Andrea Karimé

 4.1 Sterne bei 7 Bewertungen
Autor von Zum Sterben nach Kairo, Mondkaninchen und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Andrea Karimé

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Zum Sterben nach Kairo

Zum Sterben nach Kairo

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Erschienen am 02.03.2010
Die Briefträgerin

Die Briefträgerin

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Erschienen am 16.08.2004
Tee mit Onkel Mustafa

Tee mit Onkel Mustafa

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Erschienen am 01.03.2011
Mondkaninchen

Mondkaninchen

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Erschienen am 01.01.2017
Alif, be das Klangfell haart sich

Alif, be das Klangfell haart sich

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Erschienen am 22.11.2008
King kommt noch

King kommt noch

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Erschienen am 13.02.2017
Die Zauberstimme

Die Zauberstimme

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Erschienen am 01.09.2007

Neue Rezensionen zu Andrea Karimé

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Rezension zu "Mondkaninchen" von Andrea Karimé

Ein wunderbar poesivolles Buch zum Thema Flucht, das einfühlsam aber auch realistisch erzählt
Kinderbuchkistevor einem Jahr

Thema Flucht
mit einer Geschichte in der Geschichte, die in arabischer Sprache daher kommt

Das sehr aktuelle Thema Flucht ist gar nicht so einfach zu fassen und erst recht nicht die Einbindung in eine Geschichte für kleine Kinder.
Hier ist es der Autorin Andrea Karime auf sehr einfühlsame Weise gelungen, Realität mit Fantasie und Poesie zu verbinden
Layal lebt glücklich mit ihrer Familie in einem fernen Land. Sie haben für unsere Verhältnisse nicht viel, sind aber mit dem was sie haben sehr glücklich. Der Familienzusammenhalt ist groß.
Layal und ihre Schwester Sara kochen gerne für andere. Ihr Bruder Zaki sitzt oft in seinem Baum und schreibt Geschichten.
Wenn  die Gäste weg sind und noch etwas zu essen übrig ist kommt er hinunter isst etwas und erzählt Sara und Layal eine seiner Geschichten. So wie auch die von den Mondkaninchen. Die er Layal erzählt weil sie wissen will ob jemand auf dem Mond wohnt. Zu gern würde sie die Mondkaninchen kennenlernen , die sie von der Erde im Mond gut erkennen kann. Und tatsächlich, an dem Tag als ihre Eltern den Mädchen erzählen, dass sie bald in ein fremdes sicheres Land reisen werden, weil das Leben in ihrem Land zu gefährlich geworden ist, da besuchen sie die Mondkaninchen, die auch entwurzelt wurden und flüchten mussten.
Das Land , die Heimat, das Haus, zu verlassen ist schon schlimm genug aber auch noch den Vater und Bruder zu verlassen noch viel schlimmer. Layal hat Angst sie nie wieder zu sehen.
Mit der Geschichte die die Mondkaninchen erzählen kommt etwas Hoffnung in die Situation. Das große Mondkaninchen wird auf Zaki und den Vater aufpassen, damit die noch wichtigsten Dinge regeln können bevor sie den anderen folgen.
*
In dem fremden Land angekommen ist es furchtbar kalt, so kalt wie die Stimmung in Layals Herz. Sie vermisst ihren Bruder und ihren Vater mit dem sie nur am Telefon hin und wieder sprechen kann. Immer wieder wartet sie auf die beiden oder zumindest auf  eine Nachricht, das sie kommen werden. Als dann eines Tages das Handy der Mutter klingelt hat sie schon längst die Hoffnung aufgegeben die beiden je wieder zu sehen. Wieder mit ihm sprechen um dann doch enttäuscht zu werden möchte sie nicht mehr. Doch dieses Mal ist es anders. Auf dem Handy ihrer Mutter ist ein Foto, das Zaki und den Vater vor einem großen Flugzeug zeigt. 
Und dann ist da noch jemand.
Das große Mondkaninchen.
Bald schon werden alle zusammen ein neues Leben beginnen können.
In einem Land wo es zumindest ein Vogelrestaurant gibt.
*
Es ist eine sehr emotionale, aber nicht wirklich traurige Geschichte, die voller Poesie aber auch Realität Ängste, Trauer und Hoffnung verbindet. Das Bindeglied sind die Mondkaninchen mit ihrer sehr eigenen Geschichte, die zum einen in arabischer Sprache und zum anderen in deutscher Sprache zu lesen ist. Der arabische Part ist optisch in ein aufgeschlagenes Buch gedruckt in dem handschriftliche Zeichen zu erkennen sind. Es ist Zakis Geschichtenbuch.
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Die Geschichte wird von detailreichen farbigen Bildern illustriert, die das Geschehen visualisieren und viele zusätzliche Informationen und kleinen Geschichten erzählen.
Durch die wunderbaren Zeichnungen wird ein doch sehr schwieriges Thema für uns greifbarer, verständlicher. Die Kinder können sich leichter im wahrsten Sinne des Wortes "ein Bild davon machen", wie es Layal, Sara und den anderen ergeht.
Die Mischung aus fantasievollen surrealen Elementen und klaren Darstellungen verleihen dem Buch eine Poesie die jedoch nicht die traurigen Situation verherrlicht, sondern lediglich die Spitze nimmt, denn bei allem traurigem ist da immer die Hoffnung, die hier wunderbar zu empfinden ist und durch die Geschichte trägt .
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Die Autorin Andrea Karime ist Grundschullehrerin, ausgebildete Geschichtenerzählerin die wie sie selbst auf ihrer Homepage schreibt "Zwischen den Welten unterwegs ist".
Wer mehr über sie erfahren möchte sollte unbedingt die Homepafe besuchen
Hier gibt es auch ein Video von der Buchpremiere!

