Alle verrückt außer ich

von Andrea Jolander 
5,0 Sterne bei1 Bewertungen
Alle verrückt außer ich
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Egal ob man an sich selbst arbeiten will oder einfach nur ein bisschen besser sich und die Welt verstehen will - absolut empfehlenwert.

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Inhaltsangabe zu "Alle verrückt außer ich"

Die Therapiecouch zum Aufklappen und Mitnehmen
Wie schaffe ich es, schlechte Gewohnheiten abzulegen? Was tun, wenn es immer wieder dieselben Situationen sind, die mich auf die Palme bringen oder verletzen? Wie umgehen mit einer Welt, die immer verrückter wird? Bin ich hochsensibel oder einfach nur empfindlich? Vieles, was uns im Alltag beschäftigt, muss nicht gleich in einer langjährigen Therapie bearbeitet werden, lässt sich aber mit professionellem Rat viel leichter einordnen. In ihrer gewohnt unterhaltsamen Art gibt Psychotherapeutin Andrea Jolander einfache und schnelle Überlebens-Tipps zu allem, was uns prägt, was uns schadet und was uns heilt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453201453
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:0 Seiten
Verlag:Heyne
Erscheinungsdatum:03.04.2017

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    LillySjs avatar
    LillySjvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Egal ob man an sich selbst arbeiten will oder einfach nur ein bisschen besser sich und die Welt verstehen will - absolut empfehlenwert.
    Alltagsprobleme für jederman verständlich erklärt

    Kurze Inhaltsangabe:
    Der Untertitel “Der Taschentherapeut für den täglichen Wahnsinn” bringt schon gut auf den Punkt, um was es in dem Buch geht. Es werden psychologische Grundlagen erklärt und alltägliche Themen angesprochen, mit denen sich jeder von uns identifizieren kann. Wer von uns hat sich nicht schon mal gedacht: “Die da draußen sind alle verrückt.”?!
    Warum fällt es uns so schwer, ins Fitnessstudio zu gehen? Warum verhalten sich Menschen so komisch ;) wie sie es tun. Wieso grüßt uns der Nachbar eigentlich nie?

    Autorin:
    Andrea Jolander ist das Pseudonym einer bekannten Psychotherapeutin. Sie arbeitet in eigener Praxis und ist Mitbergründerin einer Beratungsstelle. Sie lebt in Baden-Württemberg.

    Inhalt:
    In 18 Kapiteln bauen die Themen aufeinander auf. Leicht erklärt und einfach beschrieben, müsste es auch für Leser verständlich sein, die sich bisher mit psychologischen Themen noch nicht auseinander gesetzt haben.
    Wie funktioniert unser Gehirn? Warum ist Schlaf und Routine für das Gehirn so wichtig? Und warum könnt Ihr den inneren Schweinehund vergessen, wenn Ihr verstanden habt, wie das Gehirn tickt?

    Die Anfangs- und die Endpunkte einer zur Routine gewordenen Tätigkeit “markieren die Zeitspanne, während der das Gehirn sich ausruhen kann, zumindest von dem energieintensiveren bewussten Denken. Solche automatischen Tätigkeiten liebt unser Gehirn auch deshalb, weil es in dieser Zeit prima an neue Ideen herumtüfteln kann. Unsere besten Ideen, die scheinbar aus dem Nichts kommen, haben wir, während wir etwas tun, das wir schon tausendmal getan haben.”

    Es wird erklärt, wie das Fundament unsere Persönlichkeit gelegt wird und welche Auswirkungen das auf unsere Beziehungfähigkeit hat.

    Ich persönlich fand die Erläuterung zur eigenen Wahrnehmung total spannend.
    Wir alle wissen, dass jeder von uns, aufgrund unterschiedlichster Erfahrungen, eine ganz eigene Perspektive hat. Jeder hat ein anderes Fundament mitbekommen.
    Und dennoch wundern wir uns immer wieder, wie doch ganz anders andere Menschen reagieren, als wir selbst.

    Dass wir das so oft nicht verstehen, liegt, laut Jolander, an einem Mangel an Informationen.
    Hier ein Beispiel: Über die Hälfte aller Obdachlosen leiden unter schweren psychischen Störungen und daher braucht es mehr, als nur eine “zweite Chance”, ein Job, eine Wohnung, um ihnen zu helfen.

    “Im Internet grassiert zurzeit in Zitat, das übersetzt etwa folgendermaßen lautet: Jeder, den du triffst, kämpft einen Kampf, von dem du absolut nichts weißt. Sei freundlich.”

    “Übrigens: Auch in völlig anderen Bereichen ist es hilfreich, sich vorstellen zu können, wie andere denken. Zum Beispiel im Internet. Ein schlechter Googler formuliert seine Frage, gibt die wichtigsten Bestandteile davon ein und wundert sich, wenn er nichts relevantes findet.
    Ein guter Googler fragt sich, was wohl die am häufigsten benutzten Begriffe all derer sind, die sich die gleiche Frage auch schon einmal gestellt haben, und wird damit in der Regel fündig.”

    Weitere Themen sind unter anderem: Partnerschaft und Beziehungen, alt werden, der Umgang mit unseren (schwierigen) Eltern und mit wild Fremden, die uns aggressiv begegnen (zum Beispiel im Internet).

    Meine Meinung:
    Ich finde, es ist ein wirklich gutes Buch. Ich lese ja öfter psychologische Bücher und dachte am Anfang: Oh je, vielleicht doch etwas zu einfach. Aber nach dem ersten Kapitel (-> Gehe bewusst mit Deinen Gedanken und Gefühlen um, ohne sie zu bewerten), habe ich diese Sorge schnell vergessen. Andrea Jolander trifft einfach so punktgenau die Gedanken, die jeder schon mal hatte. Oft saß ich da und dachte: “Ja klar, natürlich!” Sie schreibt so verständlich, dass man manchmal nur über sich selbst den Kopf schütteln kann, das man daran nicht schon selbst gedacht hat.

    Was mich allerdings etwas gestört hat, war die Pauschalisierung, wie man ist, je nach dem, welche Bindungsform man in der Kindheit erlebt hat. Das war mir dann doch zu einfach formuliert. Denn ich denke, man hat immer auch die Möglichkeit umzulernen.

    Doch bis auf diesen Punkt hat mir das Buch wirklich gut gefallen.
    Egal ob man an sich selbst arbeiten will oder nur einfach ein bisschen besser sich und die Welt verstehen will, egal ob man therapeutische/psychologische Erfahrungen hat oder nicht - ich finde das Buch auf jeden Fall empfehlenswert.
    4,5

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