Andrea Maria Schenkel Bunker

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Inhaltsangabe zu „Bunker“ von Andrea Maria Schenkel

Erstmals im Taschenbuch: der neue Roman der 'Tannöd'-Autorin Ein Mann überfällt abends eine Autovermietung, doch als die einzige noch anwesende Angestellte den erhofften Schlüssel zum Tresor nicht hat, entführt er sie in eine alte, verfallende Mühle im Wald, in der es auch einen geheimen Luftschutzbunker gibt. Will er sie als Geisel nehmen? Oder einfach seine Macht über die Gefangene auskosten? Wovon wird er selbst getrieben? Ist es jemand aus ihrer Vergangenheit, die sich bald als weniger unschuldig erweist, als es zunächst schien?

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  • "Der Bonker" (Walter Moers)

    Bunker

    Holden

    10. March 2016 um 18:32

    Eine Angestellte einer Autovermietung wird kurz vor ihrem freitäglichen Feierabend entführt und in ein Verlies im Wald gebracht. Sie kennt den Täter nicht, und was er von ihr will bleibt schleierhaft. Er bleibt jedenfalls bei ihr und versorgt sie. Ein Räuber oder ein Stalker? Offentlich will er sie nicht mißbrauchen oder töten, aber er spricht kaum mit ihr. Könnte er ein vergessener Bekannter aus ihrer Vergangenheit sein, eventuell sogar der Mörder ihres Bruders, gegen den sie damals aussagte?... Die falschen Fährten, die die Autorin legt, wirken angesichts der Auflösung arg gewollt, aber die Abschnitte über den Drogenrausch und den darauf folgenden Kontrollverlust sind unbedingt lesenswert.

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  • Rezension zu "Bunker" von Andrea Maria Schenkel

    Bunker

    Leseratte88

    20. May 2012 um 10:04

    Ein Mann überfällt eines Abends eine Autovermietung, doch als die Einzige noch anwesende Angestellte den erhofften Schlüssel zum Tresor nicht bei sich hat, entführt er sie kurz entschlossen in die alte verfallene Mühle seines Vaters, in der es auch einen geheimen Luftschutzbunker gibt, und der Horror beginnt – für beide ... Hans, wie Monika ihren Entführer nennt, könnte ein Bekannter aus Kindertagen sein, der sich an ihr rächen will, denn Monika hütet ein schreckliches Geheimnis. Zeitweise spannend, dann wieder langatmig und langweilig, führt uns die Autorin Andrea Maria Schenkel in schnörkellosen Sätzen durch ihr 125-seitiges Büchlein. Die Hauptakteure, die ihre Geschichte jeweils in der Ich-Perspektive erzählen, wirken unausgegoren und blass. Selbst die Rückbesinnungen an ihre schlimme Kindheit reichten bei mir nicht aus, irgendwelche Empfindungen für die beiden Figuren zu entwickeln. Die Geschichte löst leider nicht auf, weshalb der Täter sein Opfer überhaupt entführt hat. Und sie löst nicht auf, weshalb sich Monika so fern jeder normaler Handlung benimmt, jede der zahlreichen Fluchtmöglichkeiten von sich aus vereitelt. Da wäre sehr viel mehr möglich gewesen – vor allem eine vertiefte Analyse der beiden eigenbrötlerischen Charaktere, deren Psychologisierung nur wenig unter der Oberfläche kratzt.

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  • Rezension zu "Bunker" von Andrea Maria Schenkel

    Bunker

    claudiaausgrone

    02. June 2011 um 12:53

    Was begegnet dem/der LeserIn, der/die sich auf das Buch einlässt? Zunächst der Klappentext: "Ein Mann überfällt eines Abends eine Autovermietung, doch als die einzige noch anwesende Angestellte den erhofften Schlüssel zum Tresor nicht hat, entführt er sie in eine alte, verfallene Mühle im Wald, in der es auch einen geheimen Luftschutzbunker gibt, und der Horror beginnt - für beide..." Zunächst wird Gewalt beschrieben, körperliche und subtile. Dieser Einstieg war für mich nicht leicht und ich wollte fast auch nicht weiterlesen. Andrea Maria Schenkel benutzt wieder die Perspektive von verschiedenen Erzählern als Stilmittel, wie sie es schon in dem brillanten Krimi 'Tannöd' getan hat. Hier ist es die Sicht des Mannes, der Angestellten und eines unbekannten Erzählers. Nicht immer leicht, sich zu merken, welche Fakten schon gelesen sind. Natürlich ist dieses Verwirrspiel auch gewollt und wird auch weiter vorangetrieben durch unvorhergesehene Geschehnisse. Das Opfer ist keineswegs unschuldig, aber welche Schuld trägt sie wirklich? Der Täter war Opfer, aber wieviel rechtfertigt das? Ich konnte nie wirklich Mitleid empfinden, weder mit dem Opfer (den Opfern), noch mit dem Täter (den Tätern). Es gibt keinen Sympathieträger in diesem Buch. Zwei Fragen bleiben am Schluss offen: Wo ist der Täter und was geschieht mit ihm? Wieso werden die Opfer gefunden? Und dieses nicht vorhandene Ende macht für mich diesen Krimi als Krimi nicht stimmig, daher ein Stern Abzug. Als Psychogramm ist es - wenn auch düster - sehr interessant zu lesen.

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  • Rezension zu "Bunker" von Andrea Maria Schenkel

    Bunker

    rumble-bee

    03. March 2011 um 10:51

    Und ich dachte, der Tag würde nie kommen, an dem ich nur einen Stern verleihe. Denn ich glaube nicht nur an das Gute im Menschen, sondern auch an das Gute in Büchern! Doch nun ist dieser Tag gekommen. Ich habe absichtlich einen Tag nach der Lektüre verstreichen lassen, damit meine Enttäuschung sich nicht so unmittelbar in meinen Worten entlädt, und damit ein Mindestmaß an Sachlichkeit gewahrt bleiben kann. Doch viel wird es nicht sein, das sage ich euch gleich... Sicher, es ist für keinen Autor leicht, nach zwei Bestsellern und zahlreichen Preisen an seine Erfolge anzuknüpfen. Doch bei Frau Schenkel ist die Lage ja noch ein wenig anders. Sie war ursprünglich überhaupt keine Autorin, hat vorher nichts in dieser Richtung gemacht, war einfach Hausfrau - soweit ich weiß, sonst korrigiere man mich bitte. Hinzu kommt, dass ihre ersten beiden (!) Bücher auf wahren Fällen beruhten - sie konnte sich also die Mühe sparen, selbst einen Plot zu gestalten, und brauchte sich nur um die "Fiktionalisierung", um die Stimmen und den Tonfall, zu kümmern. Dass sie nun mit dem Erstellen eines kompletten Buches, auf sich allein gestellt, überfordert war, das zeigt "Bunker" nur allzu deutlich. Mein erster Kritikpunkt betrifft die Sprache. In den ersten beiden Fällen, den ersten beiden Büchern, fand ich sie noch angemessen. Kurze, lakonische Sätze, wenig Emotionales, wenig Beschreibendes. Doch das war ja auch der "mündlichen" Form und der dörflichen Atmosphäre geschuldet. In "Kalteis" hatten wir es ja zudem mit einer Art Protokoll mit einem Verbrecher zu tun. Doch hier... Ich kann einfach keine stilistisch angemessene Weiterentwicklung von Frau Schenkels Sprache feststellen. Keine Sprache, die der Handlung und der emotionalen Verfassung der beiden Personen angemessen wäre, ihnen wirklich entsprechen würde. Was soll ich nur mit solchen Sätzen? "Er nahm die Milch. nahm ein Glas. Schüttete die Milch ein. Stellte das Glas auf den Tisch." (Ich garantiere nicht für die wortwörtliche Richtigkeit der Sätze - das waren Beispiele.) Zudem ist Stimmung und Tonfall bei beiden handelnden Personen, Opfer und Täter, für mich vollkommen gleich. Beides der typische Schenkel-Ton, keiner erhält wirklich eine Persönlichkeit. Und manche Sätze wiederholen sich fast wörtlich - "Ich werde verrrückt! ich muss hier raus!" Das war an Einfallslosigkeit und Platitüde schon nicht mehr zu unterbieten. Den Wechsel zwischen den Perspektiven von Entführungsopfer und Täter, auch unterstützt durch verschiedene Drucktypen, fand ich als Einfall noch recht gelungen. Doch dass sie auch noch die Chronologie und Logik dabei völlig durcheinander würfelt, das hat mich beim Lesen einfach angestrengt, und es hat auch nicht zur Glaubwürdigkeit der Handlung beigetragen. Das Buch beginnt nämlich mit einer Szene, die man erst im Nachhinein richtig einordnen kann - sie kommt eigentlich erst kurz vor Schluss. Auch die Vorgeschichte des Überfalls auf diese Verkäuferin wird irgendwie planlos mitten in das Buch eingebaut - indem nämlich der Täter immer wieder zurück denkt an die Zeit, als er sie heimlich beobachtete - er ist offenbar ein Stalker. Vollends verwirrt haben mich dann die Abschnitte, die in einer weiteren, dritten, verschiedenen Schriftart gesetzt waren - sie handeln offenbar von der Bergung eines Opfers durch eine Ambulanz, und von der anschließenden Behandlung im Krankenhaus. Hier fehlte mir vollkommen die logische Erklärung - wie kam die Ambulanz in den Wald? Wer hat sie gerufen?? Nichts wird erklärt, das Buch geht einfach zu Ende, einfach so. Sehr, sehr merkwürdig. Und als wäre all das noch nicht genug, hat die Handlung meiner Ansicht nach auch noch haarsträubende logische Lücken, sowohl in der Charakterisierung, als auch im Ablauf. Der vollkommen überraschend auftauchende Krankenwagen ist da nur ein Beispiel. (Vorsicht, ich werde in diesem Abschnitt ein wenig spoilern müssen! Ansonsten bitte erst im nächsten Abschnitt weiterlesen!) Und welches Entführungsopfer, bitteschön, läuft denn freiwillig (!!) zu der Hütte zurück, in der es fast wahnsinnig wurde, nachdem ihm überraschend die Flucht glückte?? An dieser Stelle wurde ich beinahe wütend. Und dann auch noch ein zweites Mal!! Sie könnte fliehen, aber nein, sie schaut lieber, was der Täter da hinter der Hütte grillt. Unglaublich!! Sie verbrennt sich am Lagerfeuer - ob absichtlich oder nicht, wird mir nicht klar. Der Täter besorgt ihr daraufhin Drogen, um die Schmerzen zu lindern. obwohl sie also ständig "high" sein müsste, kommt sie auf einmal auf den genialen Plan. ihren Chef in den Wald zu locken - worauf der Täter auch noch eingeht!! Doch er war doch gar nicht an Geld interessiert....?? ja was denn nun?? Der Schluss ist mir erst recht nicht klar. Offenbar ist es dem Opfer gelungen, den Täter in den Bunker zu locken. Ja, und warum sitzt sie dann noch in aller Seelenruhe da, als der sich schließlich (in einer völlig halsbrecherischen Aktion) befreien kann?? Fragen über Fragen, die das Buch in keinster Weise beantwortet. Ansätze zu einer spannenden Handlung sind zwar da - aber man kann geradezu riechen, wie das Projekt der Autorin entglitten ist. Ein Stalker, der eine junge Frau entführt. Der sie genau dort verbirgt, wo auch er als Junge mit seiner Familie gelitten hat. Aha. Und das Opfer selbst ist auch nicht ganz unschuldig - in ihrer Vergangenheit gibt es einen dunklen Fleck, einen mysteriösen Todesfall in der Familie. Ja, aber genau dieses Potenzial wird nicht genutzt! Es wird alles nur angedeutet, aber in die eigentliche Handlung nicht eingebaut! Und das ist ungemein schade. Ich kann wirklich nur sagen, dass ich heilfroh bin, dieses Buch günstig als Mängelexemplar auf einem Wühltisch ergattert zu haben. Denn für dieses planlose, dünne Büchlein, das sich in zwei Stunden mühelos lesen lässt, auch noch 12 oder 13 Euro zu verlangen, grenzt für mich an Unverschämtheit. Schade, Frau Schenkel. Vielleicht versuchen Sie sich demnächst lieber gleich an Kurzgeschichten?

