Hamlet redet zu viel

von Andrea Hensgen 
4,0 Sterne bei1 Bewertungen
Hamlet redet zu viel
Bestellen bei:

Zu diesem Buch gibt es noch keine Kurzmeinung. Hilf anderen Lesern, in dem du das Buch bewertest und eine Kurzmeinung oder Rezension veröffentlichst.

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Hamlet redet zu viel"

Auf der Suche nach dem Lebenssinn - ein Hamlet unserer Tage§Edgar jobbt als Kellner im Szenelokal "Kunsthaus". Seine Wirklichkeit findet er mehr in Büchern, Grübeleien und Gesprächen als im realen Leben; stundenlang kann er seinem Freund Carlo Shakespeares Hamlet wie einen spannenden Krimi erklären. Aber die reale Welt "meldet sich" bei ihm, erst nur andeutungsweise, schließlich massiv. Aus einer Nichtigkeit baut sich ein aggressionsgeladener Konflikt mit dem Gast Mike auf. Zunächst ist Edgar unfähig, darauf zu reagieren. Dann aber terrorisiert Mike nicht mehr nur Edgar, sondern greift auch die spanische Studentin Alrah an - und zwingt Edgar dazu, sich mit Mike auseinander zu setzen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783570206607
Sprache:
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:346 Seiten
Verlag:Bertelsmann, München

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne0
  • 4 Sterne1
  • 3 Sterne0
  • 2 Sterne0
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    juni_monds avatar
    juni_mondvor 5 Jahren
    Ein wahrer Gedankenstrom

    Edgar - der Protagonist von Andrea Hensgens Hamlet redet zu viel ist Kellner im Kunsthaus, einer Kneipe, die als Anlaufstelle für Künstler und Kunstliebhaber fungiert.

    Er versteht sich gut mit dem Koch des  Kunsthaus, Carlo, die beiden haben ein eher gehemmtes Verhältnis zum Chef der Kneipe, Walter.
    Nach der Arbeit fahren die beiden jungen Männer in die selbe Richtung mit den Fahrrädern heimwärts um an einer Brücke halt zu machen und zu reden. Das ist ihr gemeinsames Ritual.
    Doch nun hat Edgar Hamlet von William Shakespeare gelesen und ist davon mehr als nur begeistert. Er möchte Carlo in nächtlichen Etappen vom Inhalt des Werkes erzählen und sich anschließend mit ihm darüber unterhalten. Carlo ist einverstanden und so beginnt eine Auseinandersetzung mit Shakespeares Werk, verbunden mit einer neuen Geschichte.
     
    Denn als Edgar bei Carlos Umzug hilft, lernt er dessen langjährige Freundin Alrah kennen. Alrah ist Faszination. Alrah weiß alles. Alrah kann alles erklären. Sie ist Edgar scheinbar in allen Gebieten überlegen, er fragt sich, wie sie es trotz geringem Altersvorsprung geschafft hat, derart viel zu  wissen.
      
    Die Gespräche und Analysen zu Hamlet bleiben nicht länger Edgars und Carlos persönliche Sache. Alrah bezieht sich mit ein und bald soll es eine Konzentration auf ihre Rolle geben.
     
    Eine komplizierte Annäherung der Charaktere... und da ist dann noch das ungeklärte Verhältnis zwischen Alrah und Carlo. 
     
    Und wäre das nicht alles schon genug für Edgar, so gibt es da noch Mike. Mike ist ein Gast im  Kunsthaus, der immer allein dort erscheint und ein abstoßendes Äußeres hat.
    Die jungen Männer überlegen ob es nicht Unrecht ist jemanden, auf Grund von Äußerlichkeiten aus der Gesellschaft auszuschließen, denn offensichtlich hat Mike keine Freunde und niemand möchte etwas mit ihm zu tun haben.
    Doch schnell stellt sich heraus, dass Mike auch eine ablehnende Haltung nach außen zeigt. Er tyrannisiert Edgar. Ohne dass es einen Grund dafür gäbe.
    Edgar zerbricht sich den Kopf, was den Ausschlag für Mikes Verhalten gegeben haben könnte. Er wird nicht schlau aus ihm.. er versucht Mikes Inneres zu verstehen, sein Verhalten als Reaktion auf die Umwelt zu interpretieren und es zu entschuldigen bzw. es zu rechtfertigen.
     
    Doch dann passiert etwas, was sich nicht länger als "Notwehr" gegen das Verhalten der anderen entschuldigen lässt.
     
    Edgar sollte Handeln.
    Doch er denkt nur über Handlungen nach.
    Er denkt zuviel.
    Wie Hamlet.
     
    Eine andere Seite der Geschichte, die mit Edgars Selbstfindung zu tun hat, ist die Auseinandersetzung mit seiner Kindheit. Dies manifestiert sich in Briefen, die Edgar regelmäßig an seinen Bruder Wolfgang verfasst. Nach diesen Briefen sind auch die Kapitel gegliedert.
     
    Ich kann das Buch nur empfehlen, ich habe auch Shakespeares Hamlet parallel dazu gelesen, was zwar nicht unbedingt nötig, aber empfehlenswert ist!

    Kommentieren0
    14
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks