Andrea De Carlo Wenn der Wind dreht

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Inhaltsangabe zu „Wenn der Wind dreht“ von Andrea De Carlo

Wer hat ihn nicht – den Traum von einem glücklicheren Leben, weitab von Handygeklingel, Hektik und Verkehr? Fünf Städter suchen ein Haus auf dem Land und das einfache Leben in der Natur. In den Wäldern Umbriens finden sie es – und es ist ein Alptraum.

Einfach super! Faszinierend und erschreckend zu gleich wie sehr man sich wiedererkennt!

— wlatata
wlatata

Ein köstliches und lehrreiches Bildnis unserer Zeit

— kfir
kfir

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  • Handysucht versus Stadtflucht

    Wenn der Wind dreht
    wlatata

    wlatata

    11. October 2015 um 20:42

    Inhalt: Eine Gruppe alter Freunde entscheidet sich zusammen ein Anwesen auf dem Land zu kaufen, um vom stressigen Alltag abzuschalten. Sie sind Schauspieler, Architekten, Unternehmer und eine Verlagsleiterin. Alle vier leben, schlafen, essen und atmen mit ihrem Handy. Zusammen mit einem solarium gebräunten Immobilienmakler machen sie sich auf den Weg, um ein Objekt auf dem Land zu besichtigen. Auf dem Weg dorthin verirren sie sich und erleiden eine Panne mitten in der Einöde. Schließlich treffen sie auf eine Ansammlung von Häusern, in der sich eine Gruppe technikfeindlicher Hausbesetzer aufhält. Die Gruppe Städter möchte nur eins: So schnell wie möglich wieder zurück in die Zivilisation, doch dieses Vorhaben gestaltet sich schwieriger als gedacht und schon bald verhärten sich die Fronten.... Fazit: Ich bin vollkommen begeistert von dem Roman! Schon das erste kurze Kapitel ist eine einzige Parodie auf den erfolgreichen Businessmenschen von heute! Die Beschreibung wirkt vollkommen überzogen und doch auf den Punkt genau. Man erkennt sich erschreckend oft selber wieder, wenn die Handysucht der Freunde und ihre Lebensläufe beschrieben werden. Aber nicht nur die techniksüchtigen Karrieremenschen werden aufs Korn genommen, auch die Menschen, die den komplett entgegengesetzten Lebensstil pflegen bekommen ihr Fett weg. Sie sind zwei Seiten einer Medaille und beide Gruppen haben Ideen und Gedanken mit denen man sich sofort identifizieren kann und andere, über die man nur den Kopf schüttelt. In jedem Fall bringt das Buch einen dazu, seine Lebenssituation und seine Gewohnheiten zu überdenken und das auf eine sehr gut geschriebene, unheimlich unterhaltsame und witzige Weise! Für mich einfach perfekt und mehr als lesenswert!

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  • Wenn der Wind dreht

    Wenn der Wind dreht
    lesemaus

    lesemaus

    22. January 2014 um 13:06

    Weit ab von Strom und Telekommunikation müssen fünf Städter bei einer Familie auf die Reparatur ihres Wagens warten. Sie waren auf dem Weg zur Besichtigung eines Ferienhauses als der Unfall passierte. Jeder gibt jedem die Schuld. Auf Grund der Abgrenzung von der restlichen Welt kommen die fünf Städter immer mehr und mehr in Streit, bis kurz vor der Eskalation. Andrea De Carlo beschreibt sehr gut den Unterschied zwischen den zwei Welten. Auch die Angst, die uns beherrscht, wenn wir keine Kontrolle mehr über andere, die weit entfernt sind, haben. Die Städter tun sich schwer mit der Ruhe und sind heil froh, als es endlich zurück in ihr Leben geht. Mir hat das Buch sehr gefallen, da doch interessant ist, wie die Menschen damit umgehen, sollte es mal kein Strom etc. geben. Man spürt die Angst und das aufkeimende Chaos. Sollte es mal passieren, rennen bestimmt alle panisch auf die Straßen oder randalieren, da ihr Recht auf Information und Unabhängigkeit genommen wurde. Der Schreibstil war in Ordnung, nix herausragendes oder miserables. Ist lesbar.

