Atlas hat seine Probleme und auch Elena bringt einen ganzen Berg davon mit - wunderschön erzählte Geschichte aus zwei Perspektiven
Inhalt
Ihre Mutter verbringt einen vierwöchigen Retreat in einem Schweige-Spa in Indien und Elena kann zu keiner ihrer Freundin, stattdessen muss sie zu ihrer unbekannten Tante mit dem neuen Mann und den neuen Cousins mit den komischen Namen.
Dort trifft sie auf das komplette Gegenteil ihrer Social-Media-Großstadt-Welt: echte Handarbeit, Gartenarbeit, geteilte Hausarbeit und jeder muss mit anpacken.
Außerdem sind da noch Kennedy mit einem Berg voller Probleme, bei deren Lösung Elena helfen soll und Atlas, der seine ganz eigenen Probleme mit sich herumträgt und der Elena eigentlich am liebsten wieder loshätte.
Auch die Tante wird von ihren ganz eigenen Schwierigkeiten (Long Covid) geplagt.
Was nach einem Buch voller Probleme und Schwierigkeiten klingt, entpuppt sich als wunderschön erzählter Jugendroman zum Thema Familie, Prioritäten, Leben, Probleme und Problemlösungen, Freundschaft und Gefühlen.
Die inhaltlichen Wendungen sind selten vorhersehbar und das Finale ist gut gelungen.
Sprache und Erzählweise
Die kurzen Kapitel sind abwechselnd aus Sicht von Atlas und Elena erzählt - damit erhält man Einblicke in die Gedanken- und Gefühlswelt beider Protagonisten und kann gut mit ihnen mitfühlen und ihre Beweggründe verstehen.
Sprachlich liest es sich gut und flüssig. Hin und wieder sind die Dialoge mit Jugendsprache gewürzt und einer Prise Humor.
Fazit
Ein tolles Buch, mit sehr sympathischen jugendlichen Hauptfiguren, mit denen man einfach mitfühlen kann.
Konnte das Buch kaum weglegen. Es liest sich schnell und ist nicht besonders umfangreich.