Andrea M Dusl Boboville

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Inhaltsangabe zu „Boboville“ von Andrea M Dusl

SIE IST EWIG AUF DER SUCHE, sie landet überall, aber sie kommt nie an. Denn sie lebt in Boboville. Die Ich-Erzählerin ist eine von denen, vor denen die Eltern eines Woody Allen immer gewarnt haben. Diese Spezies dreht Filme über Alptraumfische, Automatenaufsteller und Antagongestirne. Diese Spezies besetzt Häuser, Podien und Fabriksflügel, bereist Bagdad, strickt Bikinis und bloggt. Diese Spezies ist mit dem Präsidenten per Du, mit dem Museumsdirektor am Klo und mit dem Fleischhauer in der Oper. Diese Spezies lebt in der Stadt in den Städten. In Boboville. Im Sinne eines klassischen Stadtromans begleiten wir die Protagonistin auf ihrer alltäglichen Odyssee. In aberwitzigen Episoden taumelt die Erzählerin durch dieWelt der Bobos, der bourgeoisen Bohmiens. Wir begegnen einem Hippiebäcker mit LSD-farbenen Haaren, einem Dramaturgen mit falbem Blick, einem rotgesichtigen Schreihals: Sie landen überall, aber sie kommen nie an. Denn sie sind längst da. In Boboville.

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  • BOBO-Bashing

    Boboville

    awogfli

    05. December 2017 um 18:34

    Dieses Buch wollte ich schon immer lesen, da ich die Figur des BOBOS  schon ein paar Mal zum Beispiel bei T.C Boyle thematisiert habe, der die amerikanische Ausprägung dieses Gesellschaftstypen nicht gerade charmant charakterisiert. Auch ich habe und hatte immer Probleme mit diesen ambivalenten, überkandidelten, völlig abgehobenen Städtern, die sich in ihrer eigenen Welt einigeln und ständig ihren perfekten moralischen Lebensstil in andere Lebensrealitäten zwanghaft exportieren müssen. Dusls Roman steht sogar bei Wikipedia als Beschreibung des BOBO-Charakters und als prägendes Werk, das die Bezeichnung vorangetrieben hat.Leider war ich nicht so glücklich mit dem Buch. Es erschließt zwar das Wesen des Bobos ganz gut, hat aber inhaltlich außer Bobobashing und wirres Stolpern der Protagonistin mit skurillen Figuren und mit bekannten Möchtegerns durch ein auf Bobobezirke beschränktes Wiener Microversum, das die Autorin teilweise komplett präpotent-größenwahnsinnig mit New York City gleichsetzt, nicht viel zu bieten. Fast schein es so, als beschriebe der ganze Roman einen völlig wirren Trip von dem sie jahrelang nicht runterkommt und der für den Leser ohne intime Wienkenntnis und Kenntnis der österreichischen BOBO-Schickaria überhaupt nicht zu rezipieren ist. Ich habe es zwar schon verstanden, aber das Tempo des Romans und die Aufzählung von diesen bekannten und unbekannten kuriosen Typen ist fast so monkhaft zwangsgestört wie die Aufzählung von Marken in American Psycho. Diesen Mikrokosmos zu verarschen ist zwar am Anfang ganz lustig, gibt aber, wenn die Geschichte keine Schicksale erzählt, sondern nur abgedrehte Actions von coolen Leuten aneinanderreiht, einfach zu wenig her, um mich hinter dem Ofenrohr meiner ländlichen Existenz in  meinem Poughkeepsie (verächtlich für das Land natürlich wieder mit amerikanischen Größenwahnsvergleichen -  in meinem Fall Krems 80 km von Wien entfernt) hervorzulocken. Ein Umstand hat den Roman dann doch ob der Innovation locker auf 2,5 aufgerundete Sterne geschraubt: Wahnsinn die Autorin kann wirklich im Stakkato Wörter kreieren, das ist zwar anstrengend aber witzig "die Musik war auf Nachbartötungslautstärke eingestellt" "Bonbonville ... und dann kam sie und knirschknalldrückte mir die Türe zum Süßigkeitenjerusalem auf""Zum Schreiben hat er [Glavinic] sich ein Gerät angeschafft, das die Welt außerhalb Bobovilles als Blackberry kennt, der Fehltritt einer Schreibmaschine mit einer Hotelseife.""Im Angesicht des abendlichen Fortgangs schüttet mein Körper Hypnotoxine aus. Während die Körper anderer Fortgehender Adrenalin ausschütten, Pheromone synthetisieren und andere selbstaufmunternde Substanzen, schüttet mein Körper Schläfrigkeit aus. Ich ermüde beim Gedanken an öffentliches Wosein." Auch einige innovative Ideen werden entwickelt z. B. die Cedeh (CD) oder Das @ Zeichen wird nicht mit [Ätt] bezeichnet sondern als Marsupilamischwanz Mariapunkt Dusl Marsupilamischwanz Tschimehlpunkt Komm.Also Fazit : Inhaltlich passiert so gut wie nix substanzielles und das nervt - wortkreationsmäßig ist der Roman sehr anstrengend, aber auch witzig und innovativ.

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