Andrea De Carlo Das Meer der Wahrheit

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Inhaltsangabe zu „Das Meer der Wahrheit“ von Andrea De Carlo

Ein Wissenschaftler hinterlässt seinen Söhnen ein hochbrisantes Geheimnis. Fabio sieht dadurch seine politische Laufbahn gefährdet, Lorenzo hingegen möchte fortführen, was der Vater begonnen hat. Mit dem Auftauchen einer mysteriösen jungen Dänin eskaliert der Bruderzwist …

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  • Rezension zu "Das Meer der Wahrheit" von Andrea De Carlo

    Das Meer der Wahrheit

    Gospelsinger

    15. August 2010 um 01:15

    Der Tod des Vaters führt zwei Brüder wieder in Rom zusammen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Lorenzo hat sich in die Berge zurückgezogen, während sein Bruder Fabio in die Politik gegangen ist und mit seiner Frau und seinem Sohn ein Bilderbuchleben zu führen scheint. Dabei merkt er gar nicht, dass er zu einem lebenden Stereotyp geworden ist. Der Konflikt zwischen den Brüdern wird zu einem Konflikt der Weltanschauungen. Lorenzo fühlt sich daher auch völlig fehl am Platz, bis er eine junge Dänin kennenlernt, die nach einem Papier sucht, das seinem Vater, der ein bekannter Wissenschaftler war, zugespielt wurde. Aber sein Bruder hat das Dokument verschwinden lassen. Gibt es noch eine Kopie? Lorenzo und Mette suchen gemeinsam und dabei entspinnt sich eine schöne und zarte Liebesgeschichte zwischen den beiden, während sich die Suche zu einem Thriller entwickelt. Mir ist völlig unklar, wie dieser Autor bisher an mir vorbeigegangen sein kann! DeCarlo hat einen wunderschönen, reflektierenden Schreibstil, unglaublich genau beobachtend. Auch die Nebenfiguren wirken lebendig. Mein einziger Kritikpunkt ist das völlig abrupte Ende. Bis dahin hatte der Roman trotz aller Spannung einen schönen ruhigen Fluss, so dass dieses Ende sehr störend wirkt. Davon abgesehen hat mir dieses Buch sehr gut gefallen und die anderen Bücher des Autors sind auf meiner Leseliste gelandet.

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  • Rezension zu "Das Meer der Wahrheit" von Andrea De Carlo

    Das Meer der Wahrheit

    papalagi

    16. June 2009 um 20:44

    Im Zentrum des Geschehens stehen der zuletzt zurückgezogen lebende (Meeres-)Schriftsteller Lorenzo, Spross einer großbürgerlichen Familie und ein für die katholische Kirche sehr brisantes Textdokument, geschrieben von einem afrikanischen Kardinal, der an Aids starb sowie eine regierungskritische Organistation (ähnlich "Attac"), die besagtes Textdokument gerne veröffentlichen möchte. In ein weibliches Mitglied dieser Gruppe verliebt sich der Hauptprotagonist und Ich-Erzähler und befindet sich bald gemeinsam mit ihr auf der Flucht. Das Ganze ist atemlos und z.T. sehr spannend geschrieben, sehr gut gelungen sind die Beschreibungen der wechselnden Gefühlslagen des Hauptprotagonisten und seiner Beobachtungen und Einschätzungen der ihn umgebenden Menschen.

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  • Rezension zu "Das Meer der Wahrheit" von Andrea De Carlo

    Das Meer der Wahrheit

    dubh

    29. July 2008 um 22:15

    Ein typischer Andrea DeCarlo! Mit reichlich Realismus, einer Prise Spannung und einer gehörigen Portion Gesellschaftskritik mit dem nötigen "Anschubser" für den Leser/ die Leserin, das ein oder andere Mal mehr über die Probleme unserer Zeit nachzudenken. Womit auch das Kernthema nicht weit ist: Bevölkerungsexplosion unserer Erde. Im Mittelpunkt stehen zwei ungleiche Brüder - der eine ist aufstrebender Politiker einer Partei, die an der Mitte-Links-Regierung in Italien beteiligt ist und kurz davor ins erste Glied zu rücken; der andere lebt sehr zurückgezogen in den Bergen und widmet sich dem Schreiben. Als der Vater, ein bekannter Virologe in Rom, stirbt, bringt er damit die beiden Brüder zusammen... Sie können sich nicht wirklich verstehen, der eine die schillernde Medienwelt und die ständig klingelnden Handys, der andere den mangelnden Ehrgeiz und das Einsiedlerleben nicht. Und trotzdem sind sie Brüder, die sich emotional nahestehen - bis ein wichtiges und zugleich geheimes Dokument die beiden entzweit: der Vater hat es aufbewahrt und nun spaltet es: ein Bruder sieht seine Macht-Interessen in Gefahr, der andere will aufrütteln und aufklären. Das Buch hat eigentlich alles: Spannung ebenso wie eine gewisse Liebesgeschichte, aktuelle Brisanz ebenso wie das Aufzeigen alter Machtverhältnisse. Fazit: Gelungen - Mini-Abzüge lediglich für das etwas knappe Ende.

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