wieder schöne, nahezu poetische Sätze, die Callas Gefühlswelt beschreiben.
Obwohl mir der erste Teil erheblich besser gefallen hat, bin ich zuversichtlich, was Band 3 angeht. In „Dunkle Zeit“ wurde nur der Grundstein gelegt und der eigentliche Kampf kommt erst noch. Die Fronten sind geklärt und ich habe absolut keine Ahnung, wie es ausgehen könnte und welche Verluste womöglich auf einen zukommen.

Trotz meiner Kritikpunkte will ich unbedingt wissen, wie es weitergeht und da ich recht zuversichtlich bin und akzeptiere, dass dieser Band einfach ein Zwischenband ist, vergebe ich 3,5 Sterne.

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Rezension zu "Nightshade - Die Wächter" von Andrea Cremer

Eine spannende Geschichte für jeden, der Werwolf-Geschichten mag.
fierybooksvor 8 Monaten

Mir hat die Geschichte rund um die Alphawölfin Calla und ihr Wolfsrudel sowie um die aufflammende Liebe zu dem Menschen Shay sehr gut gefallen. Eine verbotene Liebe ist zwar, auch und gerade in der Fantasy, nichts Neues, aber es war doch schön geschrieben.
Obwohl die Charaktere noch jugendlich sind bzw. am Ende ihrer Jugend stehen, ging es auch viel um erwachsenere Themen, bedingt dadurch, dass Calla an ihrem 18. Geburtstag den gleichaltrigen Alpha Ren heiraten soll, um mit ihm ein neues Rudel anzuführen. Es ging viel um Pflicht, um Dominanz und Unterdrückung (nicht ungewöhnlich in einem Wolfsroman), aber auch darum, sich eben nicht alles diktieren zu lassen und sich seine eigene Meinung zu bilden.

Die Geschichte beginnt direkt spannend, als Calla dem Menschen Shay das Leben rettet und ihm dabei ihre wahre Gestalt offenbart. Dass man direkt in die Handlung geworfen wird, hat mir gut gefallen. Zwar gibt es am Anfang einige Begriffe, mit denen man erst mal nicht so viel anfangen kann (Wächter (die Wölfe), Hüter (deren Beschützer bzw. Bosse), Sucher (die bösen Jungs und Mädels)), aber das wird relativ schnell aufgeklärt. Es gibt recht viele Charaktere und einige bleiben farblos, was in der Masse wohl kaum verwundert, dennoch sind die wichtigsten Figuren für mich aus dieser Masse hervorgetreten, um sich gut vor meinem inneren Auge abzuzeichnen.
Calla ist eine sehr sympathische und starke Protagonistin. Manchmal war sie zwar etwas weinerlich, aber das lag daran, dass – ohne zu viel zu verraten – in dieser Geschichte einfach ihr gesamtes Weltbild erschüttert wird. Es war schön zu lesen, wie sie Shay immer näherkommt und mit ihm gemeinsam mehr über sich selbst und die Hüter herausfindet. Man merkt beim Lesen, dass Calla eine selbstbewusste Alphawölfin ist und sich niemandem unterwerfen will, auch nicht Ren, für den sie zweifellos etwas empfindet – doch leider wird genau das von ihr erwartet: Ren heiraten, ihn als Alpha (auch) über Callas ehemaliges Rudel herrschen lassen und nur noch hübsch aussehen und die Klappe halten. Ren dürfte sich natürlich als Alpha jede andere Wölfin nehmen, die er begehrt, und Calla sollte sich, wenn gefordert, auch jedem anderen hochrangigen Wächter oder Hüter hingeben, aber sie selbst soll doch bitte nicht auf die Idee kommen, für sich zu denken.
Ja, einiges davon erscheint normal angesichts dessen, dass die Wächter zur Hälfe Wölfe sind, aber sie sind eben auch zur Hälfe Mensch und ich konnte beim Lesen total verstehen, dass Shay alles daransetzt, Calla davon zu überzeugen, dass dieses vorherbestimmte Leben nichts für sie ist. Manchmal war es etwas anstrengend, zu lesen, wie sehr Calla die Augen vor der Wahrheit verschließt, aber mit der Zeit begreift sie immer mehr, und es war schön, diesen Prozess zu lesen.
Shay war im Übrigen auch ein durch und durch toller Charakter. Manchmal war er süß und schüchtern, dann aber auch wieder sehr selbstbewusst. Er steht zu seiner Meinung und hat nicht mal Angst, Ren direkt herauszufordern, was wohl ein wenig lebensmüde ist, aber er ist auch verdammt liebenswürdig.