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  • Rezension zu "Wenn der Wind dreht" von Andrea De Carlo

    Wenn der Wind dreht
    Gert

    Gert

    11. June 2011 um 00:18

    Der Schreibstil ist recht gut, der ganze Plot ist etwas konstruiert, aber recht gut. Motto:Zwei Lebenskulturen treffen aufeinander und was kommt dabei heraus ? Beide Kulturen sind sehr extrem herausgearbeitet ubnd beschrieben , sind aber sehr typisch italienisch. Wobei man sich die eine Kultur vollkommen vorsteollen aknnn, die andere Gegenkultur an sich überhaupt nicht. Sehr fiktiv. Natürlich kommt es am Ende zu eibnem fürchterlichen Krach. Das ist aber schion zu Beginn absehbar, wo es eigentlich recht locker und sehr typisch Italienisch zugeht. Dann gerät die Story aber doch ziemlich aus dem Ruder, wird unglaubhaft und irgendwie skuril. Beide Kulturen und deren Protagonisten werden dann doch ziemlich extrem überzeichnet. Zum Ende werden dann auch noch sehr kunstvolle und esoterische Diskurse recht dick aufgetischt. Ein Punkt für den Humor und die herrliche Beschreibung der mailänder Gesellschaftsschicht.

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  • Rezension zu "Wenn der Wind dreht" von Andrea De Carlo

    Wenn der Wind dreht
    Ritja

    Ritja

    13. February 2011 um 12:11

    Fünf (scheinbare) Freunde wollen sich fernab von Mailand ein Ferien-/Wochenenddomizil zulegen, um dem Streß, der Hektik und dem Lärm entgehen zu können. Sie verabreden sich mit dem Makler Alessio und fahren über das Wochenende auf das Land, um Häuser anzuschauen. Bereits auf der Hinfahrt ist die Stimmung eher gereizt als entspannt. Dann geschieht ein Unfall und die Städter müssen im Regen in der Dunkelheit Unterschlupf finden. Sie landen bei einer kleinen Gruppe von Menschen, die ein völlig anderes Leben führen als sie. Zudem müssen sie feststellen, dass es genau ihre Häuser sind, die die Städter kaufen wollen. Es entwickeln sich brenzlige Situationen, die stets kurz vor der Eskalation stehen. Zudem werden noch zwei Städter verletzt und sind nun von der Hilfe dieser Menschen abhängig. Die Fassaden der Städter fangen an zu bröckeln und so langsam kommen die "wahren" Gesichter hervor. Kaum einer schafft es, seine Rolle bis zum Ende zu spielen.

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  • Rezension zu "Wenn der Wind dreht" von Andrea De Carlo

    Wenn der Wind dreht
    Golondrina

    Golondrina

    09. September 2010 um 23:11

    Mal wieder ein de Carlo zum Schmökern: eine Momentaufnahme von 3 Tagen in denen 4 durchgestylte Mailänder und ihr Immobilienberater auf einen Trupp Aussteiger trifft, deren Haus man eigentlich erwerben wollte. Da prallen Lebenswelten aufeinander. Eine Parteinahme findet nicht statt - beide Lager geraten ins Wanken und mithin auch der Leser beim Sinnieren über den eigenen Lebensentwurf. Wunderbar!

  • Rezension zu "Wenn der Wind dreht" von Andrea De Carlo

    Wenn der Wind dreht
    greenamazone

    greenamazone

    30. November 2009 um 10:27

    Auf der Fahrt zur Besichtigung einer Immobilie im Herzen Umbriens sind 4 betuchte Mailänder und ihr Immbolienmakler nach einer Autopanne in Not. Kein Funkempfang, 30 Kilometer von der Zivilisation entfernt treffen sie auf eine Art Hippie-Commune, die ihre Immobilie seit 10 Jahren besetzt. Sie leben wie im Mittelalter, ohne Strom, Autos, Telefon. Zwei Welten treffen aufeinander und das zunächst sehr angespannte Verhältnis lockert allmählich auf und es folgen interessante Gespräche über den Sinn und Zweck des Lebens. Das Buch ist spannend geschrieben, interessant und witzig. Sehr lesenswert!