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  • Rezension zu "Bunker" von Andrea Maria Schenkel

    Bunker

    simoneg

    11. November 2010 um 21:51

    Ein Mann überfällt abends eine Autovermietung, doch als die einzige noch anwesende Angestellte den erhofften Schlüssel zum Tresor nicht hat, entführt er sie in eine alte, verfallende Mühle im Wald, in der es auch einen geheimen Luftschutzbunker gibt... Warum nimmt jemand eine nutzlose Geisel mit, wenn er doch eigentlich Geld will? Das ist eine der Fragen, die ich nach dem Lesen des Buches immer noch auf der Stirn habe. Wer kommt überhaupt auf so eine blöde Idee, eine Autovermietung zu überfallen? Dort bezahlen doch fast alle mit Kreditkarte. Und warum spioniert der Täter die Angestellte vor dem Überfall im privaten Bereich aus? Er hätte mal lieber die Autovermietung genauer unter die Lupe nehmen sollen, dann wäre das alles nicht passiert, und es gäbe ein seltsames Buch weniger. Außerdem hat mich der Wechsel der Erzählperspektive zwischen Opfer und Täter nicht wirklich überzeugt. Warum ich es trotzdem bis zum Ende gelesen habe? Es hatte nur 121 Seiten, und ich wollte dann doch den Ausgang wissen. Hat sich aber nicht gelohnt. Denn woher kamen denn plötzlich die Rettungskräfte?

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  • Rezension zu "Bunker" von Andrea Maria Schenkel

    Bunker

    BettyBlue

    31. August 2010 um 14:17

    Ein Kammerspiel für zwei Personen. Mann und Frau, Täter und Opfer. Oder doch eher Täter und Täter? Das ganze Buch besteht aus sich abwechselnden Monologen der beiden und dem ein oder anderen Dialog. Dazwischen ab und zu ein kurzer Sprung in die Notaufnahme eines Krankenhauses. Anfangs hab ich mich mit dieser Erzählweise ein bisschen schwer getan, aber nach ein paar Seiten war ich voll drin im Stoff. Starke Emotionen: Wut, Angst, Verzweiflung, Schuld - alles ungefiltert und Schlag auf Schlag - Bam Bam Bam. An einigen Stellen hatte ich richtig Herzrasen. Man wird total in die Irre geführt, die Realitäten verschwimmen, bis sich am Ende das Meiste auflöst. Einige ungeklärte Fragen bleiben jedoch zurück, die darf ich hier aber nicht aufgreifen sonst würd ich spoilern. Auf jeden Fall eine absolut beklemmende, furchteinflößende Story, gerade weil manches unklar bleibt bzw. nur angedeutet wird.

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  • Rezension zu "Bunker" von Andrea Maria Schenkel

    Bunker

    Molks

    23. August 2010 um 10:49

    Ein brutaler Überfall und eine Entführung, die aus 3 Perspektiven erzählt wird. Einerseits aus der Sicht des Täters und weiterhin aus der Sicht des Opfers. Hinzu kommt ein Bericht über die Arbeiten der Rettungskräfte, wobei da nicht zu erkennen ist um welche Person es sich genau handelt.
    Nicht überaus spannend, aber dennoch lesenswert.

