Andrea Hejlskov

 4.2 Sterne bei 11 Bewertungen

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Andrea HejlskovWir hier draußen
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Wir hier draußen
Wir hier draußen
 (11)
Erschienen am 18.09.2017

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Rezension zu "Wir hier draußen" von Andrea Hejlskov

Vom sich ausprobieren.
wandabluevor 6 Monaten

Vom sich ausprobieren.
Eine fünfköpfige dänische Familie zieht in den Wald. In einen schwedischen Wald. Das Unternehmen wird dadurch möglich, dass ein Grundstücksbesitzer das entsprechende Gelände dafür zur Verfügung stellt und „der Kapitän“, eine Zufallsbekanntschaft, tatkräftige Unterstützung liefert.

Natürlich ist das Waldleben auf der einen Seite so romantisch und anders wie es sich die Familie in ihren Aussteigerträumen vorstellte und andererseits wieder sehr unromantisch und spannungsgeladen.

Worum es bei den zahlreichen Beziehungskonflikten ging, die alsbald auftreten, habe ich bei aller Liebe nicht immer begreifen können. Der Kapitän sagt zum Beispiel einmal, die Kinder sollten mehr mit anpacken. So what? Warum ist das jetzt so schlimm? Ganz allgemein scheint die Familie, beziehungsweise die Erwachsenen in der Familie, Probleme damit zu haben, sich abzugrenzen und deutlich zu machen, was sie wollen und was nicht, was sie von anderen erwarten und was sie auf keinen Fall zulassen wollen. Nun ja, um zu lernen, sich rechtzeitig zu artikulieren, dafür muss man nicht in den Wald ziehen. Die Experimentteilnehmer, besonders die Autorin spielen immer wieder einmal mit ihrer Gesundheit. Warum geht sie nicht zum Arzt, wenn sie sich drei Tage lang auf dem Bett vor Schmerzen krümmt? Das ist doch nicht normal! Aber man wartet ab, so dass später nur noch eine größere Operation Abhilfe schafft.

Andrea Hejlskov erzählt in authentischer Weise und im Großen und Ganzen spannend und eloquent von dem großen Familienabenteuer. Dabei fließt Gesellschaftskritisches ein, aber die Familie richtet im Wald genau so viel Schaden an wie wenn sie in der Zivilisation geblieben wäre, wenn nicht mehr. Allmählich kommen sie jedoch zu praktikablen Lösungen, aber das (hat ge) dauert!

Fazit: Spannender, aber auch irritierender Aussteigerbericht.

Kategorie: gute Unterhaltung
Mairischverlag, 2017

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S

Rezension zu "Wir hier draußen" von Andrea Hejlskov

Kurzweilig und unterhaltsam
Sonnenschein96vor 10 Monaten

Das Buch war für mich ein klassischer Coverkauf. Ein rotes skandinavisches Häuschen inmitten eines Waldes. So kann man mich locken. Ich werde irgendwie magisch von Skandinavien angezogen, obwohl ich noch in keines der Länder war. Vielleicht eines der Länder in denen ich in meinen vorherigen Leben gelebt habe? Man weiß es nicht.. Das Buch hat mich auf jeden Fall direkt angelacht und musste gekauft werden. 

Ich versprach mir eine schöne Geschichte für das abendliche Lesen vor dem Einschlafen und ich wurde nicht enttäuscht...

Die Story:

Andrea Hejlskov und ihr Mann fühlen sich von der Arbeit erdrückt. Auch die Kinder verbringen mehr Zeit mit dem Computer als mit ihnen. Das Familienleben leidet. Um dies grundlegend zu ändern, beschließen sie Abstand von der Gesellschaft und deren Regeln und Zwängen zu erhalten. Wie kann das besser funktionieren als in den Wald zu ziehen?  Das Angebot einer Holzhütte wird angenommen und der Traum wird in die Realität umgesetzt. Oder entwickelt sich doch zum Albtraum? 