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  • Rezension zu "Wenn der Wind dreht" von Andrea De Carlo

    Wenn der Wind dreht
    Ann91

    Ann91

    29. September 2009 um 19:57

    Jeder kennt ihn, jeder fürchtet ihn - den Alltagsstress; Handygeklingel, Hektik, Stau und nervende Chefs können einem schonmal den letzten Nerv rauben. Wer träumt sich dann nicht weit weg? Auf eine einsame Insel oder in die Natur? Genauso ergeht es den fünf Städtern, die, geplagt vom Alltagsstress, endlich beschließen sich ein Haus auf dem Land zu kaufen, um dort ruhige Stunden zu verbringen. Doch was sich zunächst als Traum darstellt, entpuppt sich schnell als Alptraum. Gekonnt, mit viel Witz und Ironie beschreibt Andrea De Carlo die heutige Gesellschaft anhand der fünf Protagonisten. Auch wenn jeder dieser Charaktere hoffnungslos überzogen dargestellt wird: Ein bisschen von sich selbst entdeckt jeder beim Lesen in ihnen. Dadurch wird es umso unterhaltsamer dieses Buch zu lesen, denn jeder fragt sich: Wie hätte ich jetzt reagiert? Durch wechselnde Erzählperspektiven und der damit einhergehende Wechsel des Sprachstils wird das Erzähltempo hochgehalten und die Spannung kontinuierlich gesteigert. Obwohl dieses Buch sehr humoristisch geschrieben ist, bleibt der Leser nachdenklich zurück. Nachdenklich in Bezug auf die heutige Gesellschaft und deren Veränderung in den letzten Jahren. "Wenn der Wind dreht" - ein Buch, dessen riesiger Erfolg absolut gerechtfertigt ist.

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  • Rezension zu "Wenn der Wind dreht" von Andrea De Carlo

    Wenn der Wind dreht
    Betti

    Betti

    05. October 2008 um 13:09

    Als ich den Klappentext las, dachte ich, es ginge in Richtung Gernhardts "Toscana Therapie" - so hat mich die -doch sehr ungewöhnliche- Wende, die die Geschichte nimmt, sehr überrascht und in den Bann gezogen.Sehr lesenswert..macht nachdenklich..nicht nur die Handlung, sondern auch die inneren Betrachtungen der "Freunde", die sich aufgemacht haben, ein gemeinsames Refugium zu finden.

  • Rezension zu "Wenn der Wind dreht" von Andrea De Carlo

    Wenn der Wind dreht
    kfir

    kfir

    19. September 2008 um 18:41

    Aus fünf Jugendfreunden aus Mailand sind mittlerweile wohl situierte, gesättigte und erfolgreiche Geschäftsleute geworden. Einer von ihnen ist Immobilienhändler und bietet ihnen ein Refugium in Umbrien an, ein Hide-Out in paradiesischer Umgebung und mit ungestörter Ruhe. Gemeinsam fahren sie zu einem Besichtigungstermin aufs Land und während sich in die allgemeine Vorfreude erste Unstimmigkeiten mischen, kommt es zu einer jähen Unterbrechung der Fahrt, nach der sie alle etwas finden, womit sie nicht gerechnet haben. Andrea De Carlo schafft es wieder einmal meisterlich, der Gesellschaft mit einer absurd anmutenden Situation den Spiegel vorzuhalten. Ohne den erhobenen Zeigefinger auszupacken und ohne besserwisserisch aufzutreten, statt dessen aber mit viel unterschwelligem Humor und Situationskomik bringt er fünf Menschen in eine Situation, in der sich jeder Leser wieder finden kann. In dieser Geschichte lässt De Carlo seine Protagonisten Ereignisse durchleben, die zwangsläufig darauf hinaus laufen, dass jeder der fünf in der Idylle gestrandeten für sich die Frage nach dem Sinn in seinem Leben stellt. Aus den unterschiedlichen Perspektiven der fünf Protagonisten schildert Andrea De Carlo spannend und voller Humor, wie sich die Gedanken und die Prioritäten langsam ändern. Eine Geschichte, wie sie an sich einfacher nicht sein kann, jedoch spannend und sprachlich virtuos in Szene gesetzt. Ein humorvoller und spannender Spiegel unsere Zeit.

