Andrea Levy Eine englische Art von Glück

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Inhaltsangabe zu „Eine englische Art von Glück“ von Andrea Levy

Voller Optimismus und der Hoffnung auf ein besseres Leben kehrt der Jamaikaner Gilbert 1948 nach London zurück, in die Stadt, in der er als Kriegsheld galt. Doch ohne die blaue Uniform der Royal Air Force ist er dort als Farbiger ein Mensch zweiter Klasse ist. Unterschlupf findet er im tristen Earls Court bei Queenie, einer ebenso herzlichen wie attraktiven Weißen, die Zimmer an Emigranten vermietet - sehr zum Ärger der Nachbarn. Aber Gilbert hat noch ein anderes Problem: seine Frau Hortense ist voller hochfliegender Träume und mit einem Koffer eleganter Kleider nach England gereist und steht jetzt vor seiner Tür - fassungslos über die Schäbigkeit des Zimmers, voller Verachtung für ihren Mann und wild entschlossen, zu zeigen, was für eine hervorragende Lehrerin sie ist...

Ein melancholischer Roman voller Momente von Glück, Komik und Zorn. Andrea Levy erzählt authentisch und facettenreich die Geschichte zweier Paare, für die England ein gemeinsames Schicksal bereithält: normale Leute zu sein in einer außergewöhnlichen Zeit.

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  • Rezension zu "Eine englische Art von Glück" von Andrea Levy

    Eine englische Art von Glück

    walli007

    01. October 2011 um 12:14

    Quartett in London, mostly Schon seit ihrer Kindheit träumt Hortense von England. Für eine Farbige ist sie recht hell geraten, golden sozusagen, allerdings nicht so legitim. Deshalb gibt ihre Mutter sie weg, zu der Familie des Bruders des Vaters. Dort wächst sie gemeinsam mit Michael auf, ihrem Fast-Cousin. Der wird von den Eltern in den Himmel gehoben, auf eine höhere Schule geschickt. Hortense muss bald die erste große Enttäuschung verdauen. So wie sie davon träumt, in England Lehrerin zu werden, träumt sie auch davon, dies an Michaels Seite zu sein. Doch Michael hat ganz andere Pläne, seine Eltern auch. Und als Michael, der im zweiten Weltkrieg als Flieger nach England geht, vermisst gemeldet wird, bricht die Welt zusammen. Nun meint aber, nicht dass Hortense ihre Träume aufgibt. Ich fand dieses Buch echt klasse, obwohl ich es fast übersehen hätte. Denn es ist schon vor einigen Jahren erschienen, hatte da jedoch einen anderen Einband, der mich nicht angesprochen hat. Bei meinem letzten Einkaufsbummel entdeckte ich dann diese Neuausgabe, wo ich sofort dachte, das wird meins. Irgendwie versprach das Cover ein wunderbares Leseerlebnis und das Buch hat das Versprechen tatsächlich gehalten. Dabei ist Hortense noch nicht mal besonders sympathisch, eher stur und zickig, verbissen hält sie an ihrem Traum fest, und treibt dabei Gilbert, den sie fast zur Heirat zwingt, um später alleine die Überfahrt antreten zu können, beinahe zur Weißglut. Gilbert, der scheinbar gutmütige Trottel, der im Laufe der Lektüre immer mehr charakterlichen Tiefgang bekommt und somit zum wahren Sympathieträger wird. Queenie, die weiße Engländerin, die Zimmer an Farbige vermietet und damit bei den Nachbarn gar nicht so wohl angesehen ist, hat eine ganz eigene Persönlichkeit. Allerdings hat sie, um schlimmerem zu entkommen, auch den größten Stiesel und Rassisten vor dem Herrn geheiratet. Diesen - Bernard - verschlägt es nach Indien. Aus Sicht dieser vier Personen werden die Ereignisse auf amüsante und fesselnde Art und Weise geschildert. Sie erzählen von ihren Erlebnissen mit ihrer jeweils besonderen Art sich auszudrücken. Emotional oder distanziert je nach Charakter drücken sie ihren Geschichten von der Kindheit bis zu dem Zusammentreffen in London ihren Stempel auf. Doch auch die Londoner Geschichte, die wieder jeweils aus der Sicht unseres Quartetts geschildert wird, hat ihren besonderen Reiz und ihren besonderen Höhepunkt. Ein echt tolles und lesenswertes Buch. Es wird einen Ehrenplatz in meinem Regal erhalten.