  • Rezension zu "Bunker" von Andrea Maria Schenkel

    Bunker

    Reever

    28. March 2010 um 11:47

    Eine Geschichte voller Träume, Rückblenden und Wahrheit, man braucht eine Weile bis man das auseinanderfieselt. Da wird eine junge Frau entführt und nicht in einem Bunker gefangen gehalten, die träumt ständig von ihrem kleinen Bruder der wohl tod ist, sie hat auf ihn eingeschlagen weil er ihr Sparschwein geschlachtet hat, hat sie ihn umgebracht ? Das war erstmal ein Kurzbuch, grad mal 128 Seiten, wieviel hat ein Lassiter eigentlch, eher mehr ? Es hat komisch begonnen und hörte komisch auf, wärs länger gewesen hätte ich aufgegeben. Ich war tapfer

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  • Rezension zu "Bunker" von Andrea Maria Schenkel

    Bunker

    Tanja Asmus

    10. January 2010 um 10:50

    Ich bin ein riesiger Fan von der Autorin Andrea Maria Schenkel. Nach Tannöd und Kalteis war klar das ich mir auch das neuste Werk Bunker zulegen würde. Schenkel hat es geschafft in den ersten beiden Werken mit ihren außergewöhnlichen Stil zu beeindrucken und so war meine Erwartung schon recht hoch wie das dritte Werk wohl sein würde. Leider hat die Autorin diesmal den dörflichen Charme und ihren Dialekt außen Vor gelassen, so dass ich diesen recht stark vermisst habe. Allerdings ist sie zeitweise ihrer gehobenen alten deutschen Sprache treu geblieben, so dass es unverkennbar Schenkel ist. Diesmal wartet die Autorin mit einer anderen schriftlichen Überraschung auf, -nämlich das Täter sowie Opfer auch ihre eigene Schriftart haben, so dass der Leser einen Überblick hat mit wem er gerade konfrontiert wird. Dadurch stellt sich oftmals eine sehr düstere Atmosphäre ein, wenn wir die Geschichte auf Opferseite lesen. Kennen wir aus den beiden ersten Werken noch das sich die Autorin mit sehr vielen Protagonisten bedient hat sie diesmal drauf verzichtet. Hier kommen nur Opfer & Täter zur Sprache und zeitweise die Gegenwart die auf das Ende neugierig machen. Durch die jeweilige Ich-Perspektive kann man sich sofort in das Opfer einfühlen. Leider hat es Schenkel nicht geschafft den Täter richtig Leben einzuhauchen. Ich fragte mich, ist er nun ernsthaft böse, hat er gute Seiten an sich, was ist er für ein Typ. Der Leser wird zu zaghaft in die Jugend des Täters gezogen und so bleibt nur die leichte Überlegung dass auch hier der Täter auch Opfer in der Kindheit war. Andersherum zeigt die Autorin das das Opfer sehr wohl auch in der Kindheit gemein zu anderen Kindern war, sie gemobbt hat und sehr wohl großes Täterpotenzial hat. Auch hier wird der Leser in die Kindheit reingezogen doch schon viel stärker, so dass man mit dieser Figur auf zwei Seiten betrachten muss. Sie scheint ein sehr düsteres Geheimnis zu haben das Frau Schenkel nach und nach löst. Der Täter entführt das Opfer und versteckt sie in der Alten Mühle seines Vaters. Dort befindet sich ein Luftschutzbunker wo das Entführungsopfer eingesperrt wird. Der Täter will einen Schlüssel doch wofür? Das Opfer zwischen Wut, Verzweiflung und Resignation hin und hergerissen, wird immer wieder in ihre Kindheit erinnert und überlegt ob sie den Täter vielleicht kennt. Der Täter wiederum erinnert sich wie seine eigene Mutter in den Bunker eingesperrt wurde wenn sie dem Vater nicht Gehorsam war. So lebt dieses Buch gerade von den Erinnerungen zweier Kinder die Opfer und Täter waren, und wie es im späteren Leben sehr gut sich wandeln kann. Hier ist nicht wirklich Gut auch Gut oder Böse eben Böse. Dieses Buch zeigt die tiefen Abgründe zweier Menschenseelen, die in unserer Welt in jeden Menschen stecken könnte. Ich bemängele hier aber auch wie bei den beiden anderen Bänden den unverschämten Preis. Für 129 Seiten, Taschenbuchformat - 12,95 € hinzublättern ist schon wirklich eine Zumutung. So hatte ich das Glück das Buch für 8 Euro bei Ebay zu ersteigern. Mich hat das Buch wieder gut unterhalten, wobei es an die beiden anderen Werken nicht rankommt. Gerne würde ich ein etwas dickeres Werk von der Autorin mal lesen. So heißt es für mich, warten,- bis Frau Schenkel wieder zur Feder greift. Es würde mich freuen!