SPOILER


Ich fand es ein wenig schade, dass Shay direkt im ersten Band von Calla in einen Wächter = Wolf verwandelt wird. Mir hat gerade die Tatsache, dass er ein Mensch (wenn auch ein besonderer) ist und somit Calla unterlegen und mal nicht über alle Maßen stark, gut gefallen. Meist ist es in Fantasy ja so, dass die Protagonistin stark ist, der männliche Protagonist aber auch ziemlich viel drauf hat – das ist zweifellos cool, aber Shays Vorzug war hier eben, dass er, wenn er den Wächtern auch körperlich unterlegen ist, dafür jedoch intellektuell sehr auffallend ist und einfach einen großen Gerechtigkeitssinn hat. Als Wolf ist er nun immer noch toll, aber das, was die Beziehung der beiden für mich vorher so besonders machte, ist damit weg.
Mir hätte es besser gefallen, wäre er ggf. erst im zweiten oder gar dritten Band verwandelt worden.

SPOILER ENDE

Ein wenig übertrieben und nervig fand ich die Tatsache, dass Calla permanent sexuell erregt ist, sobald man sie auch nur mit dem kleinen Finger streift. Sie ist noch Jungfrau und ich kann mir vorstellen, dass sich, wenn alle permanent davon reden, dann man bis zur Vereinigung (mit Ren) rein bleiben soll, eine gewisse Spannung und Neugier aufbaut, gerade weil Ren ständig um sie herumstreicht und sich ungern an diese Regel hält.
Dennoch reagiert sie sowohl bei Rens als auch bei Shays Berührungen so extrem, dass wirklich jedes Mal beschrieben ist, wie sie sich irgendwo festkrallen muss, um nicht auf den Boden zu fallen … vor lauter Erregung? Das war wirklich etwas zu viel. Ansonsten ist das Buch aber, auch sprachlich, nicht sonderlich sexuell und auf jeden Fall auch für jüngere Leser empfehlenswert.

Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen. Er war nicht zu einfach, aber auch nicht zu komplex und ließ sich angenehm lesen. An manchen Stellen hätten Orte, Räume etc. etwas besser beschrieben werden können, da ich manchmal ein wenig Schwierigkeiten hatte, mir die Umgebung vorzustellen, aber es war auch nicht zu extrem.

Zum Ende wurde es wirklich spannend und das Buch hört mit einem fiesen Cliffhanger auf, nach dem man unbedingt wissen will, wie es weitergeht.
Für mich ein schöner Auftakt einer Trilogie mit sympathischen Protagonisten und einer spannenden, wenn auch nicht ganz und gar neuen Handlung. Für Band 2 und 3 gibt es auf jeden Fall noch viel zu erfahren, daher bin ich gespannt, was noch so auf mich zukommt. Da ich meine Kritikpunkte nicht allzu schwer gewichte, gebe ich dem Buch 4,5 von 5 Sternen.

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Gespräche aus der Community

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L

Hallo liebe Jugendbuch und Wanderpaket Fans!!!


Nachdem ich 4 Jahre ein Wanderpaket für Jugendbücher betreut habe, wurde mir vorgeschlagen einen eigenen Thread zu diesem Thema zu erstellen :) Das ist eine sehr gute Idee und hier ist er schon ;)


Regeln Wanderpaket „Jugendbücher“


1. Schreibt im Thread einen Beitrag, dass ihr gern mitmachen möchtet. 


2. In der Liste wird euer Nickname erscheinen.


3. Für jedes Jugendbuch, das ihr rausnehmt, müsst ihr ein gleichwertiges Jugendbuch hineinlegen. Dabei bitte auch darauf achten, das in der Regel Hardcover gegen Hardcover und Taschenbuch gegen Taschenbuch getauscht wird. Außerdem ist es möglich ein HC gegen zwei TB zu tauschen. Es dürfen auch Leseexemplare und Selfpublishing - Bücher reingelegt werden. Achtet auch auf eine Altersangabe ab 12 Jahre. 


Andere Genre haben im Paket nichts zu suchen!!!


4. Die Bücher sollten zwischen 2000 und 2020 erschienen sein. Wenn z.B ein topaktuelles Buch aus dem Jahr 2019 entnommen wurde, sollte auch ein topaktuelles Buch aus 2019 wieder reingelegt werden. Bei älteren Büchern sollte das neu reingelegte Buch nur höchstens 2 Jahre abweichen. 


