Andrea Fock , Jutta Muth Opium fürs Volk

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Inhaltsangabe zu „Opium fürs Volk“ von Andrea Fock

Welches Essen Sie in Stimmung bringt Ob Lebkuchen oder italienische Tomatensoße, Pilzgerichte oder Wurstwaren, Fruchtsäfte oder Cola, Hopfen oder Muskat: So manches, was wir essen und trinken, enthält psychotrope Stoffe, natürliche chemische Drogen, oder setzt sie in uns frei. Das Wissen darum ist seit jeher die Grundlage der Kochkunst – aber in größerem Rahmen erforscht wurde es noch nie. Mit diesem inspirierenden Ausflug in das kulinarische Reich der Sinne betreten die Autoren daher Neuland.

Eine höchst vergnügliche Wanderung durch die biochemischen Vorgänge im menschlichen Körper und die damit einhergehende Illuminierung.

— bibliophilist1985

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  • Rezension zu "Opium fürs Volk" von Udo Pollmer

    Opium fürs Volk

    bibliophilist1985

    13. September 2014 um 22:41

    Es ist ein selten kreativer Ansatz im unüberschaubaren Pulk der Ernährungs- und Essensratgeberliteratur mit einem neuen, unausgenutzten Terrain, wie der direkten Auswirkung verschiedenster Nahrungsmittel auf den Körperhaushalt samt Psyche, als erster die Fahne in neues Gourmetleseland zu stecken. Überaus unerwartet, wie scheinbar harmlose Lebensmittel bei deren Metabolisierung zur Produktion homöopathischer Dosen verschiedenster Drogen in unserem Organismus beitragen. Seien es Gewürze, tropische Früchte, einheimische Gemüse, Schokolade oder gerade die Mischung bestimmter, in diesem Zusammenhang könnte man fast sagen Substanzen, deren Wechselwirkung erstaunliches zustande bringt. Durch den Körper in den Kopf sozusagen. So neigen abstinente Alkoholiker beziehungsweise angehende Exjunkies zum Konsum bestimmter Nahrungsmittel, da diese ähnliche Prozesse wie harter Alkohol/Drogen in weit milderer aber nicht minderer Verlaufsform in Gang bringen und damit den Entzug erleichtern. Der Ansatz, die Geschichte unter dem Gesichtspunkt des Gewürzhandels unter einem anderen Winkel zu betrachten, verdient besondere Hervorhebung, da diese scharfen und pikanten Thesen fernab orthodoxer Geschichtsschreibung laufen und daher als umstritten gelten. So könnten die Kreuzzüge von Gewürzhändlern angeregt worden sein, um direkten Zugang zu den Anbaugebieten zu bekommen und die Zwischenhändler in Form der Bevölkerung des arabischen Raums zu unterwerfen und damit zu umgehen. Auch wurden vor der Entdeckung Amerikas beträchtliche Mengen an Gold, Silber, Eisen und anderer wertvoller Güter gegen Gewürze getauscht. Von dem Zeitpunkt des Ausbleibens dieser Handelsgewinne an trug dieser Faktor beträchtlich zum Niedergang der einstigen muslimischen Großreiche und dem Aufstieg Europas bei. Überaus interessantes Kopfkino, das sich für Geschichtsinteressierte unter diesen Aspekten eröffnet. Die Funktion des kleinen kalorischen Kraftwerks, das der Mensch darstellt, birgt ein solches Füllhorn an komplexen, mitunter noch unerforschten Wechselwirkungen mit den Konsumationen, die er tätigt, dass noch Generationen an Diätologen und Ernährungswissenschaftlern eine Heidenarbeit daran haben werden, die individuelle, wenn überhaupt allgemeine Wirkungsweise aufzuschlüsseln und zu verstehen. Im Sinne von „Du bist was du ist“ sollte dieser kleine feine literarische Wurf noch mehr zum bewussten Konsum anregen, damit die internen, privaten harten Drogen, die unser physischer Unterbau großzügig herstellt, zumindest von lupenreiner Qualität sind. Und die Freude daran dadurch mit etwas Glück noch größer.

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