Andrea Gunschera Sonnenfänger

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Inhaltsangabe zu „Sonnenfänger“ von Andrea Gunschera

Boston, 1845:
Die schöne Sybil, uneheliche Tochter einer Kurtisane und eines Bostoner Juwelenhändlers, schlägt sich nach dem Tod ihrer Mutter als Kellnerin in Hafenschänken durch. Nach einem Handgemenge mit einem Schiffsoffizier, der sie mit Gewalt in sein Bett zwingen will, flüchtet sie mit seiner Geldbörse und gelangt an Bord eines Schiffes, das mit Kurs auf die Sandwich Inseln ausläuft. Sie ergreift die unverhoffte Chance auf ein neues Leben und nimmt den Platz ihrer Halbschwester Margaret ein, die den Arzt George Lyon heiraten soll. Doch als sie im tropischen Lahaina ankommt, muss sie feststellen, dass der Bräutigam alles andere ist als ein Traummann. Und bald stellt sich heraus, dass das Paradies unter Palmen von Tod und Gewalt bedroht ist.

schönes Buch,hat mir gut gefallen

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    Sonnenfänger

    Kicherjulchen

    01. April 2016 um 09:41

    Inhalt: Boston, 1845: Die schöne Sybil, uneheliche Tochter einer Kurtisane und eines Bostoner Juwelenhändlers, schlägt sich nach dem Tod ihrer Mutter als Kellnerin in Hafenschänken durch. Nach einem Handgemenge mit einem Schiffsoffizier, der sie mit Gewalt in sein Bett zwingen will, flüchtet sie mit seiner Geldbörse und gelangt an Bord eines Schiffes, das mit Kurs auf die Sandwich Inseln ausläuft. Sie ergreift die unverhoffte Chance auf ein neues Leben und nimmt den Platz ihrer Halbschwester Margaret ein, die den Arzt George Lyon heiraten soll. Doch als sie im tropischen Lahaina ankommt, muss sie feststellen, dass der Bräutigam alles andere ist als ein Traummann. Und bald stellt sich heraus, dass das Paradies unter Palmen von Tod und Gewalt bedroht ist. Meine Leseeindruck: Dies war das erste Buch der Autorin, welches ich lesen durfte. Frau Gunschera schreibt eigentlich Fantasyromane oder Thriller, so dass sie mit diesem Buch einen Ausflug in ein ihr fremdes Metier unternommen hat. Und ich muss sagen, dieser Ausflug ist ihr ganz wunderbar gelungen. Das Buch hat alles, was meiner Meinung nach einen guten Roman ausmacht. Es handelt von Hoffnung und Liebe, aber auch Gewalt und Grausamkeit. Es beherbergt Bösewichte, elende Schurken, unsichere und hinterhältige Charaktere. Es gibt gute, kluge, und weise Charaktere, aber auch solche, die sich erst entwickeln müssen und alle zusammen agieren in einem wunderbaren Gleichgewicht. Die Landschaft, die Tier- und Pflanzenwelt werden sehr einfühlsam und bildhaft beschrieben, man kann die exotischen Düfte riechen, das Meer schmecken und die schwüle Hitze fühlen. Man spürt die Liebe und Verbundenheit der Autorin zu der Insel in jeder Zeile. Personenbeschreibungen werden gut ausgearbeitet, Kleider und Aussehen so beschrieben, dass man sich alles gut vorstellen kann. Die Autorin hat einen tollen Schreibstil, der flüssig zu lesen ist, einen mitnimmt und zusammen mit der Handlung Sogwirkung entfaltet, der man sich kaum noch entziehen kann. Die beiden Liebesgeschichten haben mir gut gefallen, denn beide sind nicht geradlinig, es gibt ständige Auf und Abs. Nebenbei lernt man Einiges über die Kultur der Eingeborenen und deren Christianisierung, über die Inselpolitik seinerzeit, über hawaiianische Inseln selbst, über die Zeit damals und über Wahlfänger und Zuckerrohrplantagen.   Ich habe das Buch sehr gern gelesen und staune, dass es bisher so wenige Bewertungen/ Rezessionen erhalten hat. Für mich ist es ein echter Geheimtipp, der es getrost mit anderen Größen dieses Genres aufnehmen kann. Ein großes Lob und vielen Dank an die Autorin für tolle Lesestunden.  

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