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  • Rezension zu "Bunker" von Andrea Maria Schenkel

    Bunker

    Gesa

    21. August 2009 um 22:08

    Ich hatte mich auf ein spannendes, fesselndes Leseabenteuer gefreut, doch ich finde, Bunker ist das bisher schwächste Buch von Andrea Maria Schenkel. Zwar ist die Struktur des Buches interessant, aber die Story konnte mich nicht überzeugen. Schade.

  • Rezension zu "Bunker" von Andrea Maria Schenkel

    Bunker

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    01. July 2009 um 21:17

    Nach "Tannöd" ist "Bunker" das zweite Buch von A.M. Schenkel, das ich gelesen habe, und es wird vorerst das Letzte sein. Ich finde ihren Schreibstil gleichermaßen merkwürdig wie unausgegoren und habe Mühe, ihren verworrenen Beschreibungen zu folgen. Ihre Geschichten wirken wie grobe Skizzen, wie ein erster Entwurf, der noch gründlich bearbeitet gehört. Überdies frage ich mich, wozu "Bunker" überhaupt geschrieben wurde. Die Geschichte hat weder einen einfallsreichen Plot noch ist sie eine interessante oder gar gelungene psychologische Studie. Sie wirkt eher wie der Aufsatz eines Schülers als das Werk einer erwachsenen Schriftstellerin. Die Todesangst, die eine entführte Person aussteht, wird dem Leser durch die hingeworfenen, kurzen Sätze in keiner Weise vermittelt, und auch nicht das, was im Kopf des offenbar psychisch angeschlagenen Entführers vorgeht. Die Beschreibungen sind ungenau und oberflächlich, es kommt kein Mitgefühl für die Protagonisten und ihre Situation auf. Das Ende ist mindestens noch einmal so seltsam wie die ganze Story, es kommt viel zu schnell und ist viel zu ungenau geschildert. Wie schon bei "Tannöd" wäre es nötig, das Buch ein zweites Mal zu lesen, um halbwegs durchzublicken, aber diese Zeit schenke ich mir. Ich kann leider nur wiederholen, was ich in meiner Rezension zu "Tannöd" geschrieben habe: Hier ist eine "Bestsellerautorin" in erster Linie durch geschickte Werbung zu einer gemacht worden anstatt durch tatsächliche Leistung. Den Beweis, dass sie einen reifen, innovativen Roman schreiben kann, bleibt A.M. Schenkel nach wie vor schuldig.