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Zu unserer Lesung kamen Kinder zwischen 4 und 11 Jahren darunter auch drei Flüchtlingskinder, die schon zwei Jahre bei uns leben. Sie sprechen nahezu perfekt deutsch. Animiert durch die Geschichte erzählten sie uns von ihrer Flucht, die so ganz anders war als in der Geschichte. Eines der Flüchtlingskinder, ein Mädchen von 8 Jahren sagte mir später

"Weißt du wenn ich auch jemanden gehabt hätte der mir so eine Geschichte erzählt hätte wie von den Mondkaninchen ich hätte vielleicht nicht so viel Angst gehabt. 
Geschichten machen Mut."

Dieses Buch eignet sich wunderbar um sowohl in Kindergarten als auch Grundschule den deutschen Kindern ein Gefühl davon zu vermitteln, was Kinder durchleben mussten, die ihre Heimat verlassen haben um hier bei uns neu anzufangen.

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Rezension zu "Die Briefträgerin" von Andrea Karimé

Eine echte Entdeckung!
ekoeppingvor 2 Jahren

Fantastisch, eine echte Entdeckung! Das Buch hat eine leichtfüßige, poetische Sprache und führt eine tiefgründige und sinnliche Erzählung aus, spannend geschrieben. Ich konnte es einfach nicht aus der Hand legen. Andrea Karimé ist ein außergewöhnliches Talent am deutschen Buchmarkt.

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Rezension zu "Zum Sterben nach Kairo" von Andrea Karimé

Zum Sterben langweilig
Stefan83vor 7 Jahren

Mit Andrea Karimés erstem Kriminalroman, „Zum Sterben nach Kairo“, habe ich als Leser und Rezensent, wenngleich auch zuerst unbewusst, vollkommenes Neuland betreten. Verlegt wird das Buch nämlich beim Querverlag, der seit 1995 in erster Linie Belletristik und Sachbücher zu aktuellen Fragen der schwulen und lesbischen Szene sowie erotische Romane publiziert. Laut eigener Aussage des Verlags ist das Ziel dabei „anspruchsvoller und zugleich unterhaltsamer Literatur mit schwulen und/oder lesbischen Inhalten eine Heimat und einen Platz im breiten Buchmarkt zu geben“. Da meine Recherche bei der Auswahl des Buches nachlässigerweise nicht über die Lektüre des Klappentexts hinausging, war mir dieser Hintergrund leider entgangen. Letztendlich vielleicht sogar ein Vorteil, konnte ich doch so Karimés Werk anfangs „vorurteilsfrei“ genießen und es unter völlig objektiven Gesichtspunkten betrachten. Genützt hat auch das nichts: „Zum Sterben nach Kairo“ ist der mit Abstand enttäuschendste Kriminalroman, der mir bis hierhin in die Finger geraten ist.