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  • Rezension zu "Wenn der Wind dreht" von Andrea De Carlo

    Wenn der Wind dreht
    HeikeG

    HeikeG

    18. April 2007 um 16:01

    Der Traum vom glücklichen Leben Zusammen mit einem dauerplappernden Makler fahren vier überzivilisierte Großstädter mit einem Kleinbus nach Umbrien, um sich "ihr Traumhaus" anzusehen. Doch kurz vor dem Ziel verirren sie sich, das Auto hat eine Panne und sie müssen bei Nacht und Regen in einem dunklen Wald nach einer Unterkunft suchen. Sie finden eine ruppige Gruppe von Ökofreaks, die ausgerechnet das Haus besetzt hält, das sie kaufen wollen. Ergebnis: Die Stimmung in der Gruppe der Käufer und zwischen den drei Gruppen - Verkäufer, Möchtegern-Käufer und Bewohner - ist nicht die beste. Aus der Melange wird eine recht spannende Geschichte, in der jeder Charakter ausführlich ausgeleuchtet und entblößt wird. Leider sind gerade die Hausbesetzer als Figuren so platt geraten und erfüllen jedes Klischee, dass die Lektüre bisweilen schwer erträglich ist. Interessanterweise gibt es weder auf der einen noch auf der anderen Seite besonders sympathische Charaktere, die mich während des Buches angesprochen hätten und doch litt man mit jeder der Figuren ein wenig mit. Anfangs liest sich diese Geschichte wie eine heitere Satire auf den neuzeitlichen Menschen, der so umstellt ist von Technik, dass er sofort versagt, wenn er der freien Natur ausgesetzt wird. Der Autor unterstreicht das Parodistische, indem er die einzelnen Kapitel in altertümlicher Manier mit den ersten Textzeilen überschreibt. Aber im weiteren Verlauf differenziert sich die Handlung weiter aus. Die Lebensweise der "Hausbesetzer" birgt ihre Tücken, und das Pauschalrezept zum Glück ist auch hier nicht zu finden. Trotzdem plätschert nach einer gewissen Zeit die konstruierte Story irgendwie dahin, und man weiß eigentlich ziemlich schnell, wie sie enden wird. Eine Stärke des Romans ist, dass der Erzähler anonym im Hintergrund bleibt und letztlich dem Leser die Bewertung dieser Kollision zweier Welten obliegt. Fazit: Andrea De Carlo inszeniert hier ein boshaftes Lehrstück auf dem schmalen Grat zwischen Zivilisation und Wildnis und er kann schreiben, wie andere telefonieren: schnell, fließend, interessant, spannend und manchmal ziemlich brüsk! In der bewussten Überzeichnung der Personen als Handy-Süchtige und Ewig-Angespannte sind die vier Freunde als Karikatur der modernen (nicht nur italienischen) Business-Gesellschaft zu verstehen, die ihr Recht auf einen Ort für die Erfüllung ihrer Tagträume mit teils menschenverachtender, verbaler Härte einfordern. Es ist ein Buch, was man schnell durchgelesen hat, sicherlich nicht bereut, aber auch nicht unbedingt wiederholt. Am Ende des Romans legt man diesen, so locker er sich lesen mag, jedoch mit einer gewissen Unruhe und durchaus nachdenklich aus der Hand. Eine Frage, die sich mir aufgeworfen hat: Macht es den Menschen besser, wenn er ohne Strom, Handy und Auto lebt?...

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