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  • Rezension zu "Bunker" von Andrea Maria Schenkel

    Bunker

    kfir

    09. May 2009 um 22:30

    Monika wird unvermittelt und brutal von ihrer Arbeitsstelle weg in ein einsames Abbruchhaus im Wald verschleppt und dort gefangen gehalten. Obwohl sich ihr mehrere Möglichkeiten für eine Flucht ergeben, nutzen kann sie diese Gelegenheiten nicht. Ihr Entführer misshandelt sie zwar, andererseits kümmert er sich auch um ihr Wohlergehen. In den wenigen kurzen Gesprächen gibt ihr der Entführer allerdings nie einen Grund für diese Entführung an. Statt dessen flüchtet sich Monika in ihre eigene Vergangenheit, in der sie nach dem Motiv für diese Tat sucht. Mit einer List versucht Monika am Ende doch noch zu entkommen... Andrea Maria Schenkel ist ihren bisherigen Romanen in manchen Aspekten treu geblieben. Die undurchsichtige Tat eines eigenbrödlerischen Menschen lässt erneut menschliche Abgründe offenbar werden, die Geschichte nimmt durch zahlreiche Perspektiv- und Zeitwechsel immer neue Wendungen und bleibt bis zum Schluss einigermaßen offen und spannend. Trotzdem gewinnen die Geschichte und die Charaktere nie ein solche Tiefe, dass man in die Handlung hinein gesogen würde. Die beiden Personen bleiben in ihrer Anlage sehr klischeebehaftet, ihr Handeln bietet nur wenig mitreißende Momente. Auch einige logische Unstimmigkeiten lassen den Leser immer wieder stutzen. Einzig die erlebte Rede vermag der Geschichte ein gewisses Tempo zu verleihen, dass man die Lektüre in einem Rutsch zu lesen vermag. Sprachlich ist der Roman daher eher derbe Kost, orientiert sich die Ausdrucksweise doch stark an den Personen und der Gegebenheit. Am Ende blieb ich ein wenig ratlos zurück. Wie auch schon bei ihren bisherigen Büchern hat Andrea Maria Schenkel keine Lösung für den Leser parat. Dies mag als Stilmittel opportun sein, befriedigend ist es jedoch keinesfalls. Eine interessante Geschichte mit einigen menschlichen Abgründen, der ich gerne mehr Feinheiten und Raum zur Entwicklung gegeben hätte.

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  • Rezension zu "Bunker" von Andrea Maria Schenkel

    Bunker

    Blinkmotte

    06. April 2009 um 21:37

    Geschickt lockt die Autorin den Leser an die Handlung zu verfolgen und wirft immer wieder Sequenzen ein, die ihn bei Laune halten sollen. Leider ist die Auflösung des Ganzen am Ende etwas fad und schöpft nicht einmal annähernd das Potential aus, welches sich im Verlauf aufzubauen scheint. Trotzdem ein sehr spannendes, kurzweiliges Buch, das an die Spannung und "Genialität" von "Tannöd" leider nicht anknüpfen kann.

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  • Rezension zu "Bunker" von Andrea Maria Schenkel