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  • Rezension zu "Eine englische Art von Glück" von Andrea Levy

    Eine englische Art von Glück

    ninchen1809

    30. December 2010 um 20:20

    Der Roman wird von vier Protagonisten erzählt. Hortense und Gilbert, einem „farbigen“ Ehepaar aus Jamaika sowie Queenie und Bernard, einem „weißen“ Ehepaar aus England. Das Geschehen spielt sich im Jahr 1948 ab und alle vier Protagonisten erzählen per Rückblick aus ihrem Leben. Hortense ist in Jamaika aufgewachsen und übt dort den Lehrberuf aus. Sie hat den Traum nach England zu gehen und geht sogar soweit und heiratet den Freund, Gilbert, ihrer besten Freundin, obwohl sie Verachtung für ihn empfindet. Ihr gesamtes Erspartes stellt sie ihm zur Verfügung, damit er nach London reist und beiden ein Zuhause aufbauen kann. Doch erst nach langer Zeit erhält sie die Möglichkeit nach England nachzukommen und erkennt, dass in England nicht alles so ist, wie in ihren Träumen… Gilbert ist bei der Royal Air Force in England, dem Mutterland von Jamaika, stationiert und erkennt, dass er statt Achtung und Respekt für seinen Einsatz im Mutterland fast nur mit Diskriminierung konfrontiert wird. Des Weiteren kann er bei Ankunft von Hortense ihr nicht die gewünschte Villa bieten, sondern nur ein schäbiges Zimmer zur Untermiete bei Queenie. Queenie ist sehr unglücklich in der Ehe mit Bernard und deshalb auch weniger traurig als Bernard nach Indien zum Einsatz gehen muss. Queenie ist eine selbstbewusste und gutmütige Frau, die „allen“ Menschen hilft, egal welcher Hautfarbe, auch wenn sie mit rassistischen Bemerkungen und Angriffen konfrontiert wird. So lässt sie Gilbert und Hortense als Untermieter bei sich wohnen. Sie glaubt Bernard für tot und lässt sich kurzzeitig in eine Liebesbeziehung mit einem Jamaikaner ein. Bernard beschreibt seinen Einsatz in Indien und seine Wirkung auf andere Menschen. Beim Lesen schließlich verbinden sich die vier Perspektiven zu einem humorvollen Panorama, in dem sich das Empfinden und Verhalten jeder einzelnen Figur ganz neu erklärt. Jeder Protagonist ist auf eine Weise liebenswert und erregt aber gleichzeitig Mitleid für die Situation, in der sich die Person befindet. Die vier Protagonisten sind zu sehr mit ihren eigenen Wünschen und Träumen beschäftigt um zu erkennen, wie es den anderen ergeht. Man erkennt schnell, dass das eigentliche Problem die mangelnde Kommunikation zwischen den Personen ist. Würden sie offener miteinander umgehen und mehr Verständnis füreinander aufbringen, dann wäre vieles viel leichter. Für jeden der Erzähler nutzt Andrea Levy eine eigene Sprache. Aus meiner Sicht sehr beachtenswert. Ich habe mal in die englische Version reingelesen und bereue dieses Buch auf Deutsch gelesen zu haben. Die verschiedenen Erzählweisen der vier Protagonisten kommen in der englischen Originalfassung viel besser zur Geltung. Besonders berührt hat mich das erstaunliche, doch sehr schöne Ende, welches dem Buch den letzten Schliff gegeben hat um ein besonders Werk zu sein.

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  • Rezension zu "Eine englische Art von Glück" von Andrea Levy

    Eine englische Art von Glück

    Anja_Lev

    24. September 2010 um 14:18

    4 Menschen treffen im Jahr 1948 in London zusammen. Die beiden Paare Hortense und Gilbert Joseph aus Jamaika sowie die Londoner Queenie und Bernard Bilgh. Zentrales Thema ist dabei der Rassenhaß, dem die beiden Farbigen Jamaikaner begegnen, den die "englische Rose" Queenie zu ignorieren versucht und den ihr Mann Bernard nach seinem Kriegseinsatz in Indien verspürt. Der Roman setzt sich aus Berichten aus allen vier Perspektiven zusammen, Rückblenden wechseln mit Berichten aus der dargestellten Gegenwart (1948). Die Kriegserlebnisse der Männer im Kampf, der Frauen in London sowie die Folgen aus diesen Erlebnissen schaffen eine spannende Geschichte, die thematisiert, wie schwer die eigenen Fremdheit sowie die Akzeptanz von Fremden in der eigenen Heimat den Menschen fällt. Die verschiedenen Blickwinkel ermöglichen eine immer wieder wechselnde Darstellung der Ereignisse, die unterschiedliche Wahrnehmung der gleichen Situation hilft, die Gräben zwischen den Menschen zu verdeutlichen. Das Buch hat außerdem einen sehr späten Höhe-/Wendepunkt, der zu einem überraschenden Ende führt. Insgesamt ein interessantes Thema, eine sprachlch sehr gute Darstellung und eine anrührende, aber nie kitschige Geschichte.

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  • Rezension zu "Eine englische Art von Glück" von Andrea Levy

    Eine englische Art von Glück

    Opal

    12. January 2008 um 11:10

    Eine spannende und gut erzählte Geschichte über das Leben von zwei Paaren während des 2. Weltkrieges. Teils wird in Rückblenden die Familiengeschichte der 4 Hauptpersonen näher beleuchtet und man erfährt, wie die Schicksale miteinander verstrickt sind.

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