Andrea De Carlo Als Durante kam

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Inhaltsangabe zu „Als Durante kam“ von Andrea De Carlo

Als Durante ins Val di Poggio kommt, verändert sich alles. Denn er sagt, was er denkt, und er tut, was er sagt. Faszinierend, finden die Frauen. Irritierend, finden die Männer.

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    Als Durante kam
    Duffy

    Duffy

    06. December 2014 um 08:56

    Im Val de Poggio leben in angemessenem Abstand die Bewohner, die versucht haben, in der etwas abgelegenen Landschaft ein individuelles Leben zu führen. Dazu gehören auch Astrid und Pietro, die sich auf das Weben verlegt haben und ihre Arbeit nicht dem Massengeschmack unterwerfen, sondern auf Bestellung arbeiten. Zu ihrem Hausstand gehört Hund Oscar. Eines Tages taucht ein Fremder auf. Sein Name ist Durante und niemand weiß so recht, welcher Lebensphilosophie er folgt. Das nimmt die Damenwelt für ihn ein, hat aber so manche feindselige Männerreaktion zur Folge. Durante hat seine eigenen Regeln. De Carlo, auch in Deutschland kein Unbekannter mehr, lässt  in diesem Roman wieder zwei Welten zusammenprallen, wobei die Person des Durante ganz eindeutig der Welt zuzuordnen ist, die so manches Herz in neidvolle oder sehnsüchtige Wallung versetzt, denn Durante kommt ohne materielle Sicherheiten aus, folgt seinen Instinkten und hört auf sein Innerstes. Die Konflikte, die mit denjenigen entstehen, deren Leben im geregelten Rahmen stattfindet, sind vorprogrammiert. Es ist ein interessantes Buch mit viel Philosophie. Doch leider neigt de Carlo zur Überzeichnung der Figur des Durante, indem die Frage nach "Wunder", nach dem "zweiten Gesicht", gar nach "Heilern" auftauchen könnte. Das nimmt der Romanfigur ein wenig die stille Faszination. Ganz anders dagegen der Vertreter der "normalen" Fraktion, Pietro der Weber, der glaubwürdig in eine Sinnkrise fällt und dessen Gedankengänge nachzuvollziehen und angemessen sind. De Carlo schreibt unaufgeregt und flüssig, seine philosophischen Fragmente sind zutreffend, berechtigt und bringen auch den Leser zum Nachdenken. Doch gerade beim Lesen gibt es diese gefühlsmäßige Diskrepanz zwischen dem Charakter des Durante und dessen ausführender Persönlichkeit, die dem Ganzen etwas störend im Weg steht. Trotzdem eine lohnende Lektüre, wenn man sich zum Weiterdenken einzelne Passagen herauszieht. Denn nur zum Herunterlesen ist dieser Roman nicht geeignet und funktioniert auch so nicht.

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  • Rezension zu "Als Durante kam" von Andrea De Carlo

    Als Durante kam
    walli007

    walli007

    19. November 2010 um 19:34

    Der Rastlose Durante ist ein ungewöhnlicher Mensch. Er zieht andere in seinen Bann. In seinem Umkreis verändern sich die Menschen und auch die Tiere. Mit seinen Worten ist er sehr direkt und ehrlich. Mit seinen Taten macht er einen eher unsteten Eindruck. Als er in das Leben von Astrid und Pietro "einbricht" verändert sich ihre ganze Beziehung. Durante wirkt sehr anziehend auf die Frauen, die Männer sind weniger begeistert von ihm. Allerdings lässt die Begeisterung der Frauen nach, wenn sie merken, dass sie nie die Einzigen sein können. Manche werden sauer, anderen bleibt eine warme Freundschaft. Das Buch war für mich sehr angenehm zu lesen. Warmherzig schreibt der Autor über Freundschaft, Beziehungen und die Masken, die wir im Alltag so aufsetzen. Gerade die Masken findet Durante völlig überflüssig. Er sieht den Menschen unter der Maske und so sind für ihn fast alle Menschen interessant, besonders die Frauen geradezu eine Offenbarung - zumindest für einen Moment. Allerdings ist Durante recht bindungsunfähig und unstet, immer hat er das Bedürfnis weiter zu ziehen. Er schaut immer nur mal rein. Mit diesem Wesenszug ist Durante mir zu losgelöst von allem. Zwar hat er tolle Qualitäten, doch ein enger Freund kann er nicht sein, da er nicht den Eindruck erweckt besonders zuverlässig zu sein. Dennoch habe ich das Buch gerne gelesen. Wie verschieden Menschen doch sein können und wie man mit diesen Unterschieden umgehen kann, hat der Autor sehr gut herausgearbeitet.

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