Deutlich ältere Bücher und Mängelexemplare dürfen gerne als Zusatzbücher mit reingelegt werden. Bei Zusatzbücher, die entnommen werden, muss nicht zwingend ein Tauschbuch wieder ins Paket gelegt werden.


5. Legt auch eine kleine Beigabe für euren Nachfolger rein z.B. Tee, Süßes, Lesezeichen usw. So hat er trotzdem etwas, worüber er sich freuen kann, auch wenn er vielleicht kein Buch findet.


6. Eine Liste liegt im Paket, dort tragt ihr dann bitte euren Nicknamen ein und die Bücher, die ihr entnehmt - sowie die Bücher, die ihr reinlegt.


7. Zustand der Bücher: Die Tauschbücher sollten in einem guten Zustand sein. Sie können natürlich gebraucht sein, sollten aber nicht allzu große Mängel enthalten (nicht erlaubt: zerfledderte, total befleckte, stark verknickte Bücher usw.). Denkt einfach daran, über welche Bücher Ihr selbst euch noch freuen würdet. Auch bei den Zusatzbüchern sollten strenge Gerüche und extreme Verschmutzungen vermieden werden, da sich das sonst gern auf den restlichen Inhalt des Pakets überträgt.


8. Versand: Das Paket sollte immer schnellstmöglich an den nächsten Teilnehmer weitergeschickt werden (Adresse des Nachfolgers bitte selbständig erfragen), denn alle warten und freuen sich ja auf das Paket. Maximal sollte das Paket jedoch höchstens 7 Tage bei einem Teilnehmer verbringen.


Am günstigsten wäre der Versand über Hermes - als M Paket für 5,89€, wenn der Paketschein online ausgedruckt wird :)



Der Paketpreis ist dort unabhängig vom Gewicht. Das maximal zulässige Gewicht hängt von der gewählten Versandart und vom Versandland ab. Für Deutschland beträgt es 25 kg bei “Abgabe im PaketShop“ und 31,5 kg bei “Abholung an der Haustür“.


Zum Vergleich - über DHL wäre der Versand dann deutlich teurer (16,49€ über 10 kg)!


9. Leider können aufgrund der Kosten nur Teilnehmer aus Deutschland mitmachen.


10. Jeder Teilnehmer schreibt bitte kurz im Thread, wenn er das Paket erhalten hat, damit das in der Liste vermerkt werden kann. Der Versender  teilt dem Empfänger und mir die Sendungsnummer des Pakets zur Sendungsverfolgung mit. Versendet wird entweder mit der Deutschen Post oder per Hermes.


11. Jeder Teilnehmer sollte nach Erhalt des Päckchens im Thread kurz über die Bücher und Beigaben, die man entnommen hat - gern mit Fotos – berichten. 


12. Über die Bücher und Beigaben, die noch im Paket sind bzw. solche, die man noch dazu legt, sollte man aber nichts verraten. Der Inhalt soll ja für den jeweiligen Empfänger eine Überraschung bleiben.


13. Zwischendurch werde ich das Paket immer mal wieder zu mir senden lassen, damit ich es durchschauen kann. Bei Problemen oder wenn euch der Inhalt des Pakets nicht in Ordnung vorkommt, schreibt mir bitte umgehend eine Nachricht.


14. Wer häufiger mitmachen möchte, der sollte dies bitte im Thread mitteilen, dann werde ich das sehr gerne berücksichtigen.


15. Wer sich nicht an die Regeln hält, darf nicht mehr mitmachen! 

Aber das versteht sich von selbst.


Nach all den Regeln, die leider nötig sind, wünsche ich EUCH nun ganz viel Spaß :)

Leoni



Hier die Teilnehmer-Liste!

Regeln findet ihr hier und im Paket. Außerdem hänge ich die entnommenen Bücher an :)


Jeder besorgt sich eigenständig die Adresse des nächsten Teilnehmers, damit es auch zügig weitergeht.


Aktueller Stand :

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Letzter Beitrag von  Sternchenschnuppevor 3 Stunden

Sind ja gespannt was du findest. 

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hallo zusammen :) ich habe die Biss-Reihe gelesen und fand sie für meinen Geschmack zu kitschig.. Jetzt meine Frage, wie würdet ihr Nightshade-Die Wächter beurteilen? ist es ebenfalls so kitschig-romantisch? Danke schon im Voraus=)
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