    Bunker

    anushka

    05. April 2009 um 18:19

    Die Angestellte eines Autohauses wird am Vorabend ihres Urlaubs von einem unbekannten Mann brutal entführt und danach in einer Mühle mitten im Wald gefangen gehalten. "Bunker" ist Schenkels erster "eigener" Roman, d.h. es ist ihr erster Roman, der nicht auf einem wahren Kriminalfall basiert. Allerdings merkt man dies auch im Buch, da die Geschichte einige - z.B. logische - Schwächen aufweist. Der Inhalt lässt sich in einem Satz zusammenfassen, denn in Schenkels Buch geht es weniger um Handlung und Action und mehr um menschliche Abgründe, Hysterie und die Reaktionen auf das Gefangensein. Auch beschreibt die Autorin, ob und wie sich eine Beziehung zwischen Opfer und Täter entwickelt. Dazu benutzt sie drei erzählerische Perspektiven, die auch durch unterschiedliche Schriftarten im Buch gekennzeichnet sind: Die Situationen werden wechselnd aus der Sicht des Täters und des Opfers und immer wieder eingefügt aus Sicht der Rettungskräfte geschildert. Das Ende bildet den Höhepunkt einer Entwicklung, die auch anders hätte ausgehen können. Ich habe die Lesung von Andrea Maria Schenkel auf der Leipziger Buchmesse 2009 besucht, bei der sie eine kurze Szene vorgelesen hat. Dabei hatte ich dann beim Lesen eben dieser Szene immer ihre (meiner Meinung nach sehr angenehme) Stimme im Hinterkopf. Dort erklärte sie auch, dass offene Enden ihre Art sind, dem Leser eigenes Denken zu überlassen und sich die Geschichte selbst weiterzuspinnen. Sie möge keine in sich abgerundeten Geschichten, sondern wolle mit ihren Büchern einen Blick mitten hinein in das Leben der Personen geben, das vor der eigentlichen Geschichte auch eine Vorgeschichte hat und das nach dem Ende des Buches (für einige der Charaktere) weitergeht. Insofern war für mich das Ende dieses Buches keine große Überraschung. Und auch vieles aus dem Vorleben der Charaktere bleibt ungeklärt. Meiner Meinung nach hätte hier noch einiges genauer ausgeführt werden können und das Buch hätte durchaus länger als Schenkels übliche 120 Seiten sein dürfen. Zudem finde ich bei den Editionen vom Verlag Nautilus das Preis-Leistungs-Verhältnis schlecht, da diese dünnen Bücher dort immerhin 12,90 Euro kosten. Insgesamt dürften viele auch von Schenkels drittem Buch enttäuscht sein. Die Geschichte ist teils verwirrend, hat einige Schwächen und viele lose Fäden. Schenkel ist ihrem Stil jedoch treu geblieben, die verschiedenen Perspektiven und auch der Einblick in die verschiedenen Psychen sind interessant. Letztlich bleibt es eine Geschmacksfrage: Wer Schenkels andere Bücher (die meiner Meinung nach stärker waren als "Bunker") schon nicht mochte, wird auch dieses hier nicht mögen.

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  • Rezension zu "Bunker" von Andrea Maria Schenkel

    Bunker

    wernher

    31. March 2009 um 09:42

    Zum Buch " Die Angestellte eines Autohauses wird kurz vor Geschäftsschluss von einem Unbekannten entführt und in einen Bunker verschleppt, wo sie tagelang gefangengehalten wird. Was will der Entführer von ihr? Andrea Maria Schenkels drittem Roman liegt kein wahrer Fall zugrunde? Die menschlichen Abgründe, die sie aufzeigt, sind jedoch sehr real. Sie erweist sich in ihrem dritten Roman ein weiteres Mal als Meisterin des unterschwellig Unheimlichen und der menschlichen Abgründe." So tönt es in einer Kurzinfo bei "buchhandel.de". Nun wie sieht es in der Wirklichkeit aus? Bunker, der Titel passt zur Geschichte - gleichsam ein Symbol für Einsamkeit und Inbegriff für Klaustrophobie. Andrea Maria Schenkel erzählt ihre Geschichte abwechselnd aus drei Perspektiven, wobei die Gedankengänge der beiden Kontrahenten - Enführer und Entführte - zum größten Teil ausgezeichnet dargestellt, erzählt oder teilweise auch inszeniert sind. Manchmal stellt man sich die Frage: Wer ist hier Täter und wer ist Opfer. Nun, menschliche Abgründe sind gelungen dargestellt, aber die Verknüpfung der einzelnen Perspektiven weist dramaturgische Schwächen auf. Die eingestreuten Szenen von Polizeieinsatz bis hin zur detailgenauen Schilderung einer Operation sollen wohl die Spannung steigern erweisen sich aber eher als störend. In der Kunst der Verknappung hat es die Autorin in diesem Fall etwas zu weit getrieben. Der Schluss kommt dann viel zu unvermittelt und kaum nachvollziehbar. Fazit: Was hier als Roman verkauft wurde, ist allenfalls ein Mauskript, das mit Hilfe eines guten Lektors zu einem guten Roman hätte werden können. Schade - so ist es ein ungeschliffener Diamant.

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