Die Personen:

Mittelpunkt der Geschichte bilden Andrea, ihr Mann Jeppe und deren Kinder Sigur, Silas, Sebastian und Viktoria. Während der Aufbauphase des Hauses treffen sie auf den Kapitän, mit dem sie den ein oder anderen Konflikt durchstehen müssen. 

Meine Meinung:

Die Autorin Andrea Hejlskov erzählt ihre Geschichte vom Umzug in den Wald ehrlich und authentisch. Der Leser erfährt, dass die Familie besonders vor der Gesellschaft und deren Zwängen fliehen möchte. Sie träumen von einem Leben in der Isolation, aber in Gemeinschaft. Die Herstellung und Produktion der eigenen Lebensmittel ist ebenfalls ein entscheidender Grund den Traum umzusetzen. Aber dass dieser Lebensstil nicht nur Gutes bereit hält wird der Familie schnell bewusst. Die Rückkehr in die Gesellschaft bei Einkäufen wird zum Albtraum und die Selbstversorgung stellt auch einige Probleme dar. Meiner Meinung nach ist die Erzählung wunderbar für zwischendurch und verdeutlicht uns, wie wir in unserem Alltag kaum noch auf das Miteinander achten und uns von Medien und Konsum ablenken und "zumüllen" lassen. 




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Rezension zu "Wir hier draußen" von Andrea Hejlskov

Rezension: Wir hier draußen
killmonotonyvor 10 Monaten

Mit „Wir hier draußen: Eine Familie zieht in den Wald“ vonAndrea Hejlskov ist im Mairisch Verlag ein erzählendes Sachbuch erschienen, das sich mit dem Weg einer Familie aus der engmaschigen Gesellschaft und hinaus in ein freieres Leben im Wald befasst. Andrea und ihr Mann Jeppe beschließen, zunächst für ein Jahr als Experiment mit ihrem vier Kindern in den Wald zu ziehen. Dort wohnen sie zunächst auf kuscheligen 16m² in einer winzigen Hütte, während Jeppe und „der Kapitän“, ein alter „Waldveteran“, beginnen, eine Blockhütte für die Familie zu bauen. Doch was Andrea Hejlskov in ihrem Buch beschreibt, sind nicht nur Sonnenschein und schöne Tage, sondern vor allem handelt das Buch von den Schwierigkeiten, die mit dem enormen Wandel einhergehen: aus dem behüteten Heim mit Computer und Kühlschrank raus in den Wald, ohne fließend Wasser und den Supermarkt um die Ecke. Brutal ehrlich und mit keiner Scheu berichtet Hejlskov von ihrem ersten Jahr im Wald, und wie ihre Familie das Zusammenhalten lernt.

Ich habe viel, vielleicht zu viel, über unsere Probleme geschrieben. Doch da war auch immer diese überwältigende Schönheit. Aber ich wollte eben keine Geschichte über überwältigende Schönheit erzählen, eine leichte Geschichte, nein, ich wollte eine wahre Geschichte erzählen — also habe ich über all die Probleme geschrieben und das Schöne weggelassen, aber es war da, und es war überwältigend!

Dieses Buch hätte ein Loblied auf das freie, unabhängige Leben sein können, das Menschen, die in den Wald ziehen, erwartet. Doch Andrea Hejlskov nimmt davon Abstand und berichtet von der ungeschönten Wahrheit, erzählt von den harten Proben, auf die sie das Waldleben gestellt hat: Ihre Ehe zerbricht beinahe, ihre Kinder sind nicht immer hundertprozentig zufrieden und sehnen sich nach Struktur im Leben, sie selbst fällt in eine Depression und hat schwerwiegende gesundheitliche Probleme, mit denen sie tagtäglich kämpfen muss. Das Leben im Wald ist eine Zerreißprobe für die Familie — und schweißt sie doch mehr denn je zusammen.

Die vollständige Rezension findet ihr auf meinem Blog: https://killmonotony.de

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