Kurz zum Inhalt: Philemon, ein schwuler Ägypter, der aufgrund seiner sexuellen Orientierung Deutschland als Exil gewählt hat, beauftragt die junge Kölner Amateurprivatdetektivin Hala Habidi damit, die mysteriösen Umstände des Todes seiner Tante Anastasia aufzuklären. Er hat den Verdacht, dass diese ermordet worden ist, wagt es allerdings nicht, selbst nach Ägypten zurückzukehren und Nachforschungen anzustellen. Hala, die sich bis dato eher um entschwundene Katzen und fremdgehende Ehemänner gekümmert hat, nimmt den Auftrag nur zögerlich an und reist gemeinsam mit ihrem sprechenden Papagei Fatima in die nie schlafende Hauptstadt Kairo, um dort nach Spuren zu suchen. Relativ schnell findet sie heraus, dass Anastasias Ableben mit dem Tod eines jungen Mädchens zusammenhängt. Dieses ist auf den Straßen Kairos nach einer fehlgeschlagenen Beschneidung verblutet. Gemeinsam mit der Sprachlehrerin Mina, zu der sich die lesbische Hala stark hingezogen fühlt, nimmt man die Fährte eines Mannes auf, der anscheinend bereits sein nächstes Opfer auserwählt hat …

Mit der anfänglichen Erwartungshaltung etwas im Stile Yasmina Khadras oder Jenny Silers zu lesen (Der Klappentext macht in dieser Richtung tatsächlich Hoffnung), nahm ich dieses Buch zur Hand, nur um relativ schnell festzustellen, dass da wohl der Wunsch Vater des Gedanken war. Karimés Geschichte wirkt von Beginn an sehr konzeptlos und konstruiert. Und obwohl sich sonst die homosexuelle Gemeinschaft gegen Verallgemeinerungen wehrt, so wird hier das Klischee mit einer Sorgfalt gepflegt, dass einem das Wasser in die Augen steigt. Verfolgte Homosexuelle, missverstandene Lesben, latent rassistische Deutsche und illegale Beschneidungspraktiken. Karimé beackert in ihrem kurzen Büchlein eine Vielzahl an Konfliktthemen, die Potenzial für eine ganze Reihe von Krimis geboten hätten. Einen ordentlichen Spannungsaufbau, und darauf sollte in einem Vertreter dieses Genres doch Wert gelegt werden, bekommt sie allerdings nicht zustande. Die Geschichte um den mysteriösen Arzt der dazu erpresst wird junge Mädchen zu beschneiden (Anmerk. In Ägypten ist dies mitterweile verboten), wirkt schlichtweg unglaubhaft. Sein Verhalten im kompletten Buch entbehrt jeder logischen Grundlage. Hinzu kommt, dass seine Identität von Anfang an bekannt ist, was es dem geneigten Leser nicht allzu schwer machen dürfte, das letztendliche „Rätsel“ zu lösen, sofern man hier überhaupt von so etwas reden kann.

Um diese klaffenden inhaltlichen Abgründe zu überbrücken, flüchtet sich Karimé in eine Reihe von ausschweifenden, pseudomystischen Traumsequenzen, welche dem Roman wohl eine geheimnsivolle Aura verleihen sollen. Das ist ein Experiment, das, wie so vieles an diesem Buch auch, am Ende ebenfalls scheitert. Was bleibt ist letztlich lediglich eine Aneinanderreihung von homosexuellen Tête-à-têtes, die über vage Andeutungen nie hinausgehen, dafür aber deutlich die Zielgruppe des Buches anvisieren. Das ich zu dieser nicht gehöre, mag eventuell dem Lesevergnügen vielerorts im Weg gestanden haben. Es bleibt aber die Hoffnung, dass auch das homosexuelle Leserpublikum das ihnen Gebotene richtig einzuschätzen weiß.

Das Karimé sprachlich ihr Können andeutet und auch Kairo lebendig zu beschreiben vermag, rettet das Buch leider nicht vor meiner bisher persönlichen Tiefstwertung.

Insgesamt ist „Zum Sterben nach Kairo“ ein oberflächlicher und müder Möchtegern-Krimi, der dank seines handlichen Taschenbuchformats für das homoerotische Petting nebenher vielleicht taugt, unter der Betrachtung der Anforderungen des Genres aber auf ganzer Linie scheitert. Ein Buch, das mit aller Wahrscheinlichkeit im großen Becken der Krimis schnell untergehen wird. Und das, so sagte einst ein Bürgermeister, ist auch gut so.

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